14:00
Von sich aus wäre Marc Dunkel nie ausgewandert. Doch ein Leben im Wilden Westen ist seit bald 20 Jahren der Traum seiner Frau Mirjam, einer passionierten Pferdetrainerin. Kurz vor der Abreise nach Colorado aber kommt die Hiobsbotschaft: Eines der beiden Pferde von Mirjam darf nicht mit. Pura vida - der lockere Lebensstil in Costa Rica hat es Familie Burkhalter angetan. Dafür geben sie in der Schweiz alles auf. Den Start an der Karibikküste muss Mutter Nadine mit den Buben Ben und Nathan allein meistern. Vater Michel muss noch in der Schweiz bleiben. Sibylle Luisi und Thomas Neyerlin sind leidenschaftliche Camper. Über dreissig Mal reisten sie mit ihrem Wohnwagen durch Frankreich. Nach einem langen Berufsleben wollen sie ihr Hobby zum Beruf machen und im Burgund einen eigenen Campingplatz betreiben. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, doch kurz vor Vertragsabschluss droht die Übernahme zu scheitern.
14:45
Joshua Schmidli und Vera Leibundgut engagieren sich mit ihrem Verein «Harrisons Primary School» für eine Schule in Kenia. In einem benachteiligten Viertel von Mombasa sollen Kinder Zugang zu Bildung erhalten - eine Chance, die ihnen sonst verwehrt bliebe. Nach dem Bau von Schulzimmern und Sanitäranlagen in den letzten acht Jahren soll dieses Jahr ein Kindergarten für die Kleinsten entstehen. «SRF bi de Lüt - Familiensache» begleitet das junge Paar aus Bern samt ihrem Baby Jaivyn Charo bei ihrem Einsatz. Mit dabei ist auch Familie Arnold aus Attinghausen UR: Sohn Pascal, 20, gelernter Koch, bereitet sich auf den ersten internationalen Wettkampf seiner Karriere vor - die EuroSkills 2025 in Herning, Dänemark. Die Kamera begleitet ihn bei seinen diversen Vorbereitungen, bei seiner Arbeit als Zeitmilitarist in der Kaserne Thun sowie bei der Auszeit auf der elterlichen Windgällenhütte. Ein Porträt über den Druck, rechtzeitig zur Bestform zu finden, über die Leidenschaft fürs Kochen - und über den Rückhalt einer Familie, die fest an ihren Sohn glaubt. Clara Burgener, 8, wurde gehörlos geboren. Bereits mit sechs Monaten erhielt sie Cochlea-Implantate. «SRF bi de Lüt - Familiensache» begleitet den Alltag der sechsköpfigen Familie im Walliser Dörfchen Lax und zeigen, wie Clara mit ihrer unsichtbaren Behinderung umgeht. Ihr grosser Wunsch: Bei den «Schwiizergoofe» auf der Bühne zu stehen, zu singen und zu tanzen - wie ein Kind ohne Einschränkungen. Wird ihr Traum wahr?
