20:10
Rund 43 Wolfsrudel leben mittlerweile in der Schweiz. Etwa 200 Tiere wurden seit 2023 geschossen. Denn seit dann darf der Wolf in der Schweiz proaktiv reguliert werden. Das heisst: Unter bestimmten Bedingungen dürfen Kantone Teile eines Rudels oder sogar ganze Rudel abschiessen, um Schäden möglichst zu verhindern. Was das genau bedeutet, ist zwischen Wolfsbefürwortern und Gegnern sehr umstritten. Und die Umsetzung ist komplex: Die Verbreitung des Wolfes wird mittels sogenanntem Monitoring minutiös verfolgt. Die Kantone müssen zusätzliche Wildhüterinnen und Wildhüter anstellen, DNA-Proben nehmen und Gesuche schreiben, um eine Abschussbewilligung zu erhalten. Für Behörden, Alpbesitzer, Hirtinnen und Wildhüter bedeutet dies einen enormen Aufwand. Wo steht das Wolfsmanagement in der Schweiz nach den ersten Erfahrungen mit dem neuen Regime? «DOK x Einstein» hat sich bei den Betroffenen umgesehen und sucht nach Lösungen.
21:50
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
22:15
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:25
Mit 70 Jahren zieht Longevity-Expertin Nina Ruge Bilanz in ihrem neusten Buch «Alles wird gut, aber nicht von alleine!». Die studierte Biologin und Autorin gehört zu den bekanntesten Stimmen der Longevity-Bewegung und bezeichnet sich selbst als «Bullshit-Filter» in einem boomenden Markt voller Gesundheitsversprechen. Während Biohacking, Nahrungsergänzungsmittel und Hightech-Medizin ein längeres Leben versprechen und viel Geld kosten, plädiert sie für Prävention und Eigenverantwortung. Im Zentrum steht für sie nicht die Verlängerung der Lebenszeit, sondern der gesunden Lebensjahre. Ein persönliches und kritisches Gespräch über die Grenzen der Medizin, die Angst vor dem Altern und die Kunst, gesund älter zu werden.
23:05
In Uji, der historischen Hochburg des japanischen Matcha, stehen Teebauern vor einem Paradox: Die Nachfrage nach dem grünen Pulver wächst rasant - doch die Anbauflächen sind begrenzt. Echter Matcha macht weniger als ein Promille der weltweiten Teeproduktion aus. Die Verarbeitung bleibt aufwendig: Eine traditionelle Steinmühle produziert gerade einmal rund 30 Gramm pro Stunde. Der Preis für Tencha, die Teeblätter, aus denen Matcha entsteht, ist 2025 um mehr als 260 Prozent gestiegen. «NZZ Format» verfolgt den Weg des grünen Pulvers von europäischen Matcha-Cafés bis zu den Teefeldern Japans. Die Dokumentation begleitet einen Importeur, der um knappe Lieferungen und die Zukunft des Produkts ringt; eine Teebäuerin, die nicht expandieren will, obwohl sie vom Boom profitieren könnte; einen Schweizer, der als einer der wenigen Ausländer in Uji Matcha produziert; und besucht einen der ältesten Teeläden Japans, der seine Kundschaft weltweit beliefert und trotzdem nicht genug Tee hat. Der Boom verändert Matcha grundlegend. Er bringt Geld und neue Aufmerksamkeit für eine bedrohte Tradition und übt gleichzeitig Druck auf genau jene Bedingungen aus, die den Tee einzigartig machen. Ein Film von Simon Helbling
23:40
23:50
Ob zu Fragen der Identitätspolitik, der Sexualmoral, des Überwachungsstaats, der Krise westlicher Demokratien oder auch einer neuen Spiritualität der Selbstsorge - zu all diesen Themen hat der im Jahre 1984 verstorbene Franzose Michel Foucault bahnbrechende Werke veröffentlicht. Und er hat dabei nicht nur ganze Generationen von Denkerinnen und Denkern beeinflusst, sondern auch als politischer Aktivist tief in den öffentlichen Raum gewirkt. Nicht zuletzt als Privatperson überschritt Foucault in seinem unbändigen Freiheitsdrang immer wieder die Grenzen der herrschenden Kultur. Im Gespräch mit dem Berliner Kulturwissenschaftler Philipp Felsch geht Wolfram Eilenberger Foucaults überragender Bedeutung für die heutige Zeit nach.