16:05
Für seine Kunden holt Norbert Zajac bei einem holländischen Zuchtbetrieb für exotische Meerestiere Nachschub. Korallen, Kraken, Muscheln und sogar ein Hai-Ei hat der Großhändler im Angebot. Am Ende der Einkaufstour treten mehr Tiere als geplant den Weg nach Duisburg an. Dort wird derweil ein Weißbüschel-Äffchen verkauft und die neuen Wasserschweine siedeln in den Außenbereich der Zoohandlung um.
16:50
In der zweitgrößten Stadt Deutschlands gibt es jeden Tag rund 850 Einsätze. Oft geht es um Leben und Tod - ein Job im Grenzbereich. Mal haben es die Einsatzkräfte mit Weltkriegsbomben zu tun, mal mit Menschen, die einfach nur einsam sind. Unfall, Großfeuer oder Herzstillstand: wo Hilfe gebraucht wird, sind die 3600 Frauen und Männer der Hamburger Feuerwehr zur Stelle.
18:00
Rund um die Reeperbahn wimmelt es von Bars, Clubs, Rotlichtetablissement und Restaurants, in die jedes Jahr über 30 Millionen Menschen strömen. Das Viertel oberhalb des Hamburger Hafens war früher vor allem berühmt-berüchtigt wegen der Verbrechen im Milieu - und noch heute hebt es sich von gewöhnlichen Partymeilen ab. Jede Nacht kommt die Zeit für St. Paulis Originale.
18:45
Seit Jahren sorgt der Kiez in der Frankfurter Innenstadt wegen seiner Drogenszene für Schlagzeilen. Cannabis, Crack und Kokain werden auf offener Straße konsumiert - und niemanden scheint es zu stören. Die englische Boulevard-Zeitung "The Sun" bezeichnete das Rotlichtviertel kürzlich als "Zombieland" und den "größten Slum Deutschlands". Einblick in einen knappen Quadratkilometer wildes Leben.
19:30
Deutschland ist eines der letzten Paradiese für unverbesserliche Bleifüße. Auf fast 70 Prozent der Autobahnstrecken gibt es bis heute kein Tempolimit. Geschwindigkeits-Begrenzungen werden von nicht wenigen Autofahrern ignoriert. Mittendrin im Vollgas-Dilemma steckt die Polizei. Sie muss dafür sorgen, dass Regeln eingehalten werden. Ein endloser Kampf gegen uneinsichtige Raser und Auto-Poser.
20:15
Während in ganz Europa die Kriminalität sinkt, steigt ausgerechnet in Schweden die Waffengewalt. 124 Menschen kamen im vergangenen Jahr durch Schusswaffen zu Tode. Es handelt sich dabei eher um unorganisierte, nicht um organisierte Kriminalität. "Wir sind als Gang von Freunden unterwegs", erklärt ein Bandenmitglied. "Es gibt keine Big Bosses im Hintergrund."
20:45
Schweden hat seit Jahren ein Problem mit Bandenkriminalität. Jeden Monat sterben dort mehr Menschen durch Schusswaffen als in anderen europäischen Ländern. Drei Jahre nach den Dreharbeiten mit Gangmitgliedern und Sozialarbeitern 2021 in der Hafenstadt Helsingborg erschüttern weiterhin Schießereien und Bombenanschläge das Land. Furchtbare Realität: die Täter werden immer jünger.
21:20
Gewalt ist in Russland allgegenwärtig und fest verankert im Machtapparat. Dass im Putin-Land das Recht des Stärkeren gilt, zeigt nicht nur der brutale Angriff auf die Ukraine. Auch im Alltagsleben werden Probleme oft mit Gewalt gelöst. Eine Realität, die sich auch Kriminelle zunutze machen. Immer mehr Menschen wollen das offenbar nicht mehr hinnehmen - sie wünschen sich ein anderes Russland.
22:05
Auf Europas Gewässern kommt es immer wieder zu schweren Bootsunfällen. Einige Freizeitkapitäne blenden aus, dass auch im Schiffsverkehr Tempolimits und Promillegrenzen gelten, und geben Gas. Nach einem tödlichen Unfall auf dem Gardasee im Sommer 2021 durch zwei deutsche Raser greift die italienische Polizei jetzt durch. Auf dem Wasser soll das selbe Strafmaß wie an Land gelten.
22:35
Melanie Rüth (21) und Ramona Daxlberger (15) sterben bei einem schweren Autounfall - schuldlos. Für die Angehörigen ist klar: Die Mädchen sind Opfer eines illegalen Straßenrennens. Die milden Urteile gegen die Raser machen die Familien bis heute fassungslos. In Hamburg jagt die Soko "Autoposer" rücksichtslose Fahrer, die andere gefährden. Sie haben den Rasern den Kampf angesagt.
23:10
Der Flüchtlingsstrom nach Europa reißt nicht ab. Jedes Jahr versuchen Hunderttausende Migranten, illegal in die EU zu gelangen. Ob Balkanroute, Mittelmeer oder Ärmelkanal - viele unterschätzen die Gefahren und setzen ihr Leben aufs Spiel. Der russische Einmarsch in die Ukraine hat eine zusätzliche Fluchtbewegung in Gang gesetzt, wie sie Europa seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt hat.
23:55
"La Bestia", so wird in Mexiko der gefährliche Güterzug genannt, auf den Migranten aufspringen, um vom Süden des Landes an die Grenze zu den USA zu gelangen. Die Reise mit dem Zug ist für sie der billigste Weg Richtung USA, aber auch der risikoreichste. An der Grenze patrouillieren freiwillige Truppen, um den Flüchtlingsstrom zu stoppen, aber auch Helfer, die die Flucht ermöglichen wollen.