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Wir alle lieben sie, unsere Wälder. Sie sind wahre Multitalente: Orte der Erholung und Inspiration, Holzlieferanten und Trinkwasserspeicher, sie regulieren das Klima, sind Heimat tausender Pflanzen- und Tierarten und einfach nur schön und lebendig. Aber sind dichte Wälder tatsächlich 'wilde Natur', Hotspots der Artenvielfalt? In seiner Dokumentation begibt sich Naturfilmer Jan Haft erneut auf Spurensuche. Alle unsere heimischen Wälder haben wir Menschen geprägt. Insbesondere Fichtenmonokulturen sind durch Borkenkäfer, Stürme und hohe Temperaturen geschwächt und liegen großflächig am Boden. Was für viele wie ein Desaster wirkt, ist für die Wälder tatsächlich ein Glücksfall: Vom Aussterben bedrohte Arten tauchen wieder auf: Luchse, Auerhühner, verschollen geglaubte Käfer vermehren sich sprunghaft. Mit fantastischen Naturaufnahmen plädiert Jan Haft für ein Waldmosaik aus dichtem und offenen Baumbewuchs. Es ist das Licht der Sonne, das aus einem dunklen grünen Kosmos ein Paradies macht.
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"Unordnung" im Wald, durch Windbruch, herumliegendes Totholz oder Brände irritiert uns. Genau darin aber liegt eine Chance für die Natur. Es ist verblüffend und scheint wie ein Widerspruch: Nach einem Waldbrand oder einem Massenbefall durch Borkenkäfer erholen sich selbst stark geschädigte Wälder. Denn "Katastrophen" sind Teil eines natürlichen Kreislaufs, der Platz für frisches Grün schafft. In der Dokumentation "Unsere Wälder - Zurück in die Zukunft" Folge 3 von 3 berichtet der international renommierte Naturfilmer Jan Haft, wie sich aus vermeintlicher Zerstörung und einem Blick in die Vergangenheit Konzepte für die Wälder der Zukunft entwickeln lassen. Im Film wird der Wald zur Bühne für die großen und kleinen Dramen der Natur: Wir sind hautnah dabei, wenn eine Rehmutter Zwillinge zur Welt bringt, werden Zeuge dramatischer Brände, beobachten Hornissen bei der Jagd und erleben, wie sich der Wald nach vermeintlicher Zerstörung regeneriert und artenreicher als je zuvor emporwächst.
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Die 28-jährige Daniela (Morgane Ferru) und ihr drei Jahre älterer Lebensgefährte David (Sven Schelker) sind dabei, sich ihren Lebenstraum zu verwirklichen. Wie einst Marco Polo, nur mit einem Kleinbus, ist das junge Schweizer Paar unterwegs auf der traditionsreichen Seidenstraße. Anschließend bereisen sie den pakistanischen Bezirk Loralai mit seinen herrlichen Tälern und Gebirgsketten. Trotz Polizeieskorte gelingt es Kriminellen, die beiden zu entführen. Daniela und David werden in die Bergregion Waziristan verschleppt und an die Taliban verkauft. Über Wochen und schließlich Monate verhandeln die Geiselnehmer mit der Schweizer Regierung. Sie verlangen die Freilassung von Taliban-Kämpfern, dann Lösegeld in Höhe von fünf Millionen Dollar. Diese Forderungen können und wollen die Schweizer Regierungsbeamten nicht erfüllen. Währenddessen verschlechtern sich Danielas Zustand und der ihres Partners dramatisch. Ihre Überlebenschancen sinken von Tag zu Tag. "Und morgen seid ihr tot" beruht auf wahren Begebenheiten. Daniela Widmer und David Och wurden im Juli 2011 tatsächlich in Pakistan entführt, nach Nord-Waziristan an der Grenze zu Afghanistan verschleppt und dort als Geiseln festgehalten. Michael Steiner, einer der erfolgreichsten Schweizer Regisseure, und Drehbuchautor Urs Bühler, verantwortlich für die hochgelobten Luzerner Tatort-Folgen, haben die Erlebnisse der jungen Schweizer während ihrer langen Geiselhaft zu einem packenden menschlichen Drama verarbeitet. Bravourös die Leistungen der Hauptdarsteller Morgane Ferru (Daniela) und Sven Schelker (David).