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rbb 88.8 und mehr
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Während Roland daran zweifelt, sich als Diagnostiker in der Sachsenklinik nützlich machen zu können, nimmt Martin die inhaftierte Monika Vietmann auf, die wegen Magenbeschwerden vom Gefängnis in die Sachsenklinik überstellt wurde. Monika ist aggressiv, sie steht unter Strom und macht kein Geheimnis daraus, dass sie ihre Haftstrafe wegen Körperverletzung verbüßt. Als Martin im Ultraschall einen Fremdkörper in ihrem Magen entdeckt, vermuten er und Maria, dass Monika etwas geschluckt hat. Für eine Inhaftierte fallen ihnen dafür mehrere Motive ein, die Roland jedoch als Vorurteile ansieht. Er vertieft sich in die Akte der Patientin und vermutet einen Bezoar in Folge des Rapunzelsyndroms, bei dem die Patientin ihre eigenen Haare isst. Ilay freut sich auf seinen anstehenden 40. Geburtstag. Doch bevor die Feier losgehen kann, wird er von Gero Willmers auf dem Parkplatz der Sachsenklinik überrascht. Der Mann hat sich mit einer Tackerpistole eine Tackerklammer in den Kopf geschossen und ist verwirrt. Dr. Lilly Phan entfernt die Klammer, doch auch nach der OP kann Gero nichts über seine Identität sagen. Nach weiteren Untersuchungen findet Lilly Hinweise auf eine Demenz-Erkrankung bei Gero. Während das Pflegepersonal sich auf Geros intensive Betreuung einstellt, läuft er in einem unbeobachteten Moment davon, nicht ahnend, dass seine Frau längst im Krankenhaus ist.
09:45
Dr. Lilly Phan behandelt Björn Heller, der mit einer plötzlichen Lähmung der Arme in die Sachsenklinik kommt. Durch eine falsche Recherche im Internet zu seiner Diagnose, greift er nach Jahren der Abstinenz zur Flasche. Das hat Auswirkungen auf Matti Belo, seinen Schützling in der Selbsthilfegruppe, dessen Mentor Björn bis dato war. Servicetechnikerin Romy Ziehden repariert das CT. Dr. Ilay Demir weiß nicht, was er von Romy, die seit kurzem im Rollstuhl sitzt, halten soll. Die vermeintliche Gemeinsamkeit ist eher ihr größter Unterschied. Romy hat sich noch nicht in diesen Zustand eingefunden. Sie bezeichnet Ilay als Blender, der seine Lockerheit im Umgang mit seiner Situation nur spielt. Dr. Lilly Phan schlägt Roland Heilmann vor, ihn als Teilnehmer einer klinischen Studie zu Netzhauttransplantationen anzumelden. Der innovativ-experimentelle Eingriff könnte ihm sein Augenlicht zurückgeben. Roland fühlt sich erst mal etwas überfahren von dem Vorschlag, hatte er sich doch gerade eben erst mühsam in seinem neuen Leben eingefunden. Doch schließlich signalisiert er Lilly, dass er bereit wäre für das Experiment.
10:30
Der Ableger der Serie "In aller Freundschaft" dreht sich um den Alltag im Erfurter Johannes-Thal-Klinikum. Die Beziehungen zwischen den Ärzten stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Schicksale der Patienten.
11:15
Der junge Giraffenbulle Lengai wird auf Dauer nicht mehr von seinem Vater geduldet. Darum muss er umziehen. Da passt es gut, dass der Erfurter Zoo dringend ein Giraffenmännchen sucht. Auf der Fahrt nach Thüringen begleitet Gerd Fuchs seinen Schützling. Die beiden Greifstachler, die im Grzimek-Haus miteinander vergesellschaftet worden sind, haben die erste gemeinsame Nacht verbracht - und scheinen sich zu mögen. Bei ihnen hoffen alle auf Nachwuchs, bei den Zwergseebären gibt es ihn bereits. Gerade einmal ein paar Tage alt mausert sich ihr Jungtier zum Star auf den Robbenklippen.
12:05
Die bayerischen Polizeiobermeister Franz Hubert und Johannes Staller ermitteln gerne auch mal außerhalb ihres Kompetenzbereichs. Dabei handeln sie sich auch jede Menge Ärger ein.
