18:09
Nach dem Minijob ist vor dem Minijob, denkt sich Andy und hat sich direkt in die Jobsuche gestürzt, nachdem er seine Arbeit im Solarium aufgeben musste. Dieses Mal möchte er als Warenverräumer in einem Drogeriemarkt arbeiten. Ein Probearbeiten hat er bereits hinter sich und das hat ihm so viel Freude bereitet, dass er eine Zusage kaum erwarten kann. Florians gelbes Reihenhaus hat während seiner Beziehung mit Dana schon einige Veränderungen erlebt. Nun haben sich die beiden erneut Küche und Wohnzimmer vorgenommen. Die Kosten bleiben zum Glück überschaubar: Die Einrichtung wurde weiter reduziert, das Sofa ist kleiner geworden und die Küchenschränke haben eine neue Farbe bekommen. Auch neue Tapete musste her, damit alles bereit ist, wenn die Kölnerin endlich zu Florian zieht. Eva hat sich lange um ihren Vater gekümmert, auch nachdem er in ein Heim ziehen musste. Sein Tod hat sie sehr mitgenommen. Deshalb besucht sie ihn auf dem Friedhof. Dort wird sie nicht nur von der Erinnerung übermannt, sondern macht sich auch Gedanken um die eigene letzte Ruhestätte, die weder ihre Kinder noch sonst irgendjemanden in Unkosten stürzen soll. Für Eva steht fest, dass Verstorbene auch nach dem Tod die Nähe zu ihren Liebsten suchen.
19:07
Der Konflikt zwischen Nora und Ella spitzt sich weiter zu: Bereits am Morgen eskaliert der Streit erneut, eine Versöhnung scheint in weiter Ferne. Nora begreift, dass jede Widerrede Ella nur noch mehr anstachelt, und beschließt, ihre Provokationen künftig ins Leere laufen zu lassen. Doch auch das demonstrative Schweigen ändert nichts an den verhärteten Fronten. Statt Entspannung wächst die Spannung weiter, Missverständnisse stapeln sich und alte Vorwürfe brechen erneut auf. Als selbst diese Taktik scheitert, sieht sich Nora gezwungen, zu anderen, deutlich entschlosseneren Mitteln zu greifen.
20:14
Ange und Mike leben mit Sohn Louis von Bürger- und Kindergeld. Ein überraschendes Plus vom Jobcenter wird umgehend beim Shopping verpulvert - trotz Schulden und Druck vom Amt hat das Bemühen um einen geregelten Tagesablauf wenig Priorität. Arbeiten ist für Ange keine Option, doch für ihren Mann schreibt sie fleißig Bewerbungen. Darüber hinaus hat sich das Paar eine neue Aufgabe gestellt: Sie möchten das Jobcenter verklagen. Svenya arbeitete früher hingegen als Bauarbeiter - nach ihrem Coming-Out lebt sie nun als Frau. Trotz Rückschlägen wie der geplatzten Ausbildung zur Make-Up-Artistin und einem Schicksalsschlag durch einen Schlaganfall gibt sie nicht auf. Heute kämpft sie in einer Umschulung zur Pflegeassistentin für einen Neuanfang und gesellschaftliche Anerkennung. Emotionale Unterstützung holt sie sich bei ihrer langjährigen Therapeutin, die sie auf ihrem Weg zur Frau begleitet hat. Ihr Ziel: finanziell unabhängig werden und ein neues Leben beginnen. Das junge Ehepaar Tobias und Jenny hat wiederum noch nie fest gearbeitet. Beide haben ihre Ausbildungen abgebrochen und leben von Grundsicherung sowie Bürgergeld. Tobias arbeitet dennoch als Alleinunterhalter und sucht Lücken im System, um seine Einkünfte nicht zu verlieren. Jenny plant derweil, vom Jobcenter zum Sozialamt zu wechseln, weil sie sich für arbeitsunfähig hält. Und eine weitere Einnahmequelle möchten beide erschließen: ein Kind! Ob das zum Lebensstil der beiden passt? Mark und Manuela leben seit vier Monaten getrennt. Sohn Mason wohnt bei Manuela in einer kleinen Wohnung und Tochter Melina ist bei ihrem Vater Mark im Haus geblieben. Doch die Miete ist im Rückstand und der Schuldenberg wächst den beiden endgültig über den Kopf. Der Traum von der gemeinsamen Zukunft scheint geplatzt.
22:16
Talina lebt seit 12 Jahren mit ihrer Familie in der Nähe von Mönchengladbach. Sie haben finanzielle Probleme und stehen vor der Räumung, da ihr Vermieter Eigenbedarf angemeldet hat. Talina fürchtet, dass ihre Großfamilie auseinandergerissen wird. Der 16-jährige Yannik wohnt mit seiner Familie in einem verwahrlosten Fachwerkhaus in Wilnsdorf bei Siegen. Sie haben Geldsorgen und leiden unter einer Ratten- und Mäuseplage im Haus. Anna-Lena, ihr Bruder Mark-André und ihre Mutter Katja leben in der sozial schwachen Thermometersiedlung in Berlin. Obwohl die Geschwister hochbegabt sind, fehlt ihnen die angemessene Förderung aufgrund begrenzter finanzieller Mittel. Der achtjährige David lebt mit seinen Eltern und Geschwistern in einer Dachgeschosswohnung in Wuppertal. Seine Eltern haben eine instabile Beziehung, was zu Spannungen und Streitereien führt, die die Kinder belasten.