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TV Programm für rbb Berlin am 13.05.2026

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Geheimnisvolle Orte 21:00

Geheimnisvolle Orte: Hotel Adlon

Dokumentation

Als Berlin zur Weltstadt wird, öffnet das Adlon seine Türen. Das ist 1907. Mit dem Segen des Kaisers durfte der Gastronom Lorenz Adlon seinen Hotelneubau am Pariser Platz errichten. Fortan nächtigt die Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur hier. Kaum ein großer Name fehlt im alten Gästebuch des Adlons: Albert Einstein, Thomas Mann, Charlie Chaplin, Marlene Dietrich... Kaiserzeit, Weimarer Republik, Drittes Reich, Kalter Krieg - das Adlon wird zum Schauplatz der wechselvollen deutschen Geschichte. Und zu einem Haus, um das sich bis heute Legenden und Anekdoten ranken. Mord, Affären und Skandale sorgten dafür, dass der Name Adlon nicht nur das Feuilleton, sondern auch die Klatschspalten füllte. 1997 am alten Platz neu eröffnet, versucht das Haus heute wieder an seine schillernde Historie anzuknüpfen. Wieder ist es die bevorzugte Adresse von Königinnen und Präsidenten, von Popstars und Leinwanddiven auf Berlin-Besuch. Gestützt auf neue und bisher kaum gezeigte Film- und Bilddokumente erzählt die Dokumentation von der spannenden Geschichte des Hauses. Der Frage, was ausgerechnet das Adlon zu einem Mythos macht, geht der Film auch im Gespräch mit dem Hotel-Erben Felix Adlon, mit Historikern und Schriftstellerinnen nach. Und er blickt hinter die Kulissen des neuen Adlon. Beobachtet Köche, Pagen, Butler, Zimmermädchen und Hostessen bei dem Bemühen, dem legendären Ruf des Luxushotels auch im 21. Jahrhundert gerecht zu werden.

Danach

rbb24 mit Sport 21:45

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Nachrichten

mit Sport

Utopia in Babelsberg 22:00

Utopia in Babelsberg: Science Fiction aus der DDR

Film/Kino/TV

Für den Film "Der schweigende Stern" schuf der spätere Chefszenenbildner der DEFA, Alfred Hirschmeier, faszinierende, surreale Welten. Die Tricks in "Signale - Ein Weltraumabenteuer" und "Eolomea" erreichten damaliges Weltniveau, sie konnten sich mit Filmen wie Kubricks "2001 - Odyssee im Weltraum" messen. Doch inhaltlich standen diese Filme vor einem Dilemma. Die marxistische Weltanschauung sah eine gesetzmäßig eintretende Zukunft voraus, den Kommunismus. Sie hatte friedlich und weitestgehend problemfrei zu sein. Doch wie sollte man in einer solchen Welt spannende Geschichten erzählen? In jedem utopischen Film musste diese Herausforderung neu gelöst werden, mit unterschiedlichem künstlerischem Erfolg. Science Fiction bei der DEFA war nie ein Krieg der Sterne, keine Alien-Invasion, sondern in den meisten Fällen eine Kontaktaufnahme mit dem Fremden über Signale, ein immer wiederkehrendes Handlungsmotiv. Kommunikation statt Konfrontation. Diese Filme geben Auskunft über das Bild einer kommenden sozialistischen Gesellschaft, über die Erwartungen und Hoffnungen und sie waren Gegenbilder zur offiziell verurteilten westliche SF-Kunst. In der RBB-Dokumentation "Utopia in Babelsberg - Science Fiction aus der DDR" erläutern ausgewiesene Expertinnen und Experten, wie der DEFA-Spezialist Ralf Schenk, die Kuratorinnen Grit Lemke und Kristina Jaspers sowie der Science-Fiction-Autor Karsten Kruschel, welche Zukunftsbilder die DEFA entwarf und wie sich die DDR-Gesellschaft auch über ihre Utopien definierte. Schauspieler Gojko Mitic erzählt, wie glücklich er war, in "Signale" als Raumfahrer endlich ein anderes Rollenbild als das übliche Häuptlings-Image bedienen zu dürfen. Der Special-Effects-Fachmann Uwe Fleischer macht deutlich, wie DEFA-Tricktechniker die alte Babelsberger Filmhandwerk-Tradition, die bis in die Stummfilmzeit zurückreichte, unter neuen Bedingungen fortsetzen. Science Fiction in der DDR, das zeigt die Dokumentation von Knut Elstermann, war keine überragende Erfolgsstory, aber eine interessante und eigenwillige Episode in der deutschen Filmgeschichte. Zum 80. Geburtstag der DEFA zeigt der rbb im Mai unter dem Titel DEFA 80 ausgewählte Spielfilme und Dokus. Außerdem wird es im Sommer im Filmmuseum Potsdam eine Jubiläumsausstellung geben.

Ghost Train 22:45

Ghost Train: Trauberg, die DEFA und der Tod

Dokumentation

Nach dem Zweiten Weltkrieg liegen sowohl Deutschland als auch die Sowjetunion in Schutt und Asche. Nach der Neustrukturierung Berlins durch die Alliierten befindet sich das berühmte Studio Babelsberg im sowjetischen Sektor. Hier wird am 17. Mai 1946 die DEFA gegründet, die sich zum Filmkonzern der zukünftigen DDR entwickeln wird. Das wiederauferstandene Studio nimmt unter Aufsicht der UdSSR seine Arbeit auf. Von sowjetischer Seite wird der junge Filmregisseur Ilja Trauberg zum Direktor der DEFA berufen. Er stirbt im Dezember 1948 mit nur 43 Jahren in Berlin unter bis heute ungeklärten Umständen. Herzschlag? Selbstmord? Mord? Über sieben Jahrzehnte später will die Regisseurin Darya Khrenova, Ilja Traubergs Enkelin, Licht in diese rätselhafte Geschichte bringen: In der Sterbeurkunde, die sie nach dem Tod der Großmutter entdeckt, wird ein Herzinfarkt als Todesursache vermerkt. Da kommt ihr ein Satz ihrer Großmutter in den Sinn, den sie als Teenager gehört hat: "Ilja wurde vergiftet." Stimmt das? Wenn ja, warum? Darya Khrenova begibt sich auf Spurensuche, rekonstruiert die Frühgeschichte der DEFA. Das Berlin der Nachkriegszeit war ein 'Hotspot', eine konfliktgeladene Pufferzone zwischen den Ländern des sozialistischen Ostens und des kapitalistischen Westens. Welche Rolle spielte ihr Großvater in diesem brisanten Gemenge? Und was für ein Mensch war Ilja Trauberg? Das Leben und der Tod ihres Großvaters lassen Darya Khrenova keine Ruhe. Jeder Schritt, jede Begegnung und jedes Archiv bringen weitere Geschichten, Fakten, Fotos und Dokumente ans Tageslicht. Ein Kaleidoskop, das nach und nach als schillerndes Bild Ilja Traubergs Gestalt annimmt. Noch weiß Darya Khrenova nicht, welches Portrait des Großvaters der letzte Puzzlestein ergibt: Spion, Herzensbrecher, Cineast - der darüber stolperte, dass das Kino lediglich ein Schaukasten für das gerade begonnene Wettrüsten zwischen Ost und West war? Wem wird sie am Ende gegenüberstehen?