22:25
Mit «Circles» lanciert Stefanie Heinzmann erstmals ein Album, das sie selbst privat hört. Es ist ihr erstes Konzeptalbum, entwickelt mit ihrer langjährigen Therapeutin und Freundin Rita Briand. Es dreht sich um Zyklen und Lebensphasen - von der Geburt bis zum Tod. Ein sehr persönliches Werk, in dem sich Heinzmann auch musikalisch erneuert und überraschend leise Töne anschlägt. Bei der 30-Jahre-Jubiläumsshow von «Art on Ice» präsentiert die Walliserin mehrere Songs daraus. «Kulturplatz» begleitet sie bei den Proben, beim Spaziergang mit Hund Yuma und überrascht sie in der Fonduegondel in Thun.
23:00
Wo andere ihr Geschäft machen, verrichtet er sein Tagwerk. Als Angestellter von «The Tokyo Toilet» putzt Hirayama (Kôji Yakusho) im Stadtteil Shibuya öffentliche Toiletten. Hirayama versieht seinen Dienst weder angewidert noch reibt ihn die ewiggleiche Routine auf - er arbeitet gleichmütig, gründlich und wortlos. In seiner Freizeit sitzt er friedlich im Park, besucht ein Badehaus und zieht zu Hause mit derselben Sorgfalt Baumkeimlinge auf. Doch der Friede eines einfachen Lebens ist bedroht. Hirayamas aufgeregter junger Kollege Takashi (Tokio Emoto) quasselt ohne Unterlass, eine unbekannte Person beginnt ihm Nachrichten zu hinterlassen und ohne Vorwarnung steht Hirayamas Nichte vor der Tür, um sich für mehrere Tage bei ihm einzurichten. Vollumfänglich vermag der in sich ruhende Mann mittleren Alters die Welt nicht auszuschliessen. Wim Wenders ist einer der grossen Namen im europäischen Autorenfilm, was erklären mag, weshalb - was als kleine amtliche Auftragsarbeit angefangen hat - ein Porträt des konkurrenzlosen japanischen Angebots an öffentlichen Toiletten zu einem letztlich oscarnominierten Kinofilm wurde, der die Massen entzückte. Der in Cannes als bester Hauptdarsteller ausgezeichnete Kôji Yakusho lässt das Publikum an Hirayamas einfachem Dasein teilhaben und mit seinen Augen die kleinen Schönheiten des Lebens entdecken. Dies freilich weder dokumentarisch noch mit dem Anspruch, die alltägliche Realität des Arbeiterlebens abzubilden, sondern als eine feinsinnige filmische Fantasie. «Ist das noch Film oder schon Meditation?», würdigten die «Freiburger Nachrichten» diesen «perfekten Film für hektische Zeiten». SRF 1 zeigt «Perfect Days» als Begleitprogramm zu den am 15. März 2026 stattfindenden Oscar-Verleihungen.
01:00
01:10
Pauline (Lea Louisa Wolfram) beginnt eine Psychotherapie. Im Wartezimmer trifft sie ausgerechnet auf Eric (Joscha Kiefer), den Ehemann von Dana (Thekla Hartmann), mit der ihr Mann eine Affäre hat. Für Pauline und Eric ist das eine merkwürdige Situation, doch ihr gemeinsames Schicksal schweisst sie zusammen. Sie freunden sich an und stehen sich mit Rat und Tat zur Seite. Parallel lernt Paulines Psychotherapeut Bernard (Jean-Yves Berteloot) deren Mutter Eve kennen und lieben, ohne zu ahnen, dass die Frauen miteinander verwandt sind. Pauline und ihre Mutter Eve haben seit Langem ein angespanntes Verhältnis. Doch seit die familieneigene Porzellanmanufaktur, in der auch Ken arbeitet, rote Zahlen schreibt, gibt es zwischen den beiden noch grössere Spannungen. Die Zukunft des Traditionshauses steht auf dem Spiel. Eve und Ken haben ganz unterschiedliche Vorstellungen von der Rettung des Unternehmens. Beide benötigen für ihr Vorhaben aber Paulines Zustimmung. Doch diese fühlt sich von beiden betrogen, denn sie hat mittlerweile von Eves Verhältnis zu ihrem Psychotherapeuten erfahren. Auch Eric hat eine verstörende Neuigkeit zu verarbeiten. Seine Frau Dana ist schwanger und kann nicht mit Sicherheit sagen, ob er oder ihre Affäre Ken der Vater ist. Als Eve von Bernard in ihrer übergriffigen Art fordert, er möge als Therapeut auf ihre Tochter einwirken, weist dieser sie in die Schranken. Er fordert sie stattdessen auf, sich ihrem Mutter-Tochter-Konflikt zu stellen. Das Gefühlschaos ist perfekt.