15:35
Diese Geschichte begann mit Karl Feierabend, einem Schnapsbrenner aus dem Kanton Zug, der gut 200'000 Franken zusammengespart hatte. Damit wollte er vor über 30 Jahren auswandern und ein neues Leben als Grossfarmer anfangen. Da er kein Visum für Australien bekam, reiste er in die Dominikanische Republik, wo ihm eine dubiose Makler-Firma das Blaue vom Himmel versprach. Also investierte «Kari» sein ganzes Vermögen in einen riesigen Betrieb. Ein Jahr später machte er Pleite. Ein Lebenstraum in Trümmern. Doch statt unter das soziale Dach der Schweiz zurückzukehren, blieb er dort, schlug sich mehr schlecht als recht als karibischer Kleinbauer durch, heiratete seine Frau Marina und hatte vier Söhne mit ihr. Als Karl Feierabend vor 13 Jahren starb, schlugen seine Söhne den umgekehrten Weg ein und reisten in die Schweiz. Einen nach dem anderen verschlug es in den Kanton Uri, wo ihre Tante Elisabeth Gisler mit ihrem Mann Sepp lebt. Dort versuchten sie tapfer, mit der ungewohnten Umgebung zurechtzukommen. Was als Auswandererdrama begonnen hat, entwickelte sich zu einer Integrationsgeschichte mit immer neuen Kapiteln. Die Feierabend-Brüder fanden Arbeit, verliebten sich und wurden selbst Väter. Nach Rancho Arriba, in das kleine Dorf, in dem sie aufgewachsen waren, reisten sie nur noch in den Ferien. Im jüngsten Film über die Feierabends erzählen die Reporter Christoph Müller und Simon Christen mit reichhaltigem Archivmaterial die ganze Geschichte noch einmal und zeigen, wohin sich die verschiedenen Lebenslinien bewegen. Carlos, den Erstgeborenen, zieht es nun zurück in die Karibik. Zusammen mit Samira Ragotti, seiner Partnerin, möchte er dort die inzwischen verlassene Farm seines Vaters wiederaufbauen. Ob Samira Ragotti ihr Leben in der Schweiz wirklich eintauschen will gegen einen Neuanfang im Hinterland der Dominikanischen Republik, ist allerdings unklar. Eine Reise in Carlos Heimat soll ihr helfen, sich zu entscheiden. Entstanden ist ein Drama über das Leben schlechthin: Werden und Vergehen, Träumen und Scheitern, Flüchten und Standhalten. Erstausstrahlung 23. Dezember 2021
17:10
Früh aufzustehen ist selten angenehm - ausser vielleicht, wenn es nach frischen Gipfeli duftet. Doch um diese Köstlichkeiten zu backen, muss man wirklich sehr früh aus den Federn. Bereits um 02.30 Uhr in der Nacht trifft sich die Moderatorin Anna mit Madleina in der Bäckerei in Laax GR, um herauszufinden, wie die feinen Croissants entstehen. Neben Mehl, Salz und Eiern braucht es für den Teig auch Hefe - damit die Gipfeli schön luftig werden.
17:25
In Québec wartet die grosse Bühne - und der Druck ist enorm. Ein guter Start ins Turnier ist entscheidend. Doch schon im zweiten Spiel steht das Team kurz vor dem Aus. Jetzt zeigt sich, wer wirklich bereit ist, alles zu geben. Emotionen, Spannung und Eishockey pur.
18:00
Vorabendausgabe
18:05
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
18:10
Die fünf Jungs in der «WG zum Roten Öpfel» in Hefenhofen TG haben reichlich Platz. Früher ein Restaurant, heute Heimat von fünf Turnverein-Kollegen zwischen 22 und 23 Jahren, bietet das Haus Spielraum, zwei Küchen, Einzelzimmer für alle, einen Turn- und sogar einen VIP-Raum. Viola ist besonders von der Töffli-Sammlung im Keller begeistert und schwingt sich auf einen Zweitakter. Im Keller des nächsten Hauses lagert kein Wein, sondern literweise Hafermilch. Die sechs Bewohnerinnen und Bewohner des alten Pfarrhauses in Zürich leben vorwiegend vegan - und es gibt klare Regeln: Einziehen darf nur, wer der evangelischen Kirche beigetreten ist. Ziel der Gruppe, alle in den 20er-Jahren, ist es, die Kirche für junge Menschen attraktiv zu machen. In 700 Arbeitsstunden haben sie das Pfarrhaus selbst renoviert. Und was steckt hinter einem schmalen, 100?Meter langen Gebäude mitten in Zürich? In einer ehemaligen Seilerei entdecken Viola und Jan eine aussergewöhnliche Wohngemeinschaft in einem Bau, der wie eine abgeschottete Insel inmitten der Stadt wirkt.
