11:25
In Athen entsteht eine frühe Form der Demokratie. Aber: Frauen, Fremde und Sklaven bleiben ausgeschlossen. Kriege gegen Persien stärken die Stadt und führen zu einer Blütezeit. Mit wachsender Macht wird Athen selbst zur Unterdrückerin und treibt Griechenland in einen grossen Konflikt.
12:10
Stärkt ziviler Ungehorsam die Gerechtigkeit und Demokratie? Oder handelt es sich letztlich um einen Rechtsbruch, der mehr Empörung als Unterstützung in der Bevölkerung hervorruft?
12:35
Übung für den Ernstfall Im Ausbildungszentrum Andelfingen steht ein 23 Meter hoher Turm, gefüllt mit Wasser. Mit diesem Tum kann Ueli Müller, Ausbildner der Gebäudeversicherung Kanton Zürich, Hochwassersituationen in Gebäuden und Städten simulieren. Sind die Schleusen offen, fliessen 350'000 Liter Wasser hinaus und füllen Keller und Garagen. Besonders bei Starkniederschlag-Ereignissen ist die Gefahr von Hochwasser in Siedlungsgebieten gross. Es kommt zu viel Wasser in zu kurzer Zeit, sodass es nicht mehr abfliessen kann. Das Risiko für Hochwasser wegen Oberflächenabfluss steigt. Seit den 80er-Jahren hat die Anzahl Starkniederschläge, welche kurze Zeit dauern, um 20 Prozent zugenommen. Neue Brücke für Andermatt Innovative Ansätze spielen ebenfalls eine zentrale Rolle im Schutz vor Hochwasser. An der ETH testen Forscherinnen eine neue Brücke für Andermatt UR. Diese soll den Wasserfluss optimieren und so das Risiko von Überschwemmungen reduzieren. Diese Simulationen ermöglichen es, nicht nur theoretische Modelle zu testen, sondern in einer sicheren Umgebung praxisnahe Erfahrungen zu sammeln. Schutz des eigenen Zuhauses Ein zentrales Thema war die Dringlichkeit präventiver Massnahmen, um Schäden durch Naturkatastrophen zu minimieren. Naturgefahrenexperte Florian Mocka der GVZ zeigt, wo die grössten Schwachstellen liegen und wie eine Gefahrenkarte fürs eigene Zuhause aussieht. Ein Drittel aller Gebäudeschäden entsteht durch Überschwemmungen. Überraschend ist: Vor allem neue Gebäude sind betroffen. Mit moderner Haustechnik und bodenebener Bauweise steigt das Risiko von Gebäudeschäden. Beschuss mit Eiskugeln Auch Hagel richtet immer mehr Gebäudeschäden an. In einer Prüfstelle in Oberkirch feuert Martin Jordi mit einer Hagelkanone Eiskugeln von zwei bis fünf Zentimetern auf Baumaterial. Im Rekordjahr verursachte Hagel 800 Millionen Franken Schaden - auch, weil moderne Gebäude verletzlicher sind. Gefangen im gefluteten Keller Was passiert, wenn sich der Keller mit Wasser füllt? Das Experiment mit Moderator Tobias Müller zeigt, die Kälte kriecht in die Muskeln und eine Rettung aus dem kühlen Nass wird von Minute zu Minute schwieriger. Wenn die Wassermassen kommen, sollte man nicht Dinge aus dem Keller retten wollen. Zivilschutz übt für den Hochwasserschutz Die zunehmenden Hochwasserereignisse, verstärkt durch den Klimawandel, stellen eine wachsende Herausforderung für Städte, Gemeinden und ihre Bewohner dar. Auch der Zivilschutz ist mit den rapide wachsenden Naturgefahren konfrontiert, und es wird immer wichtiger, auf plötzliche Wetterextreme vorbereitet zu sein.
