17:05
Den Jaguar-Babys schwant etwas. Die Tierpfleger treffen spezielle Vorkehrungen. Heute kommt der Tierarzt zum großen Gesundheitscheck. Aufregung im Wolfsrudel. Alpha-Rüde Cosmo hat Streit mit Titan. Fehe Nafti kann über die Rivalitätskämpfe der beiden Männer nur müde "lächeln". Kapi ist schon ziemlich gebrechlich. Die alte Wasserschwein-Dame will mit ihren elf Jahren nur noch ihre Ruhe haben. Felipe, der junge Mann, hofft nun auf junge Mädels, mit denen er Spaß haben kann. Einmal im Monat wird es spannend bei den Hechtalligatoren. Ihr Becken muss gereinigt werden. Auge in Auge mit Eugen ist das für die Tierpfleger nicht ganz ungefährlich. Oder? Weitere Helden: Zwergotter-Nachwuchs, Krallenfrösche, Nasenbären, Stabschrecken, Vielfraße, Gürteltiere, Nachtaffen, Schmutzgeier und Tapir Chico.
17:53
Pittiplatsch: Der neue Schrank
18:00
mit rbb24, Sport und Wetter
19:27
Wie ist die Wetterlage in Berlin und Brandenburg in den nächsten Tagen? Das Magazin informiert mit professionell gestalteten Wetterkarten über alle Trends.
19:30
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Vor 50 Jahren, am 23.April 1976, eröffnet, war der Palast der Republik immer mehr als nur ein Gebäude: Sein Bau war das Symbol für eine DDR in neuem Glanz, modern und weltoffen. Ein sozialistischer Tempel der Pop und Politik, Propaganda und Spektakel in einem Haus versammelte. Kein DDR-Gebäude ist so ausführlich und intensiv in all seinen Facetten und Winkeln gefilmt worden wie der Palast der Republik: Parteitage, zahlreiche Shows, Auftritte und Konzerte internationaler Stars. Mit "Brot und Spielen" buhlte der Staat um Anerkennung bei der Bevölkerung, die das Angebot auskostete und den leuchtenden Glaspalast dennoch als "Honeckers Lampenladen" verspottete. Trotzdem zog dieses Traumhaus als einzigartige Mischung aus Parlamentsgebäude inklusive Gemäldegalerie und Kulturhaus mit Disco und Bowlingbahn die Massen an wie kaum eine andere Einrichtung. Im Schnitt besuchten fast zehntausend Besucher pro Tag das Haus. Hier gab es, was es sonst nicht gab: Radeberger Bier, Weine aus Meißen und sogar Cocktail "Manhattan" für 3,55 Mark der DDR. 1990 wurde der Palast der Republik wegen Asbestbelastung geschlossen und später saniert, bis von ihm nur noch ein Stahlgerippe übrigblieb. Im wiedervereinten Deutschland begann eine Debatte um Erhalt oder Abriss des Gebäudes. 2002 beschloss der Bundestag, dass der von Asbest befreite Rohbau des Palastes dem Nachbau des Berliner Schlosses als Humboldt-Forum weichen soll. Für nicht wenige ehemalige DDR-Bürger war der Abriss des Republikpalastes der offensichtliche und schmerzhafte Beweis für den Umgang der Bundesrepublik mit dem DDR-Erbe. Die Dokumentation erzählt nicht nur vom Aufstieg und Fall eines symbolträchtigen Gebäudes, sie widmet sich einem einmaligen historischen Ort, der wie kaum ein anderer die wechselvolle Geschichte des geteilten und wiedervereinten Deutschlands spiegelt. An Zeiten im "Volkspalast" erinnern sich neben vielen anderen der Sänger Frank Schöbel, die Journalistin Elke Bitterhof und der Politiker Gregor Gysi.
21:45
mit Sport
22:00
Y-KOLLEKTIV-Reporter Nico Schmolke ist 1991 geboren, kennt vor allem die Prostete gegen die Atomkraft und fragt sich jetzt: Warum wollen junge Menschen plötzlich zurück zur Kernenergie? Woher kommt das Umdenken? Und: Wie realistisch wäre das wirklich? Dabei begibt er sich auf eine Erkenntnisreise durch sechs Jahrzehnte Atomkraft-Geschichte, angefangen in den 1960er Jahren, als die Atomkraft als "sauberster Strom der Welt" gepriesen wurde, ehe sie in den 1990er Jahren zur "schlimmsten Hinterlassenschaft an zukünftige Generationen" wurde - und nun von einigen wieder als "gangbarer Weg" der Energiegewinnung deklariert wird. Er stellt fest: Ein Thema, bei dem Wunsch und Wirklichkeit immer wieder kollidieren und das viel erzählt über Debattenkultur und deutsche Sonderwege.
22:35
26. April 1986. Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl explodiert, ein Super-GAU mitten im Kalten Krieg. Das Sowjetsystem vertuscht und spielt auf Zeit. Eine radioaktive Wolke breitet sich nach Westen aus. Niemand ist auf so etwas vorbereitet, keiner weiß, was zu tun ist. Ein wahr gewordener Albtraum, der keine Grenzen kennt. Der Film erzählt unmittelbar ab dem Moment der Explosion, wie sich die Ereignisse überschlagen. Versucht man in Tschernobyl mit Feuerwehrleuten und Soldaten, den größten anzunehmenden Unfall unter Kontrolle zu bringen, liefern sich Politiker in Deutschland einen Kampf um die Deutungshoheit der Lage. In der DDR wird verharmlost, die Aktuelle Kamera meldet so gut wie nichts, in der Bundesrepublik dagegen rund um die Uhr, auf allen Kanälen. Viele sind verunsichert, verlieren das Vertrauen, plötzlich kippt die Stimmung. Ein junger hessischer Umweltminister von den Grünen fordert den Atomausstieg und attackiert den Bundeskanzler. Zum 40. Jahrestag der Nuklearkatastrophe erzählt Tschernobyl 86 erstmals zu 100% mit Archivmaterial aus dem Schreckensjahr 1986, direkt und nur mit Original-Kommentar. Zu erleben sind politische Akteure und Experten, die überfragt und überfordert sind; Menschen, die ihre Angst zeigen und entschlossene Männer und Frauen, die sich in Lebensgefahr begeben, um zu retten, was nicht zu retten ist. Vier Jahrzehnte später wirken diese Bilder erschreckend aktuell. Wieder verlaufen Grenzen und Konflikte zwischen Ost und West, wieder ist der Krieg zurück in Europa, belauern sich Atommächte gegenseitig und rüsten gegeneinander auf. Die Angst vor einer Gefahr, die man weder sehen, noch riechen, noch hören oder schmecken kann, ist mit dem Corona-Virus zurückgekehrt. Gesellschaftliche Polarisierung und Meinungsmache werden in Krisen zu Brandbeschleunigern. Die Angst vor dem unbekannten Schrecken entfacht eine Dynamik, die sich kaum beherrschen lässt.