17:10
In Patagonien soll ein Motocrosser per Knopfdruck wie von Geisterhand durch die Wüste jagen und sich dazu noch einmal um die Achse drehen. Die Mechanik Marke Eigenbau ist ein technisches Meisterstück. Nebenbei kommt die heißersehnte Antarktis aus Argentinien an. Sechs Wochen war das 300 Kilo schwere Modellbauteil auf See unterwegs.
18:00
Eine geheimnisvolle Konstruktion ist in Hamburg angekommen. Die riesige Mechanik soll den stürmischsten Wasserweg der Welt simulieren: die Drake-Passage zwischen Pazifik und Atlantik. Monatelang wurde an der klavierähnlichen Monstermaschine gebaut. Die Schlepperei in den Speicher gerät zu einem Kraftakt mit Hindernissen. Mit im Gepäck aus Argentinien: ein 600 Liter fassendes Gletscherbecken.
18:45
Junior lebt in Kontu auf der Insel New Ireland in Papua-Neuguinea. Um ein Mann zu werden, muss er einen Hai mit einem Seil fangen. Dieser Initiationsritus ist Teil einer Stammestradition, dem sogenannten Shark-Calling. Haie spielen eine zentrale Rolle in der Schöpfungsgeschichte und der Religion Papua-Neuguineas.
19:10
Der junge Wabak lebt im Dorf Bunlap auf der Insel Pentecost, die zum Pazifikstaat Vanuatu gehört. Um vom Kind zum Mann zu werden, muss er von einem bis zu 30 Meter hohen Holzturm springen, nur von einer Liane an seinem Knöchel gesichert, die mit dem Turm verbunden ist. Diese Zeremonie, die an Bungee-Springen erinnert, wird Naghol genannt und soll den Wagemut der jungen Männer testen.
19:30
In Sibirien ist es für Jungen ein langer Weg, zum Mann zu werden. Auf diesem Weg müssen sie jeden Tag ihren Mut und ihre Kühnheit beweisen. Edik ist gezwungen, seine Rentierherde, die 4.000 Tiere stark ist, auf der Wanderung zum Polarkreis gegen Wölfe zu verteidigen. Ein gefährliches Ritual in Eis und Schnee, das den jungen Männern alles abverlangt.
19:50
Die Wüste Gobi: Altagan und Dsolbo durchlaufen ein Initiationsritual, das sie auf die Probe stellt. Sie müssen Weidegründe finden, die ihre Kamelherde den ganzen Winter lang ernährt. Beide sind fest entschlossen, sich ihren Platz in der Welt der mongolischen Nomaden zu erobern. Aber um das zu schaffen, müssen sie die harschen Bedingungen in den mongolischen Wüsten und Steppen meistern.
20:15
Stirbt eine Schlüsselart, gerät ein über Jahrtausende perfektioniertes Ökosystem ins Wanken. Denn wir stehen in Wechselwirkung mit wilden Tieren, Pflanzen und Viren, deren Lebensraum und Dienste sich die Menschen aneignen. Am Beispiel der Artenretterin Dr. Jane Goodall dokumentiert der Film die Sinnhaftigkeit und Sinnlichkeit des Kampfes um den Erhalt der Biodiversität.
21:45
Klimaschützer wollen die schottischen Highlands aufforsten. Damit der Wald ungestört wachsen kann, mussten dafür in den vergangenen Jahren rund 15.000 Hirsche abgeschossen werden. Denn das Rotwild beschädigt die Triebe der jungen Bäume. Das ruft die ortsansässigen Jäger auf den Plan: Sie fürchten durch den schrumpfenden Hirschbestand um ihre Traditionen und eine wichtige Einnahmequelle.
22:20
Unsere Erde zu einem wilderen Ort machen - so lautet die Idee der neuen Rewilding-Bewegung. Die Wiederansiedlung sogenannter Schlüsseltierarten in von Menschen unberührte große Wildnisgebiete sind Teil des Konzeptes. Doch nicht alle finden die Idee gut. Schon ist die Rede von Problem-Wölfen und Nazi-Waschbären, die Schafe reißen und Landstriche "verwüsten".
23:05
Unsere Geschichten über die Wildnis wurden traditionell von Männern erzählt. Doch haben immer mehr Filmemacherinnen äußere und innere Hindernisse überwunden, um ihre Vision zu zeigen. Was ist das Besondere an der Verbindung von Frauen zur Natur? Und wie können sie die Welt zu einem besseren Ort machen?