16:45
Wasser bedeutet Leben. Und so wird vermutet, dass die ersten Lebensformen auf der Erde in den Ozeanen entstanden sind. Doch es dauerte Milliarden von Jahren, bis sich aus mikroskopisch kleinen Einzellern komplexere Lebewesen entwickelten: zunächst Organismen mit gallertartigen Körpern, dann mit gepanzerten Schalen und schließlich mit einem Rückgrat.
17:40
Als sich immer größere zusammenhängende Landmassen auf der Erde bildeten, breitete sich das Leben zunehmend auch dort aus. Den Anfang machten vor etwa 500 Millionen Jahren primitive Pflanzen, die sich stetig weiterentwickelten. Sie waren Grundnahrungsmittel für die Insekten, die schließlich ebenfalls das Land besiedelten.
18:30
Es dauerte lange, bis die Wirbeltiere das Land eroberten, doch dann gab es kein Zurück mehr. Die Reptilien schienen das Rennen zu gewinnen, und einige von ihnen wurden zu den größten Lebewesen, die je auf der Erde lebten. Die Dinosaurier dominierten die Erde 150 Millionen Jahre lang - doch sie waren nicht allein.
19:20
Die Dinosaurier hatten eine lange und glorreiche Herrschaft, aber sie währte nicht ewig. Mit ihrem Aussterben eröffnen sich neue Möglichkeiten für kleine Säugetiere, die sich nun frei entfallen können. Sie werden im Laufe der Zeit immer größer und auch intelligenter - bis sich schließlich der Mensch den Planeten auf eine nie dagewesene Weise zu eigen macht.
20:15
Am Mittag der Tag-und-Nacht-Gleiche steht am Äquator die Sonne im Zenit. Ihre Strahlen treffen dann senkrecht auf die Erde; alle Schatten verschwinden. Dieses Naturschauspiel wird an vielen Orten entlang des Null-Breitengrads gefeiert. Doch auf den rund 32.000 Kilometern, an denen der Äquator im Meer liegt, bahnt sich ein Unheil an. Die starke Sonneneinstrahlung sorgt für Wolken und Gewitter.
21:10
Der Äquator gilt als Ursprung allen Lebens auf der Erde. Das stabile Klima ist ideal für die Entwicklung zahlreicher Gattungen. Doch viele sind vom Aussterben bedroht. In Kenia kämpfen Wildhüter um das Leben der letzten Breitmaulnashörner, während auf den Malediven die Korallen aufgrund der erhöhten Wassertemperatur sterben. Umweltschützer versuchen verzweifelt, die Mikroorganismen zu retten.
22:00
Zwischen Juni und Oktober machen Buckelwale vor der Küste Kolumbiens Halt für die Paarung. In Brazzaville, der Hauptstadt der Republik Kongo leben die wohl bestangezogenen Männer Afrikas. Detailreich folgen sie ihrer Leidenschaft für die Haute Couture und das Dandytum. Die indonesische Insel Java droht hingegen langsam durch den Klimawandel im Meer zu versinken.
22:55
Auf Sumatra, nur wenige Kilometer vom Äquator entfernt, kämpfen mutige junge Frauen für das Überleben der letzten wilden Elefanten. In Singapur haucht eine Großfamilie der einzigartigen Kultur der Peranakan neues Leben ein. Und in Sao Tomé und Principe kreiert ein Italiener die vielleicht beste Schokolade der Welt. Dort wurden im 19. Jahrhundert die ersten Kakaopflanzen Afrikas angebaut.
23:50
In Gabun erforscht Zoologin Martha Robbins das Sozialverhalten von vom Aussterben bedrohter Flachlandgorillas und versucht, hochwertigen Öko-Tourismus im Land zu etablieren. Das Galapagos-Archipel im Pazifik gilt als lebendiges Museum der Evolutionsgeschichte mit großem Artenreichtum. Das zieht immer mehr Naturliebhaber an, nicht ohne Folgen für die Tierwelt und die Natur.