21:45
Nach sieben Jahren Fernsehen feiert Dominic Deville mit «OFF!» sein Bühnencomeback. Mit unbändiger Spielfreude und bösem Witz. Was interessiert einen preisgekrönten Satiriker wie ihn eigentlich noch? So sucht Deville quasi aus dem OFF heraus Antworten auf Fragen, die er vor den Fernsehkameras nie zu stellen wagte. Zum Beispiel, was seine Familie heimlich hinter dem Haus im Tessin vergräbt. Oder warum man gerade zur Weihnachtszeit lieber Drogen statt Glühwein konsumieren sollte. Mit «OFF!» gehört der Sonntagabend nochmals ganz Deville.
22:30
Spätausgabe
22:40
Spätausgabe
22:45
Der Grundpfeiler einer funktionierenden Demokratie ist die Gewaltenteilung. Dazu gehört, dass die Judikative - also die Gerichte - getrennt von der Politik schaltet und waltet. Doch Eigenheiten des Schweizer Justizsystems bringen es mit sich, dass ebendiese Trennung bröckelt. Stehen Schweizer Richter unter politischem Druck? Die Antwort lautet ja. In einer seltenen Wortmeldung berichten Bundes- und Kantonsrichterinnen, wie insbesondere die SVP ihre Richter kontrollieren will. Sie kritisieren das Wahlsystem für Richter, das eine Parteizugehörigkeit für eine Karriere quasi zwingend erforderlich macht. Und sie fordern die Abschaffung der undurchsichtigen finanziellen Verbindungen zwischen Richterinnen und ihren Parteien, die Zweifel an ihrer Unabhängigkeit aufkommen lassen. Erstausstrahlung: 30.11.2025
23:40
In seiner Blütezeit unterhielt Jelmoli über 100 Filialen in der ganzen Schweiz und war durch den Versandhandel bis in die hintersten Winkel des Landes bekannt: Der Jelmoli-Katalog war, nach dem Telefonbuch, noch in den 80er-Jahren der zweitgrösste Druckauftrag der Schweiz. Die Dokumentation zeichnet die turbulente Geschichte des Jelmoli mit unveröffentlichten Fotos und Filmen aus dem Firmenarchiv nach und erweckt sie mit biografischen Erzählungen zum Leben: von der Gru¨nderfamilie u¨ber die Familien der Hauptaktiona¨re bis hin zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die jahrzehntelang und mit Herzblut im Jelmoli gearbeitet haben und sich noch heute als «Jelmolianer» bezeichnen.
01:00
Als die Leiche eines jungen Mannes aus der Rhone gefischt wird, werden Inspektor Cagan (Gilbert Melki) und seine Mitarbeiterin Mangin (Emmanuelle Devos) mit der Untersuchung des Falles betraut. Sie finden heraus, dass der tote Vincent als Stricher gearbeitet hat und im Internet Kunden warb. Er hatte eine Freundin, Rebecca, die seit seinem Tod verschwunden ist. Der Inspektor befragt Vincents Kunden und Rebeccas Mutter, die sich um ihre Tochter sorgt, und gerät dabei immer tiefer in ein Milieu, in dem Todesfälle an der Tagesordnung sind. Cagan verstrickt sich so verbissen in seine Arbeit, bis er sich darin zu verlieren droht. Zwei Monate vorher: Vincent (Cyril Descours) und Rebecca (Nina Meurisse), unbeschwerte, 18-jährige Jugendliche, verlieben sich gleich bei ihrer ersten Begegnung in einem Internetcafé. Doch die Liebe hält Vincent nicht davon ab, sich weiter im Internet als Stricher zu verdingen, um das leichte Geld zu verdienen. Rebecca, die alles mit ihm teilen will, begleitet ihn zu einem Treffen mit einem Freier. Bald beginnen sie sich gemeinsam zu prostituieren, unbeschwert und ohne jegliche Scheu. Doch ihr unbekümmertes Tun hat fatale Konsequenzen. Als Cagan herausfindet, was in den letzten Stunden von Vincents Leben geschehen ist, erschüttert ihn das zutiefst, und er steht vor einer grundlegenden Entscheidung, die seine Sicht auf das Leben völlig umkrempeln könnte. Der Sittener Regisseur Frédéric Mermoud präsentierte 2009 mit «Complices» seinen ersten langen Kinofilm, dessen Drehbuch er mitverfasste. Der Film wechselt geschickt die Zeit- und Handlungsebenen rund um die Nachforschungen des Inspektors und bietet eine packende Geschichte zwischen Psychodrama, Krimi und Liebesgeschichte. Seither hat Mermoud bei verschiedenen Serien Regie geführt, unter anderem bei der französischen Erfolgsserie «Les revenants». Zudem hat er zwei weitere Spielfilme realisiert: «Moka» von 2016 sowie «La voie royale» 2023.