02:40
Bomben, Raketen und Luftangriffe - der Krieg im Iran eskaliert. Israel und die USA greifen seit Samstag den Iran an. Die «Rundschau» begleitet Iranerinnen vor Ort und in der Schweiz durch diese bewegten Tage und dokumentiert den Alltag von Menschen in Israel, Libanon und Dubai. Zudem beleuchten wir die Geschichte der amerikanisch-iranischen Feindschaft sowie die Rolle der Schweiz als Schutzmacht der USA. Im Studio analysiert Daniel Möckli, Experte für Sicherheitspolitik, die Folgen des neuen Nahostkriegs.
03:25
Häusliche Gewalt, Internetdelikte, Strassen- oder Bergunfälle. Bei solchen und vielen anderen gemeldeten Fällen sind die Polizistinnen und Polizisten der Kantonspolizei Obwalden meist rasch vor Ort. Mit derzeit rund 64 Vollzeitstellen ist das Korps allerdings knapp besetzt. Doch für eine schnelle Aufstockung fehlt dem Kanton das Geld. Und es ist auch politisch umstritten, wie viel die Sicherheit tatsächlich kosten darf. Die Beamten warnen derweil: Wenn man den Strafverfolgungsbehörden zu wenig Ressourcen gebe, könnte man irgendwann den Rechtsstaat gefährden.
04:00
Zur Wochenmitte wagt sich Michel aus Biel BE an das Thema «Blauschimmelchäs». Der 40-Jährige verbringt gerne Zeit im Berner Oberland in seinem Chalet und verlässt sich beim Kochen auf seine Intuition. Sein Menu hat er selbst kreiert: Er serviert in Gin eingelegte Randen mit Blauschimmelkäse.
04:15
In der Region Irpinien lebt eine bäuerliche Zivilisation im Einklang mit der Natur. Die Podolica-Rinder weiden dort in Freiheit. Ihre Milch und ihr Fleisch sind für die regionale Küche von grossem Wert. Im Herbst liefern Kastanien und Trüffel wichtige Zutaten für traditionelle Rezepte.
04:40
Das Slow-TV-Format «Schweiz von oben» zeigt auf einzigartige Weise die Schönheit der Schweiz aus einer neuen Perspektive. Diese Episode zeigt eindrückliche Blicke aufs Berner Oberland. Die Zuschauenden fliegen unter anderem über Niesen und Brienzergrat nach Lauterbrunnen BE und Mürren BE. «Schweiz von oben» - eine einzigartige Reise durch die Schweiz.
04:50
Gestörte Nerven, unsicherer Alltag Die Nerven in Armen und Beinen ermöglichen es, zu fühlen, sich zu bewegen und den eigenen Körper im Raum wahrzunehmen. Sind die Nervenleitungen geschädigt, werden Berührung, Druck, Temperatur, Schmerz und Lageempfinden nicht mehr zuverlässig weitergemeldet und das Leben gerät aus den Fugen: Unsicherheit beim Gehen, Muskelschwäche, Taubheit, Kribbeln sowie brennende oder stechende Schmerzen prägen den Alltag im Zeichen einer Neuropathie. Ein Leben wie zuvor ist oft kaum mehr machbar. Gipfelsturm trotz Nervenschädigung Nach Jahren quälender Rückenschmerzen und zahlreicher Operationen hat sich Isabel Hotz aus völliger Immobilität - inklusive Suizidgedanken - zurück ins Leben gekämpft und bis in hochalpine Höhen vorgearbeitet: Trotz einer Nervenschädigung im rechten Bein hat sie den fast 7000 Meter hohen Aconcagua in Argentinien ins Visier genommen. Ihr Gipfelsturm steht exemplarisch für das Ringen um ein Ziel trotz Krankheit - ein Weg, der Mut, Ausdauer und enorme Willenskraft verlangt. Sie zeigt, dass körperliche Grenzen nicht das Ende bedeuten müssen, sondern ein Antrieb sein können, über sich hinauszuwachsen. Den Schmerz bekämpfen oder annehmen? Die Medikamente, die bei Nervenschmerzen zum Einsatz kommen, haben es in sich: Opioide können abhängig machen, Wirkstoffe wie Pregabalin beeinflussen mitunter die Persönlichkeit. Ergänzend werden auch Antidepressiva oder Chili-Pflaster eingesetzt. Einen anderen Weg geht die psychosomatische Schmerztherapie: Sie hilft dem Gehirn, den Schmerz nicht zu bekämpfen, sondern anzunehmen und im Alltag zu integrieren. Ganz verschwindet er zwar nicht, doch er rückt in den Hintergrund - und wird weniger belastend. «Puls» ordnet ein. Massarbeit für mehr Stabilität im Alltag Schienen, Einlagen und speziell angepasste Schuhe: Es gibt zahlreiche Hilfsmittel, die neuropathisch beeinträchtigte Füsse nicht nur am Berg, sondern auch im Alltag stabilisieren. «Puls» besucht die Werkstatt von BalgristTec und zeigt, wie orthopädische Unterstützungen individuell und passgenau angefertigt werden. «Puls»-Chat zum Umgang mit neuropathischen Schmerzen Haben Sie einen neuropathischen Fuss und stürzen deswegen oft? Schwindet ihre Muskelkraft aufgrund der Neuropathie? Kommen Sie nicht klar mit den neuropathischen Schmerzen? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat - live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.