12:55
Das gab es bei "Kochs anders" noch nicht: Spitzenkoch Ali Güngörmüs ist bei einer deutsch-türkischen Hobbyköchin eingeladen. Eigentlich nur zum Studium war Saynur Neher einst nach Deutschland gekommen. Und hat dann einen Winzer aus dem Rheingau geheiratet. Mit ihm lebt sie seitdem auf dem Weingut in Lorch. Mit Hingabe kocht sie deutsche und türkische Speisen und vermischt in ihrer Küche die Einflüsse beider Kulturen mit großer Fantasie. Zur Begrüßung serviert sie Ali frittierte Sardellen: "Hamsi" - so, wie sie in ihrer Heimatstadt Trabzon am Schwarzen Meer zubereitet werden. Dazu gibt es deutschen Wein aus dem eigenen Weingut. Mit Ali, der als Kind nach Deutschland gekommen ist, verbindet sie sofort eine große Seelenverwandtschaft. Zur Hauptspeise räuchert sie ihm Forellen - ziemlich deutsch! Doch durch die vielfältigen Beilagen wie Spinat mit Pinienkernen und rotem Salat mit Granatapfel wird das Essen zum multikulturellen Fest.
13:40
Rentnerin Elfi Bach ist außer sich. Sie sei vor der morgendlichen Wassergymnastik von einem Exhibitionisten überrascht worden, der sich vor ihr entblößt haben soll. Als Hubert und Staller das Schwimmbad nach dem Mann absuchen, machen sie einen schrecklichen Fund: auf der Wasserrutsche sitzt ein Toter, erstochen! Es handelt sich um Frank Brauß, einen Kollegen von Bademeister Hans Möller. Bereits bei ihren ersten Nachforschungen finden Hubert und Staller heraus, dass es wegen eines geplanten Neubaus beim Schwimmbadpersonal offenbar seit Jahren Konflikte gab. Etwas heikel ist auch, dass Polizeirat Girwidz ausgerechnet am Tag vor dem Mord im Schwimmbad einen Streit mit Frank Brauß hatte. Und welche Rolle spielt dieser ominöse Exhibitionist, von dem noch immer jede Spur fehl Hubert und Staller tappen im Dunkeln, weshalb sie Polizeikollegen Riedl kurzerhand undercover in die Wassergymnastik einschleusen, um dem Exhibitionisten auf die Schliche zu kommen. Unterdessen checken die beiden Ermittler die Geschäftsbilanzen des Schwimmbads und entdecken massive finanzielle Auffälligkeiten. Schludrigkeiten oder handfester Betrug? Und auch Riedl hat eine sehr unerwartete Begegnung im Umkleidebereich. Bald kommt es zum Showdown im Schwimmbad.
14:30
Werner war gerade 18, als er gemeinsam mit Tine seine einzige Tochter Julia zeugte. Damals stand der ambitionierte Maler vor einer großen Künstlerkarriere, bis er im letzten Moment alles hinschmiss. Auch die Beziehung zu Tine ging in die Brüche, von seiner Familie zog er sich zurück. Durchhaltevermögen war noch nie seine Stärke. Inzwischen ist Julia erwachsen, verheiratet, erfolgreiche Projektmanagerin und hat eine fünfjährige Tochter, Zora. Werner dagegen hat sich für eine Karriere als langsam in die Jahre kommender Berufsjugendlicher entschieden, der, trotzig sein früheres Leben ignorierend, auch noch im Alter von 45 in einem Berliner Hostel jobbt und eifrig damit beschäftigt ist, die weiblichen Übernachtungsgäste flachzulegen. Er gefällt sich in der Rolle des Womanizers, doch nicht nur sein Mitbewohner verlässt genervt ob seines Mangels an Verantwortungsgefühl die gemeinsame Männer-WG. Auch Julia nimmt nur im äußersten Notfall Kontakt zu ihrem Vater auf. Der ist jetzt gekommen, als sie aus beruflichen Gründen kurzfristig einen Aufpasser für Zora sucht. Werner ist alles andere als erfreut, als Tochter und Enkelin ihre überraschende Aufwartung machen und stimmt zähneknirschend zu, sich um die Kleine zu kümmern. Doch schon auf dem Spielplatz merkt er, welche Vorteile seine neue Rolle als unfreiwilliger Erziehungsberechtigter mit sich bringt: Hier lernt er die reizende Kathie nebst Söhnchen Finn kennen, prompt ist es um ihn geschehen. Die Coolness verbietet es jedoch, sich als Opa zu outen, weshalb er sich lieber als Zoras Vater ausgibt. Von nun an ist es Werner ein tägliches Vergnügen, Zoras "Papa" zu spielen, denn so kommen Kathie und er sich langsam näher. Das Verhältnis zu seiner Enkelin vertieft sich dabei zusehends, was Julia nicht verborgen bleibt. Langsam versucht auch sie, sich ihrem entfremdeten Vater wieder zu nähern. Doch als dieser nach einer zufälligen Begegnung mit seinem früheren Freund und Künstlerkollegen Holger mit der eigenen verdrängten Vergangenheit konfrontiert wird und er sich bei Kathie immer mehr in seinem eitlen Lügenkonstrukt verheddert, beginnt die wohl gehütete Fassade des schmucken "Mister Charming" mächtig zu bröckeln.
