21:50
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
22:15
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:25
Karoline Schreiber realisiert im Bezirksgefängnis Pfäffikon mehrere Wandgemälde während der Renovation des Gebäudes. Auch Malik Furer und Claude Lüthi vom Urban-Art-Duo «mzwei» bringen seit Jahren Farbe in Haftanstalten. Zwischen Sicherheitsvorschriften und künstlerischer Freiheit stellt sich eine unbequeme Frage: Lohnt sich Kunst im Gefängnis? Ist sie Ausdruck von Menschlichkeit - oder missverstandener Luxus? «Kulturplatz» besucht die Beteiligten und sucht nach Antworten.
23:00
Die 35-jährige Margaret (Stéphanie Blanchoud) greift ihre Mutter (Valeria Bruni Tedeschi) an. Die Mutter wird so schwer verletzt, dass sie ins Spital muss. Die Konsequenz für Margarets Wutausbruch: Margaret wird von der Polizei mit einem Kontaktverbot belegt und darf sich dem Haus ihrer Familie nicht mehr als 100 Meter nähern. Auf dem Boden rund um das Grundstück zieht die Mutter eine blaue Linie - eine Trennlinie, die Margaret nicht überschreiten darf. Trotz dieses Verbots sucht Margaret weiterhin die Nähe ihrer Familie. Sie erscheint fast täglich an dieser Linie, beobachtet das Haus und versucht, auf Distanz Kontakt zu ihrer jüngeren Schwester Marion (Elli Spagnolo) zu halten, die zwischen Loyalität und Verletztheit hin- und hergerissen ist. Die Mutter wiederum verweigert jedes Gespräch und beharrt auf emotionaler Distanz. Während Margaret um eine zweite Chance kämpft, muss die Familie entscheiden, ob sie in der Lage ist, zu verzeihen - oder ob die Wunden zu tief sind. Der neueste Film der Westschweizer Regisseurin Ursula Meier entfaltet ein intensives Familiendrama, das Themen wie Gewalt, Reue, festgefahrene Beziehungsmuster und die Schwierigkeit des Verzeihens untersucht. Sichtbare wie unsichtbare Grenzen zwischen den Figuren werden zu zentralen Symbolen für ihre inneren Konflikte. Ursula Meier zählt zu den erfolgreichsten Regisseurinnen der Schweiz und wurde bereits mehrfach national und international ausgezeichnet. «Die Linie» (im Original: «La ligne») feierte ihre Weltpremiere im Hauptwettbewerb der Berlinale 2022. Beim Schweizer Filmpreis 2023 erhielt das Drama mehrere Auszeichnungen, wie den Preis für das beste Drehbuch. Ausgezeichnet wurden auch Stéphanie Blancoud für ihre Darstellung der impulsiven und innerlich zerrissenen Margaret sowie Elli Spagnolo für ihre einfühlsame Rolle als jüngere Schwester Marion. Mit India Hair als weitere Schwester und Valeria Bruni Tedeschi als Mutter vereint der Film einen starken internationalen Cast. «Delikatessen» zeigt «Die Linie» in Zweikanalton deutsch/französisch.