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Der unkonventionelle Gymnasiallehrer Rainer Wenger ist darüber verärgert, dass er in einer Projektwoche zum Thema Staatsformen nicht sein Lieblingsthema Anarchie, sondern Autokratie behandeln soll. Auch seine Schüler sind nicht von der Idee begeistert, ein weiteres Mal über den Nationalsozialismus in Deutschland sprechen zu müssen. Nach ihrer Meinung sei ein faschistisches System in unserer aufgeklärten Zeit sowieso nicht mehr möglich. Um sie vom Gegenteil zu überzeugen, wagt Wenger ein außergewöhnliches soziales Experiment. Was zunächst harmlos mit Begriffen wie Disziplin und Gemeinschaft beginnt, entwickelt sich binnen weniger Tage zu einer Bewegung namens "Die Welle", für die sich die Schüler auch außerhalb des Klassenzimmers begeistern. Bereits am dritten Tag beginnen die sonst so unterschiedlichen Jugendlichen, sich als starke Gemeinschaft zu sehen und andersdenkende auszuschließen und zu drangsalieren. Der ehemalige Außenseiter Tim hat plötzlich Freunde und spürt das Gefühl dazuzugehören. Caro, die sich nach kurzer Zeit gegen "Die Welle" stellt, steht plötzlich alleine da und ist isoliert. Die Welle findet immer mehr Zuspruch und so wird aus der anfangs kleinen Gruppe eine Gemeinschaft mit gleicher Uniform, Logo und Grußzeichen. Erst am Ende der Projektwoche erkennt Wenger, was er angerichtet hat: "Die Welle" ist außer Kontrolle geraten. Kann er das Experiment noch stoppen?
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Dessau, 2016: Eine chinesische Studentin wird unweit ihrer Wohnung entführt, vergewaltigt und brutal ermordet. Auch in China schlägt der Mordfall große Wellen. Denn: der Polizei werden fehlerhafte Ermittlungen vorgeworfen. Die deutsche Justiz gerät unter Druck. Doch welche Rolle spielen die Vorurteile gegenüber asiatischen Menschen? Die Auswirkungen des Verbrechens auf die asiatisch-deutsche Community klingen bis heute nach.
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Anstößige Witze, vermeintlich harmlose Kinderlieder und gehässige Kommentare - Rassismus und Hass umgibt asiatische Menschen täglich. Das ist kein neues Phänomen in Deutschland. Erst während der Corona-Pandemie rückt die Diskriminierung in den Fokus der Öffentlichkeit. Leider sind bereits viele Verbrechen in Vergessenheit geraten. Privatpersonen, Aktivisten und wissenschaftliche Experten aus der Deutsch-Asiatischen Community schildern die Stereotype, Vorurteile und Fetischisierung, die ihnen im Alltag begegnen. Sie erzählen auch, wie sie aus ihrer Wut und Trauer einen Weg zum Widerstand und Empowerment finden.