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Frank Künster kam aus Westdeutschland in die Stadt, in der Smiley Baldwin als amerikanischer GI noch die Grenze nach Ostberlin bewachte und Sven Marquardt als junger ostdeutscher Punk und Fotograf plötzlich vom Mauerfall überrascht wurde. Bald verfingen sie sich im wilden Berliner Nachtleben der 90er Jahre und gelangten im neuen Jahrtausend als berühmt-berüchtigte Einlassverwalter der angesagtesten Clubs zu Ruhm. Deren Türen und Geheimnisse hüten sie bis heute. Der Dokumentarfilm von David Dietl handelt vom Erwachsenwerden mit 50 Jahren und von verschiedenen Lebensentwürfen. Er zeichnet Berliner Clubkultur vom Mauerfall bis in die pulsierende Gegenwart nach. Dabei erklingt der einzigartige Sound einer Stadt und ihrer Clubs, der für die drei Protagonisten und die Feierwütigen die Nacht zum Tage werden lässt.
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Wenn es um Wassertourismus geht, macht Berlin eine Riesenwelle. Immer mehr Leute zieht es aufs Wasser: Partyflösse, Paddel- und Tretboote, Charterboote, Jetskis. Mathis Richter vom Tourismusverein Treptow-Köpenick schwärmt von den Möglichkeiten, die sich durch den Wassertourismus ergeben. Und die Zahlen geben ihm Recht. In keinem anderen Bezirk wächst die Zahl der Übernachtungsgäste so rasant wie am südöstlichen Stadtrand. "Ich denke, dass wir viel Wassertourismus vertragen", sagt der Marketing-Profi. Aber: Die Entwicklung gefällt nicht jedem. Von einer "Vergewaltigung der Gewässer" spricht der Segler Michael Sasse, seit 69 Jahren auf Müggelsee und Müggelspree unterwegs. Die Menge an Mietbooten mit ihren unerfahrenen Eintags-Kapitänen setzt vor allem den traditionellen Wassersportarten zu. "Während der Rush-Hour am Samstag- und Sonntagnachmittag geht bei uns keiner mehr aufs Wasser", sagt Ruderer Erik Haase von der Treptower Rudergemeinschaft. Er sorgt sich um die Sicherheit seiner Sportkameraden und fürchtet um den Nachwuchs. Missachtung von Vorfahrtsregeln und Geschwindigkeitsbegrenzungen sind genauso an der Tagesordnung wie Verstöße gegen Lärm- und Schallschutz-Vorschriften. Die Wasserschutzpolizei mit ihren in die Jahre gekommenen Booten und knappem Personal hat der teilweise herrschenden Wild-West-Kultur wenig entgegenzusetzen. Auch unterwegs mit der DRK-Ärztin Christiane Radatz wird schnell deutlich, dass die Sitten auf dem Wasser rau geworden sind. Inzwischen ist vor allem Alkohol ein großes Thema: "Erst wenn was passiert, ist hinterher der Schreck groß." Nun haben sich Initiativen gegründet mit dem Ziel, die Ordnung auf dem Wasser wiederherzustellen. Mit der Kampagne: "Du bist nicht allein auf dem Wasser" möchten die Berliner Bezirke zurückrudern und für mehr Rücksicht auf dem Wasser sorgen. Gleichzeitig aber treibt die gut geölte Marketingmaschine die fortschreitende Kommerzialisierung der Gewässer in der Region weiter an.
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Neues für Verbraucher
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Künstliche Intelligenz gehört für viele längst zum Alltag - auch in der Medizin. Doch was taugen KI-gestützte Gesundheits-Checks wirklich? In einem Selbstversuch testet Moderator Raiko Thal verschiedene KI-Apps zu Gesundheitsfragen rund um Fitness, Ernährung, Darm- und Herzgesundheit. Trainingspläne, Ernährungsanalysen, ein Mikrobiomtest und ein modernes Herz-Screening versprechen schnelle Antworten und individuelle Empfehlungen. Doch wie zuverlässig sind die Ergebnisse? Welche Risiken birgt KI in der Medizin? Kann man einer KI wirklich vertrauen, wenn es um das Wertvollste geht, was wir haben - unsere Gesundheit?
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Millionen Menschen nutzen Chatbots wie ChatGPT, um Unterstützung bei psychischen Problemen zu bekommen. Therapiegespräche gehören zu den beliebtesten Anwendungen vieler Chatbots. Was können sie leisten - gerade bei knappen Psychotherapieplätzen? Und welche Gefahren gibt es? Viola testet, ob eine KI wie Chat GPT sie therapieren kann. Erst schreibt sie mit ChatGPT, dann spricht sie mit einer Psychotherapeutin zum gleichen Thema. Wie verlaufen die Gespräche im Vergleich? Wie geht es ihr hinterher und was sagt die Therapeutin über den Chatverlauf? Außerdem gibt es ein Gespräch mit Psychologie-Professorin Johanna Löchner, die sich wissenschaftlich mit zertifizierten Therapie-Apps (DiGAs) beschäftigt: Wo liegt hier der Unterschied zu frei verfügbaren App? Für wen sind DiGAs geeignet? Sind sie die Lösung, um mehr Personen Psychotherapie zu ermöglichen?
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Das Magazin berichtet über Ereignisse und Menschen in Berlin und Brandenburg. Erzählt werden Geschichten über Land und Leute, aber auch die Einheimischen selbst kommen hier zu Wort.
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