Jetzt 20:15 22:30
Zeit auswählen
Datum auswählen
Mo Di Mi Do Fr Sa So 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11

TV Programm für SRF1 am 25.09.2026

Jetzt

Arena 22:25

Arena: F-35, Patriot und Co. - Fass ohne Boden?

Diskussion

In der Evaluation für ein neues Kampfflugzeug war das amerikanische Modell F-35 noch der klare Sieger. Vor rund einem Jahr stellte sich dann aber heraus: Die Kampfjets werden deutlich teurer und es wurde nie ein pauschaler Fixpreis mit den USA vereinbart. Das führt nun dazu, dass nicht die ursprünglich geplanten 36 Kampfjets gekauft werden können, sondern lediglich so viele, wie es der vom Volk bewilligte Finanzrahmen erlaubt. Was sind die Lehren aus dem F-35-Debakel? Und was heisst das für die Sicherheitslage der Schweiz? Streit um Finanzierung der Schweizer Armee Zur Finanzierung von zusätzlichen Rüstungsausgaben, die beispielsweise durch Mehrkosten des Patriot-Abwehrsystems oder die Beschaffung eines zweiten Boden-Luft-Abwehrsystems anfallen, soll der Armee zusätzliches Geld bereitgestellt werden. Und zwar mit einem Rüstungsfonds. Dieser soll bereits im nächsten Jahr aktiviert werden und dürfte sich jährlich um maximal 12 Milliarden Franken verschulden. Die Finanzierung für den Fonds ist noch nicht abschliessend geklärt. Der Bundesrat möchte dazu die Mehrwertsteuer um 0.5 Prozentpunkte erhöhen. Der Ständerat spricht sich für eine Mehrwertsteuererhöhung um 0.2 Prozentpunkte aus und möchte zudem die Finanzüberschüsse des ordentlichen Bundeshaushalts in den Rüstungsfonds einfliessen lassen. Was aber klar ist: Die Finanzierung soll entkoppelt sein vom Rüstungsfonds, sodass der Fonds auch bei einem Nein der Stimmbevölkerung bestehen bleiben würde. Braucht es diesen Rüstungsfonds? Und wie soll er finanziert werden? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 25. September 2026 in der «Arena»: - Werner Salzmann, Ständerat SVP/BE; - Priska Seiler Graf, Nationalrätin SP/ZH; - Nicole Barandun, Nationalrätin Die Mitte/ZH; und - Anna-Béatrice Schmaltz, Nationalrätin Grüne/ZH.

Danach

Newsflash SRF 1 23:40

Newsflash SRF 1

Nachrichten

Falling Down - Ein ganz normaler Tag 23:55

Falling Down - Ein ganz normaler Tag

Psychothriller

Der Schweiss perlt von der Stirn. Die von Abgasen geschwängerte Luft ist drückend heiss. Plötzlich hält es der Mann (Michael Douglas) im weissen Hemd und Krawatte nicht mehr aus. Er lässt seinen Wagen im Stau stehen und bahnt sich seinen Weg durch die Slums von Los Angeles. Dabei stösst er auf jugendliche Tunichtgute und ausländische Ladenbesitzer, unhöfliche Fastfood-Verkäufer und lärmige Strassenarbeiter - lauter ärgerliche Zeitgenossen, die er für seinen Jobverlust und die allgemeine Misere im Lande verantwortlich macht. Von Frustration und Wut getrieben legt sich der arbeitslose Biedermann mit seinen Widersachern an und schlägt sie mit ihren eigenen Waffen. Bald wird auch die Polizei auf den aussergewöhnlichen Amokläufer aufmerksam. Ausgerechnet an seinem letzten Arbeitstag muss sich der Polizist Prendergast (Robert Duvall) mit diesem Spinner herumschlagen. Bald wird ihm klar, wohin der bewaffnete Querschläger will: nach Hause - zu der von ihm geschiedenen Frau und der Tochter. Und diese schweben nun auch in Lebensgefahr. Der sonst für konventionelle Kassenschlager wie «The Client» oder «Batman Forever» bekannte Regie-Routinier Joel Schumacher präsentierte mit «Falling Down» einen der umstrittensten Filme der frühen 1990er-Jahre. In der Hauptrolle ist ein brillanter Michael Douglas zu sehen. Mit seiner denkwürdigen Verkörperung des ausgerasteten Arbeitslosen, der nach seinem Autokennzeichen D-Fens genannt wird, ging er noch ein gutes Stück über seine unbequemen Rollen in «Fatal Attraction» und «Basic Instinct» hinaus. Oscargewinner Robert Duvall spielt seinen verständnisvollen Widersacher, den kurz vor der Pensionierung stehenden Polizisten Prendergast. «Falling Down» zeigt, durchaus realistisch, wie es zum Amoklauf kommen kann. Faszinierend und beklemmend dabei ist, dass es sich bei D-Fens nicht um einen schäumenden Wahnsinnigen handelt, sondern um einen frustrierten Durchschnittsbürger, der stets nach den Regeln der Gesellschaft spielte, bis er sich von dieser verraten fühlt. Ob man «Falling Down» nun als zwiespältigen Thriller sieht oder als präzise Diagnose einer US-amerikanischen Gesellschaftskrise - kalt lässt dieser Film niemanden.