13:15
Der Aufschwung unter Trump ist ausgeblieben, der Iran-Konflikt drückt auf die Weltwirtschaft, und der grosse Rivale China holt auf. Wie stark hat das Image der USA als demokratischer Leitstern der westlichen Welt gelitten? Ist die wirtschaftliche Vormachtstellung gefährdet? Wie sollen sich Europa und die Schweiz jetzt positionieren? Darüber diskutiert der BILANZ-Chefredaktor Dirk Schütz mit vier Experten: - Martin Dahinden, ehem. US-Botschafter; - Roger Schawinski, Gründer von Radio 1; - Elisabeth Bronfen, langjährige Amerikanistik-Professorin Universität Zürich; und - Thomas Borer, Leiter Task-Force Schweiz-USA.
14:15
Festlicher Abend in der Nervenklinik Randlingen: Doktor Borstli (Johannes Steier) kehrt nach längerer Abwesenheit auf den Direktorensessel zurück. Die Glückwünsche der Honoratioren, Ärztinnen, Pfleger und Patientinnen täuschen jedoch nicht über Spannungen im Anstaltsbetrieb hinweg. Tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten trennen den Direktor und seinen Stellvertreter, Doktor Laduner (Heinz Woester), der die moderne Psychiatrie mit ihren therapeutischen Gesprächen gegen Doktor Borstlis Kasernenmethoden verteidigt. Die Heilung des Patienten Herbert Kaplaun (Olaf Kübler) betrachtet Borstli denn auch als Scharlatanerie und besteht auf die weitere Internierung des jungen Mannes. Am Tag nach der Feier findet man Herbert bewusstlos auf. Direktor Borstli ist spurlos verschwunden, wird aber später tot im Liftschacht entdeckt. Was ist geschehen? Ein Unfall oder Mord? Wachtmeister Jakob Studer (Heinrich Gretler), ein bodenständiger Pragmatiker, hat die Aufklärung des Falls übernommen. Er zeigt sich unbeeindruckt von der Schilderung, die ihm Doktor Laduner gibt, und lässt sich nicht beirren von der Welt Mattos, der Welt des Wahns. Starrköpfig klärt er die Fakten und findet bald heraus, dass die Türsicherung am Lift in verbrecherischer Absicht manipuliert wurde. Der Spielfilm «Matto regiert», mit dem Leopold Lindtberg 1946 nach Abstechern ins internationale Kino («Marie-Louise», «Die letzte Chance») zu einem schweizerischen Dialektstoff zurückkehrte, beruht auf dem gleichnamigen Kriminalroman des Schweizer Dichters Friedrich Glauser (1896 bis 1938). Glauser, der sich stets als Aussenseiter fühlte, beschrieb eine Welt, die er aus eigener Anschauung kannte. Er wusste um das Leid der Depressiven, auch um die Unbarmherzigkeit mancher Ärzte und Betreuer, denn seine Morphiumsucht brachte ihn selbst für längere Zeit in Nervenkliniken. Im Film wird seine Erzählung aus der Welt zwischen Wahn und Realität zum spannenden Krimi, aber auch zur Geschichte eines modernen Arztes, der veraltete Pflege- und Heilmethoden bekämpft. Bereits 1942, drei Jahre nach dem grossen Erfolg von «Wachtmeister Studer», begann die Praesens-Film AG in Zürich mit der Produktion von «Matto regiert». Auf Druck der Fremdenpolizei des Bundes wurde die Regie aber nicht dem Immigranten Lindtberg, sondern dem Schweizer Hermann Haller übertragen. Drehbeginn war im März 1943. «Eine Woche später wird die Produktion abgebrochen; Haller ist der Aufgabe nicht gewachsen», schreibt Hervé Dumont in seiner «Geschichte des Schweizerfilms». Erst nach dem Krieg, als man wieder einheimischen Stoff suchte, kam Produzent Lazar Wechsler auf Lindtbergs Wunsch für den Stoff zurück. Der Deutsche Alfred Neumann schrieb - zusammen mit Lindtberg - eine neue Drehbuchfassung. Für die Hauptfigur konnte man erneut Heinrich Gretler verpflichten, und in den weiteren Rollen ist die Garde der damaligen Film- und Theatergrössen zu sehen.
