22:00
Auf einer Müllkippe im Münchner Norden finden die Kommissare Leitmayr und Batic einen toten Jungen mit blond gefärbten Haaren, den offenbar niemand vermisst. Hinweise deuten auf ein ausländisches Kind, doch Nachfragen in Heimen bleiben erfolglos. Der 13-jährige Rumäne Mitru gehört zu einer Diebesbande rumänischer Straßenkinder, die von erwachsenen Aufpassern in anonymen Wohnungen gesteuert und gezielt auf lohnende Objekte in München angesetzt wird. Unterstützung bekommen die Ermittler von Kollegin Lena Odenthal, die als Freiburg-Fan privat in München ist und vor dem Olympiastadion von einem blonden Jungen bestohlen wird, den sie festhalten kann - Mitru. Trotz seiner Mauer des Schweigens erfahren die Kommissare, dass Mitru seine Schwester in Südfrankreich sucht. Batic verspricht ihm Hilfe bei der Adressensuche. Kurz nachdem Mitru beim Jugendnotdienst untergebracht wird, verschwindet er. Batic lässt Mitrus Schicksal nicht los und die Ermittler decken die Drahtzieher der Kinderbande auf.
23:30
Kriminalpsychologin Annett Schuster und Fallanalytiker Jan Kawig müssen ihren ersten gemeinsamen Fall lösen, als nahe der Wartburg eine männliche Leiche gefunden wird. Zusammengekauert in einem Kühlschrank, als würde das Opfer beten. Bekannt war der Mann als "Richter Gnadenlos" am Oberlandesgericht Erfurt - Rache als Motiv liegt also nahe. Annett Schuster findet religiöse Symbole, die auf das Bibelzitat "Auge um Auge" hinweisen. Als in der Nähe einer verlassenen Kirche eine zweite Leiche entdeckt wird, ist klar: Die Ermittler:innen haben es mit einem Serienmörder zu tun. Die Spurensuche entwickelt sich zu einem makabren Spiel zwischen Täter und Ermittler:innen. Der unkonventionelle Jan Kawig ist gelernter Zimmermann und Thüringer durch und durch, während die scharfsinnige Kriminalpsychologin Annett Schuster nach einigen Jahren an der Universität Boston aus den USA in die Heimat zurückkehrt. Geleitet wird das neue Team der operativen Fallanalyse von Marion Dörner.