18:00
mit rbb24, Sport und Wetter
19:27
Wie ist die Wetterlage in Berlin und Brandenburg in den nächsten Tagen? Das Magazin informiert mit professionell gestalteten Wetterkarten über alle Trends.
19:30
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Ohne Ticket in Bus und Bahn unterwegs. Das ist schon vielen passiert, unbeabsichtigt oder beabsichtigt. Doch wer schwarzfährt, begeht eine Straftat. Und so landen jedes Jahr tausende Menschen im Gefängnis, oftmals über mehrere Monate: weil sie ihre Strafe für einige Fahrten ohne Ticket nicht bezahlen können. Strafe muss sein, finden die einen, für die das eine Frage von Wertschätzung, Lastenverteilung und Gerechtigkeit ist. Ungerecht finden das die anderen, weil es fast immer die Schwächsten trifft, etwa weil sie süchtig oder psychisch krank sind und ihr Leben nicht ausreichend im Griff haben. Gefängnis hilft vielen nicht weiter, doch umso teurer wird es dadurch für uns alle. Denn jeder Haft-Tag kostet den Staat um die 200 Euro. Bundesjustizministerin Hubig hat Anfang April 2026 vorgeschlagen, das Delikt aus dem Strafgesetzbuch zu streichen. Seitdem gibt es eine breite gesellschaftliche Debatte über das Für und Wider. Die rbb24 Reporter treffen Menschen, die in der JVA Plötzensee ihre Strafe verbüßen und solche, die im wahrsten Sinne des Wortes freigekauft werden - von Aktivisten, die sich für die Entkriminalisierung von Schwarzfahren einsetzen. Sie sind in Brandenburg unterwegs mit einer Zugbegleiterin, die täglich mit Kunden ohne Fahrkarte zu kämpfen hat und sprechen mit einem Ex-Gefängnisdirektor, der eine klare Meinung dazu hat. Und sie beobachten Guerilla-Aktionen für ein 0-Euro-Ticket. Immer auf der Suche nach der Antwort auf die Frage: Ist das Gefängnis für eine "unbezahlte Freifahrt" die richtige Lösung?
20:45
Jahr für Jahr landen in Deutschland rund 50.000 Menschen im Gefängnis, obwohl sie nie zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurden. Sie verbüßen eine sogenannte Ersatzfreiheitsstrafe, weil sie eine Geldstrafe nicht bezahlen konnten. Besonders oft geht es dabei um Fahren ohne Ticket, aber auch um Ladendiebstahl oder Betrügereien. Aber auch in anderen Bereichen des Strafrechts stehen Menschen ohne große finanzielle Ressourcen tendenziell schlechter da: Wer kein Geld für einen Anwalt hat, ist oft im Nachteil, auch die Berechnung von Tagessätzen bei Geldstrafen ist nicht immer fehlerfrei. Kritiker werfen der Justiz immer wieder vor, Arbeitslose oder Obdachlose härter zu bestrafen und ihnen seltener Bewährung zu gewähren. Befürworter der bisherigen Praxis halten dagegen, dass Gesetze für alle gelten müssen. Sie befürchten, dass ohne Strafbarkeit mehr Menschen ohne Ticket fahren würden und die Preise für ehrliche Fahrgäste am Ende steigen könnten. Was ist dran an diesen Vorwürfen, und was müsste sich ändern?
21:45
mit Sport
22:00
Mit vier Kolleginnen und Kollegen diskutiert Jörg Thadeusz über folgende Themen: Ein Jahr nach dem Start von Schwarz-Rot ist die Zustimmung für Bundeskanzler Merz und seine Regierung auf dem Tiefpunkt. Innerhalb der Union wächst die Ungeduld mit dem renitenten Koalitionspartner SPD, doch auch der Parteivorsitzende und Regierungschef gerät immer mehr unter Druck. Werden Vertrauensfrage, Kanzlertausch oder Minderheitsregierung realistische Optionen, wenn Wirtschaftsflaute und Reformstau anhalten? Und welches Momentum braucht es, um der Koalition doch noch in die Erfolgsspur zu verhelfen? Außerdem: Wenige Monate vor den Wahlen für das Berliner Abgeordnetenhaus scheint mit Blick auf die Umfragen das Rennen ums Rote Rathaus so offen wie nie. Wie konnte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner den komfortablen Vorsprung von Beginn der Legislaturperiode so gründlich verspielen? Warum scheint auch er den selbst erklärten Kampf gegen Dreck und Dysfunktionalität zu verlieren? Und was bedeutet eine mögliche Neuauflage von Rot-Rot-Grün für die Zukunft der deutschen Hauptstadt? Und: Neue Entwicklungen im Ukraine-Krieg? Nach militärischen Rückschlägen an der Front und immer größer werdenden wirtschaftlichen Problemen in Russland gerät Machthaber Putin im eigenen Land zunehmend unter Druck. Gibt es die Chance auf eine langfristige Waffenruhe zu besseren Bedingungen für die Ukraine als bislang in Aussicht gestellt? Präsident Selenskyj hofft auf mehr Details und eine langfristige Feuerpause.