04:30
Portugal ist Schauplatz der längsten rechten Diktatur des modernen Europas. Über vier Jahrzehnte lang regierte der Estado Novo, der "Neue Staat", das Land. An der Spitze: Antonio de Oliveira Salazar. Seine berüchtigte Geheimpolizei PIDE unterdrückt jeden Widerstand und schreckt auch vor Folter nicht zurück. Trotzdem wird Portugal unter Salazars Herrschaft Gründungsmitglied der NATO.
05:20
Als dem Facebook-CEO Mark Zuckerberg der Like-Button (damals "The awesome button" genannt) zum ersten Mal vorgestellt wurde, hatte er eine einfache Antwort: Nein! Er befürchtete, dass ein schnelles "Daumen hoch" oder "Daumen runter" von einer sinnvolleren Online-Interaktion abhalten würde. Zuckerbergs Team brachte ihn dazu, seine Meinung zu ändern. Seitdem ist die Welt nicht mehr dieselbe.
05:40
Am 13. März 1979 gelingt dem im Volk beliebten Maurice Bishop ein unblutiger Putsch auf der Karibikinsel Grenada. Unter seiner Regierung werden Schulen gebaut und die Arbeitslosenquote massiv gesenkt. Vier Jahre später wird er ermordet und 7.600 US-Truppen "befreien" die kleine Insel. Hat die USA ihre militärische Macht eingesetzt, um ihre größte Bedrohung zu stoppen - den Kommunismus?
06:25
1985 wurde das Greenpeace-Schiff "Rainbow Warrior" im Hafen von Auckland durch eine Bombe schwer beschädigt. Ein Besatzungsmitglied starb. Den Anschlag hatten Mitarbeiter des französischen Geheimdienstes verübt. Es ist der blutige Höhepunkt in der Geschichte der Protestbewegung gegen Atomwaffen, die immer wieder mit Demonstrationen und spektakulären Aktionen das nukleare Wettrüsten bekämpfte.
07:10
10 Jahre lang kämpften sowjetische Truppen in Afghanistan gegen eine von den Vereinigten Staaten und Großbritannien finanzierte dschihadistische Rebellentruppe. Bis 1987 sollen die USA 630 Millionen Dollar an die Mudschaheddin überwiesen haben. Nur 14 Jahre später wurde diese Gruppe zur größten Bedrohung für ihr Land. Sind die USA für den Aufstieg des islamistischen Terrors verantwortlich?
07:55
Im August 2008 entbrennt zwischen Russland und Georgien eine blutige 5-tägige Schlacht um die Provinz Südossetien. Der georgische Luftangriff auf die Hauptstadt Zchinwali löst einen Krieg aus. Hätte die Annexion der Krim durch Russland 6 Jahre später vermieden werden können, wenn die Nato und der Westen anders auf die Ereignisse reagiert hätten, anstatt lediglich einen Waffenstillstand auszurufen?
08:35
Seit 2023 ist Georgien EU-Beitrittskandidat. Gleichzeitig orientiert sich die Regierung zunehmend an Russland. Als im Mai 2024 das sogenannte "Transparenz-Gesetz" verabschiedet werden soll, welches bestimmte Organisationen und Medien als "ausländische Agenten" einstuft, formiert sich massiver Widerstand gegen dieses "russische Gesetz". Zehntausende gehen jeden Tag auf die Straße.
09:10
Bei Hitlers Aufstieg spielte auch die Appeasement-Politik des britischen Premierministers Neville Chamberlain eine Rolle. Dieser glaubte lange Zeit, mit Zugeständnissen an Deutschland einen erneuten Krieg in Europa verhindern zu können. Hätte ihm das mit einer anderen Strategie tatsächlich gelingen können?
09:55
Nachdem es nicht gelungen war, den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zu verhindern, ging es aus Sicht der Alliierten nun darum, den Krieg so schnell wie möglich zu beenden. Welche Strategien wählten Churchill, Roosevelt und Stalin, um ihr Ziel zu erreichen? Und welche Rolle spielten weniger beachtete Kriegsparteien wie China?
10:40
Die Schicksale von Anita Lasker-Wallfisch und Wilhelm Furtwängler zeigen, wie nah die deutsche Hochkultur und die Hölle von Auschwitz beieinander liegen: Auf der einen Seite eine junge Frau, die ins KZ verschleppt wurde und nur dank ihrer musikalischen Begabung überlebte. Auf der anderen Seite ein gefeierter Dirigent, der sich mit Hitler arrangierte und so einen Pakt mit dem Teufel einging.
12:05
21. April 1967. Panzer rollen durch Athen. Es ist der Beginn einer Militärdiktatur mitten in Europa. Schon in den ersten Tagen werden Tausende Kommunisten verhaftet und auf abgelegene Inseln verschleppt. Die NATO kritisiert das Vorgehen zwar, will es sich mit dem strategisch wichtig gelegenen Griechenland aber nicht verscherzen.
12:55
Portugal ist Schauplatz der längsten rechten Diktatur des modernen Europas. Über vier Jahrzehnte lang regierte der Estado Novo, der "Neue Staat", das Land. An der Spitze: Antonio de Oliveira Salazar. Seine berüchtigte Geheimpolizei PIDE unterdrückt jeden Widerstand und schreckt auch vor Folter nicht zurück. Trotzdem wird Portugal unter Salazars Herrschaft Gründungsmitglied der NATO.
13:40
Ein Vater steht unter Verdacht, seine Frau und ihr Baby getötet zu haben. Doch die Leichen fehlen. Eine Internetbekanntschaft zweier Männer, die ihre geheimen Triebe ausleben wollen, führt zu einem tödlichen Verbrechen. Der sogenannte Kannibale von Rotenburg wird später in Filmen und Popsongs verewigt und die Wohnung eines Sexualstraftäters wird zum Schauplatz eines blutigen Verbrechens.
