12:30
Auch wenn viele auf eine unendliche Geschichte gehofft hatten: Es ist vorbei. Der Flughafen Tegel ist dicht. Die letzten Jahre hat es geknirscht im Flugbetrieb von Berlin-Tegel. Der Airport im berühmten Sechseck, von den Architekten Meinhard von Gerkan und Volkwin Marg für zwei bis drei Millionen Passagiere entworfen, war schon lange an seine Kapazitätsgrenze gelangt. Und trotzdem funktionierte der Flugbetrieb auch mit 20 Millionen Fluggästen. Das Wunder von Tegel haben die Beschäftigten am Boden und in der Luft möglich gemacht. Mit dem Ende des Airports blicken sie zurück auf den Flughafen der kurzen Wege, mit dem viele lange verbunden waren: Piloten, Fluglotsen, Bodenpersonal, Zoll, Feuerwehr oder Meteorologen; sie erzählen wenig Bekanntes, Erstaunliches und Anekdoten. Und es kommen die Passagiere zu Wort: Ferienreisende und Vielflieger, Geschäftsleute, Bonn-Berlin-Pendler, Politiker. In Tegel betraten viele Prominente zum ersten Mal Berliner Boden: ob Obama oder Kennedy, die Queen oder der Papst, Jane Mansfield oder Marlene Dietrich. Die Dokumentation zeigt ihren herzlichen Empfang, natürlich auch den der Fußball-Weltmeister von 2014. Tegel ist auch mit Emotionen verbunden, ob bei der Landung der ersten Lufthansa-Maschine nach dem Mauerfall oder dem Abschied des letzten Air-Berlin-Fliegers. Die rbb Reporter Ulli Zelle und Silke Cölln haben tief in den Archiven gegraben und Filme gefunden, die viel über die Geschichte des legendären Flughafens erzählen: über die Zeit in schwarz-weiß, die Alliierten, über Pannen und Streiks, Smog und Ascheregen, als Tegel für Tage stillstand. Die Dokumentation nimmt aber auch Abschied von einem ganzen Flughafen-Ensemble. Dazu gehören das Verwaltungsgebäude, die Tankstelle, ein Heizwerk und die Cargo-Halle, in der auch tierische Fracht nach Berlin kam - wie die Panda-Bären für den Berliner Zoo. Tegel gehörte zur DNA von Berlin. Der Ort wird eine Zukunft haben, mit Universität und Technologiepark. Die alten Flughafengebäude sollen bald neu vermietet werden. Eine Hommage an den Flughafen von damals und die Stadt von morgen. Sie begleiten die Macherinnen und Macher vor Ort - manche von ihnen sind schon über Jahrzehnte und mit vielen Erinnerungen an TXL verbunden.
13:15
Religion ist Privatsache, sagen die einen. Andere zeigen ihren Glauben ganz offen. Menschen mit Turban, Kopftuch, Kippa und Ordenskleid begegnen uns im Alltag immer wieder. Warum machen sie ihren persönlichen Glauben so sichtbar? Und wie fühlt es sich an, als religiöser Mensch erkennbar zu sein? Wir haben fünf Menschen aus fünf Religionen gefragt.
13:45
Vier Kandidaten müssen in Einzelrunden eine Minute lang Fragen gegen die Uhr beantworten. Pro richtige Antwort wird ihnen Geld gutgeschrieben. In Einzelduellen gegen den "Jäger" müssen sie dann ihr Geld verteidigen. Werden sie dabei von ihm eingeholt, scheiden sie aus. Wenn die Kandidaten aber gegen den "Jäger" gewinnen, retten sie sich und ihr Geld ins Finale.
14:30
Vier Kandidaten müssen in Einzelrunden eine Minute lang Fragen gegen die Uhr beantworten. Pro richtige Antwort wird ihnen Geld gutgeschrieben. In Einzelduellen gegen den "Jäger" müssen sie dann ihr Geld verteidigen. Werden sie dabei von ihm eingeholt, scheiden sie aus. Wenn die Kandidaten aber gegen den "Jäger" gewinnen, retten sie sich und ihr Geld ins Finale.
