20:15
Vilnius, das damals auch "Jerusalem des Nordens" genannt wurde, war einst eines der bedeutendsten jüdischen Zentren Europas, bis die Nazis etwa 95 % der jüdischen Bevölkerung ermordeten und Kultstätten zerstörten. Die Sowjets überbauten später die Reste der Großen Synagoge. Heute sucht ein internationales Archäologen-Team nach Spuren dieser verlorenen Welt, darunter ein geheimer Fluchttunnel.
21:05
Andra und Tatiana Bucci wurden aus Italien nach Auschwitz verschleppt und haben das unbegreifliche Grauen des Holocaust überlebt. Ihren Cousin Sergio haben die Nazis für medizinische Experimente missbraucht und 1945 zusammen mit 19 weiteren jüdischen Kindern ermordet. Jetzt erzählen die Schwestern auch ihre eigene Geschichte als Opfer der Nazis.
21:55
Er ist ein Suchender und Sammelnder mit einem Hang fürs Extreme: der jüdische Belgier Arthur Langerman. Als Überlebender der Shoah besitzt er die weltweit größte Privatsammlung antisemitischer Hassobjekte. Er fragt sich: Woher stammen die weit verbreiteten Stereotypen über Juden? Warum wurden seine Familie, Kultur und Sprache fast ausgelöscht? Und weshalb halten sich diese Stereotype bis heute?
22:45
"SS-Erinnerungen" steht auf dem Einband des Fotoalbums. Darin finden sich 206 Fotos, viele mit Männern in SS-Uniform. Der Historiker Dr. Stefan Hördler hat es entdeckt. Seit mehr als 15 Jahren analysiert der Experte Fotos der NS-Zeit, tritt als Gutachter in Strafprozessen gegen NS-Täter auf und dokumentiert, wie scheinbar ganz normale junge Männer zu grausamen Tätern werden konnten.