14:10
Am 1. Mai 1960 schießen die Sowjets ein amerikanisches Flugzeug über dem Uralgebirge ab. Die Maschine des Typs U-2 spionierte jahrelang in großen Höhen über der Sowjetunion. Der Vorfall zeigt der Welt, dass Spionage längst ein Mittel der Politik ist, auch des Westens. Die Supermächte müssen neue nachrichtendienstliche Methoden entwickeln, um ihren vermeintlichen Vorteil aufrechtzuerhalten.
15:00
Im Oktober 1962 hält die Welt für 13 Tage den Atem an. Die USA erfahren, dass die Sowjetunion ballistische Atomraketen auf Kuba stationiert hat. Die US-Marine belagert die Insel; die sowjetische Führung spricht von Verteidigung, droht aber gleichzeitig mit der US-Blockade. Nie war die Menschheit näher an einem Atomkrieg. Der Kalte Krieg ist auf seinem Höhepunkt und mit ihm die Spionagetätigkeit.
15:50
Während des Kalten Krieges entstehen zwei ideologische Hemisphären. Propaganda und Medien werden zu ihren Waffen. Die CIA finanziert Propaganda-Radiosender wie "Voice of America" und "Radio Free Europe", um die Menschen im Osten mit ihrer Ideologie zu erreichen. Die Kommunisten antworten mit eingeschleusten Agenten, Störsendern, Attentaten und Bombenanschlägen auf die Infrastruktur der Sender.
16:40
Die gigantischen historischen Bauwerke stehen für die große Macht ihrer Erbauer. Das Kolosseum, ein Meisterwerk römischer Technik, war einst Schauplatz gewalttätiger Spektakel. Die Chinesische Mauer, über 21.000 Kilometer lang, diente dem Schutz eines riesigen Reiches. Die Marienburg, die größte Backsteinfestung der Welt, zeugt von der militärische Stärke des Deutschen Ordens.
17:30
Von den antiken Tempeln bis zu den gotischen Kathedralen: Der Glaube formte im Lauf der Geschichte beeindruckende Bauwerke. So fasziniert das Pantheon bis heute mit Kuppel und Oculus. Mont Saint-Michel trotzt seit Jahrhunderten den Gezeiten und der Schwerkraft. Die Porta Nigra in Trier wurde zur Klause eines Eremiten, und wurde dadurch zum heiligen Ort.
18:20
Seit jeher blickt der Mensch zum Himmel, um die Welt zu deuten. Angkor Wat spiegelt das hinduistische Universum wider. Die Maya-Pyramide El Castillo fängt das Licht der Tag-und-Nacht-Gleiche ein. Das Steinzeitmonument Newgrange offenbart zur Wintersonnenwende seine Ausrichtung. Diese Bauwerke zeigen, wie Architektur mit kosmischem Wissen und dem Glauben alter Kulturen verwoben ist.
19:15
Von ihrem Zentrum in Cuzco im peruanischen Hochland aus wurden die Inkas zum größten präkolumbianischen Königreich Amerikas, bevor europäische Waffen und Krankheiten schließlich ihren Untergang besiegelten. Doch ihre fortschrittlichen Technologien, ihre opulenten Kunstwerke und ihre beeindruckende Architektur machten die Inkas auf ewig bewundert und unvergessen.
20:15
St. Pauli in den 1960er Jahren: Wilfrid Schulz, ein einfacher Hafenarbeiter, wird in kurzer Zeit zum unangefochtenen Paten von St. Pauli. Ein selbst ernannter "ehrenwerter" Ganove, der stets gut gekleidet das Milieu fest im Griff hat. Zwischen Beatschuppen und Touristenströmen wird er mit Bordellen, Glücksspiel und Stripshows reich. Doch die Konkurrenz schläft nicht.
21:00
St. Pauli in den 1970er Jahren: Die jungen Wilden drängen auf den Kiez. Neue Luden-Banden bestimmen das Geschäft auf der Reeperbahn, darunter auch die "Nutella-Bande", gegründet von Klaus Barkowsky, dem "schönen Klaus". Dieser protzt auffällig gekleidet und mit dicken Autos und wird reich - sehr reich. Alles auf Kosten seiner vielen Frauen, die für ihn anschaffen.
21:45
St. Pauli in den 1980er Jahren: Die Luden-Kartelle "GMBH" und "Nutella-Bande" leben in Saus und Braus. Doch dann kommt eine neue Bande auf den Kiez. Aids lässt die Sex-Geschäfte einbrechen. Drogen und brutale Morde stürzen das Viertel schließlich in einen Strudel von nie dagewesener Gewalt. Der Auftragskiller "Mucki" Pinzner setzt der Ära ein blutiges Ende.
22:30
Vor 50 Jahren war der "Goldene Handschuh" auf St. Pauli die Stammkneipe von Fritz Honka. Hier hat er seine Opfer aufgegabelt und sie anschließend in seiner Dachwohnung getötet. Heute ist der "Goldene Handschuh" eine Legende: sieben Tage die Woche geöffnet, 22 Stunden täglich Alarm. Innenansichten aus einem Hamburger Urgestein - einer Kiez-Kaschemme mit Tradition.
23:35
Mit gerade einmal 22 Jahren kauft sich Klaus Barkowsky seinen ersten Lamborghini. Das Geld dafür hat er sich auf der Hamburger Reeperbahn verdient: als Zuhälter. Wie alle Luden bekommt auch er einen Spitznamen verpasst: "Lamborghini-Klaus" oder "der schöne Klaus", weil er besser aussah als alle anderen und Wert auf teure Klamotten und gut frisiertes Haar legte.