15:15
Markus von Rheinberg, knallharter Geschäftsmann und charmanter Gesellschafter', leitet die Geschicke der Bank mit Weitblick und Effizienz. Für diese Aufgabe hat ihn seine traditionsbewusste Mutter Lilo nach dem frühen Tod des Vaters von Kindesbeinen an gedrillt. Nur einmal lehnte er sich gegen ihren Standesdünkel erfolgreich auf: Markus heiratete die patente, bodenständige Klempnertochter Sophia, bis heute seine große Liebe, mit der er drei erwachsene Kinder hat: "Kronprinz" Frank, über dessen Privatleben die Regenbogenpresse vergeblich spekuliert, gilt schon jetzt als führende Persönlichkeit der Finanzwelt. Seine kleine Schwester Marietta, Nesthäkchen und Problemkind der Familie, gibt sich als überdrehtes Partygirl - doch der Schein trügt. Ihre Schwester Elena übernahm nach einer Karriere als Springreiterin das Rheinbergsche Gestüt. Sie hat zwei kleine Kinder mit dem attraktiven Argentinier Martine La Rocca, der vergeblich versucht, eigene Geschäfte auf die Beine zu stellen, dabei aber von seinem arroganten Schwiegervater nur müde belächelt wird. Keinen leichten Stand hat auch Sophias Bruder Will Stern. Der zwielichtige Baulöwe ist ein neureicher Selfmade-Man, der Stil mit protzigem Gehabe verwechselt. Geliebt wird er von Isabel von Norden, Boutiquenbesitzerin aus verarmtem Adel. Schwarzes Schaf der Familie von Rheinberg ist Markus' ältere Schwester Mona. Monas Tochter Ariane findet nur durch Zufall heraus, was ihre Mutter ihr immer verschwiegen hat: Ariane ist ein Spross des legendären von-Rheinberg-Clans. Inkognito und ohne das Wissen ihrer Mutter nimmt sie einen Job in der Frankfurter Firmenzentrale an und gewinnt dank ihrer Tüchtigkeit rasch Markus von Rheinbergs Vertrauen. Dieser hält große Stücke auf sie - bis er erfährt, dass sie Monas Tochter ist, die sich ihren Platz in der Rheinberg-Dynastie erkämpfen will. Arianes Karriere im Haus von Rheinberg scheint beendet. Als Markus' rechte Hand, Friedrich Blessmann, dessen zwielichtigen Geschäftspraktiken die Bank ihr Überleben verdankt, während der Feier zum Firmenjubiläum im Tresorraum einem Herzinfarkt erliegt, ziehen auch von anderer Seite her dunkle Wolken auf.
16:00
Berlin-Neukölln ist der gegensätzlichste Stadtteil von Berlin: hip, trendy, kreativ und arm, verwahrlost und kriminell. Von der Sonnenallee - der "arabischen Straße Berlins" bis hin zum dörflich-grünen Böhmisch-Rixdorf. Seit Beginn seiner Geschichte ist Neukölln von Einwanderung geprägt. Heute leben hier Menschen aus über 160 Nationen.
16:10
Im Wald von Neuzelle werden Zisterziensermönche in den kommenden Jahren ein neues Kloster bauen. Es wird auf dem Gelände eines ehemaligen Erholungsheimes der DDR-Staatssicherheit entstehen. Die Mönche kommen aus dem Stift Heiligenkreuz in Österreich und haben vor über fünf Jahren das Priorat Neuzelle gegründet. Zurzeit leben sie im katholischen Pfarrhaus der vor über 200 Jahren säkularisierten Klosteranlage, die heute vor allem touristisch genutzt wird und deshalb für ein monastisches Leben nicht mehr geeignet sei. Deshalb soll ein komplett neues Kloster gebaut werden, in dieser Form einmalig auf deutschem Boden seit dem Mittelalter. Dabei drohte das Projekt zwischenzeitlich sogar zu scheitern. Der 45-minütige Film zeigt den Alltag der Mönche zwischen Gebet, Arbeit und Mission via YouTube. Die Zuschauer erleben die erste Zeit des wohl Jahrzehnte dauernden Klosterbaus und lernen Menschen kennen, die das Projekt der Wiederansiedlung aktiv unterstützen.
