19:06
Als Mike erfährt, dass Sara endlich wach und über den Berg ist, eilt er völlig aufgewühlt zu ihr ins Krankenhaus. Verzweifelt hofft er auf eine zweite Chance und glaubt sich bereits auf einem guten Weg, als die beiden gemeinsam mit ihrer Tochter einen vermeintlich familiären Moment erleben. Doch sobald sie allein sind und Mike sich aufrichtig und vollumfänglich bei Sara entschuldigt, rechnet sie hart mit ihm ab und fordert ihn auf, für immer aus ihrem Leben zu verschwinden. Desolat trifft Mike vor dem Krankenhaus auf Milla, die ihn auffängt und ihm Mut macht, dennoch weiter um Sara zu kämpfen.
20:14
München hat ein Drogenproblem - auch wenn es auf den ersten Blick nicht danach aussieht. Denn die Drogenszene wird von der Polizei vertrieben und streng verfolgt. Ohne offizielle Druckräume bleibt den Suchtkranken zum Konsum allerdings nur der öffentliche Raum. Wer dort erwischt wird, muss mit hohen Strafen rechnen. Viele Abhängige konsumieren deshalb im Verborgenen und riskieren, dass ihnen bei einer Überdosis niemand helfen kann. Madeleine und Nick haben keinen festen Wohnsitz und verbringen die meiste Zeit des Tages an den Szenetreffs Nussbaumpark und Alter Botanischer Garten. Nachts schlafen sie in einem leerstehenden Haus. Der 32-jährige Matze muss einen komplizierten Trümmerbruch im Arm verkraften. Die Schmerzen versucht er mit harten Drogen zu betäuben. Außerdem kommt beim "Tag der Drogentoten" Münchens dritte Bürgermeisterin Verena Dietl zu Wort und kritisiert, dass es in der Stadt keine Konsumräume gibt.
22:16
Im Viertel um Hannovers Hauptbahnhof gibt es eine der schlimmsten Drogenszenen Deutschlands. Die Menschen leiden an Folgen des Drogenkonsums und Krankheiten. Noch dazu werden sie sozial verachtet und stigmatisiert. Nico ist 25 und schon seit neun Jahren auf der Straße. Er nimmt eine Ersatzdroge, um von seiner Heroin-Sucht wegzukommen. Seine Kindheit macht ihm außerdem schwer zu schaffen. Der 27-jährige Chris hat eine Perspektive. Er ist nach einer gefährlichen Infektion nicht mehr abhängig von Heroin. Mittlerweile lebt er in Bremen mit seiner Familie. René, 41, hat eine Kokainsucht. Er kommt frisch aus dem Gefängnis und versucht keine Straftaten mehr zu begehen. Der 20-jährige Vova konsumiert mehrere Drogen. Im Winter holt er sich gelegentlich warmes Essen am Malteser-Kältebus. Das Personal bietet außerdem eine Übernachtungsmöglichkeit im Winter an. Für Wohnungslose ist das sehr wichtig.