04:30
Anfang Juli dürfen die amerikanischen Kamerateams auch nach Berlin reisen. Ihnen gelingen einzigartige Farbeaufnahmen der zerstörten Hauptstadt und ihrer Bewohner. Während George Stevens keine Erlaubnis bekommt, die Potsdamer Konferenz zu drehen, darf Major Lawton zumindest beim ersten Treffen Truman mit Stalin dabei sein.
05:15
Weihnachten 1963 dürfen nach über zwei Jahren Berliner aus dem Westen ihre Verwandten im Osten besuchen - der Beginn der Entspannungspolitik von Willy Brandt und Egon Bahr. Bewegende Szenen lassen die Zeit vergessen, als die Menschen verzweifelt waren und kaum noch Hoffnung hatten. Der Mord an Peter Fechter bei einem Fluchtversuch wurde zum Fanal für die freie Welt.
06:00
Im August 1962 drehen US-Kameraleute Filmaufnahmen in der geteilten Stadt - in 35mm Farbe. Spektakuläre Luftaufnahmen dokumentieren das menschenverachtende Bauwerk. Der charismatische Präsident John F. Kennedy und der entschlossene Bürgermeister Willy Brandt geben Sicherheit und Zuversicht, dass Westberlin eine Insel der Freiheit inmitten des Sozialismus bleibt.
06:45
Der Schriftsteller Mark Twain beobachtete sehr präzise die Träume, Bedürfnisse und Lebensrealitäten seiner amerikanischen Zeitgenossen aus allen Schichten. Der Autor von weltberühmten Werken wie "Die Abenteuer des Huckleberry Finn" beschrieb und kritisierte den alltäglichen Rassismus und das herrschende Klassendenken und wurde zu einer der bedeutendsten Stimmen der amerikanischen Literatur.
06:55
Er ist ein Suchender und Sammelnder mit einem Hang fürs Extreme: der jüdische Belgier Arthur Langerman. Als Überlebender der Shoah besitzt er die weltweit größte Privatsammlung antisemitischer Hassobjekte. Er fragt sich: Woher stammen die weit verbreiteten Stereotypen über Juden? Warum wurden seine Familie, Kultur und Sprache fast ausgelöscht? Und weshalb halten sich diese Stereotype bis heute?
07:50
Die Schicksale von Anita Lasker-Wallfisch und Wilhelm Furtwängler zeigen, wie nah die deutsche Hochkultur und die Hölle von Auschwitz beieinander liegen: Auf der einen Seite eine junge Frau, die ins KZ verschleppt wurde und nur dank ihrer musikalischen Begabung überlebte. Auf der anderen Seite ein gefeierter Dirigent, der sich mit Hitler arrangierte und so einen Pakt mit dem Teufel einging.
09:15
Andra und Tatiana Bucci wurden aus Italien nach Auschwitz verschleppt und haben das unbegreifliche Grauen des Holocaust überlebt. Ihren Cousin Sergio haben die Nazis für medizinische Experimente missbraucht und 1945 zusammen mit 19 weiteren jüdischen Kindern ermordet. Jetzt erzählen die Schwestern auch ihre eigene Geschichte als Opfer der Nazis.
10:00
21. April 1967. Panzer rollen durch Athen. Es ist der Beginn einer Militärdiktatur mitten in Europa. Schon in den ersten Tagen werden Tausende Kommunisten verhaftet und auf abgelegene Inseln verschleppt. Die NATO kritisiert das Vorgehen zwar, will es sich mit dem strategisch wichtig gelegenen Griechenland aber nicht verscherzen.
10:45
Portugal ist Schauplatz der längsten rechten Diktatur des modernen Europas. Über vier Jahrzehnte lang regierte der Estado Novo, der "Neue Staat", das Land. An der Spitze: Antonio de Oliveira Salazar. Seine berüchtigte Geheimpolizei PIDE unterdrückt jeden Widerstand und schreckt auch vor Folter nicht zurück. Trotzdem wird Portugal unter Salazars Herrschaft Gründungsmitglied der NATO.
11:35
Die "Snow Lords" arbeiten weiter unbeirrt daran, ihre Skigebiete rechtzeitig zur bevorstehenden Wintersaison eröffnen zu können. Doch die Zeit wird immer knapper und ausbleibendes kaltes Wetter sorgt für zusätzliche Schwierigkeiten. Ihren Plan nicht einhalten zu können, wäre eine Katastrophe für die Teams.
12:20
Das kalte Wetter ist endlich im Fassatal angekommen, doch den "Snow Lords" bleibt nicht einmal mehr eine Woche bis zur Eröffnung der Skigebiete. Bis dahin müssen sie noch große Teile der Pisten beschneien und präparieren - ein Wettlauf gegen Zeit und Witterung, der keinen Spielraum für Fehler lässt.
13:10
Am 27. April feiern US-Einheiten und die Rote Armee ausgelassen den "Elbe Day", die erste Zusammenkunft ihrer Truppen bei Torgau. Dutzende Kamerateams sind vor Ort - auch George Stevens und die Männer vom "Special Film Project 186". Die Wehrmacht ist in diesem Teil Nazideutschlands in Auflösung. Die GIs bleiben distanziert, den Horror der befreiten Konzentrationslager vor Augen.
13:55
Nürnberg, "Hitlers Stadt der Reichsparteitage", hat nach blutigem Häuserkampf kapituliert. Ende April sind die Stadt und ihre Umgebung ein bevorzugtes Operationsgebiet der Kamerateams des "Special Film Project 186". Währenddessen begibt sich Hollywoodregisseur George Stevens nach Süden. Im Konzentrationslager Dachau dokumentiert sein Team die Schrecken nationalsozialistischer Vernichtungspolitik.