16:55
Ein kleiner Familienbetrieb in der Niederlausitz beweist seit etlichen Jahren, dass es auch ohne Folie geht!! Auf den 10 ha Feldern rund um Kalkwitz herrscht in der Saison ebenso Hochbetrieb, wie bei den anderen. Nur, dass die Saison einfach später beginnt. "Wahrer Genuss kann warten", sagt Manuela Scharkowski, die überzeugt davon ist, Spargel von höchster Qualität anzubauen, auch wenn er sich mit seinen rosa-Köpfchen optisch etwas von den reinweißen Stangen anderer Bauern unterscheidet. "Wir haben einen festen Kundenstamm zwischen Berlin und Dresden und sie alle mögen keine Plastiktunnel in der Landschaft." Dass es nicht wirtschaftlich sei, können die Scharkowskis nicht verstehen. Die Folien seien teuer, ebenso sei es mit Arbeit und Lohnkosten verbunden, die alle Jahre auszubringen, zu wechseln zu reparieren. 10 Saisonkräfte beschäftigen sie, "mit denen kommen wir sehr gut über die Runden", sagt Sohn Max, der sogar seine Bachelorarbeit über folienfreien Spargelanbau schreibt. Der Film begleitet die Familie Scharkowski durch die Spargelsaison. Er will herausfinden, was hier anders läuft und warum sich ein so kleiner Betrieb mit unkonventionellem Herangehen gegen die Übermacht der großen Betriebe behaupten kann.
17:25
Berlin ist nicht nur voller Menschen und Autos, die Hauptstadt kann auch mit einer außergewöhnlich großen tierischen Artenvielfalt aufwarten. Mehr als 50 Säugetier- und rund 180 Vogelarten hat die Hauptstadt zu bieten. Dank der ausgedehnten Grünflächen und der vielen Gewässer finden immer mehr tierische Bewohner den Weg in die Stadt. Kein Wunder, dass es täglich zu spannenden Begegnungen von Mensch und Wildtier kommt. Dr. Renate Lorenz (65) lebt für die Berliner Tierwelt. Ob Haustier oder Wildtier - in ihrer Tierarztpraxis in Lichterfelde ist jedes tierische Lebewesen willkommen. Renate Lorenz ist bekannt für ihr großes Herz und ihren professionellen Ehrgeiz, hilfsbedürftige Wildtiere gesund zu pflegen - selbst wenn sie dafür kein Honorar abrechnen kann. Ihre Wildtier-Kinderstube ist vor allem im Sommer bis auf den letzten Platz belegt. Ganz frisch eingetroffen: ein verwundeter Igel und zwei mutterlose Eichhörnchenbabies. Die Leinenpflicht für Hunde in Berlin bringt viele Hauptstädter auf die Palme und polarisiert die Gemüter. Nathalie Bunke (51) von der Naturwacht im Naturpark Marienfelde ist selbst Hundeliebhaberin. Doch auch die Wildtiere der Stadt liegen ihr am Herzen. Konflikte mit Hundebesitzern gibt es vor allem im Sommer, wenn die Rehe ihre Kitze ablegen. Weil Hundebesitzer ihre Vierbeiner nicht anleinen wollen, finden Nathalie Bunke und ihre Kollegen immer wieder totgebissenen Nachwuchs. Im Dialog mit den Hundebesitzern nimmt die ausgebildete Jägerin kein Blatt vor den Mund. Auch die Wildtiere Berlins brauchen eine Lobby, so ihr Credo. Klaus Roggel (71) aus Charlottenburg-Wilmersdorf macht aus seiner Faszination für Mauersegler keinen Hehl. Seine Mission: Er will es den flinken Luftakrobaten leichter machen, in der Großstadt Brutstätten zu finden. Über seine private Homepage bietet er anderen Berlinerinnen und Berlinern tatkräftige Unterstützung bei der Ansiedlung von Mauerseglern an der eigenen Hauswand an. Diesmal führt ihn sein Mauersegler-Coaching an den Bundesring in der Nähe vom Tempelhofer Feld. Hier möchte sich Wolfgang Bergfelder einen Brutkasten für Mauersegler zulegen. Olaf Schrader ist zwar noch nicht so lange mit den tierischen Arbeitskollegen in der TU Druckerei vertraut, aber sie scheinen sich an ihn gewöhnt zu haben. Täglich schauen die Eichhörnchen vorbei, und manchmal springen hier und da ein paar Gramm Nüsse dabei für sie raus.
17:53
Fuchs und Elster: Der neugierige Schnabel
18:00
mit Sport
18:28
Wie ist die Wetterlage in Berlin und Brandenburg in den nächsten Tagen? Das Magazin informiert mit professionell gestalteten Wetterkarten über alle Trends.
