16:10
Das Leben von Michael (40) und Katja (37) ändert sich schlagartig, als eines ihrer drei Kinder schwer erkrankt. Mit zwei Jahren beginnt der kleine Jared zu schielen und ständig hinzufallen. Kurz darauf die niederschmetternde Diagnose: Metachromatischer Leukodystophie. An dieser extrem seltenen und tödlichen Krankheit leiden weniger als 100 Kinder in Deutschland. Jared verlernt das Gehen, Sitzen und Essen. Außerdem ist der mittlerweile Sechsjährige blind und kann nur mit Hilfe eines 30 Kilogramm schweren Rollstuhls bewegt werden. Für die Eltern ist das in dem nicht behindertengerechten Haus eine kaum zu bewältigende Aufgabe. Die Zimmer können nur über Treppen erreicht werden, ein Rangieren mit dem Rollstuhl im Flur ist kaum möglich. Außerdem ist das Badezimmer viel zu eng und wenn Katja ihren Sohn waschen will, muss eine weitere Person helfen, den Jungen hineinzutragen. Auch Jareds Zimmer ist viel zu klein für ihn und seine Pflegerin. Zudem hat sich im Flur und dem Schlafzimmer der Eltern starker Schimmel gebildet. Das Team von "Zuhause im Glück" reist an, um der Familie in dieser schweren Situation zu helfen.
18:13
Sabine und Olaf lernen sich 1998 kennen und lieben. Für beide hat es sofort gefunkt: Nur ein halbes Jahr später ziehen sie zusammen, 2002 möchten sie ihr eigenes Nest errichten. In einer ländlichen Gegend werden sie fündig - und auch wenn das Haus renovierungsbedürftig ist, beide möchten sich selber verwirklichen und schlagen zu. Die drei Kinder Marie, Lina und Ben machen das Glück der jungen Familie perfekt. Das Haus wird renoviert, die Kinder eingeschult - doch 2012 folgt die Schockdiagnose: Brustkrebs. Die Chemotherapie verträgt Sabine schlecht und überlebt die Behandlung nur knapp. Doch der Brustkrebs scheint besiegt, die Familie schaut positiv in die Zukunft. Im Sommer 2016 klagt Sabine erstmals wieder über Rippenschmerzen im Brustbereich. Es folgt eine schiere Odyssee zu verschiedenen Onkologen, bis feststeht: der Krebs ist zurück. Zwei Tumore sitzen direkt an Herz und Lunge, eine OP ist ausgeschlossen. Die Ärzte können den Krebs nur noch palliativ behandeln, Sabine hat keine Chance auf Heilung. Dennoch gibt die Familie nicht auf und ist offen im Umgang mit der Krankheit. Marie, Lina und Ben wissen um das Schicksal ihrer Mutter und haben große Angst um sie. Sabines größter Wunsch: Bevor sie stirbt, sollen alle Kinder schöne Zimmer bekommen. Wenigstens das Haus soll keine Belastung mehr für die Familie sein. Das "Zuhause im Glück"-Team reist nach Rheinland-Pfalz, um in diesem emotionalen Fall der Familie einen Herzenswunsch zu erfüllen. Niemand weiß, wie viel gemeinsame Zeit Sabine noch hat.
20:14
Der ehemalige Landschaftsarchitekt Hansi kann von seiner Rente kaum leben. Die 18-jährigen Zwillinge Patrick und Dominick teilen sich eine Einzimmerwohnung in Chemnitz, und das ganz ohne Mietvertrag. Der 19-jährige Mo ist ein Punk mit Leib und Seele. Der Hannoveraner lebt frei von gesellschaftlichen Strukturen. Arbeiten für das System will er nicht. Die 39-jährige Carola lebt seit rund 14 Jahren vom Amt. Gemeinsam mit ihrem Freund, dem Rentner Lothar, teilt sie sich eine Einzimmerwohnung in Köln.
22:09
In Düsseldorf Holthausen lebt der 40-jährige Sven. Seit acht Jahren muss der Hartz-IV-Empfänger sein Leben ohne festen Wohnsitz bestreiten und ist darauf angewiesen, dass er immer irgendwo einen Unterschlupf findet. Der Alltag als Obdachloser macht ihm sehr zu schaffen. Umso dankbarer ist er für Freunde, bei denen er immer mal wieder unterkommen und auch der Körperhygiene nachkommen kann. Im Düsseldorfer Stadtteil Garath lebt die 51-jährige Sabine mit ihrem Partner Klaus und Hündin Luna auf 58 Quadratmetern. Die beiden arbeiten als Reinigungskräfte für den Mindestlohn und sind somit vom Jobcenter unabhängig. Trotz der zwei Einkommen reicht das Geld nach Abzug aller Fixkosten nur knapp zum Überleben. Für das Paar ist es dennoch selbstverständlich, dass sie anderen in Notlagen helfen und für ihre Freunde immer da sind. So auch für den Obdachlosen Sven. Klaus hat sich für seine Sabine noch etwas ganz Besonderes überlegt. Er möchte ihr DIE große Frage stellen und sie bitten, seine Frau zu werden. Die 41-jährige Serap ist in Düsseldorf Reisholz zuhause. Bis vor sieben Jahren konsumierte die Hartz-IV-Empfängerin regelmäßig harte Drogen. Mittlerweile ist sie in einem Substitutionsprogramm und erhält Diamorphin. Da das Jobcenter der Meinung ist, dass Serap wegen ihres langjährigen Drogenkonsums nicht mehr arbeitsfähig ist, soll sie statt Hartz IV nun Grundsicherung bekommen. Die Umstellung führt dazu, dass das Amt viele Unterlagen braucht, um weiter zahlen zu können. Bei all diesen Behördengängen ist Serap froh, ihren Betreuer Oli an ihrer Seite zu haben. Er hilft ihr dort, wo die Arbeitslose nicht mehr allein weiterkommt.