Jetzt 20:15 22:30
Zeit auswählen
Datum auswählen
Mo Di Mi Do Fr Sa So 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25

TV Programm für rbb Berlin am 07.10.2026

Jetzt

Geheimnisvolle Orte 21:00

Geheimnisvolle Orte: Das Völkerschlachtdenkmal - Monument und Mythos

Dokumentation

Das Leipziger Völkerschlachtdenkmal ist mit seinen 91 Metern eines der höchsten Monumentalbauten Europas. Wie ein steinerner Wächter aus einer anderen Zeit beherrscht es die Silhouette der Stadt und erinnert an die blutigste Schlacht des 19. Jahrhundert. Rund 90.000 Menschen verlieren damals ihr Leben. Der Völkerschlacht 1813 war Anfang vom Ende der Vorherrschaft Napoleons in Europa. Sie führte zur Neuordnung der deutschen Staaten. Seit Dezember 2025 gestaltet der britische Kurator Crawford Matthews die Zukunft des Denkmals. Der Mittdreißiger löst einen Kurator ab, der vier Jahrzehnte lang die Inhalte bestimmte. "Ich glaube als Historiker kann man kaum eine bessere Stelle finden", sagt er und außerdem habe er sich auch ein bisschen in Leipzig verliebt. Die Dokumentation begleitet ihn bei seinen ersten Schritten und fragt: Welche Geschichte kann dieses Denkmal künftig erzählen? Das Völkerschlachtdenkmal wird 1913 eingeweiht. Es ist vom nationalistischen Denken seiner Entstehungszeit geprägt. Im Laufe seiner Geschichte wird der Monumentalbau immer wieder als gigantische Kulisse für Propaganda missbraucht. Von den Nationalsozialisten als Sinnbild für die Unbezwingbarkeit der deutschen Volksgemeinschaft - in der DDR als Mahnmal für die Deutsch-Sowjetische Freundschaft und gegen Militarismus. Doch trotz der ihm zugeschriebenen Bedeutung zerfällt der Bau im Laufe der Zeit. Nach der Wiedervereinigung zeigt sich das volle Ausmaß der Schäden. Für Michael Jänisch, der als Ingenieur die gesamte Restaurierung betreute, war es eine der anspruchsvollsten Aufgaben seines Lebens. Er hatte weder genaue Baupläne noch entsprechende Vorgaben, stattdessen stößt er mit seinen Kollegen in den Katakomben auf ein Tunnelsystem. Sind das die geheimen Tunnel der Nazis, um die sich bis heute Gerüchte ranken? Die Dokumentation taucht ein, in die Geheimnisse und Mythen rund um dieses außergewöhnliche Bauwerk und beantwortet wichtige Zukunftsfragen: Wie kann dieser Denkmal-Koloss für künftige Generationen erlebbar werden und für welche Themen steht das "Völki" eigentlich in der heutigen Zeit?

Danach

rbb24 BERLIN 21:45

rbb24 BERLIN

Regionalmagazin

Geburtsdatum Mauerfall 22:15

Geburtsdatum Mauerfall

Menschen

Sie sind am 9.11.1989 geboren. In der DDR, am Tag als die Mauer fällt. In Berlin geht alles drunter und drüber, doch ihre Mütter liegen im Kreißsaal und bekommen von Schabowskis Pressekonferenz und der folgenden Grenzöffnung erstmal gar nichts mit. Massen von DDR-Bürgern drängen ohne Kontrolle hinüber in den Westen und werden dort wie Helden empfangen, aber die frischgebackenen Eltern ahnen nicht einmal, wie sich ihr Leben ändern wird. Die "Novemberkinder" wachsen auf in einer Zeit, in der für ihre Eltern alles auf dem Kopf steht. Wie prägt sie diese Umbruchzeit? Warum gibt Anika aus Rostock ihre gut bezahlte Arbeit in Hamburg auf, sucht sich wieder einen Job in der Heimat, um mit ihrer Zwillingsschwester zusammenzukommen? Oder Marvin aus Ludwigslust, der sich für 12 Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet hatte: Warum bricht er nach 8 Jahren ab und sucht sein Glück als Barkeeper in Hamburg? Was bedeutet Freiheit? Aber was ist auch als Erbe der DDR-Zeit hängen geblieben? Drei "Novemberkinder" erzählen von einem Lebensweg voller Brüche und Kehrtwenden. Erzählen darüber, wo sie jetzt stehen, wo sie Halt und Orientierung gefunden haben, und was sie bis heute mit der DDR verbindet. Eine deutsch-deutsche Dokumentation, gut drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall.

Mein Land will nicht verschwinden 22:45

Mein Land will nicht verschwinden

Dokumentarfilm

Der Film beleuchtet die Erfahrungen der Niedergangsphase der DDR und die Erwartungen der Gründergeneration. Im Zentrum stehen die Jahre 1989 und 1990. Goldstein konfrontiert persönliche Erinnerungen mit den öffentlichen und medialen Bildern des Ost- und Westfernsehens und legt so die Widersprüche der Geschichte offen: Lässt sich die DDR als "Diktatur" oder "Unrechtsstaat" hinlänglich beschreiben? War sie ein Versuch, Geschichte neu zu gestalten? Der Film fragt nach dem Handlungsspielraum des Einzelnen während dieser Umbruchphase und lädt die Zuschauerinnen und Zuschauern ein, eigene Erinnerungen und Gedanken einzubringen.