18:45
Vom malerischen Vierwaldstättersee reist der Gotthard Panorama Express durch den geschichtsträchtigen alten Gotthardtunnel in den Süden. Auf seinem Weg nach Lugano bietet der Panoramazug eindrückliche Ausblicke auf die sonnenverwöhnten Dörfer und Landschaften des Tessins. Ab Luzern geht es mit einem der historischen Raddampfer auf dem Vierwaldstättersee nach Flüelen, dann mit dem Gotthard Panorama Express Richtung Süden. Kurz vor dem Gotthardtunnel in Göschenen wird der Zug von einem mit einer Schweizerfahne freundlich winkenden Mann begrüsst: Xavier Andermatt wohnt drei Meter neben den Gleisen in einem ehemaligen Bahnwärterhäuschen und liebt dieses Ritual. Ein Höhepunkt der Reise ist der alte Gotthardtunnel. Der Streckenwärter Markus Indergand kennt die Röhre wie seine Westentasche. Täglich kontrolliert er für die Schweizer Bundesbahnen die Gleise auf mögliche Schäden und gibt Einblicke in seine dunkle Welt. Einige hundert Meter weiter oben bezwingt Daniel Würgler mit einer historischen Postkutsche wie anno dazumal den alten Gotthardpass. Von Andermatt UR bis nach Airolo TI braucht er dazu etwa fünf Stunden. Nach zweieinhalb Stunden erreicht der Gotthard Panorama Express seinen Zielbahnhof in Lugano TI an einem der schönsten Seen der Schweiz mit Blick nach Italien.
19:20
Im Casa de Acolhida am Stadtrand von Sao Paulo finden Männer Zuflucht, die am Rande ihrer Existenz stehen. In einem sicheren Umfeld werden sie sechs Monate lang dabei begleitet, sich eine neue Existenz aufzubauen. Ein Bericht von Mitja Rietbrock.
19:30
Hauptausgabe
19:55
Abendausgabe
20:00
21:30
Der Ozean ist eine Oase des Lebens. Einzigartige, faszinierende Meeresregionen offenbaren ihre ganz spezielle Tierwelt: Buckelwale, die ihre lange Wanderung in antarktischem Gewässer beginnen; Seekühe, die sich in den seichten Lagunen der Bahamas von Putzerfischen verwöhnen lassen; Seelöwen, die durch Kelpwälder vor der Küste Kaliforniens ihrer Beute hinterherjagen; winzige Seepferdchen und stattliche Haie, die in tropischen Korallengärten Zuflucht, Brut -und Jagdgründe finden. Die Ozeane bieten unzähligen, verschieden zusammengesetzten Tiergesellschaften vielfältige Lebensräume, Schutz und Nahrung.
22:25
Spätausgabe
22:35
Spätausgabe
22:45
Die irische Designerin Eileen Gray baut 1929 ein Refugium an der Côte d'Azur. Ihr erstes Haus ist ein diskretes, avantgardistisches Meisterwerk. Sie nennt es E.1027, eine kryptische Kombination aus ihren Initialen und denen von Jean Badovici, mit dem sie das Haus gebaut hat. Das Gebäude wurde zum Ausdruck einer modernen Lebensweise - offen, lichtdurchflutet und durchdacht bis ins kleinste Detail. Als Le Corbusier das Haus entdeckt, ist er fasziniert und besessen. Später überzieht er die Wände mit Wandmalereien und veröffentlicht Fotos davon. Gray bezeichnet diese Malereien als Vandalismus und fordert ihre Rücknahme. Er ignoriert ihren Wunsch und baut stattdessen sein berühmtes Le Cabanon direkt hinter E.1027, das bis heute die Erzählung des Ortes dominiert. Eine Geschichte über die Macht des weiblichen Ausdrucks und den Wunsch der Männer, ihn zu kontrollieren. Der Film von Beatrice Minger und Christoph Schaub erzählt diese Geschichte aus Grays Perspektive - poetisch, behutsam und kraftvoll. Durch die Verbindung von dokumentarischen Elementen und inszenierten Szenen entsteht ein vielschichtiges Bild einer Frau, deren Werk lange im Schatten männlicher Dominanz stand. E.1027 ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein Symbol für weibliche Selbstbestimmung und künstlerische Integrität.
