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TV Programm für SRF1 am 07.10.2026

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Ziehung des Schweizer Zahlenlottos 22:20

Ziehung des Schweizer Zahlenlottos: Mittwoch

Lottoziehung

Danach

Kulturplatz 22:25

Kulturplatz: Arbeitsbeziehungen - Bis dass der Feierabend euch scheidet

Dokumentation

Zwei Basler Künstler, Ado Jahic und Comenius Roetlisberger, arbeiten seit 20 Jahren zusammen und glauben, nur der Tod könne sie trennen. Zwei Zürcher Galeristinnen, Anna Bolte und Chaja Lang, beenden ihr gemeinsames Geschäft, obwohl sie sich noch bestens verstehen. Am Schauspielhaus wird Nähe zum Beruf - und Nina Mavis Brunner probt schliesslich am eigenen Leib, ob sich der Umgang mit schwierigen Kolleginnen tatsächlich üben lässt. «Kulturplatz» über Beziehungen, die nicht romantisch sind und trotzdem einen erstaunlich grossen Teil des Lebens bestimmen.

Bones and All 23:00

Bones and All

Drama

Wie etliche Teenager fühlt Maren (Taylor Russell) sich als Aussenseiterin. Dazu hat zumindest sie allen Grund: Die junge Frau beisst während der Pyjamaparty eine Freundin in den Finger, als wärs ein Pouletschenkel. Marens Vater ergreift mit ihr die Flucht, zum wiederholten Mal, später lässt er sie sitzen mit etwas Geld, ihrer Geburtsurkunde und einem Tonband, auf der er erklärt: Maren ist Kannibale. Unterwegs auf der Suche nach Informationen über ihre Herkunft und ihre Familie trifft Maren auf andere Kannibalen. Sully (Mark Rylance) bringt ihr einiges bei, so auch, weshalb und wie oft sie neben gewöhnlicher Nahrung auch Menschenfleisch benötigt, bis Maren sich vor ihm zu fürchten beginnt und die Flucht ergreift. In einem Tankstellenshop kreuzen sich ihre Wege mit jenen Lees (Timothée Chalamet). Die beiden jungen Aussenseiter knüpfen eine zarte Bande und werden zu Verbündeten auf einer Reise, die aus Jägern auch Gejagte macht. «Wird es gelingen, sich gegen die angeborene Neigung zu stellen? Genau diese ethisch-moralische Frage macht 'Bones and All' zu einem so grandiosen wie auch komplexen Film - er schneidet bis auf die Knochen dessen, was es eigentlich heissen kann, ein Mensch zu sein», war das «NZZ Magazin» voll des Lobes. Überraschender Lorbeer vielleicht für einen Film aus dem Genre des Horrorfilmes, doch hatte der Filmemacher Luca Guadagnino mehr im Sinn als Furcht und Ekel mit seinem ungewöhnlichen Aussenseiterdrama um die Suche nach Verwurzelung und Vertrauen. Zum zweiten Mal, nachdem er mit «Call Me by Your Name» weltbekannt geworden war, arbeitete der Italiener mit Jungstar Timothée Chalamet zusammen, der mit der talentierten Taylor Russell («Waves») ein charmantes Paar bildet. Biss zeigen in Nebenrollen die Schauspielgrössen Mark Rylance, Chloë Sevigny und Michael Stuhlbarg. Als genussvolle Abwechslung zu den blutigen Momenten des Filmes fängt der junge Weissrusse Arseni Khachaturan die Landschaften des amerikanischen Hinterlandes prachtvoll ein, für den bestimmt subtilsten Soundtrack eines Kannibalenfilmes waren die mehrfachen Oscargewinner Trent Reznor und Atticus Finch besorgt. Nach der hinreissenden Tennisromanze «Challengers» und der Literaturverfilmung einer Vorlage von William S. Burroughs mit «Queer» arbeitet der vielbeschäftigte Luca Guadagnino am Kriegsfilm «St. Rock», einem Remake von «American Psycho» sowie einer Fortsetzung zu «Call Me by Your Name».