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TV Programm für rbb Berlin am 07.10.2026

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Tagesschau

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Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.

Geheimnisvolle Orte 20:15

Geheimnisvolle Orte: Rheinsberg - Strahlende Zukunft - Atomkraft in der DDR

Dokumentation

Mit Stolz und Euphorie wird 1966 der erste Atommeiler auf ostdeutschem Boden im märkischen Rheinsberg, am dünn besiedelten Rande der Müritz, feierlich eingeweiht, wenn auch mit fünf Jahren Verspätung und kleiner als geplant. Das Geschenk aus der Sowjetunion markiert den glanzvollen Auftakt ins Zeitalter der friedlichen Atomnutzung im Arbeiter- und Bauernstaat. Das DDR-Fernsehen dokumentiert die Arbeitsprozesse im Kernreaktor mit großem Aufwand. Die Prognosen sind ehrgeizig: bis 1970 sollen 20 volkseigene Kernkraftwerke ans Netz gehen, um die Unterversorgung der DDR mit Energie zu beenden. Nur ein einziges weiteres Kernkraftwerk ist im Bau am Rande von Lubmin, einem malerischen Ostseebad, damals eine der größten Atomanlagen Europas. 1974 wird dieser neue Kernrektor angefahren, gilt als hochmoderner Zukunftsbetrieb, um ein Vielfaches leistungsstärker als der Pionier im Kleinformat in Rheinsberg. Ein drittes Kernkraftwerk in der Nähe von Stendal soll wiederum Lubmin übertreffen. In der DDR wird Atomstrom als sichere und saubere Energie im Gegensatz zur umweltverschmutzenden Braunkohle geschätzt. Entsorgung von Atommüll ist kein großes Thema, weil die UdSSR die abgebrannten Brennstäbe zurücknimmt. Störfälle werden jahrelang intern vertuscht, atomare Risiken selbst nach dem Super-GAU von Tschernobyl am 26. April 1986 kleingeredet. Auf Linie mit der Parteiführung geht von den eigenen Kernkraftwerken nach sowjetischer Bauweise angeblich keine Gefahr aus. Im Umfeld der evangelischen Kirche werden Umweltgruppen aktiv, die sich mit kritischen Fragen und Protestveranstaltungen Gehör verschaffen wollen, erst recht nach der friedlichen Revolution im Herbst 89. 1990 werden die Kraftwerke in Rheinsberg und Lubmin, die nach BRD-Maßstäben als Sicherheitsrisiko gelten, abgeschaltet, in Stendal wird nicht weitergebaut. Marlies Philipp erzählt, wie sie 1979 als Kristallografin in der Werkstoffabteilung des KKW Greifswald angefangen hat und später für den Rückbau als Ingenieurin an einer Freimessanlage zuständig war: "Alle Teile, die abgebaut und dekontaminiert wurden, mussten, bevor sie zum Schrotthändler oder auf eine Deponie gingen, freigemessen werden. Das ganze Kraftwerk kam in kleinen Europaletten bei mir durch." Jörg Möller kam schon als Kind 1961 nach Rheinsberg. Sein Vater, Physiker und Konstrukteur, gehörte zur ersten Garde, die Rheinsberg in Betrieb nahmen. Heute ist er Projektmanager beim Rückbau. Das Ende der Kernenergie Made in GDR ist seit der Wiedervereinigung besiegelt. Die neueste Prognose für den kompletten Rückbau bis zur grünen Wiese: 2045.