00:15
Saigon 1969. Hauptmann Willard (Martin Sheen) von den Special Forces wird vom CIA beauftragt, Oberst Walter E. Kurtz (Marlon Brando) aufzuspüren und zu liquidieren. Kurtz, ein brillanter Karrierist mit hohen geistigen und moralischen Qualifikationen, ist im Dschungel abtrünnig geworden und führt mit seinen Getreuen ein barbarisches Regime, jenseits der Strategien der US-Streitkräfte. Mit einem kleinen Patrouillenboot tritt Willard seine Fahrt flussaufwärts zu Kurtz' mutmasslichem Aufenthaltsort im Urwald an. Die Besatzung des Boots besteht aus blutjungen Soldaten, die zwischen Naivität, Panik und Aggression schwanken. Unterwegs macht Willard die Bekanntschaft von Oberstleutlant Kilgore (Robert Duvall), einer Kriegsgurgel von altem Schrot und Korn. Zu den bombastischen Klängen von Wagners «Ritt der Walküren» lässt Kilgore die Helikopter seiner Luftkavallerie ein kleines vietnamesisches Dorf in Schutt und Asche legen und schickt seine Soldaten mitten im Geschosshagel surfen. Willard wundert sich: Wenn ein Spinner wie Kilgore für die Armee tragbar ist, wie ist es dann erst Kurtz? Je tiefer Willard und seine Eskorte in den Dschungel an der Grenze zu Kambodscha eindringen, umso unwirklicher wird der Krieg: Playboy-Häschen unterhalten die Truppen, drogenbenebelte Soldaten schiessen ziellos in die undurchdringliche Finsternis. Und in deren Herz verbirgt sich Oberst Kurtz, dessen Konfrontation mit Willard nur einer von beiden überleben wird. Die Grundidee von «Apocalypse Now» - die Verquickung einer Vietnamkriegs-Allegorie mit Motiven aus Joseph Conrads «Heart of Darkness» - wurde bereits 1969 von Francis Ford Coppola und John Milius ins Auge gefasst und zehn Jahre später unter schwierigsten Bedingungen umgesetzt. Der schwergeprüfte Hauptdarsteller Martin Sheen - er kann am 3. August 2022 seinen 82. Geburtstag feiern - überzeugt als Willard, der seine Odyssee als staunender Beobachter antritt und allmählich selbst seine finstere Seite erkennen muss; Marlon Brando hat als Kurtz nur wenige Szenen, erfüllt diese jedoch eindrucksvoll mit seiner gewaltigen Präsenz; Robert Duvall gibt den kriegslüsternen Kilgore mit letzter Konsequenz, während Dennis Hopper als manischer Fotograf einen seiner wenigen markanten Auftritte in den 1970er-Jahren hatte. Als blutjunger Soldat Clean ist der damals 14-jährige Laurence Fishburne («The Matrix») zu sehen, und Harrison Ford ist ebenfalls kurz mit von der Partie. Im Jahre 2019, zum 40. Geburtstag des Filmes, schnitt Regisseur Coppola einen Director's Cut, eine letztgültige Fassung, die nach aufwändiger HD-Restauration jetzt mit brillanter Bild- und Tonqualität überzeugt. Nach der «Apocalypse Now - Redux»-Fassung, wo Coppola und sein legendärer Cutter Walter Murch den Film von der Rohfassung ausgehend neu geschnitten und dabei ganze 49 Minuten Originalaufnahmen neu integriert hatten, ist der Film nun wieder etwas kürzer.
03:05
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Der preisgekrönte Essayist Daniel Schreiber spürt in seinem neuen Buch der Frage nach: Was bedeutet die Liebe zur Welt - und warum fällt es uns heute oft so schwer, sie zu empfinden? Bezugnehmend auf philosophische Stimmen wie Hannah Arendt oder Erich Fromm und persönliche Beobachtungen ruft Schreiber dazu auf, die derzeit bei vielen vorherrschende Resignation zu durchbrechen und sich radikal zurückzubesinnen auf Empathie, Solidarität und Verbundenheit. Doch können solch selbstverständlich klingende Appelle in der derzeitigen politischen Grosswetterlage etwas ausrichten? Barbara Bleisch fragt nach, ob nicht Wut die wirkungsvollere Kraft wäre für echte Veränderung und ob die Liebe in der Politik tatsächlich etwas verloren hat.