22:00
Der "Tatort: Schutzlos" führt in eine Parallelwelt. "Der Schweizer will rund um die Uhr mit Drogen versorgt werden und dafür sind die Nigerianer auf der Straße", erklärt ein Polizist das mörderische System, wonach die entrechteten Asylbewerber von Landsmännern skrupellos ausgebeutet und entsorgt werden: "Wer Glück hat, kommt in Handschellen heim, wer Pech hat im Sarg", schildert ein Flüchtlings-Beamter die Zynik der restriktiven Einwanderungspolitik. Die Kommissare Flückiger und Ritschard verheddern sich im Paragrafendschungel und erwachen erst spät aus diesem realistischen Alptraum... Im achten Luzerner Tatort zeichnet Regisseur Manuel Flurin Hendry auch fürs Drehbuch verantwortlich. Die Musik stammt von der Weilheimer Kultband The Notwist.
23:30
Im Industriehafen von Split wird die Leiche eines ertrunkenen Mädchens gefunden. Für Branka Maric gibt es keinen Zweifel, dass die Zwölfjährige das Opfer eines Verbrechens wurde. Spuren an ihrem Handgelenk zeigen: Sie war vorher gefesselt - möglicherweise von Schleusern, die Mädchen entführen und an ihre Peiniger verkaufen. Branka pfeift auf die Dienstanweisung, die Ermittlungen der Abteilung Organisierte Kriminalität zu überlassen. Wie gefährlich der Fall für sie wird, ahnt die Kommissarin nicht. In der Nacht explodiert eine Bombe auf der Jacht ihres Geliebten Lado - mit Branka an Bord. Für die Aufklärung des Attentats kommt Unterstützung aus der Hauptstadt: die erfolgreiche, doch unbeliebte Kommissarin Stascha Novak. Sie will mit dem spektakulären Fall ihren Erfolg fortschreiben, um die überfällige Beförderung zu erzwingen. Das Dezernat in Split möchte unbedingt, dass der Fall von den heimischen Kräften gelöst wird. Emil und Kollege Borko sollen Stascha ins Leere laufen lassen.