16:00
mit Sport
16:15
Die Assistenzärztin Viktoria Stadler erlebt einen Schockmoment, als ihr Bruder Anton Stadler mit Brandverletzungen in die Notaufnahme eingeliefert wird. Bei einer Verpuffung hat er sich schwere Verbrennungen an beiden Unterarmen zugezogen. Viktoria macht sich riesige Sorgen, wundert sich aber auch: Warum ist Anton, der eigentlich in Berlin studiert, überhaupt in Erfurt? Und wie kam es zu dem Unfall? Anton, der große Schmerzen hat, rückt nicht sofort mit der Sprache heraus. Als Angehörige darf Viktoria Anton weder behandeln noch in den OP-Saal begleiten. Es beruhigt sie aber, dass Dr. Ben Ahlbeck und Dr. Leyla Sherbaz ihren Bruder behandeln. Als Mikko Rantala seiner Freundin Viktoria beistehen will, fällt es ihr schwer, seinen Trost anzunehmen - sie wird das Gefühl nicht los, dass Anton ihr etwas Wichtiges verschweigt. Mikko Rantala und Sofia Galura haben es indessen mit Astrid Blumfeld und Günther Baumgarten zu tun, die seit zwei Jahren zusammen und schwer verliebt sind. Doch eine gemeinsame "Probefahrt ins Glück" mit dem Wohnmobil, bevor sie zusammenziehen, endet im Johannes-Thal-Klinikum. Denn Astrid hat starke Symptome einer Lebensmittelvergiftung. Ist vielleicht der Lachs, den Günther ihr zum Jahrestag kredenzt hat, an der Misere Schuld? Das Paar wird auf eine harte Probe gestellt, vor allem weil Astrid Günther ihre Campingbegeisterung nur vorflunkert. Prof. Dr. Karin Patzelt und Dr. Philipp Brentano aus der Sachsenklinik erleben mit, wie Marc wütend aus einer Vorstandssitzung stürmt. Er kämpft um das Leben eines jungen Patienten und wollte den Vorstand überzeugen, die Kosten für die Therapie zu übernehmen. Karin Patzelt und Dr. Brentano versuchen, Marc unter die Arme zu greifen, doch der verhält sich überhaupt nicht kooperativ.
17:05
Fatou und Gigi, die Gorilla-Seniorinnen, werden besonders verwöhnt. Extra für sie veranstaltet Reimon Opitz ein Affenpicknick. Wie kommen die Käsestullen an? Anspannung bei Familie Serval. Die kleinen Wildkatzen ziehen schon ihren zwölften Wurf groß. Nun ist die Zeit des Abschieds gekommen. Tochter Assanti muss in die Reisekiste. Ein neuer Einsatz für den Banks-Rabenkakadu Krümel. Weil er selbst von Tierpflegern aufgezogen wurde, kann er andere gefiederte Freunde beruhigen und als "Sozialisierungsvogel" vielleicht auch diesmal helfen. Gustav hat ein Partnerproblem. Der aufgeschlossene Vari findet keine Frau. Vielleicht ist er ja in seinen Ziehvater, den Tierarzt, verliebt? Fröhliches Elefantenwiegen! Die kleine Shaina darf jede Woche sieben Kilo zunehmen. Schafft die "Wuchtbrumme" ihr Soll? Weitere Helden der Folge 59: die Leoparden Angi und Bromo, Nashorn Betty und Tochter Sahti und Dromedar-Dame Jasmin.
17:53
Jan und Henry: Der Umzug der Meerjungfrau
18:00
"DER TAG in Berlin & Brandenburg" ist das regionale Schaufenster im rbb Fernsehen. Täglich ab 18:00 Uhr bieten wir Ihnen einen kompakten Überblick über die wichtigsten Themen aus der Region - von Lausitz bis Prignitz, aus den Berliner Kiezen und den ländlichen Räumen Brandenburgs. Wir zeigen, was die Menschen bei uns bewegt: aktuelle Nachrichten, Wetter, Sport, berührende Alltagsgeschichten und vieles Wissenswerte - live aus dem Studio und natürlich live vor Ort.
