21:15
Während im Radio erste Meldungen über ein mysteriöses Virus laufen, konzentriert sich Jeremy Clarkson nur auf eines: seine hochschwangeren Schafe. Als wenige Wochen später der erste Lockdown verkündet wird, sind Jeremy und Kaleb plötzlich "systemrelevant": Sie sollen weitermachen, während das ganze Land stillsteht. Für Jeremy ist das eine ziemlich beunruhigende Vorstellung. Für Kaleb ist das größte Drama zunächst, dass sein Friseurtermin für die neue Dauerwelle ausfällt. Im neugebauten Lammstall beginnt der Ausnahmezustand: Unter Anleitung von Schäferin Ellen lernt Jeremy, wie man etwa Lämmer abnabelt. Jeremy hilft den Schafen nicht nur bei schwierigen Geburten, sondern rettet im Alleingang Zwillinge und gerät mitten in der Nacht in ein Chaos aus vertauschten Lämmern und überforderten Müttern, inklusive einer raffinierten Adoptions-Aktion, bei der ein Lamm im Fruchtwasser einer fremden Mutter "gebadet" und anschließend als Zwilling verkauft wird. Draußen auf den Feldern versucht er derweil, sich gegen die Corona-Folgen zu wappnen: Statt Gerste für Bier, denn die Restaurants und Pubs sind dicht und die Preise im Keller, will er auf einem Teil seiner Flächen Gemüse anbauen, überzeugt, dass Importware knapp werden könnte. In diesem kleinen, verrückten Diddly-Squat-Kosmos bemerkt Jeremy, dass er so glücklich wie selten zuvor ist, auch wenn draußen die Welt Kopf steht.
22:15
Jede Woche diskutieren beim "Talk im Hangar-7" nationale und internationale Experten über relevante Fragen unserer Zeit. Dabei steht immer das Thema im Mittelpunkt: Brisant, hintergründig, lösungsorientiert - keine politischen Plattitüden und kein sinnloser Schlagabtausch. So wird die Sendung zum Forum für spannende Themen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft - live aus einer einzigartigen Location.
23:25
Sie rufen bei Ihrem Hausarzt an. Frühester Termin: in drei Wochen. Sie wenden sich an einen Facharzt. Der hat in drei Monaten Zeit für Sie. Sie wollen ein MRT? Darauf wartet man mitunter Monate. Auf Operationen oft mehrere Jahre. Österreichs Gesundheitssystem ist krank! Die Diagnose? Klar. Die Ursache? Das System selbst. Es belohnt nicht Gesundheit, es produziert Kranke. "Auf den Punkt gebracht - Der Pragmaticus" nimmt in dieser Folge das österreichische Gesundheitssystem unter die Lupe! Lesen Sie alles zu diesem Thema im aktuellen Magazin oder auf: www.derpragmaticus.com
23:40
Es gibt eine Gesteinsart, die den Lauf der Zeit und die Schönheit der Natur besser widerspiegelt als alle anderen. Dieses poröse und zugleich widerstandsfähige Gestein besteht aus Sandkörnern. Es hat eine enge Beziehung zu Mensch und Tier, wie überhaupt zu allem Lebendigen: Der Sandstein. Die Erkundungsreise in die Welt des Sandsteins beginnt an der Südküste Englands, am Strand von West Bay. Dort kann man den Ursprung von Sandstein mit Händen greifen: Sand! Der Sedimentologe Matthew Bennett interessiert sich speziell für die Entstehung von Sandstein. Dabei kann der renommierte Professor noch immer über eine Handvoll Sand staunen. Matthew Bennett hat vor einigen Jahren mit einem Artikel über die perfekte Sandburg auf sich aufmerksam gemacht. Der Sand im Eimer seiner Tochter offenbart nicht nur die Vergangenheit unseres Planeten, sondern auch die Entstehungsgeschichte dieser Sandsteinklippen: die Klippen von West Bay. Der Forscher konnte mit dem Modell einer Sandburg die Entstehung dieser Sandsteinformationen rekonstruieren. Die 40 Meter hohen Klippen der West Bay bildeten sich vor 175 bis 200 Millionen Jahren. Damals lag diese Landschaft noch auf dem Meeresgrund. Durch die Einwirkung geologischer Kräfte hob sich der Meeresboden im Lauf von Jahrmillionen, und brachte die Klippen an die Oberfläche. Sandstein ist gewissermaßen die Sanduhr der Welt. Jedes Sandkorn, aus dem er besteht, ist ein Bruchteil der geologischen Zeit, und damit ein Stück Erdgeschichte. Dabei ist jedes Korn mit den anderen durch ein natürliches Bindemittel verbunden, das dem Gestein seine Farbe verleiht. Die Sandsteinfelsen in Utah, USA, sind etwa durch Eisenoxid zementiert und rot gefärbt. Am Fuß der Felsen sucht der Meeresbiologe Tim Graham nach aquatischen Mikroorganismen, inmitten der Moab-Wüste.