16:00
Für Thomas Staffelbach war der Weg vorgegeben: Er ist auf dem Bauernhof in Hergiswil bei Wilisau aufgewachsen und hat ihn vom Vater übernommen. Seit jeher bestimmt der Hof den Rhythmus in seinem Leben: Um 3.30 Uhr geht's in den Stall, später auf den Traktor, dazwischen die Tiere und viel körperliche Arbeit auf den Weiden. Reporter Martin Lustenberger hingegen ist in der Agglomeration aufgewachsen und liebt sein Leben in der Stadt. Als Kind machte er Ferien bei seinem Götti und seinem Cousin auf dem Hof - aber selbst Bauer werden? Das wäre ihm nicht im Traum in den Sinn gekommen. Nun spürt er am eigenen Leib die Knochenarbeit, die das Lebenswerk seiner Familie mütterlicherseits fordert. Zwischen der Geburt eines Kalbes und Gesprächen am Küchentisch wird der Hofbesuch zu einer ehrlichen Begegnung zweier Verwandter, die in völlig anderen Welten leben.
16:35
Notfall bei Bauernfamilie Wyss in Sternenberg. Mami Natanja fällt im Stall mit Baby auf dem Arm urplötzlich zu Boden und bleibt mit dem Gesicht nach unten regungslos liegen. Herzstillstand. Ihr Baby schreit. Lukas Wyss hört das laute Weinen und findet seine leblose Frau und seinen jüngsten, blutverschmierten Sohn. Dessen Bruder fragt: «Ist Mami tot?» Lukas tätigt den Notruf und versucht, Natanja zu reanimieren. Später übernehmen Profis. Pausenlos wird Natanja reanimiert, auch auf dem Flug ins Unispital Zürich. Das verunfallte Baby kommt zur Untersuchung ins Kinderspital Winterthur und ist zum Glück nur leicht verletzt. Doch wird es noch eine Mutter haben? Natanja liegt mehrere Tage im künstlichen Koma auf der Intensivstation. Und dann geschieht das, womit kaum jemand gerechnet hat: Natanja kommt zurück ins Leben - ohne jegliche Schäden. Für die Familie Wyss ein Wunder, das sie überaus freut und erleichtert, aber auch viele Fragen aufwirft und ein Trauma hinterlässt.
17:10
«Ich habe Hunderte Stunden in dieses Eidgenössische Schützenfest investiert - und es hat viele Nerven gekostet», sagt Schützenchef Hubert Tomaschett. Sein organisatorisches Talent hat er an seine Tochter Elena weitergegeben, die für den 10-Meter-Schiessstand verantwortlich ist. Erstmals in der Geschichte des Festes wird auf ein gedrucktes Ergebnisbüchlein verzichtet - sämtliche Resultate werden digital erfasst. Für die Schützen aus Santa Maria stellt dies jedoch kein Hindernis dar: Jung und Alt unterstützen sich gegenseitig und meistern den digitalen Wandel gemeinsam. Trotz moderner Technik bleibt die Tradition lebendig und zieht sogar Auslandschweizerinnen und -schweizer an. Unter ihnen ist auch die aus Sumvitg stammende Cecilia Decurtins, die eigens aus Kanada zum Eidgenössischen Schützenfest in die Schweiz gereist ist.
17:40
Auf dem Oberalppass wurde der Pfad, der zum Tomasee führt, wegen Steinschlaggefahr gesperrt. Deshalb muss nun einen neuen Pfad her. Ciril Spescha und sein Team zeigen unserer Moderatorin Élin, wie sie einen neuen Wanderweg bauen und wie das von der Planung bis zur Arbeit mit Bagger, Hacke und Schaufeln funktioniert - und das bei jedem Wetter.
18:00
Die Sendung informiert die Zuschauer über wichtige Ereignisse im schweizer In- und Ausland. Zentrale Bereiche, die dabei behandelt werden, sind unter anderem Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft.
