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Waren die 80er besser? Die Sehnsucht nach der guten alten Bundesrepublik Ein Film von Chris Humbs, Markus Pohl und Maria Wölfle Die Bahn fuhr pünktlich, die Wirtschaft brummte und man durfte noch sagen, was man denkt, so das verbreitete Bild über die 80er Jahre in Westdeutschland. Vielen erscheinen sie heute wie die gute alte Zeit: mit D-Mark, Helmut Kohl, Atomkraft und weniger politischer Korrektheit als heute. Doch was war damals wirklich besser und was verklären wir vielleicht nur nostalgisch? Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer der Politik der letzten 40 Jahre? Das ARD-Politikmagazin Kontraste wagt im Gespräch mit Promis und Politikern einen Blick zurück in eine Zeit, die erstaunliche Parallelen zur Gegenwart aufweist. Auch damals hatten wir ähnliche Probleme: Strukturwandel, Umweltverschmutzung oder Kriegsgefahr. Welche Antworten wurden damals gegeben? Und mit welchen Weichenstellungen kämpfen wir noch heute? Was können wir aus der Vergangenheit lernen?
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Petra Kelly: Kämpferin gegen Atomkraft, Gründungsmitglied der Grünen, Ikone der Friedensbewegung. Unbeirrbar forderte sie die radikale Transformation der Gesellschaft, eine blockfreie Welt ohne Waffen und den Frieden mit der Natur. Geboren in Deutschland, sozialisiert in den USA engagierte sich Petra Kelly schon während ihrer Studienzeit bei Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg und gegen Rassismus. Sie arbeitete im Wahlkampfteam von Robert Kennedy kurz vor dessen Ermordung. Kellys Vorbild war Martin Luther King - seine Philosophie des zivilen Ungehorsams prägte ihr Denken. 1983 zog sie für die Grünen in den Bundestag ein, wie keine andere verkörperte sie die Vision von einer atomar abgerüsteten Welt. Sie trat mit Joan Baez für den Frieden auf, unterstützte die DDR-Bürgerrechtsbewegung und konfrontierte Erich Honecker mit der Kampagne "Schwerter zu Pflugscharen". Im Alter von nur 44 Jahren wurde Petra Kelly von ihrem Partner und politischen Wegbegleiter, dem Ex-NATO-General Gert Bastian, im Schlaf erschossen. Das gewaltsame Ende eines gewaltlosen Lebens. Mit noch nie gezeigten Archivbildern und Erinnerungen von engen Freunden und Wegbegleitern zeichnet der Film das Bild einer sensiblen und unbeirrbaren Frau, die sich von niemandem aufhalten ließ. Zu Wort kommen u.a. der Halbbruder John Kelly, die Freundin und US-Friedensaktivistin Cora Weiss, die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer sowie die Weggefährten Lukas Beckmann und Otto Schily.
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Eine Gruppe von Schauspielerinnen betritt die Bühne. Sie stellen die Regierung eines fiktiven Landes dar, die entscheiden muss, wie man angesichts der Gefährdung der Welt zu handeln hat. Dabei beraten sie sich mit Expertinnen, die auch im realen Leben Wissenschaftlerinnen, Politikerinnen und Aktivistinnen sind. Je länger das Gespräch dauert, desto komplexer wird die Situation. Die Lösung könnte so einfach sein, doch wer macht den ersten Schritt? Die Kunst-Performance spielt auf Stanley Kubricks Film "Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte die Bombe zu lieben" an. Doch die Autorin und Regisseurin Yael Bartana kehrt alles um. Der Kriegsraum voller Männer ist nun ein Friedensraum voller Frauen. Und während in "Dr. Seltsam" Männer die Welt zerstören, versuchen jetzt Frauen sie zu retten.
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Eine davon ist Kathleen Andersohn aus Nudow in Potsdam-Mittelmark. Seit fast 15 Jahren arbeitet die KFZ-Meisterin beim ADAC in der Pannenhilfe. Ein Job, der sie glücklich macht - auch, wenn sie fast nur mit Männern arbeitet. Früher wurde sie häufig von Kunden gefragt, ob sie überhaupt wisse, was sie da tue - inzwischen freuen sich vor allem Kundinnen, wenn Kathleen Andersohn als gelber Engel zur Hilfe kommt. "Baubabe" Vanessa Albrecht ist Handwerkerin und damit auch in den sozialen Medien erfolgreich. Gerade macht sie eine Ausbildung zur Anlagenmechanikerin im SHK-Handwerk. Hätte es früher weibliche Vorbilder im Handwerk für sie gegeben, hätte sie anstelle ihres Studiums gleich eine handwerkliche Ausbildung gemacht, sagt sie. Umso mehr will sie heute Vorreiterin sein und Vorurteilen gegenüber Frauen entgegentreten. Für Antonia Ackermann muss eine starke Frau nicht unbedingt körperlich stark sein. Aber sie kann! Die 23jährige Berlinerin war Junioren-Europameisterin im Gewichtheben und trainiert gerade für die Olympischen Spiele 2028. Ihr Trainer ist ein Mann - weibliche Trainerinnen gibt es in dem Sport kaum. Und während die Anzahl der Athletinnen wächst, verändert sich das Image des "Männersports" nur langsam. Zwischen Stolz, Zweifel, Rollenbildern und dem Wunsch nach Anerkennung zeigt die Reportage, wie es sich anfühlt, immer wieder beweisen zu müssen, dass Kompetenz kein Geschlecht hat.
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Neues für Verbraucher
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Zoogeschichten aus Frankfurt und Kronberg Hexe und Rudi sind das absolute Traumpaar. Die beiden Kronberger Kolkraben teilen alles miteinander: die Neugierde, die Zerstörungswut und ihre Sympathie für Revierleiterin Ariane Dankert. Im Gegenzug hat sich die Tierpflegerin ein paar ausgefallene Geschicklichkeitsspiele für die intelligenten Vögel einfallen lassen. Doch ganz plötzlich hängt bei Familie Kolkrabe der Haussegen schief.
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mit rbb24, Sport und Wetter