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Die aufwändige Sozialdokumentation zeigt die Lebensrealität verschiedener Menschen. Da ist die alleinstehende gelernte Hauswirtschaftlerin Marina (52), die krankheitsbedingt nicht mehr arbeiten kann und immer mehr Probleme mit dem Jobcenter bekommt. Ihre Tochter Nina (31) ist Mutter von vier Kindern und schlägt sich mit den wenigen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen, durch den Alltag. Ein paar Blocks weiter wohnt der ehemalige Bergmann Frank (43). Er schaut auf 13 harte Dienstjahre zurück, den Verlust seiner Arbeit hat er bis heute nicht verkraftet. Sein Nachbar und Freund Olaf (46) steht ihm als guter Kumpel zur Seite. Er selbst ist nicht in der besten Verfassung, da er wegen massivem Übergewicht und Krankheiten seine Wohnung kaum noch verlassen kann. Um es mit Franks Worten auszudrücken: "Man ist aufeinander angewiesen, wenn man wenig Geld hat". Einen Lebensmittelmarkt oder eine Kneipe gibt es in der Siedlung nicht mehr. Fast alles hat hier dichtgemacht - bis auf den Kiosk "Siedlertreff" von Julian (28), auch "Julz" genannt. Schlagfertig und humorvoll kommentiert er das Tagesgeschäft und hat zu allem eine Meinung. Hilfsarbeiter Klaus (62) trinkt hier täglich sein Feierabendbier und träumt von den alten Zeiten. Genauso wie viele andere langjährige Einwohner, die sich an der "Bude" zum Plausch treffen. Die Langzeit-Dokumentation beschäftigt sich mit Menschen, die in Armut leben, zeigt aber auch, wie Traditionen in der Siedlung bewahrt werden.
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Ein Jahr nach den letzten Dreharbeiten waren erneut drei Kamerateams über mehrere Wochen in der Duisburger Eisenbahnsiedlung und haben die Menschen in ihrem Alltag begleitet. Neben alten Bekannten aus der vorangegangenen Reihe stellt die Sozialdokumentation auch neue Anwohner vor. Wie hat sich das Leben der Menschen vor Ort verändert? Für Moni (18) hat sich die Lage verschärft: Die arbeitslose Duisburgerin kämpft sich weiterhin mit ihrer pflegebedürftigen Oma Ingrid (69) durch den Alltag. Nachdem die junge Erwachsene erneut Fristen verstreichen lässt, greift das Jobcenter zu einer drastischen Maßnahme. Ein Wiedersehen gibt es unter anderem auch mit dem ehemaligen Bergmann Frank (45). Der Langzeitarbeitslose versucht weiterhin den Weg zurück in den Job zu finden. Und es scheint, als kann sich Frank Hoffnungen machen - anders als Nachbar Olaf (48), der nach wie vor unter starkem Übergewicht und Krankheiten leidet.
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10 Jahre "Hartz und herzlich" - 10 Jahre, in denen die Sozialdokumentation Menschen eine Stimme gibt, die am Rand der Gesellschaft stehen. In mehr als 700 Folgen und über 37.000 Sendeminuten und mit mehr als 500 Menschen in 20 Städten. Die Sozial-Doku war bei Hochzeiten und Geburten dabei, bei kleinen alltäglichen Dingen und den ganz großen Einschnitten im Leben. "Hartz und herzlich" ist viel mehr als eine Momentaufnahme: Sie begleitet die Familien als Langzeitdokumentation und ist so nah am Geschehen mit respektvollem Abstand. In der zweiten Sonderfolge treffen die Menschen aus Rostock auf bekannte Gesichter aus Magdeburg. Rentnerin Siggi richtet im Magdeburger Stadtteil Sudenburg den Kaffeetisch her: Heute kommt Pamela aus Rostock zu Besuch. Die beiden Frauen verbindet eine Menge: Sie sind beide in Berlin aufgewachsen, Hundeliebhaberinnen und haben einen gemeinsamen Exfreund: Micky! Der Punker aus Magdeburg hat ein großes Herz, dass er gerne und oft verschenkt. Siggi warnt Pam. Sie selbst ist als "Liz Taylor" von Magdeburg bekannt, war insgesamt zehnmal verheiratet und weiß, wie die Männer ticken. In Warnemünde sieht Bryan aus Magdeburg zum ersten Mal das Meer. Der Neunjährige ist hellauf begeistert vom Strand, den Wellen und den Möwen. Gemeinsam mit Schwester Joelle und Papa Dennis trifft er Brigitte aus Rostock und zwei ihrer Töchter. In einer Strandbar besprechen sie neben ersten Dreharbeiten und witzigen Situationen auch ein ernstes Thema: Hatespeech im Netz und Vorurteile, mit denen sie täglich konfrontiert werden. Zwischen den verschiedenen Begegnungen schaut die Doku zurück auf die letzten 10 Jahre anhand eines "Hartz und herzlich"-ABCs: In Sendung 2 sehen wir die Buchstaben N wie Notfälle bis Z wie Zahltag. Die schönsten, traurigsten, rührendsten und spannendsten Momente werden kommentiert von Protagonist:innen wie Jens aus Pirmasens, Carsten und Jean aus Rostock und Elvis und Katrin aus Mannheim.