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TV Programm für SRF1 am 13.04.2026

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Eco Talk 22:25

Eco Talk: China, die Wirtschafts-Supermacht

Wirtschaft und Konsum

China hat sich innert kurzer Zeit von der Werkbank der Welt immer mehr zur Hightech-Vorreiterin gemausert - nicht nur im Bereich Elektroautos und Solarenergie - und flutet die Märkte mit seinen Produkten. Die Folge: Schweizer Unternehmen, die mit und in China Geschäfte betreiben, stehen inzwischen in einem harten Wettbewerb mit der Wirtschafts-Supermacht. Wie sich als Firma verhalten? Antworten darauf geben im kommenden «Eco Talk» die China-Wissenschaftlerin Ariane Knüsel, der Pueron-Geschäftsführer Thomas Schweizer und der Belimo-Konzernchef Lars van der Haegen.

Danach

True Crime Schweiz 23:05

True Crime Schweiz: Der «Bührle»-Kunstraub: Ein verdeckter Ermittler als Pornoproduzent

Recht und Kriminalität

Zürich, 10. Februar 2008: Bewaffnete Diebe stürmen das Bührle-Museum in Zürich und stehlen vier Kunstwerke im Wert von 225 Millionen Franken. Es ist der grösste Kunstraub Europas. Ein Tipp führt nach Serbien: Steckt die brutale kriminelle Organisation «Pink Panther» dahinter? Die Zürcher Kantonspolizei wagt eine verdeckte Ermittlung: Ein Polizist, getarnt als Pornoproduzent, unterwandert die serbische Mafia, lädt Hehler nach St. Moritz GR ein und täuscht einen Deal vor: Mit filmreifen Methoden holt die Zürcher Justiz ein 100-Millionen-Bild zurück: Paul Cézannes «Der Knabe mit der roten Weste». Wie ist die Polizei den Räubern auf die Spur gekommen? Warum entscheidet sich die Justiz für die verdeckte Ermittlung? Und war es den enormen Aufwand wert? «True Crime Schweiz» zum «Bührle»-Kunstraub mit dem Journalisten und Filmemacher Rolf Elsener.

Es geschah am... 23:35

Es geschah am...: Der Bührle-Kunstraub

Zeitgeschichte

10. Februar 2008. Bewaffnete Diebe stürmen das Bührle-Museum in Zürich, entwenden vier Kunstwerke und verschwinden so schnell, wie sie gekommen sind. Es ist der grösste Kunstraub Europas. Zwei der Bilder, Werke von Van Gogh und Monet, werden eine Woche nach dem Raub auf einem Parkplatz in der Nähe wieder gefunden. Wie die Zürcher Justiz die beiden anderen Bilder - einen Degas und den 100-Millionen-Cezanne («Der Knabe mit der roten Weste») - zurückholen konnte, war bisher unbekannt. Nun, 15 Jahre später, sprechen die Staatsanwaltschaft und die Polizei zum ersten Mal über den Fall. Die Aktion war spektakulär: Die Zürcher Kriminalbehörden schleusten einen verdeckten Ermittler in die serbische Mafia-Bande ein und gaben vor, international Pornofilme zu produzieren. Es folgten Einladungen zu Luxus-Weekends in St. Moritz GR, riskante Begegnungen im kriminellen Milieu Belgrads und ein gefakter Millionen-Deal, um die Bilder zurückzukaufen. Was wie reine Fiktion klingt, ist Realität. «Diesen Weg haben wir beschritten, weil die Staatsanwaltschaft nicht nur die Wiederbeschaffung der Bilder in Auftrag gegeben hat, sondern auch die Täter zur Rechenschaft ziehen wollte», erklärt Peter Bächer, Chef Strukturkriminalität der Kantonspolizei Zürich. Dies bestätigt auch Urs Hubmann, Leitender Staatsanwalt: «Man darf nicht vergessen, dass solche Tätergruppen auch Leute in Zürich haben, die kriminelle Taten vorbereiten. Wenn wir das zulassen, wird es hier deutlich unsicherer, deshalb war es uns wichtig, gegen die Täter vorzugehen.» Die Aktion war für die Ermittelnden nicht ohne Risiko: «Um ihre Sicherheit zu gewährleisten, mussten die verdeckten Ermittler exakt den Anweisungen der Führungspersonen in der Zentrale folgen. Und dies hat in diesem Fall zum Erfolg geführt», bilanziert Beat Rhyner von der Stadtpolizei Zürich. Tatsächlich ist es ihnen gelungen, sowohl das Bild zurückzuholen als auch die Täter zu überführen. «Der Knabe mit der roten Weste», ein Meilenstein der Kunstgeschichte von Paul Cezanne, hängt inzwischen im Kunsthaus Zürich. Es wurde zusammen mit den anderen Bildern aus der Sammlung des Industriellen Emil Bührle dem Kunsthaus übergeben. Die neueste Folge der Doku-Drama-Reihe « Es geschah am…» erzählt die Hintergründe der Aktion. Um keine Rückschlüsse auf die echten Polizistinnen und Polizisten zu ermöglichen, wurde die Geschichte der verdeckten Ermittlern stark verändert. Vertreter der Staatsanwaltschaft sowie der Stadtpolizei und Kantonspolizei Zürich nehmen ebenso Stellung wie der damalige Direktor der Bührle-Stiftung.