18:00
mit rbb24, Sport und Wetter
19:27
Wie ist die Wetterlage in Berlin und Brandenburg in den nächsten Tagen? Das Magazin informiert mit professionell gestalteten Wetterkarten über alle Trends.
19:30
19:56
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Gegen den Spitzenkandidaten der SPD, Steffen Krach, laufen aktuell Ermittlungen. Das hat die Staatsanwaltschaft Hannover dem rbb bestätigt. Nach einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung geht es um den Verdacht der Bestechlichkeit. Krach weist die Vorwürfe zurück. Es gilt die Unschuldsvermutung. Wir sprechen mit dem Spitzenkandidaten Steffen Krach über die Ermittlungen und fragen, was bedeutet das für den Wahlkampf.
20:25
Im Kaiserreich geplant und gebaut, blühte der Reichstag während der demokratischen Ära der Weimarer Republik auf. Doch schon bald darauf erlebte er seinen Untergang. Nach NS-Diktatur, Brand und Kriegszerstörung wurde er wiederaufgebaut, fiel während des Kalten Krieges in ein Wachkoma und wurde nach der Wende wieder zum Zentrum der politischen Macht in Deutschland. Das Gebäude aber ist mehr als nur ein Ort der Politik: Seit mehr als 120 Jahren ist es auch Bühne und Spiegelbild der deutschen Geschichte. Mit hochwertiger Ausstattung und Schauspielern wie Anna Thalbach, David Schütter, Beat Marti u. a. sind die wichtigsten Ereignisse rund um den Reichstag in Szene gesetzt. Es sind nicht nur die Parlamentarier, die im Fokus des Films stehen, sondern Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, die von der Kaiserzeit bis heute eng mit dem Gebäude verbunden sind. Ob Planer, Bauarbeiter, Bibliothekarin, Stenograf, Sekretärin, sie alle erlebten auf ihre Weise die wechselvolle Geschichte des bedeutendsten Hauses der deutschen Geschichte. Dazu gehören auch der Künstler Christo und der Architekt Sir Norman Foster, die das Reichstagsgebäude mit ihrem Schaffen weltweit zum positiven Symbol für das wiedervereinte Deutschland gemacht haben.
21:10
Das Brandenburger Tor ist so etwas wie das politische Epizentrum unseres Landes: monumentaler Zeuge in der Mitte Berlins, Bühne von politischer Inszenierung. Es ist das Symbol für die Teilung Deutschlands - und später für die Einheit des Landes. Doch die Geschichte dieses besonderen Bauwerks hat noch viel mehr zu bieten. 1793 errichtet, wird das Brandenburger Tor lange wenig beachtet. Bis Napoleon nach seinem Sieg über Preußen 1806 triumphal durch das Tor in die Stadt einzieht - und die Quadriga als Beutekunst nach Paris entführt. Erst mit der Rückkehr der Wagenlenkerin nach Berlin wird das Brandenburger Tor 1814 zum Triumphtor und zum nationalen Symbol umgedeutet. Es wird zum Repräsentationsort deutscher Großmachtphantasien. Nach dem zweiten Weltkrieg steht das Tor an der Nahtstelle zweier Systeme, die sich hier gegenüberstehen und misstrauisch beobachten. Mit dem Mauerbau macht die DDR-Propaganda es zum Friedenstor und zum Symbol für die erfolgreiche Sicherung der Staatsgrenze gegen die westliche Aggression. Das Tor hat zwei Seiten: Das Tor vor der Mauer, das Tor hinter der Mauer. Bis 1989 die Menschen aus Ost und West am Brandenburger Tor die Mauer überwinden und sich in den Armen liegen. Kein anderes Baudenkmal musste häufiger für die Symbolpolitik der Mächtigen herhalten, kein anderes wurde so häufig uminterpretiert, keines von so vielen politischen Gruppen als Kulisse genutzt und missbraucht wie das Brandenburger Tor. Seit den Neunzigerjahren ist das Brandenburger Tor mehr und mehr zum Ort für alle möglichen Spektakel und Feierlichkeiten geworden. Warum geht von diesem Ort eine solch magische Anziehungskraft für die Deutschen aus? Der Film taucht ein in die wechselvolle und ereignisreiche Geschichte dieses besonderen Bauwerks, er lüftet seine Geheimnisse und sein Innerstes. Die Dokumentation zeigt Menschen, deren Leben auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs auf besondere Weise mit dem Brandenburger Tor verbunden war.
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Die Fernsehbilder des in Flammen stehenden Pentagons und der einstürzenden Türme brennen sich innerhalb kurzer Zeit ins Weltgedächtnis ein. Nach einer langen Phase der "gefühlten" Unbeschwertheit sehen sich die Deutschen plötzlich einer Tragödie von bislang unvorstellbarem Ausmaß gegenüber. Die Angst vor einem Dritten Weltkrieg macht die Runde - und die bange Frage, ob Deutschland ähnliche Attacken zu erwarten habe. Drastische Sicherheitsmaßnahmen treten in Kraft: Die US Air Base im rheinland-pfälzischen Ramstein wird in höchste Alarmbereitschaft versetzt, Flugzeuge auf dem Weg in die USA auf unbestimmte Zeit nach Kanada umgeleitet. Eine Feier im baden-württembergischen Linkenheim nimmt einen ebenfalls dramatischen Verlauf: Die dreijährige Lara Bothe verliert an ihrem Geburtstag ihren Vater - er sitzt in jenem Flugzeug, das, live übertragen in Nachrichtensendungen rund um die Welt, in den Südturm des World Trade Centers stürzt. Schon am 12. September wird klar, die Spur des Terrors führt ausgerechnet nach Deutschland. In Hamburg platzt die Nachricht, dass "9/11" von einer "Terror-WG" aus Harburg geplant wurde, mitten in den erhitzt geführten Bürgerschaftswahlkampf rund um das Thema der Inneren Sicherheit. Und die Ermittler trifft es wie ein Schlag, dass "einer der größten Terrorakte der Menschheitsgeschichte direkt vor unserer Haustür geplant wurde", von einer bislang kaum bekannten Organisation namens al-Qaida. Mehr und mehr wird deutlich, dass Deutschland sich hier nicht aus der Verantwortung nehmen kann. Nach der erstmaligen Ausrufung des NATO-Bündnisfalls werden Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr in den Kampfeinsatz gegen die Taliban in Afghanistan geschickt. Der Einsatz in Afghanistan beginnt - und wird 20 Jahre dauern. "Deutschland 9/11" von Jan Peter und Daniel Remsperger betrachtet den 11. September 2001 aus deutscher Perspektive.