18:05
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
18:15
Bei der Liveübertragung feiern zwei neue Kompositionen Premiere. Im Vorfeld des Eidgenössischen Jodlerfests wurde ein Komponistenwettbewerb ausgeschrieben - gesucht wurden ein neues Jodellied und ein neues Alphornstück. Die beiden Siegerwerke feiern nun in «Potzmusig» ihre Uraufführung. Das neue Jodelstück wird von den Bärner Jodufroue präsentiert, das Alphornwerk von Gilbert Kolly aus Freiburg gemeinsam mit seiner Alphorngruppe. Nachwuchstalente im Rampenlicht Auch die nächste Generation der Schweizer Volksmusik erhält in Basel eine grosse Bühne. Die 15-jährige Nuria Grüter gewann im vergangenen Jahr den Folklore-Nachwuchswettbewerb. Die Luzernerin überzeugte die Jury mit einem Titel von Oesch's die Dritten und wird auch in Basel ihr Talent zeigen. Zudem begleitet «Potzmusig» sie bei einer besonderen Überraschung: dem Treffen mit ihrem grossen Vorbild Melanie Oesch. Ebenfalls zu Gast sind die Gewinner der Instrumental-Sparte: die Andärä aus Schwyz. Das Trio begeistert mit einer aussergewöhnlichen Besetzung aus Schwyzerörgeli, Cello und Geige. Auch sie wurden von «Potzmusig» überrascht - mit einem Treffen ihrer Idole, den Hujässlern, inklusive Konzertbesuch. Für frische Stimmen sorgt zudem der Jugendjodelchor Nordwestschweiz, der junge Sängerinnen und Sänger aus der Region vereint und mit viel Freude die Jodeltradition pflegt. Gleichzeitig macht der Chor Werbung für das Eidgenössische Jugendjodelfest, das im September in Grindelwald stattfindet. Internationale Gäste in Basel Das Eidgenössische Jodlerfest zieht längst nicht nur Besucherinnen und Besucher aus der Schweiz an. Auch Auslandschweizerinnen und -schweizer sowie Jodelbegeisterte aus aller Welt reisen nach Basel, um die besondere Atmosphäre zu erleben - und sich sogar der Schweizer Jodeljury zu stellen. In diesem Jahr sind Formationen und Solist aus Australien, Japan, den USA, Kanada und Brasilien angemeldet. Besonders eindrücklich ist die Geschichte des Jodelklubs Heimattreu Calgary aus Kanada. Der Verein wurde vor 50 Jahren gegründet, um Schweizer Brauchtum in der Ferne zu pflegen. Seit 1978 gehört er dem Eidgenössischen Jodlerverband an und kehrt nun erneut an ein Jodlerfest in die alte Heimat zurück - inklusive Auftritt bei «Potzmusig». Musik, Reportagen und Feststimmung Als fliegende Reporterin ist die Jodlerin Arlette Wismer unterwegs und liefert dem Publikum Einblicke direkt vom Festgelände. Gleichzeitig steht sie auch selbst auf der Bühne - gemeinsam mit ihrer Schwester Leonie an der Geige und Madlaina Küng am Kontrabass. Für stimmungsvolle Unterhaltung sorgen ausserdem die Oberbaselbieter Ländlerkapelle, die in diesem Jahr ihr 55-jähriges Jubiläum feiert, sowie die Formation Ländler Panache, die ihre neue CD im Gepäck hat.
19:15
19:30
Die Sendung informiert die Zuschauer über wichtige Ereignisse im schweizer In- und Ausland. Zentrale Bereiche, die dabei behandelt werden, sind unter anderem Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft.
19:55
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
20:00
Das «Wort zum Sonntag» spricht der christkatholische Pfarrer Theo Pindl.
