19:50
Die Freundschaft zweier junger Frauen im Himalaya findet ein jähes Ende, als sie gezwungen werden, ihre Familien für immer zu verlassen. Tenzin wird mit einem Mann zwangsverheiratet. Palkit wird Nonne. Das Leben von zwei Teenagerinnen verändert sich für immer, als eine von ihrem zukünftigen Mann rituell gekidnappt wird und die andere ins Kloster geht.
20:15
Der Billigmarkt auf der Reeperbahn ist Lebensmittelgeschäft, Party Location und Meeting Point zugleich. Wenn die Bars und Clubs auf der sündigsten Meile der Welt schließen, stranden viele Szenegänger in dem wohl berühmtesten Discounter Deutschlands. Anwohner kaufen hier frische Brötchen, Nachtschwärmer ihr Katerfrühstück und Prostituierte Großpackungen Kondome für Übergrößen.
21:00
Landstreicher Rudi kippt seinem Stofftier-Löwen eine Flasche Kräuterschnaps ins Maul. Ein Muskelmann aus dem Rheinland überbrückt die Wartezeit an der Kasse mit Gewichtheben seiner frisch tätowierten Freundin. Und zwischen Marktleiterin Ramona und einem Kunden mit Hausverbot kommt es nach einem heftigen Wortwechsel zum Showdown: Szenen, die es nur im berühmtesten Penny-Markt Deutschlands gibt.
21:40
Schon morgens bei der Öffnung um 7 Uhr ist der Penny auf der Reeperbahn gut besucht. Die einen kaufen die ersten Brötchen, die anderen den letzten Absacker und die dritten etwas gegen den Kater danach. Für alle aber ist der Supermarkt auch eine Bühne. Skurril, lustig und anrührend erzählt die schillernde Kundschaft beim Einkauf aus ihrem Leben als Pfanddosenkönig oder heiratswilliger Lady-Boy.
22:30
Christine Licht steht ganz in Rosa gekleidet auf dem Teppich in ihrem Wohnzimmer, kreist zu orientalischen Klängen die Hüften und blickt dabei auf ein YouTube Video vom Penny-Markt auf der Reeperbahn. Vor genau siebzehn Jahren präsentierte die schrille Künstlerin in dem Discounter vor dem Obst- und Gemüseregal ihre Bewegungskünste und wurde damit auf einen Schlag bundesweit bekannt.
23:15
Rund sieben Millionen Menschen in Deutschland sind auf eine soziale Mindestsicherung angewiesen. Und weil Wohnraum ein Luxusgut ist, sind gerade die Schwächsten der Gesellschaft oft dazu verdammt, unter unwürdigen Bedingungen zu leben: in Schrottimmobilien, die profitorientierten Konzernen ausschließlich zur Gewinnmaximierung dienen und in denen Wohnen zur Strafe wird.