18:15
Die Potsdamer Straße, das sind mehr als zwei Kilometer Berlin: vom Potsdamer Platz in Mitte bis zum Kleistpark in Schöneberg. Die "Potse", wie sie ihre Bewohnerinnen und Bewohner liebevoll nennen, ist nicht nur eine vielbefahrene Innenstadtmagistrale. Sie lebt mit großer Selbstverständlichkeit die Widersprüche und Diversität Berlins: Schäbiges und Chic, Ost und West, Trends und Tradition. Der Potsdamer Platz als urbaner Knotenpunkt, das Kulturforum mit Philharmonie und Neuer Nationalgalerie, die schicke Galerienmeile samt Edelboutiquen, der Straßenstrich Ecke Kurfürstenstraße und ab Höhe Bülowstraße das Miteinander von Döner-Imbissen und feministischen Projekten. Der Film trifft Menschen dort, wo sie leben, in ihrem Alltag: Die bekannte Drag-Queen Margot Schlönzke ist hier aufgewachsen, kennt die Straße noch als Sackgasse an der Berliner Mauer und beobachtet nun seit Jahren fasziniert ihre Veränderungen bzw. ihre Beharrlichkeit, einfach eine Straße mit viel Verkehr und Toleranz zu bleiben. Jonathan Kartenberg, Betreiber des Sterne-Restaurants "Irma la Douce", erzählt, wie sehr er bei der Eröffnung in der Potsdamer Straße die gewachsene Nachbarschaft unterschätzte und wie glücklich er ist, endlich angekommen zu sein. Studentin Anna Raab lebt auch hier und entdeckt fasziniert die literarische Tradition und Gegenwart der Potsdamer; Marie-Christine Molitor von Mühlfeld gewährt Einblicke in die Galerieszene, und der ehemalige Boxer Izzet Mafratoglu öffnet die Türen seines Boxstudios - für sein Engagement hat er das Bundesverdienstkreuz bekommen.
18:45
Seit 1994 berichtet das vom Mitteldeutschen Rundfunk produzierte Boulevardmagazin über Prominente, die neueste Mode aus Paris und der Welt oder aktuelle Geschehnisse in den europäischen Königshäusern.
19:27
Wie ist die Wetterlage in Berlin und Brandenburg in den nächsten Tagen? Das Magazin informiert mit professionell gestalteten Wetterkarten über alle Trends.
19:30
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Als die zwölfjährige Marie verschwindet, verdächtigt Hauptkommissarin Herz den Sexualverbrecher Jens Schrader, der vor acht Jahren im gleichen Waldstück ein Mädchen vergewaltigt und ermordet hat. Johanna Herz traut ihren Ohren nicht, als sie hört, dass der Mörder eine Verlobte hat. Die attraktive Heilpraktikerin Martha Werle ist empört über die Verdächtigung, denn sie glaubt fest daran, dass ihre Liebe Jens Schrader geheilt hat. Nach acht Jahren Maßregelvollzug in der Psychiatrie bereitet er sich auf seine endgültige Entlassung vor. Er will Martha heiraten und in Frieden mit ihr leben. Sollte nicht jeder Mensch ein Recht auf eine zweite Chance haben? Da Jens Schrader außerdem ein Alibi für die Tatzeit hat, beginnt Johanna Herz zu zweifeln: Hat sie sich von ihren Vorurteilen und der verzweifelten Mutter des entführten Mädchens verleiten lassen, einer falschen Spur zu folgen? Dann wäre wertvolle Zeit vertan. Diesen Vorwurf bekommt Johanna Herz von ihrer Assistentin Katrin Schubert zu hören. Zum ersten Mal in ihrer Zusammenarbeit gibt es handfesten Streit zwischen den beiden Frauen. Als Polizeihauptmeister Horst Krause einen neuen Tatverdächtigen präsentiert, begreift Johanna Herz, dass sie einen dramatischen Fehler begangen hat. Auch Frank Tornow, der neue Lebensgefährte von Maries Mutter, hätte ein Motiv, das Mädchen aus dem Weg zu schaffen: Marie hasst Tornow und hat mit allen Mitteln versucht, den neuen Partner ihrer Mutter aus dem Haus zu ekeln. Tornow hat kein Alibi und lügt. Und es gibt noch jemanden, der sich in Lügen verstrickt: Maries leiblicher Vater ... Johanna Herz durchlebt ihren emotionalsten Fall und auch privat wird sie gefordert: Ihre Tochter Leonie bekommt ihr erstes Kind.
21:45
22:15
Das Projekt Nordautobahn macht wieder Schlagzeilen. Minister Schnitzler hat dafür gesorgt, um seine Erpresser bloß zu stellen. Sabine kann als seine aufgezwungene Beraterin schadlos aussteigen. Nicht so Georg. Er ist absolut pleite. Hadrian und Bertram bedrängen ihn, das in Ordnung zu bringen. Schließlich hängen ihre Frauen als Grundbesitzerinnen in diesem Spekulationsgeschäft mit drin. Georg muss dazu noch erfahren, dass Maria schwanger ist und weiß natürlich, dass das Baby nicht von ihm sein kann. Der Polizist Jörg und Nicoletta verabreden sich zur gemeinsamen Suche nach Josef Steinbergs Mörder. Witwe Waltraud Steinberg besucht Schnitzler, um ihn mit der Tatsache zu konfrontieren, dass sie weiß, wer ihren Mann erschossen hat: nämlich er.
23:05
Sabine, wieder ohne Job, macht sich an Bertram heran, was Helga mit wachsendem Hass beobachtet. Maria und Waltraud treffen sich zum Schwangerschaftsturnen. Dr. Heldt hat andere Sorgen. Er wird mit einem Video von Bertrams Datenstick erpresst. Hadrian wird fristlos entlassen. Gemeinsam mit Georg betrinkt er sich. Zu später Stunde treffen die beiden auf Bertram, der gerade aus Helgas Wohnung den Datenstick geklaut hat, und fangen eine Schlägerei an. Am nächsten Morgen findet Caro Hadrian und Georg komatös im Wohnzimmer auf dem Teppich. Und sie findet den Datenstick. Darauf sieht sie, dass Hadrian mit seiner Exfrau Sylvia Sex in einem Stundenhotel hat. Caro haut ab. Abhauen möchte auch Bertram, der weiß, was der Verlust des Sticks für ihn bedeuten kann. Sabine möchte ihn begleiten. Doch dann läutet es an der Tür.
23:55
Seit 25 Jahren hat Willibald Adrian Metzger nichts mehr von seinen Kameraden aus der Klasse 8b gehört. Und nun stolpert er, im wahrsten Sinn des Wortes, über die Leiche jenes Mitschülers, der ihn damals erbarmungslos gehänselt hat. Als er mit der Polizei zum Fundort zurückkehrt, ist der Tote allerdings spurlos verschwunden. Der ungehaltene Kommissar glaubt, Willibald sei betrunken, doch der weiß genau, was er gesehen hat. Angestachelt von der neugierigen Danjela Djurkovic, organisiert er ein Klassentreffen, zu dem tatsächlich fast alle kommen: Neben Pospischill, der es trotz mangelnder Intelligenz in den Polizeidienst schaffte, erscheinen der Lackaffe Lackner und der bigotte Meixner, inzwischen Priester. Sogar der alte Chemielehrer Eder, der als Rektor Karriere machte, lässt sich blicken. Sie alle sind verblüfft über die Eloquenz des ehemals schüchternen Außenseiters, der ihnen mit spitzzüngigem Witz die Worte im Mund umdreht - und mit seinem scharfsinnigen Verstand eine vertuschte Bluttat aufdeckt.