16:16
Angela und Peter werden spät Eltern von Friedemann (9) und Luise (7). Friedemann kommt mit dem Down-Syndrom zur Welt, woraufhin Angela beschließt, sich ganz auf ihre Mutterrolle zu konzentrieren. Bis 2004 funktioniert das einwandfrei, doch dann wird bei Peter nach einigen Fehldiagnosen viel zu spät ein Gehirntumor festgestellt. Die Pflege ihres Mannes nimmt Angelas ganze Kraft in Anspruch und isoliert die Familie. Friedemann verlernt in dieser Zeit wieder das Essen und macht in seiner Entwicklung einige Rückschritte. Bis heute spricht er kaum ein Wort. Im Februar 2005 verstirbt Peter. Das über hundert Jahre alte Haus ist eine ehemalige Kneipe und sehr offen konzipiert. Das einzige abgeschlossene Zimmer ist das von Mutter Angela, in dem sie seit der Krankheit ihres Mannes zusammen mit den beiden Kindern schläft. Besonders Tochter Luise wünscht sich sehnlichst ein eigenes Zimmer, in dem sie auch mal von ihrem Bruder ungestört spielen kann. Doch nicht nur Wände und Böden müssen erneuert werden. Auch der Wohnbereich ist ein einziges Provisorium. Aufgrund der alten Elektroanschlüsse stellt das Haus für Friedemann auch ein erhebliches Risiko dar. Eva Brenner und John Kosmolla rücken mit ihrem Bauteam an, um aus der alten Kneipe ein gemütliches und sicheres Heim zu zaubern.
18:16
Martina und Patrizio kennen sich seit frühester Jugend. 2003 verlieben sich die beiden, 2005 kommt Wunschkind Rico auf die Welt, ein Jahr später heiraten Martina und Patrizio. Nesthäkchen Mariano macht die Familie 2009 komplett und das Paar könnte nicht glücklicher sein. Doch plötzlich ändert sich das Leben der vierköpfigen Familie für immer: Drei Tage nach Marianos fünftem Geburtstag bekommt er plötzlich Fieber und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Dort erhält die Familie eine erschütternde Diagnose. Der Fünfjährige leidet an Tuberkulose mit einem folgenschweren Verlauf, der tuberkulösen Meningitis. Dieser Zustand ist lebensbedrohlich. Mariano kämpft sich ins Leben zurück, aber die Bakterien haben großen Schaden angerichtet: eine Hirnhautentzündung. Die Ärzte stellen fest, dass durch die Entzündung Narben und Verengungen in Marianos Gehirn entstanden sind. Die traurige Folge sind zwei Schlaganfälle, die Mariano kurze Zeit später erleidet. Seitdem sind 75% seines Gehirns nicht mehr aktiv. Er wird voraussichtlich nie wieder laufen oder sprechen können. Die Familie ist völlig hilflos und in ihren Schmerz mischt sich die Angst, wie sie es bewerkstelligen sollen, dass Mariano nach Hause kommen kann. Denn ihr Haus ist nicht behindertengerecht. Das Problem beginnt schon im Eingangsbereich, der für einen Rollstuhl unüberwindbar ist. Auch das Badezimmer ist alles andere als behindertengerecht. Die Treppe ins erste Obergeschoss ist eine Baustelle, nichts ist verputzt, durch ein früheres Treppengeländer sind Löcher am Boden, eine neu geschaffene Durchgangstür wurde nie fertig gestellt. Die ganze Familie wünscht sich sehnlichst ein behindertengerechtes Haus, damit Mariano wieder Teil der Familie werden kann. Das Team von "Zuhause im Glück" reist an, um das möglich zu machen.
20:14
Nachdem Franzi und ihr Freund Leon von Leons Stiefmutter rausgeworfen wurden, leben die beiden auf der Straße. Zu allem Übel hat Leon auch seinen Job verloren. Trotz Franzis Arbeit als Altenpflegerin, haben die beiden kein Dach über dem Kopf. Und das trotz Minusgrade. Werden sie die Nächte von nun an im Freien verbringen müssen? Stefan und Carola leben bereits seit einiger Zeit gemeinsam in Stefans Wohnung, doch Carola ist hochverschuldet. Ob ihr die Schuldnerhilfe bei diesem Problem weiterhelfen kann?
22:16
Wie viele Menschen in Bickendorf lebt auch Claudia von Hartz IV. Wenn bei der 54-Jährigen am Monatsende das Geld knapp wird, behilft sie sich diverser Sparmaßnahmen oder sammelt beim Gassigehen ein paar weggeworfene Pfandflaschen ein. Trotzdem kommt sie kaum über die Runden. Nun wurde sie wegen versuchter Körperverletzung auch noch zu einer Geldstrafe von über 1.000 Euro verdonnert. Für die Hartz-IV-Empfängerin ist es unmöglich, diese hohe Summe zu zahlen! Deshalb hat die Staatsanwaltschaft bewilligt, dass die 54-Jährige stattdessen Sozialstunden ableisten darf. Doch eine passende Stelle zu finden, stellt sich ebenfalls als schwierig heraus. Wenn Claudia nicht bis zur gesetzten Frist eine soziale Einrichtung gefunden hat, droht ihr eine Haftstrafe. Der Hartz-IV-Empfängerin rennt die Zeit davon...