02:25
Rilke war ein Suchender und führte ein ruheloses Leben, getrieben von Angst und der Suche nach Schönheit, geprägt von intensiven Beziehungen zu starken Frauen, künstlerischen Krisen und von einer Sensibilität, die zugleich Bürde und Quell seines dichterischen Genies war. Seine Texte thematisieren die existenziellen Fragen des Menschseins, kreisen um Gott und preisen Natur und Tierwelt. Was macht Rilke zu einem generationenübergreifenden Phänomen? Was hat es mit der extensiven Liste an Geliebten auf sich, und was hätte Rilke zu Krisen unserer Zeit zu sagen? Olivia Röllin im Gespräch mit der Literaturkritikerin und Autorin Iris Radisch und dem Literaturwissenschaftler und Rilke-Biograf Manfred Koch.
03:20
The sky is the limit - das gilt im Gstaad Palace für alle Gäste, auch für die vierbeinigen. «Letzte Woche hat ein Hund innert zehn Tagen 1000 Franken verfressen. Tournedos de Boeuf, Keniabohnen und Reis - jeden Tag», erzählt Küchenchef Franz Faeh. Hotelbesitzer Andrea Scherz erinnert sich, dass man für einen Hund einen Rasenteppich ausrollen musste, weil er sein Geschäft nicht im Schnee verrichten wollte. «Das ging schon sehr weit, aber schliesslich haben wir es gemacht», lacht er. Dank strahlendem Wetter kann der traditionelle Seafood Brunch auf der Palace-Terrasse stattfinden. Für 220 Franken pro Person gibt es ein üppiges Buffet - Kaviar wird extra verrechnet. Die Hochzeit eines Paares aus New York sorgt für Aufregung: Küchenchef Franz Faeh muss den Brautleuten anlässlich eines Testessens schonend beibringen, dass er das Menü abändern möchte.
04:05
Das Slow-TV-Format «Schweiz von oben» zeigt auf einzigartige Weise die Schönheit der Schweiz aus einer neuen Perspektive. Diese Episode gewährt einzigartige Blicke auf Zermatt VS und die Umgebung. Die Zuschauenden fliegen unter anderem über das Dorf und den Weiler Zmutt, über das Findelnbach-Viadukt bis zum majestätischen Matterhorn. «Schweiz von oben» - eine einzigartige Reise durch die Schweiz.
04:20
Die Kreativität von Irène Meier kennt kaum Grenzen. Das zeigt sich auch bei ihrem Landfrauenessen. Seit Monaten sammelt die gelernte Kindergärtnerin überall Inspiration für Essen und Dekoration, sie skizziert, bastelt und gestaltet. Dabei steht alles unter dem Motto «Wäsche». So überrascht sie die Landfrauen in ihrem alten Waschhäuschen neben dem Haus mit einer Suppe aus dem Waschzüberli, fruchtig behängten Wäscheleinen und süssen Waschkörbchen. Nicht nur das Landfrauenessen hält Irène Meier auf Trab. Zusammen mit ihrem Mann Pirmin führt sie im Weiler Alosen einen Milchwirtschaftsbetrieb in Betriebsgemeinschaft mit den Nachbarn. Sie halten gut 55 Milchkühe, etwa gleich viele Aufzuchtrinder, betreiben Kälbermast und haben über 250 Legehennen. Pirmin Meier hat den Hof von seinem Vater übernommen. Aber viel früher, als gewünscht. Als sein Vater starb, war Pirmin erst 20 Jahre alt. So musste er schon jung die Verantwortung für den Betrieb übernehmen. An vier Vormittagen fährt die Landfrauenküche-Teilnehmerin hinunter nach Oberägeri, wo sie als Kindergärtnerin arbeitet. Sie liebt es, die Kinder mit ihren Geschichten und Liedern zu begeistern und mit ihrer Energie anzustecken. Ihr Beruf ist ihr wichtig. Dafür nimmt sie in Kauf, dass die Tage von früh bis spät mit Arbeit ausgefüllt sind. Denn zu Hause warten nicht nur der Betrieb, sondern auch ihre vier Kinder und der Haushalt. Irène Meier ist selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen, beim Rothenthurmer Hochmoor. Als Kind verbrachte sie viele unbeschwerte Sommer auf der Rinderalp Bannegg, die ihre Familie seit Generationen führt. Heute weiden im Sommer die Rinder der Betriebsgemeinschaft auf der Alp. Kurz vor dem Landfrauenessen müssen Irène und Pirmin die Rinder ins Tal holen. Irène fährt noch heute gerne auf die Alp, obwohl sie dort als Jugendliche nur knapp einer Tragödie entkommen ist. Beim Landfrauen-Essen stehen Irène und ihr Bruder Erwin vor einigen Herausforderungen: Der Speck sollte nicht vom Filet abfallen, der Nudelteig nicht reissen, das Essen warm im Waschhäuschen ankommen. Und dann wollen die zwei Chaoten noch Struktur in ihr Gewusel bringen.