21:50
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
22:15
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:25
Russland entfernt sich immer weiter von Europa. Während Wladimir Putins Stellung im Innern kaum ernsthaft herausgefordert wird, verschärft sich der Konflikt mit dem Westen zusehends. Mutmasslich russische Sabotageakte, Drohnenvorfälle und hybride Angriffe sorgen europaweit für wachsende Sicherheitsbedenken. Doch wie erleben die Menschen in Russland diese Entwicklung? Hoffen sie auf Veränderung oder haben sie sich mit den neuen Realitäten arrangiert? Bei «Gredig direkt» zieht der langjährige Russlandkenner und Journalist Christof Franzen Bilanz. Er erklärt, weshalb viele Russinnen und Russen trotz Krieg, Sanktionen und wachsender Isolation hinter ihrem Präsidenten stehen und welche Gefahren von Russlands aktuellem Kurs für Europa und die Schweiz ausgehen könnten.
23:05
«NZZ Format» begleitet junge Menschen, die ihren Alltag zwischen Hoffnung und Bedrohung gestalten: den Arzt Chen De Ruei und seine Frau Pei-ying, die sich auf eine chinesische Invasion vorbereiten und medizinisches Personal und Zivilisten für den Ernstfall ausbilden, die Tech-Innovatoren Billion Lee und Johnson Liang, die mit digitalen Werkzeugen gegen chinesische Desinformation kämpfen, und den jungen Oppositionspolitiker Warren Lo, der trotz allen Spannungen gegenüber China auf Dialog und Annäherung setzt. Der Film zeigt ein Land, in dem sich der Konflikt nicht nur in Militärmanövern, sondern auch in Debatten, in den Medien und im persönlichen Leben widerspiegelt. Er erzählt von einer offenen Gesellschaft, die ihre Freiheit bewahren will - und von Menschen, die sich fragen, wie man lebt, wenn die Möglichkeit eines Krieges zum Teil des Alltags geworden ist. Ein Film von Carsten Stormer
23:40
23:50
Die künstliche Intelligenz formuliert die Texte, das Navigationsgerät weist den Weg, der Thermomix kocht, und der Video-Schiedsrichterassistent (VAR) entscheidet, ob ein Fussballtor zählt. Immer mehr Systeme versprechen Entlastung, Präzision und Sicherheit. Der Soziologe Hartmut Rosa sieht darin aber auch einen Verlust: Aus Menschen, die Situationen mit Erfahrung und Urteilskraft gestalten, werden Vollziehende, die vorgegebene Abläufe nur noch abarbeiten und keine Selbstwirksamkeit mehr erleben. Das Gefühl der Ohnmacht wächst. In diesem Ohnmachtsgefühl könnte auch ein Grund für den Erfolg von Figuren wie Donald Trump oder Elon Musk liegen: Sie versprechen, Regeln, Verfahren und Rücksichten beiseitezuwischen, um endlich wieder Kontrolle zu übernehmen. Doch Regeln sind nicht nur lästig, sie schützen auch: Sie begrenzen Willkür, schaffen Fairness und machen Macht kontrollierbar. Im Gespräch mit Olivia Röllin diskutiert Hartmut Rosa, wo Regeln notwendig sind - und wo sie Urteilskraft, Verantwortung und Lebensfreude ersticken.