Geheimnisvolle Orte 21:00

Geheimnisvolle Orte: Das Völkerschlachtdenkmal - Monument und Mythos

Dokumentation

Das Leipziger Völkerschlachtdenkmal ist mit seinen 91 Metern eines der höchsten Monumentalbauten Europas. Wie ein steinerner Wächter aus einer anderen Zeit beherrscht es die Silhouette der Stadt und erinnert an die blutigste Schlacht des 19. Jahrhundert. Rund 90.000 Menschen verlieren damals ihr Leben. Der Völkerschlacht 1813 war Anfang vom Ende der Vorherrschaft Napoleons in Europa. Sie führte zur Neuordnung der deutschen Staaten. Seit Dezember 2025 gestaltet der britische Kurator Crawford Matthews die Zukunft des Denkmals. Der Mittdreißiger löst einen Kurator ab, der vier Jahrzehnte lang die Inhalte bestimmte. "Ich glaube als Historiker kann man kaum eine bessere Stelle finden", sagt er und außerdem habe er sich auch ein bisschen in Leipzig verliebt. Die Dokumentation begleitet ihn bei seinen ersten Schritten und fragt: Welche Geschichte kann dieses Denkmal künftig erzählen? Das Völkerschlachtdenkmal wird 1913 eingeweiht. Es ist vom nationalistischen Denken seiner Entstehungszeit geprägt. Im Laufe seiner Geschichte wird der Monumentalbau immer wieder als gigantische Kulisse für Propaganda missbraucht. Von den Nationalsozialisten als Sinnbild für die Unbezwingbarkeit der deutschen Volksgemeinschaft - in der DDR als Mahnmal für die Deutsch-Sowjetische Freundschaft und gegen Militarismus. Doch trotz der ihm zugeschriebenen Bedeutung zerfällt der Bau im Laufe der Zeit. Nach der Wiedervereinigung zeigt sich das volle Ausmaß der Schäden. Für Michael Jänisch, der als Ingenieur die gesamte Restaurierung betreute, war es eine der anspruchsvollsten Aufgaben seines Lebens. Er hatte weder genaue Baupläne noch entsprechende Vorgaben, stattdessen stößt er mit seinen Kollegen in den Katakomben auf ein Tunnelsystem. Sind das die geheimen Tunnel der Nazis, um die sich bis heute Gerüchte ranken? Die Dokumentation taucht ein, in die Geheimnisse und Mythen rund um dieses außergewöhnliche Bauwerk und beantwortet wichtige Zukunftsfragen: Wie kann dieser Denkmal-Koloss für künftige Generationen erlebbar werden und für welche Themen steht das "Völki" eigentlich in der heutigen Zeit?

rbb24 BERLIN 21:45

rbb24 BERLIN

Regionalmagazin

Geburtsdatum Mauerfall 22:15

Geburtsdatum Mauerfall

Menschen

Sie sind am 9.11.1989 geboren. In der DDR, am Tag als die Mauer fällt. In Berlin geht alles drunter und drüber, doch ihre Mütter liegen im Kreißsaal und bekommen von Schabowskis Pressekonferenz und der folgenden Grenzöffnung erstmal gar nichts mit. Massen von DDR-Bürgern drängen ohne Kontrolle hinüber in den Westen und werden dort wie Helden empfangen, aber die frischgebackenen Eltern ahnen nicht einmal, wie sich ihr Leben ändern wird. Die "Novemberkinder" wachsen auf in einer Zeit, in der für ihre Eltern alles auf dem Kopf steht. Wie prägt sie diese Umbruchzeit? Warum gibt Anika aus Rostock ihre gut bezahlte Arbeit in Hamburg auf, sucht sich wieder einen Job in der Heimat, um mit ihrer Zwillingsschwester zusammenzukommen? Oder Marvin aus Ludwigslust, der sich für 12 Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet hatte: Warum bricht er nach 8 Jahren ab und sucht sein Glück als Barkeeper in Hamburg? Was bedeutet Freiheit? Aber was ist auch als Erbe der DDR-Zeit hängen geblieben? Drei "Novemberkinder" erzählen von einem Lebensweg voller Brüche und Kehrtwenden. Erzählen darüber, wo sie jetzt stehen, wo sie Halt und Orientierung gefunden haben, und was sie bis heute mit der DDR verbindet. Eine deutsch-deutsche Dokumentation, gut drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall.

Mein Land will nicht verschwinden 22:45

Mein Land will nicht verschwinden

Dokumentarfilm

Der Film beleuchtet die Erfahrungen der Niedergangsphase der DDR und die Erwartungen der Gründergeneration. Im Zentrum stehen die Jahre 1989 und 1990. Goldstein konfrontiert persönliche Erinnerungen mit den öffentlichen und medialen Bildern des Ost- und Westfernsehens und legt so die Widersprüche der Geschichte offen: Lässt sich die DDR als "Diktatur" oder "Unrechtsstaat" hinlänglich beschreiben? War sie ein Versuch, Geschichte neu zu gestalten? Der Film fragt nach dem Handlungsspielraum des Einzelnen während dieser Umbruchphase und lädt die Zuschauerinnen und Zuschauern ein, eigene Erinnerungen und Gedanken einzubringen.