18:05
Jasmin und Maik machen gerade schwierige Zeiten voller Umbrüche und Herausforderungen durch. Getrennt von ihren Kindern zu sein, ist für das junge Paar eine schmerzvolle Situation. Außerdem muss schnellstens eine neue Wohnung her, was viele Amtsgänge für die beiden bedeutet. Aber es gibt auch positive Entwicklungen: Maik hat sich vorgenommen, sein Gebiss endlich in Ordnung bringen zu lassen. Derweil ist Jean im Güdük-Supermarkt voll in seinem Element. Die Arbeit macht dem jungen Vater nicht nur Spaß, sondern gibt ihm auch die nötige Souveränität, um mit Trennungen und anderen Alltagshürden gelassener umzugehen.
19:06
Sara ist weiter entschlossen, wieder arbeiten zu gehen, und lässt sich auch von Mikes Bedenken nicht abbringen. Doch in der Schnitte merkt sie schnell, dass sie sich das Ganze leichter vorgestellt hat. Während Sofia nonstop quengelt, fühlt sich Sara zunehmend erschöpft. Ausgerechnet Mike platzt mitten ins Chaos, weil er nach den beiden sehen will, und sieht sich sofort bestätigt. Dennoch versucht Mike Sara zu beruhigen: Er sucht bereits einen zweiten Job, um sie finanziell zu entlasten. Doch Sara bleibt trotzig und macht klar, dass sie allein klarkommt und sein Geld weder braucht noch will.
20:14
Das Frankfurter Bahnhofsviertel gilt als einer der bekanntesten Drogenbrennpunkte Deutschlands. Viele, die hier stranden, haben bereits einen steinigen Weg hinter sich. Denn die Sucht beginnt meist nicht mit der ersten Droge - sondern oft schon vorher, mit Lebensumständen geprägt von Instabilität, Gewalt und Vernachlässigung. Und doch gibt es inmitten des täglichen Überlebenskampfs auch immer wieder Momente der Hoffnung. Nelly, wächst als Tochter suchtkranker Eltern auf und ist früh auf sich allein gestellt. Auch sie betäubt ihren Schmerz mit Drogen. Hoffnung findet die 35-Jährige in der Liebe zu ihrem Verlobten. Doch der jahrelange Konsum hinterlässt Spuren - ein Abszess am Fuß bereitet Nelly große Sorgen. Sie befürchtet eine Amputation. Julian (25) hat allen Halt verloren. Immer häufiger greift er zu Fentanyl und Crack. Als er in eine Therapieeinrichtung kommt, schöpft er neue Kraft - auch durch eine junge Frau, die er dort kennenlernt. Doch nur wenige Wochen nach dem Aufenthalt bringt ein folgenschwerer Fehler alles ins Wanken. Nathalie lebt von dem, was die Straße ihr lässt. Die 33-Jährige spricht offen über Prostitution, über Gewalt, über die Jahre der Sucht - und über das, was sie besonders schmerzt: die Distanz zu ihren Kindern. Der Gedanke an einen Ausstieg begleitet sie, doch von der Umsetzung scheint sie weit entfernt. Markus (32) war im Gefängnis und kehrt nach zwei Jahren nach Frankfurt zurück. Er hat keine Erwartungen mehr - kennt nur das Verlangen nach Crack. Es dauert nicht lange, bis Markus sich entscheiden muss: Fällt er zurück in kriminelle Muster oder kann er dem Suchtdruck standhalten? Am Ende bringt eine unerwartete Wendung neue Hoffnung. Isi durfte das Gefühl von Geborgenheit nur flüchtig kennenlernen. Ihr Heranwachsen ist eine Aneinanderreihung von Brüchen: mit der Familie, der Pflegemutter im Ausland, mit der Schule. Seit zwei Jahren lebt die 24-Jährige, die mit psychischen Problemen zu kämpfen hat, im Bahnhofsviertel. Anfangs idealisiert...
22:13
Crack, Heroin, Kokain - das sind die Drogen, die für Steffi (41), ihren Sohn Bryan (19), Michaela (31), André (50) und viele weitere Bewohnern Kiels zur Suchtquelle wurden. Sie alle ereilte das Schicksal der Drogenabhängigkeit und Obdachlosigkeit. Während die einen im Drogenersatzprogramm einen Weg aus der Sucht suchen, sind die anderen schon zu tief im Sumpf. Steffi verlor vor sieben Jahren ihr rechtes Bein, nachdem sie sich Kokain mit einer verunreinigten Nadel spritzte. Philipp (23) und Lennox (34) geraten immer tiefer in die Beschaffungskriminalität und landen schließlich vor Gericht. Gibt es eine Hoffnung für die Bewohner des Kieler Bahnhofsviertels und des Stadtteils Gaarden?