19:27
Wie ist die Wetterlage in Berlin und Brandenburg in den nächsten Tagen? Das Magazin informiert mit professionell gestalteten Wetterkarten über alle Trends.
19:30
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Sanierte und verkommene Altbauten, sozialer Wohnungsbau und spektakuläre Architektur-Ikonen: Die Chausseestraße in Berlin-Mitte erzählt auf ihren gut zwei Kilometern vom Wachstum der Metropole, von Kontrasten und von so viel Berliner Geschichte wie kaum eine andere. Hier schlug einst das industrielle Herz der Stadt, trafen Ost und West aufeinander. Heute ist sie ein Mikrokosmos des neuen Berlins: Geheimdienst und Galerie, Luxushotel und besetztes Haus, alteingesessene Mieter:innen und Zugezogene aus aller Welt. Thomas Rieser, Inhaber von Nou-Tango, öffnet Woche für Woche die Türen seines Tanzstudios für die Freitags-Milonga - eine Tanzparty für argentinischen Tango. Es geht hoch her - bis spät in die Nacht. Nur wenige Häuser weiter steht ein massiver Betonblock mit schmalen Fenstern: der Hauptsitz des Bundesnachrichtendienstes. Hier arbeitet Julia Linner, Pressesprecherin des BND - eine Frau, die gern von ihrer Arbeit erzählt, aber über vieles schweigen muss. Student Elias Nuriel Kohl bereitet sich an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" auf sein Absolventenvorspiel vor - ein entscheidender Moment für seine Zukunft. Er ist hier im Kiez aufgewachsen, sein Weg zur Uni fast derselbe wie früher zur Grundschule. Doch die Straße seiner Kindheit hat sich rasant verändert. Aytaç Aygün, Geschäftsführer der Titanic Hotels, steht für das neue Gesicht der Chausseestraße: internationale Gäste, luxuriöse Architektur, edle Inneneinrichtung. Der Wandel der Chausseestraße lässt sich hier ebenso beobachten wie an der Habersaathstraße, wo Daniel Diekmann seit zwanzig Jahren Mieter ist - gemeinsam mit Miriam Ramberg, die nach Jahren auf der Straße nun in einer besetzten Wohnung lebt und um den Erhalt bezahlbaren Wohnraums kämpft. Um die Ecke feiert Kuratorin Mathilde Leroy das zehnjährige Jubiläum der Fotogalerie Chaussee 36 Photography. Das Haus der Galerie wirkt wie eine eingefrorene Momentaufnahme der Straße: Der Sammler Renaud Vercouter hat es vor dem Verfall bewahrt und behutsam saniert. So blieb hier ein Stück Geschichte erhalten. Die Kanadierin Hoi Ying lebt nach Stationen in Vancouver, Singapur und Melbourne nun in einer Wohnung im spektakulären Sapphire von Daniel Libeskind - eine Architektur-Ikone aus Beton, Glas und Titanzink. Für sie ist die Chausseestraße ein Zuhause geworden, das Globalität und Berliner Eigenwilligkeit vereint.
