18:17
Lars (46) und Sandra (42) sind seit 1994 ein Paar. Nach acht Jahren Beziehung heiraten die beiden, kurz darauf folgt die Geburt der ersten Tochter Laura. Sohnemann Leon macht 2006 das kleine Familienglück perfekt. Lars und Sandra kaufen ein Haus in Niedersachsen und beginnen mit der Renovierung. Doch dann die Schockdiagnose 2007: Krebs. Sandra muss sich einer kräftezehrenden Strahlentherapie unterziehen - die zwar den Krebs besiegt, aber ihren Körper nachhaltig schädigt. Es folgen unzählige Krankenhausaufenthalte, über zwanzig operative Eingriffe werden vorgenommen. Zudem bildet sich ein Lymphödem. Sandra wiegt auf einen Schlag über 100 Kilo. Als Sandra sich auch davon erholt, der nächste Schock: Bei einem langersehntem Urlaub mit der Familie muss Sandra in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Ihre Blase wird entfernt und ein künstlicher Darmausgang gelegt. Mittlerweile geht Sandra viermal wöchentlich zur Therapie. Durch das Wasser in ihren Beinen ist ihre Mobilität stark eingeschränkt. Der 2007 begonnene Hausumbau ist wegen Sandras Martyrium völlig zum Erliegen gekommen. Das "Zuhause im Glück"-Team reist an, um der Familie einen neuen Start zurück ins Leben zu ermöglichen.
20:14
Chris aus Duisburg war lange Zeit arbeitsunwillig, hat jedoch nun einen Job als Prospektverteiler angenommen. Es bleibt abzuwarten, ob er zuverlässig arbeiten wird. Alexander aus Dresden bezieht Arbeitslosengeld und arbeitet zusätzlich in einem Sex-Chat. Nun plant er, mit Straßenmusik Geld zu verdienen. Uschi aus Quierschied ist aufgrund gesundheitlicher Probleme in Erwerbsminderung gerutscht und hat nur ein begrenztes Einkommen. Trotzdem träumt sie von einem eigenen Tortenunternehmen und möchte sich mit einem Gewerbe selbstständig machen. Lara und Jonas haben sich bewusst dafür entschieden, nicht zu arbeiten. Während Jonas sein Leben genießen will, gibt Lara gesundheitliche Gründe an, warum sie nicht arbeiten könne. Marita, Nadja und Elias leben gemeinsam. Marita unterstützt ihre Tochter Nadja, die alleinerziehend ist, bei ihrer Ausbildung zur Krankenpflegerin. Ein Gerichtsurteil zwingt die Familie jedoch dazu, aus ihrem Zuhause auszuziehen, was Marita nicht akzeptieren möchte.
22:12
Trier ist die älteste Stadt Deutschlands. Vor rund 2.000 Jahren wurde sie von den Römern gegründet. Deren Spuren prägen bis heute das Stadtbild und insofern ist Trier bei Touristen sehr beliebt. Doch es gibt auch eine andere Seite. Im Gebiet westlich der Mosel herrscht eine Arbeitslosenquote von 10,6 Prozent. Viele Menschen leben hier am Rande des Existenzminimums. Zum Beispiel die Eheleute Hannelore und Ralf. Seit über drei Jahrzehnten sind die beiden vom Staat abhängig und haben sich längst an ein Leben an der Armutsgrenze gewöhnt. Geld war für sie nie wichtig. Doch bei den beiden 56-Jährigen ist immer was los. Nicht nur ihre Kinder Nadine und Steven kommen gerne vorbei, auch für viele Nachbarn sind Hannelore und Ralf eine wichtige Anlaufstelle. Tochter Nadine wohnt übrigens gemeinsam mit ihrem Sohn Elias und ihrem Verlobten Raimund im selben Haus. Die kleine Familie hat schwere Zeiten durchgemacht, da der vierjährige Elias an der unheilbaren Stoffwechselkrankheit Cystinose leidet. Doch jetzt wollen Nadine und Raimund positiv in die Zukunft schauen und nach vier Jahren Beziehung endlich heiraten. Für die beiden Hartz-IV-Empfänger erweist sich das Vorhaben allerdings schon bald als organisatorische und finanzielle Herausforderung. Auch der 36-Jährige Sush lebt in Trier-West. Seit der ehemalige Taxifahrer seinen Führerschein wegen Drogen am Steuer verloren hat, ist er ebenfalls auf Hartz IV angewiesen. Nun will er seine Fahrerlaubnis zurück und sich einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) stellen. Kostenpunkt: knapp 2.000 Euro. Um das Geld zusammenzubekommen, verzichtet der gebürtige Trierer auf jeden Luxus und gibt für seinen Wocheneinkauf nicht mehr als 15 Euro aus. Doch bis er das Geld für die MPU zusammen hat, ist es noch ein langer Weg.