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Und stößt in manchen Kreisen bis heute auf Kritik: Dirndl und Lederhose seien "rechts", Bräuche ein Zeichen für Stillstand. Doch den Großteil der Bevölkerung scheinen Medienberichte über solche Klischees nicht mehr zu interessieren. Inklusive der Annahme, Mundart sei etwas von gestern. "Was ich nicht will, ist, dass Dialekt manchmal als tollpatschig oder dumm wahrgenommen wird, weil das absolut nichts damit zu tun hat, es geht um den Inhalt und nicht um die Art der Ausdrucksweise", sagt der steirische Musiker und Kabarettist Paul Pizzera. Mit den Vorurteilen der Städter kämpft die Dirndl-Produzentin Anna Tostmann noch heute immer wieder: "Wenn sie hierher oder eben aufs Land kommen, dann wollen sie halt einfach, dass das einfach noch so ist, wie sie sich es vorstellen, aber es ist nicht so. Also wir haben hier tatsächlich schon warmes Wasser und elektrischen Strom und auch sonst können wir ganz gut leben." Das Dirndl ist nicht rechts So manches Klischee hält sich hartnäckig. Laut einer exklusiven OGM-Umfrage für BLICKWECHSEL verbinden 15% der Österreicher das Dirndl mit dem politisch rechten Spektrum. Vor allem Wähler der Grünen sehen das häufig so. Laut dem Soziologen Bernhard Heinzlmaier tut man mit so einem Urteil der Tracht unrecht. "Das ist eine Verkürzung. Ich kann ja nicht sagen, das sind alles rechtsradikale Blasmusikkapellen oder Volkstanzvereine. Das ist kein politischer Akt, sondern man freut sich diese Sachen anzuziehen, die für Herkunft und kulturelles Erbe stehen. So einfach ist das".
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Erfolgs-Autor Peter Hahne im Gespräch: Den Umgang mit der Schuldenbremse bezeichnet er als "Staatsstreich" und kritisiert einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der unter Journalisten wie Dunja Hayali eher auf Missionierung als auf Fakten setzt. Seine provokante Diagnose für das Jahr 2026: Wir brauchen Putins Panzer gar nicht für den Ruin - wir erledigen die Selbstzerstörung durch marode Infrastruktur und wirtschaftlichen Wahnsinn gerade ganz alleine.
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Jeremy Clarkson taucht in die Welt der Schafhaltung ein: eine Entscheidung, die ihn schnell an seine Grenzen bringt. Clarkson glaubt, mit der Anschaffung von Schafen eine geniale Geschäftsidee gefunden zu haben. Denn sie halten seine Flächen sauber, düngen die Böden und ihre Lämmer sollen ihm Profit einbringen. Die Realität sieht jedoch anders aus. Nach einer kostspieligen Auktion, bei der Clarkson 78 Schafe und zwei Rammen kauft, beginnt der Kampf mit Herausforderungen, die von elektrischen Zäunen und drohnenbetriebenem Hüten bis hin zu unerwarteten Krankheiten und rebellischen Schafen reichen. Experten wie Kevin Harrison und die Schäferin Ellen Helliwell stehen ihm zur Seite. Doch die Kosten der Schafhaltung steigen unaufhaltsam, während Clarkson immer wieder von der Realität des Farmerlebens eingeholt wird. Obwohl die Schafe ihm Kopfzerbrechen bereiten, wachsen sie ihm auch ans Herz, bis er eine schwere Entscheidung treffen muss: Drei unproduktive Schafe müssen zum Schlachthof. Clarkson erlebt hautnah die emotionalen und finanziellen Herausforderungen der Landwirtschaft und lernt, dass Schafhaltung alles andere als einfach ist. Eine Episode voller Humor, Chaos und überraschender Einsichten.