18:30
19:00
Havelsee liegt im westlichen Brandenburg im Landkreis Potsdam-Mittelmark. In der Gegend gibt es viel Wasser, Wälder und Ruhe. Die Fähre in Pritzerbe geht auf eine 600 Jahre alte Bootsverbindung zurück. Die Stadt ist ein Zusammenschluss aus den fünf Ortsteilen Pritzerbe, Fohrde, Briest, Hohenferchesar und Marzahne.
19:27
Wie ist die Wetterlage in Berlin und Brandenburg in den nächsten Tagen? Das Magazin informiert mit professionell gestalteten Wetterkarten über alle Trends.
19:30
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Der Schauspieler Mario Adorf starb am Mittwoch, dem 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren. Aus diesem Anlass sendet das rbb Fernsehen den Zweiteiler "Der letzte Patriarch" mit Mario Adorf in der Titelrolle. Der aufwendige Zweiteiler erzählt ein bewegendes Familiendrama in Zeiten von Globalisierung und Produktpiraterie: Der alteingesessene Lübecker Marzipanfabrikant Konrad Hansen tritt als Firmenchef zurück. Nachfolger wird nicht wie erwartet sein erstgeborener Sohn Sven, sondern sein jüngeren Sohn, der smarte Überflieger Lars. Lars hatte den Vater durch die zukunftsorientierte, aber ebenso risikoreiche Expansion der Firma nach China beeindruckt. Die Familie ist über die einsame Entscheidung des Patriarchen entsetzt, es kommt zum Disput. In der Krise besinnt Konrad sich auf seine langjährige Freundin Ruth, eine Künstlerin, die zurückgezogen auf dem friesischen Land lebt und der er vertraut. Noch ahnt Konrad nicht, wie schnell er seine Entscheidung, Lars zum Firmenchef zu berufen, bereuen wird.
21:45
mit Sport
22:00
Der Schauspieler Mario Adorf starb am Mittwoch, dem 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren. Aus diesem Anlass sendet das rbb Fernsehen den Zweiteiler "Der letzte Patriarch" mit Mario Adorf in der Titelrolle. Der aufwendige Zweiteiler erzählt ein bewegendes Familiendrama in Zeiten von Globalisierung und Produktpiraterie. Im zweiten Teil reist Konrad Hansen mit Ruth an seiner Seite zurück nach China, um seinen Widersacher zu finden. In Shanghai trifft er sich mit Mei Jing und wird von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt. Mei Jing lebte einst im Lübecker Haus der Hansens, wo Konrad, bereits verheiratet, eine Affäre mit der talentierten jungen Musikerin begann. Um der Familienehre willen, schickte er Mei Jing fort und speiste sie mit Geld ab. Damals ahnte Konrad nicht, dass sie schwanger war. So wuchs sein unehelicher Sohn Tao in China heran, besessen von dem Gedanken, sich an seinem Vater zu rächen. Mit seiner illegalen Fabrik fügt Tao dem Hansen-Imperium schweren Schaden zu. Doch Konrad spürt die nicht genehmigte Produktionsstätte auf. Jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die chinesischen Behörden dem Produktpiraten das Handwerk legen.
23:30
Südfrankreich, um das Jahr 1766: In der Bergregion Gévaudan geht die Angst vor einer mordenden Bestie um. Der Chevalier Grégoire de Fronsac, ein weitgereister Naturforscher und Tierpräparator, soll im Auftrag seiner Majestät König Ludwig XV. die Suche unterstützen. Mit seinem Blutsbruder und Freund Mani, der ihn seit seiner Zeit in den Kolonien in der Neuen Welt begleitet, taucht der Chevalier in das ausgelassene Leben des Provinzadels ein. Er beginnt eine Affäre mit der geheimnisvollen Kurtisane Sylvia, lernt den charismatischen Adligen de Morangias kennen und verliebt sich in dessen junge Schwester Marianne. Die Jagd nach der Bestie bleibt jedoch ohne Erfolg. Um seine Allmacht zu demonstrieren, lässt der König einen Wolf erschießen und de Fronsac anweisen, das Tier zu einer monströsen Kreatur auszustopfen. Schon bald wird ein weiteres Opfer aus Gévaudan gemeldet. Auf eigene Faust kehrt de Fronsac in die verängstigte Region zurück. Was er vermutet, scheint kühner als jede schauerliche Spekulation ...