14:30
In Frankfurt der 90er Jahre werden mehrere Prostituierte umgebracht und bestialisch zerstückelt. Erst als der Täter tot ist, macht seine Tochter beim Aufräumen des Nachlasses einen grausigen Fund. In ihrer Wohnung am Tegernsee liegt eine Rentnerin vollständig bekleidet tot in der Badewanne. Tatverdächtig ist der Hausmeister, doch es soll 14 Jahre dauern, bis die Spur endlich zur Wahrheit führt.
15:15
Ein Mann behauptet, seine Frau habe ihn verlassen. Erst 16 Jahre später kann ihn die Polizei als Mörder überführen. Der sogenannte Maskenmann entführt und missbraucht Kinder aus Jugendheimen und Zeltlagern. Dann erinnert sich ein ehemaliges Opfer an seinen Betreuer. Und: Ein 24-jähriger meldet seine Eltern als vermisst. Die Ermittler werden misstrauisch und beginnen mit den Nachforschungen.
16:00
Der ermordete Münchner Modezar Rudolph Moshammer führte ein Doppelleben. Die Spur führt die Polizei ins Rotlichtmilieu. Das Verschwinden eines Bauern nach dem Kneipenbesuch sorgte wegen eines spektakulären Geständnisses für Aufsehen. Und: Im Spätsommer 2002 wird Bankierssohn Jakob von Metzler entführt. Die Ermittler arbeiten fieberhaft. Es geht um das Leben eines Kindes.
16:45
Wasser bedeutet Leben. Und so wird vermutet, dass die ersten Lebensformen auf der Erde in den Ozeanen entstanden sind. Doch es dauerte Milliarden von Jahren, bis sich aus mikroskopisch kleinen Einzellern komplexere Lebewesen entwickelten: zunächst Organismen mit gallertartigen Körpern, dann mit gepanzerten Schalen und schließlich mit einem Rückgrat.
17:40
Als sich immer größere zusammenhängende Landmassen auf der Erde bildeten, breitete sich das Leben zunehmend auch dort aus. Den Anfang machten vor etwa 500 Millionen Jahren primitive Pflanzen, die sich stetig weiterentwickelten. Sie waren Grundnahrungsmittel für die Insekten, die schließlich ebenfalls das Land besiedelten.
18:30
Es dauerte lange, bis die Wirbeltiere das Land eroberten, doch dann gab es kein Zurück mehr. Die Reptilien schienen das Rennen zu gewinnen, und einige von ihnen wurden zu den größten Lebewesen, die je auf der Erde lebten. Die Dinosaurier dominierten die Erde 150 Millionen Jahre lang - doch sie waren nicht allein.
19:20
Die Dinosaurier hatten eine lange und glorreiche Herrschaft, aber sie währte nicht ewig. Mit ihrem Aussterben eröffnen sich neue Möglichkeiten für kleine Säugetiere, die sich nun frei entfallen können. Sie werden im Laufe der Zeit immer größer und auch intelligenter - bis sich schließlich der Mensch den Planeten auf eine nie dagewesene Weise zu eigen macht.
20:15
Am Mittag der Tag-und-Nacht-Gleiche steht am Äquator die Sonne im Zenit. Ihre Strahlen treffen dann senkrecht auf die Erde; alle Schatten verschwinden. Dieses Naturschauspiel wird an vielen Orten entlang des Null-Breitengrads gefeiert. Doch auf den rund 32.000 Kilometern, an denen der Äquator im Meer liegt, bahnt sich ein Unheil an. Die starke Sonneneinstrahlung sorgt für Wolken und Gewitter.
21:10
Der Äquator gilt als Ursprung allen Lebens auf der Erde. Das stabile Klima ist ideal für die Entwicklung zahlreicher Gattungen. Doch viele sind vom Aussterben bedroht. In Kenia kämpfen Wildhüter um das Leben der letzten Breitmaulnashörner, während auf den Malediven die Korallen aufgrund der erhöhten Wassertemperatur sterben. Umweltschützer versuchen verzweifelt, die Mikroorganismen zu retten.
22:00
Zwischen Juni und Oktober machen Buckelwale vor der Küste Kolumbiens Halt für die Paarung. In Brazzaville, der Hauptstadt der Republik Kongo leben die wohl bestangezogenen Männer Afrikas. Detailreich folgen sie ihrer Leidenschaft für die Haute Couture und das Dandytum. Die indonesische Insel Java droht hingegen langsam durch den Klimawandel im Meer zu versinken.
22:55
Auf Sumatra, nur wenige Kilometer vom Äquator entfernt, kämpfen mutige junge Frauen für das Überleben der letzten wilden Elefanten. In Singapur haucht eine Großfamilie der einzigartigen Kultur der Peranakan neues Leben ein. Und in Sao Tomé und Principe kreiert ein Italiener die vielleicht beste Schokolade der Welt. Dort wurden im 19. Jahrhundert die ersten Kakaopflanzen Afrikas angebaut.
23:50
In Gabun erforscht Zoologin Martha Robbins das Sozialverhalten von vom Aussterben bedrohter Flachlandgorillas und versucht, hochwertigen Öko-Tourismus im Land zu etablieren. Das Galapagos-Archipel im Pazifik gilt als lebendiges Museum der Evolutionsgeschichte mit großem Artenreichtum. Das zieht immer mehr Naturliebhaber an, nicht ohne Folgen für die Tierwelt und die Natur.