20:10
Willkommen bei der letzten Runde des legendären «Sommer-Wunschfilms». Das Publikum darf bei «Mein Wunschfilm» wieder fleissig für seinen Lieblingsfilm abstimmen. Radio?SRF?1-Moderator Adrian Küpfer führt im Radio und im Fernsehen durch die Auswahl und lüftet am Bildschirm erst kurz vor Ausstrahlung das Geheimnis. Es müssen weder Brieftauben verschickt noch Telefonanrufe getätigt werden. Abstimmen kann man einfach auf: srf.ch/meinwunschfilm. Die Votings sind offen ab Sonntag, 7. Juni, 20 Uhr bis am Mittag des jeweiligen Ausstrahlungstags. «Lee - Die Fotografin» Als Fotomodell und Muse des Avantgarde-Fotografen Man Ray ist es Lee Miller (Kate Winslet) bald leid, Objekt zu sein, und konzentriert sich auf ihre eigene Arbeit als Fotografin. Mitten im Krieg geht sie als Fotoreporterin an die Front nach Frankreich und dokumentiert gemeinsam mit ihrem Kollegen David E. Scherman (Andy Samberg) die Schrecken des Zweiten Weltkriegs. «Gorillas im Nebel» Als die Forscherin Dian Fossey im Frühling 1967 nach Afrika reist, um die in ihrer Existenz bedrohten Berggorillas zu studieren, hat sie in ihrem Rüstzeug nicht viel mehr als ihre Begeisterung. Als sie Ende 1985 ermordet wird, ist sie eine Legende. Das abenteuerliche Leben und den unerschrockenen Kampf dieser imponierenden Frau und ihre Erlebnisse mit den intelligenten, sanften Tieren schildert Michael Apted in «Gorillas im Nebel» mit Sigourney Weaver in der Hauptrolle. «Erin Brockovich» Die alleinerziehende Mutter Erin Brockovich besorgt sich einen Job in einer Anwaltskanzlei und kommt einem riesigen Umweltskandal auf die Spur. Steven Soderbergh hat die auf Fakten basierende Geschichte der engagierten Frau verfilmt. Julia Roberts wurde dafür mit einem Oscar ausgezeichnet.
22:15
Die Sendung informiert die Zuschauer über wichtige Ereignisse im schweizer In- und Ausland. Zentrale Bereiche, die dabei behandelt werden, sind unter anderem Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft.
22:25
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:35
Die Riesending-Höhle in Berchtesgaden, eines der längsten Höhlensysteme Deutschlands: Der Höhlenforscher Josef Häberle verunglückt mit einer lebensbedrohlichen Kopfverletzung und liegt in über 1000 Meter Tiefe, zwölf Kilometer vom Schachteingang entfernt. Während zwei Freunde ihn am Leben halten, gelangt Ralf Sommer in einem waghalsigen Klettersprint innerhalb eines halben Tages an die Oberfläche, um die Bergwacht zu alarmieren. Doch die gerät schnell an ihre Grenzen. Weltweit gibt es nur wenige Spezialistinnen und Spezialisten, die so tief in eine Höhle vordringen können. Und im Team von Bertram Erhardt, dem Einsatzleiter der Bergwacht, befindet sich kein Notarzt, der sich ein solches Vorhaben zutraut. Ralf sieht nur eine Chance: ein Hilferuf an die internationale Höhlenforscher-Gemeinschaft, darunter die Schweizer Res Wolfensberger und Roger Furrer. Viel persönliches Engagement bringt auch Birgit Eberharter ein, eine Höhlenklettererin aus Salzburg, die Josef viel zu verdanken hat. Gemeinsam mit Ärztin Raffaela Pardeller macht sich Birgit auf zum Schwerverletzten - um festzustellen, ob er überhaupt transportfähig ist. Bertram gerät zunehmend unter Druck: Er will und darf die Einsatzleitung nicht an die internationalen Höhlenforschenden abgeben oder diese in die Höhle lassen. Zugleich würde er das Leben Hunderter nicht ausreichend höhlenerfahrener Bergretter riskieren, würde er sie in die Tiefe schicken - für die Bergung eines Mannes, der wahrscheinlich gar nicht überleben würde. Höhlenspezialist Res Wolfensberger ist zunehmend genervt von Bertrams zögerlichem Verhalten. Er und sein Team wären parat. Jetzt gilt es endlich, die Operation Rettung aus der Riesending-Höhle zu starten. Sonst wird Josef sterben. Basierend auf wahren Begebenheiten zeigt der Film, was möglich ist, wenn Menschen zusammenhalten und an einem Strang ziehen - unabhängig von ihrer Nationalität, ihres Geschlechts, ihres Alters. Dann wird das Unmögliche möglich. Dann heisst es 728 für 1. Die Koproduktion von SRF mit der ARD erzählt von einer der aufwändigsten Rettungsaktionen, die mehrere Wochen in Anspruch nahm - eine logistische Meisterleistung, bei der auch Schweizer Retterinnen und Retter massgeblich beteiligt waren.