20:15
Eine Leiche treibt unter der belebten Galata-Brücke in Istanbul. Mit Hilfe von Laboranalysen und Strömungskarten des Bosporus folgert Kommissar Özakin, dass der Tote vor etwa einem Tag am Bosporusufer Opfer eines Messerangriffs wurde. Ein Zeitungsaufruf führt zur Identifizierung des Toten: Ergan Gül, ein 36-jähriger Sprachschüler deutsch-türkischer Abstammung. Von seinem eigentlichen Job wussten seine Mitschüler nichts. Als Mitarbeiter eines Callcenters in einem Istanbuler Hinterzimmer gaukelte Ergan ahnungslosen Rentnern vor, er rufe als Broker aus New York an und habe todsichere Aktientipps für sie. Eine Betrugsmasche, die ihm pro Abschluss 500 Euro brachte und den Opfern die Alterssicherung kostete. Über die Lehrerin, Selin Avas, erfährt Özakin die Adresse des Toten. Dort verwickelt ihn Cem Özgür, ein Kollege von Ergan Gül, in eine wüste Schlägerei. Hat Özgür Gül im Auftrag ihres gemeinsamen Chefs getötet? Oder ist Yasin Azul der Mörder? Wie viele andere wurde Azul von Ergan Gül um seine gesamten Ersparnisse gebracht. Der Hamburger Schichtarbeiter wollte sich damit seinen Lebensabend in der Heimat finanzieren. An den Geldscheinen, die man bei ihm findet, klebt Blut des Mordopfers. Für Ozakins Chefin, Dr. Ergün Kaya, reicht das für einen Haftbefehl gegen Azul. Doch Özakin glaubt Azul, der seine Unschuld beteuert und behauptet, Gül sei schon tot gewesen, als er dessen Geld an sich nahm. Zusammen mit seinem Kollegen Mustafa Tombul folgt Özakin einer weiteren Spur, wobei die schöne Lehrerin Selin sich als Güls Freundin entpuppt. Offensichtlich weiß Selin mehr über Güls Machenschaften, als sie zugibt. Im Alleingang sucht sie heimlich nach dem Geld ihres Freundes und begibt sich dabei selbst in Todesgefahr.
21:45
mit Sport
22:00
Der Anschlag auf den CSD in Berlin hat das Land erschüttert. Der mutmaßliche islamistische Attentäter Abdul B. war den Sicherheitsbehörden schon lange bekannt. Kontraste und rbb24 Recherche zeichnen nun die Spur seiner Radikalisierung: Wie wurde aus einem Berliner Jungen ein Islamist? Brisante Einblicke in Urteile und Protokolle zeichnen das Bild von einem Mann, der sich über Jahre islamistischen Ideologien zuwandte - im Internet, aber auch durch persönliche Kontakte zu Predigern und bei Reisen ins Ausland. Weshalb wurden Maßnahmen zur Deradikalisierung nicht früher und konsequenter durchgeführt? Neue Erkenntnisse werfen außerdem erneut die Frage auf: Haben Behörden wichtige Infos nicht weitergegeben? Und hätte die Tat verhindert werden können?
22:15
Laura kehrt mit ihren beiden Kindern für die Hochzeit ihrer Schwester Ana in ihr kastilisches Heimatdorf zurück. Der einzige Wermutstropfen bei der ausgelassenen Feier ihrer Großfamilie ist, dass ihr Ehemann Alejandro wegen dringender Geschäfte in Buenos Aires bleiben musste. Als in der Nacht plötzlich ihre 16-jährige Tochter Irene verschwindet, beginnt für Laura ein Albtraum. Die Kidnapper lassen unmissverständlich wissen: Wenn die Polizei eingeschaltet wird, bedeutet das für die Geisel den Tod. Lauras Jugendliebe Paco und ihr Schwager Fernando stehen der verzweifelten Mutter in dieser schweren Situation bei. Nicht nur die Sorge um das Mädchen, sondern auch ein schrecklicher Verdacht versetzt die Familie in zusätzliche Unruhe: Jemand aus ihrem Kreis muss den Kidnappern geholfen haben. Das Lösegeld aufzubringen, erweist sich schwieriger als gedacht. Alejandro, inzwischen aus Argentinien nachgereist, ist längst nicht mehr der erfolgreiche Geschäftsmann von früher. Nun richten sich Lauras Hoffnungen auf Paco, dem sie einst das Land für sein florierendes Weingut zu einem Freundschaftspreis verkauft hat. Nur er kann die geforderte Summe des Lösegeldes aufbringen.