14:40
Am 6. Mai 1945 erhält Major Kirke B. Lawton eine Sondergenehmigung für eine besondere Zeremonie: Im alliierten Hauptquartier in Reims unterzeichnet die Wehrmacht die bedingungslose Kapitulation an allen Fronten. Der Zweite Weltkrieg in Europa endet zwei Tage später. In London feiern die Menschen. In Augsburg filmt ein Filmteam die Besiegten, unter ihnen Hitlers zweiten Mann, Hermann Göring.
15:25
Anfang Juli dürfen die amerikanischen Kamerateams auch nach Berlin reisen. Ihnen gelingen einzigartige Farbeaufnahmen der zerstörten Hauptstadt und ihrer Bewohner. Während George Stevens keine Erlaubnis bekommt, die Potsdamer Konferenz zu drehen, darf Major Lawton zumindest beim ersten Treffen Truman mit Stalin dabei sein.
16:10
Weihnachten 1963 dürfen nach über zwei Jahren Berliner aus dem Westen ihre Verwandten im Osten besuchen - der Beginn der Entspannungspolitik von Willy Brandt und Egon Bahr. Bewegende Szenen lassen die Zeit vergessen, als die Menschen verzweifelt waren und kaum noch Hoffnung hatten. Der Mord an Peter Fechter bei einem Fluchtversuch wurde zum Fanal für die freie Welt.
17:00
Der Sklave Robert Smalls hat bei seiner Arbeit auf der CSS Planter, einem Schiff der Konföderation, gelernt, wie man das Schiff steuert. Eines Nachts, auf dem Höhepunkt des Bürgerkrieges, bleibt er und seine Mannschaft, die sich ebenfalls aus Sklaven zusammensetzt, allein auf dem Schiff zurück. Jetzt müssen sie sich entscheiden: Sollen sie alles riskieren und zur nahe gelegenen US Navy fliehen?
17:40
Dr. John Doy ist Aktivist des Netzwerks "Underground Railroad", das Sklaven bei der Flucht hilft. Bei dem Versuch, eine Gruppe von Männern, Frauen und Kindern nach Kanada in Sicherheit zu bringen, werden sie von einem berüchtigten Sklavenhändler abgefangen. Doy landet in einem Gefängnis in Missouri. Alles scheint verloren. Doch Freunde hecken einen kühnen Plan für seine Rettung aus.
18:15
Pauline Cushman ist Witwe eines Mitglieds der Unionsarmee und Theaterschauspielerin. Und sie arbeitet als Spionin für die Nordstaaten. Bei einer Mission auf der Suche nach dem konföderierten General Braxton Bragg wird sie hinter den feindlichen Linien verhaftet und zum Tod durch den Strang verurteilt. Jetzt hängt ihr Leben von ihrem schauspielerischen Talent ab...
18:55
Das Grödnertal in Südtirol gilt als Skiparadies und lockt jedes Jahr Millionen von Touristen aus der ganzen Welt an. Doch es liegt in den Händen einer kleinen Gruppe von Männern, es innerhalb von nur 40 Tagen bereit für die Wintersaison zu machen. Dazu müssen sie unter anderem 70 Hektar Pisten präparieren, beschneien und sichern - ein Kampf gegen die Zeit und gegen die Natur.
20:15
Die gigantischen historischen Bauwerke stehen für die große Macht ihrer Erbauer. Das Kolosseum, ein Meisterwerk römischer Technik, war einst Schauplatz gewalttätiger Spektakel. Die Chinesische Mauer, über 21.000 Kilometer lang, diente dem Schutz eines riesigen Reiches. Die Marienburg, die größte Backsteinfestung der Welt, zeugt von der militärische Stärke des Deutschen Ordens.
21:05
Von den antiken Tempeln bis zu den gotischen Kathedralen: Der Glaube formte im Lauf der Geschichte beeindruckende Bauwerke. So fasziniert das Pantheon bis heute mit Kuppel und Oculus. Mont Saint-Michel trotzt seit Jahrhunderten den Gezeiten und der Schwerkraft. Die Porta Nigra in Trier wurde zur Klause eines Eremiten, und wurde dadurch zum heiligen Ort.
21:55
Seit jeher blickt der Mensch zum Himmel, um die Welt zu deuten. Angkor Wat spiegelt das hinduistische Universum wider. Die Maya-Pyramide El Castillo fängt das Licht der Tag-und-Nacht-Gleiche ein. Das Steinzeitmonument Newgrange offenbart zur Wintersonnenwende seine Ausrichtung. Diese Bauwerke zeigen, wie Architektur mit kosmischem Wissen und dem Glauben alter Kulturen verwoben ist.
22:45
Zwei archäologische Sensationen stehen im Mittelpunkt der Dokumentation: der Fund des Urmenschen "Homo Naledi" und Luxor, die verlorene Stadt Ägyptens. Die Entdeckung der Homo Naledi-Fossilien verblüffte die Wissenschaftler. Wie und wann lebte dieser Urmensch? Auch die 3.000 Jahre alte ägyptische Stadt Luxor bietet Wissenschaftlern immer wieder neues Einblicke in die Geschichte.
23:10
In der Höhle El Sidrón im Norden Spaniens kommt ein spektakulärer Fund ans Licht: die Relikte von Neandertalern, 49.000 Jahre alt. Manche der Knochen zeigen eindeutige Spuren von Kannibalismus. Wurden diese Frühmenschen Opfer einer Naturkatastrophe? Oder eines bizarren Rituals? Wissenschaftler versuchen Licht in das dunkle Geheimnis der Neandertaler zu bringen.