21:00
Im Oberrheintal fließt nicht nur der Rhein, sondern auch ein unsichtbarer Fluss langsam nordwärts. Das größte Grundwasserreservoir Europas bildet einen gewaltigen unterirdischen Strom. Der lässt Feuchtgebiete von einzigartiger Schönheit entstehen, in denen seltene Tiere und Pflanzen leben. Der preisgekrönte Unterwasserkameramann Serge Dumont zeigt diese unbekannte Welt - Hechte und Haubentaucher gehen direkt vor seiner Kamera auf die Jagd. Bislang nie beobachtete Verhaltensweisen von Fischen, Vögeln und Insekten konnte der Tierfilmer festhalten. Die Feuchtgebiete im Oberrheintal verdanken ihre Existenz dem ständigen Zufluss an sauberem Grundwasser. Das aber wird durch den übermäßigen Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden in der Landwirtschaft zunehmend belastet, was die kleinen Paradiese gefährdet. "Der unsichtbare Fluss" zeigt erstmalig, welche Artenvielfalt sauberem Grundwasser zu verdanken ist. Und wie wichtig es ist, es zu schützen.
21:45
mit Sport
22:00
Liebe Trauergemeinde, wir haben uns heute hier beim Gipfeltreffen versammelt, um nachträglich den Rohrbruch von Dieter Bohlen zu beweinen. Olaf Schubert, Torsten Sträter und Johann König senden genitale Tränen und ein aufrichtiges "Happy Aua". Wir möchten uns außerdem bei allen Hühnern entschuldigen, die nach der Folge therapeutische Hilfe benötigen. Johann muss den Unterschied zwischen "mit Hühnern aufstehen" und "auf Hühner stehen" noch lernen. Abgesehen davon ist diese Sendung aber natürlich so sauber wie ein japanisches Klo und auch ohne Safran richtig gehl. Äh, geil. Mit Fragen von Ruth Moschner, Wincent Weiss, Louis Klamroth, Alexandra Popp, 2RaumWohnung, Sasha und Marleen Lohse.
22:30
Deutschland und seine Regeln. In "extra 3 Spezial: Der reale Irrsinn" zeigen wir wieder Fälle, bei denen man sich fragt: Das ist jetzt nicht euer Ernst, oder? Kann man drüber lachen. Oder einfach nur den Kopf schütteln. Am besten beides.
23:00
Was findet Kai Pflaume eigentlich witzig? Und wie würde Moritz Neumeier eine 6. Klasse aufklären? In dieser Folge zeigen uns Fabian Rashagai und Yorick Thiede, wie die Sphinx gebaut wurde, und Florentine Osche und Fred Costea klären die Beziehungsprobleme von Adam und Eva im Paradies. Außerdem erfahren wir, was die Ehrlich Brothers mit Robert Geiss zu tun haben.
23:20
Filiz Tasdan und Alex Stoldt erklären uns, welche zwei Lebensfragen die 50er-Jahre-Hausfrauen wirklich hatten. Charlotte Hübsch interpretiert als Udo Lindenberg das TKKG-Intro neu, und Katjana Gerz zeigt uns, wie Bernd das Brot die Tagesschau lesen würde. Schließlich klären wir endlich auf, worüber sich Klopfer und Bambi eigentlich unterhalten.
23:35
Sich in einem Moment stark fühlen und wütend, an anderen Tagen allein und verletzlich, dieses Lebensgefühl hat die "Queens von Kreuzberg" zusammengeschweißt. Ihre Eltern kamen aus der Türkei nach Deutschland, ihre Töchter sind in Berlin aufgewachsen. Naciye musste für ihre Freiheit kämpfen und setzt sich deshalb heute dafür ein, Frauen zu stärken. Mit Leidenschaft betreibt sie eine Chocolateria, weil sie die Sinnlichkeit liebt. Ihre beste Freundin ist Alev die unter dem Namen Aziza A. als Deutschlands erste türkisch-deutsche Rapperin in den 1990ern bekannt wurde. "Mächtige Schwester" bedeutet ihr Rap-Name. "Es ist Zeit, steht auf! Angesicht zu Angesicht, erkennt: Wir haben das Gewicht!", sang sie vor fast 30 Jahren. In ihren Texten fordert sie gleiche politische Rechte für alle, gleich welcher Staatsangehörigkeit. Ein Vorbild für türkische Frauen will sie nicht sein, denn die kämen auch gut ohne sie zurecht, sagt sie. Zerrin kam als Zwölfjährige Anfang der 1980er Jahre nach Kreuzberg und war entsetzt über den heruntergekommenen Kiez, in dem damals kaum noch Deutsche lebten. Heute kann sie sich nicht vorstellen, woanders zu leben. Firinca zog als Fünfjährige mit ihren Eltern aus der Türkei nach Berlin und hat lange gebraucht, um wirklich anzukommen. Sie musste gegen viele Vorurteile ankämpfen. Heute sagt sie: Berlin ist mein Zuhause. Der Film begleitet die vier Freundinnen aus Kreuzberg, Töchter der ersten Generation von türkischen Gastarbeitern. Berlin-Kreuzberg ist ihre Heimat. Sie erzählen ihre Geschichte vom Aufwachsen in den 1970er und 80er Jahren in einem Bezirk, der lange als Kiez für Außenseiter und Verlierer der Gesellschaft galt, und von ihrem Kampf um Anerkennung und Selbstbestimmung.