21:00
Für die einen herausfordernd wie ein Ozean, für die anderen Sehnsuchtsort oder Lebensraum von Fischen - der Müggelsee. Einig sind sich alle, die mit ihm zu tun haben: es ist der schönste See der Stadt. Was zumindest objektiv klar ist: es ist der größte See Berlins, viereinhalb Kilometer lang, zweieinhalb Kilometer breit, am südöstlichsten Zipfel der Stadt gelegen. An seine Ufer schmiegen sich mehrere Ortsteile: Köpenick, Friedrichshagen, Rahnsdorf und Müggelheim. Müggelsee. Wieso "Müggel"? Ob das althergebrachte Wort nun Nebel oder Wolke bedeutet, ist Arne und Alex Erichsen egal. Die beiden haben "müggelig" zu dem Namen ihres Ladens gemacht, den sie in der alten Post in Rahnsdorf betreiben. Briefe aufgeben kann man hier immer noch, aber auch Schreibwaren, Geschenke und Kleinigkeiten aus Berliner Manufakturen erwerben. In ihrem "Berliner Landjungs"-Atelier in Friedrichshagen kann man zudem Möbel aufarbeiten und alte Häuser mit neuem Innenleben erwecken. Dort laden sie auch mehrmals im Jahr zu Kochevents oder "Nette-Leute-Abenden" ein. Denn sie als Zugezogene wollen das Glück, hier eine Heimat gefunden zu haben, mit anderen teilen. Am Müggelsee aufgewachsen ist die Künstlerin Elisa Klinkenberg. Als Tochter des Försters sind ihr die Wälder und der See so vertraut, dass sie sich nie vorstellen konnte, woanders zu leben. Ihr Atelier ist Teil einer Künstlergemeinschaft, die Elisa Klinkenberg in einem alten Müggelsee-Hotel aus den 70er Jahren gegründet hat, das zu DDR-Zeiten von der Stasi genutzt wurde. Ein anderes Hotel aus dieser Zeit ist die "Müggelseeperle": Es ist Hotel geblieben mit Biergarten und Café - gehört aber mittlerweile zu einer Schule oder wie es auch heißt: zu einem außerschulischen Lernort. Die Gründerin der "Cosmopolitan School" in Berlin Mitte, Yvonne Wende, wollte einen Ort schaffen, an dem die Kinder lernen, wie wichtig die Natur ist. Und so rechnen die Schülerinnen und Schüler mit Holzstöckchen, beseitigen Müll, umarmen Bäume und haben schon den Titel "Waldkönner" von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald verliehen bekommen. Noch älter ist das Strandbad Friedrichshagen. Hier tummeln sich seit über 100 Jahren Erholungssuchende aus Berlin. Tobias Apelt ging hier schon als Kind schwimmen und hat nun einen Ort mit gemütlicher Club-Atmosphäre geschaffen. Man kann chillen, schwimmen, mit Freunden oder Familie die Seele baumeln lassen. Oder E-Foils ausleihen - Surfbretter mit Elektroantrieb -, über den See flitzen und sich manchmal wie auf dem Ozean fühlen. In der 14. Generation bestreitet Maria Thamm auf dem See ihren Lebensunterhalt mit den Fischen, die hier leben, vor allem Zander, Barsche und Aale. Sie ist die jüngste und einzige Berufsfischerin Berlins. Ihr Vater steht ihr noch zur Seite. Sie verkaufen ihre Fische auf Märkten und auf ihrem Hof. Auf ihrem Grundstück im alten Fischerdorf Rahnsdorf am Kleinen Müggelsee gibt es auch einen Biergarten mit Räucherofen. Die Autorin Silke Cölln stellt in ihrem Film die Lebensentwürfe der unterschiedlichsten Menschen vor, die aber alle eins eint: ihre Liebe zum Müggelsee und die Freude darüber, in der Stadt und trotzdem in der Natur zu leben.
21:45
mit Sport
22:00
Lukasz Orlicki lebt den Traum vieler abenteuerlustiger Menschen: Der studierte Historiker ist hauptberuflich Entdecker und Mythenjäger in Polen. Legenden von Goldzügen, verschollenen Kunstschätzen, verborgene Nazibunker-Tunnel und vergessene Minen gehören zu seinem Alltag. "Niederschlesien hat wirklich etwas Besonderes", so Lukasz, "hier gibt es viele Geheimnisse, die oft mit dem Zweiten Weltkrieg zu tun haben". Sein wichtigster Begleiter ist Krzysztof Krzy?anowski. Tagsüber arbeitet er als Unternehmensberater, doch nach Feierabend wird auch er zum "Entdecker". In der Redaktion des gleichnamigen Magazins ist er der Experte für Tunnel und Schächte: "Ich könnte vor dem Fernseher sitzen oder Rad fahren. Aber das, was ich mache, ist interessanter. Solche Orte zu finden macht Spaß!" Die beiden sind überzeugt: Geschichte muss lebendig bleiben. Ihre Suche nach den wahren Elementen von Mythen und Legenden teilen sie auch in den sozialen Medien, um so vor allem junge Menschen für das Abenteuer Vergangenheit zu begeistern. Viele Hinweise, denen sie nachgehen, kommen auch von ihren Lesern, meist Hobby-Schatzsucher. Manchmal seien es nur Märchen, so Lukasz, aber oft ist es gerade ihr "Um-die-Ecke-Denken, das Türen zu Geheimnissen oder Rätseln öffnen kann". Der bisher größte Fund, mit dem Lukasz und sein Team sich auch über Polens Grenzen hinaus einen Namen gemacht haben: Die Grabstätten dreier Hochmeister des Deutschordens aus dem 14. Jahrhundert. Eine Sensation, der vielleicht schon bald eine weitere folgen könnte.
22:30
1986 reisten rund 5,6 Millionen Westdeutsche zu mehrtägigen Aufenthalten in den anderen Teil Deutschlands. Ein Teil der Reisen entfiel auf die obligaten Familienbesuche bei der Ost-Verwandtschaft. Aber nach dem Vorbild der Bruderstaaten wie Ungarn, wo man am Plattensee und in Budapest einen florierenden Westtourismus etabliert hatte, wollte sich auch die DDR als internationales Reiseland vermarkten, was kontinuierliche Einnahmen in harter Währung ermöglichte. So präsentierte sich die DDR 1973 erstmals auf der ITB, der Internationalen Tourismus-Börse in West-Berlin. Der sich in den Folgejahren eher mühsam entwickelnde Tourismus ähnelte einer Gratwanderung nach dem Motto: Wasch mich, aber mach mich nicht nass. Das Problem war klar: Die meisten Teilnehmer der organisierten Busreisen zu kulturellen Highlights wie der Wartburg bei Eisenach, der Festung Königstein in Sachsen, nach Weimar, Leipzig oder Dresden, sprachen die gleiche Sprache wie das heimische Volk. Das erleichterte die "Ansteckung" mit systemkritischen Ideen. Die Stasi gründete rasch eine eigene Abteilung, denn die Reisenden aus dem Westen galten im Jargon als "feindliche Polittouristen". Mit ihren Besuchen drohte Feindpropaganda im sozialistischen heile Welt-Staat. Wer in die DDR wollte, musste deswegen eine Reihe bürokratischer Hürden überwinden. Ohne penibel erteilte Berechtigungsscheine und Visa war kein Durchkommen in den Sozialismus. Über die Grenzübergänge kamen dennoch viele Touristen aus dem Westen, und die Plätze in Interhotels waren rar und schnell ausgebucht. Für Campingreisende standen im Sommer nur 24 Zeltplätze frei zur Verfügung. Trotz der unübersehbaren Engpässe kämpfte die DDR um Anerkennung als Urlaubsland, galt es doch auch, das Image vom "grauen Sozialismus" zu korrigieren. Die DDR - ein Reiseland zwischen Stacheldraht und Strandkorb. Der Film von Martina Hiller von Gaertringen stellt Menschen vor, die sich damals auf die Reise in die DDR gemacht haben, oder mit der Betreuung der West-Besucher zu tun hatten. Der Film zeigt spannende, wie beklemmende Begebenheiten aus einer deutschen Ära, die inzwischen schon eine Generation zurückliegt.
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Direct Cinema aus der Druckkammer des Geldgesprächs: Menschen treffen sich zum finanziellen Schlagabtausch. Es wird gerungen, verteidigt, behauptet und natürlich gespielt. Die auf der einen Seite des Tisches wollen Geld - und die auf der anderen Seite des Tisches vertreten die Interessen der Bank, für die sie arbeiten. Von der Beraterseite des Tisches aus wirft Sebastian Winkels einen ebenso spannenden, wie genauen Blick auf die unsichtbare Macht des Kapitals, das uns alle verbindet. Die intimen Geldgespräche entwerfen ein Spektrum sozialer Bilder, die um Fragen von Teilhabe und Ausgeschlossensein, von Vertrauen und Kontrolle kreisen. Überraschend, mit welcher Selbstverständlichkeit die Regeln des Systems auf beiden Seiten akzeptiert werden. Als Kunden scheinen wir auf der ganzen Welt im gleichen Boot zu sitzen, niemand kann sich erlauben, außerhalb davon zu agieren. Kann man die Sprache des Geldes einfangen? Wie übersetzen sich reale Lebenssituationen in die abstrakte Welt der Zahlen und Finanzabschlüsse? In einem Showdown auf Augenhöhe erforscht "Talking Money" unsere komplizierte Beziehung zu Geld - und stellt die einfache Frage nach dessen sozialer Bedeutung.
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Neues für Verbraucher
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Gartenfreunde aus Berlin und Brandenburg aufgepasst! Neben der Vorstellung gleichgesinnter Hobby-Gärtner erhalten Zuschauer hilfreiche Tipps, um den eigenen grünen Daumen zu trainieren.
02:40
Das Magazin berichtet über Ereignisse und Menschen in Berlin und Brandenburg. Erzählt werden Geschichten über Land und Leute, aber auch die Einheimischen selbst kommen hier zu Wort.
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03:30
mit rbb24, Sport und Wetter