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TV Programm für rbb Berlin am 06.05.2026

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Tagesschau 20:00

Tagesschau

Nachrichten

Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.

Danach

Geheimnisvolle Orte 20:15

Geheimnisvolle Orte: Sacrow bei Potsdam - Paradies im Mauerschatten

Dokumentation

Zwischen Buchenwäldern, Schilfgürteln und stillen Seen liegt Sacrow an der Havel. Eine Idylle mit knapp einhundertfünfzig Einwohnern. Auf den ersten Blick merkt man dem Ort seine dramatische Geschichte im 20. Jahrhundert nicht an. Um die Jahrhundertwende wird Sacrow wegen seiner Lage am Wasser und der Nähe zur Metropole Berlin zu einem Ort der Reichen und Schönen. Sommervillen säumen das Ufer an der Havel. Mit der NS-Diktatur beginnt auch hier die Vertreibung und Ermordung der jüdischen Hausbesitzer und im Sacrower Schloß residiert ein glühender Nazi. Zur DDR-Zeit wird der Ort durch Stacheldraht und Mauer abgeriegelt und zum "Grenzgebiet" mit eigenen Regeln. Der Ortseingang ist durch einen Kontrollpunkt gesichert und der 'Ort am Wasser' hat keinen Zugang mehr zur Havel. Die Bewohner sind gezwungen "unter sich" zu bleiben. Doch das Gemeinschaftsgefühl wird im November 1975 auf eine harte Probe gestellt. Der 21-jährige Sacrower Lothar Hennig wird mitten auf der Dorfstraße von einem Grenzposten erschossen. Seine verzweifelte Familie trifft auf eine Mauer des Schweigens ihrer Nachbarn. Die Tragödie ist ein Beispiel dafür, wie Menschen durch Angst und Einschüchterung dazu gebracht werden, ihre Menschlichkeit zu verlieren. Für kaum einen anderen Ort ist der Fall der Mauer im November 1989 und der folgende Abbau der Grenzanlagen so befreiend, wie für den hinter Stacheldraht und Mauer hermetisch abgeriegelten Ort Sacrow. Filmemacher Jens Arndt erzählt die kontrastreiche Geschichte dieses Ortes, der immer wieder im Fokus der wechselnden Machtverhältnisse stand.

Geheimnisvolle Orte 21:00

Geheimnisvolle Orte: Schloss Cecilienhof

Dokumentation

Dass im Sommer 1945 im Schloss Cecilienhof die Potsdamer Konferenz abgehalten wurde, ist hinlänglich bekannt. Dass Cecilienhof ein Treff von Verschwören war, ein Vorzeigemuseum für Regierungsgäste, ein hermetisch geschütztes Sperrgebiet der Sowjetbesatzung, ein Problem der Wendezeit ein Hassobjekt für Rechtsradikale, eher weniger. Unlängst in den Schlagzeilen war es wegen noch zu klärender Hohenzollern-Ansprüche. Das Potsdamer Schloss Cecilienhof hat eine Menge an Geschichten zu bieten, gloriose, spektakuläre wie unrühmliche. Cecilienhof war der letzte Schlossneubau der Hohenzollerndynastie, gedacht als Wohnsitz für den zukünftigen deutschen Kaiser des 20.Jahrhunderts, dem Erben des Thrones von Wilhelm II. Erbaut nach den Wünschen des Kronprinzen Wilhelm von Preußen, eingerichtet nach den Vorstellungen der Kronprinzessin Cecilie war der Fürstensitz gerade mal ein Jahr bewohnt, als die Novemberrevolution von 1918 den Hausherren eine rote Fahne aufs Schlossdach setzen wollte. Das Schloss funktionierte später wie eine Zweigstelle des Exil-Kaiserhauses, war Sitz der königlichen Familie im republikanischen Potsdam, Treffpunkt der High Society und von Nazi-Größen. Nachdem die royalen Hausherren 1945 vor der Roten Armee geflüchtet waren, übernahm der Sowjetgeheimdienst die Aufgabe, das Anwesen für die Konferenz der Sieger umzurüsten. Zwei Wochen verhandelten die Großen Drei, Truman, Stalin und Churchill, der Letztere im Wechsel mit Premier Attlee, die Nachkriegsordnung Deutschlands und die großer Teile der Welt. Von den Ereignissen und Personen, von Geschichte und Geschichten aus dem Schloss Cecilienhof, nicht nur in den Tagen der Potsdamer Konferenz, auch vom Davor und Danach erzählt der Film aus der Reihe Geheimnisvolle Orte. Cecilienhof, das Potsdamer Schloss mit dem Hohenzollernadler und dem Sowjetstern.

rbb24 mit Sport 21:45

rbb24 mit Sport

Nachrichten

mit Sport

Kirche, Krieg und mein Gewissen 22:00

Kirche, Krieg und mein Gewissen

Dokumentation

Alle 18-Jährigen ab dem Geburtsjahrgang 2008 erhalten seit Anfang Januar 2026 Fragebögen der Bundeswehr. Sie sollen Auskunft geben, ob sie bereit sind, den freiwilligen Wehrdienst zu leisten. Eine Gewissensentscheidung, die viele aufwühlt. Jan Kingreen, evangelischer Potsdamer Pfarrer und Friedensbeauftragter seiner Kirche, berät Jugendliche, wie auch viele seiner katholischen Kolleginnen und Kollegen, "ergebnisoffen", so betont er. Ist die Bundeswehr eine Option? Für Kingreen dient die Beratung dazu, dass die Jugendlichen, die zu ihm kommen, ihr Gewissen mit der Leitfrage erforschen: "Kann ich mir vorstellen, mit einer Waffe auf einen Menschen zu zielen - und warum (nicht)?". Auch der Bischof des Bistums Mainz Peter Kohlgraf fordert, jungen Menschen bei diesem Thema mehr zuzuhören, ihre Bedürfnisse zu sehen und Freiwilligendienste als gleichwertige Alternative zum Wehrdienst zu betrachten. In der Doku "Kirche, Krieg und mein Gewissen" aus der ARD-Reihe "Echtes Leben" kommen junge Menschen zu Wort, zum Beispiel die Sänger des Mainzer Domchors. Was treibt die betroffenen jungen Männer um? Und wie viele von ihnen werden sich zum freiwilligen Wehrdienst melden? Der 18-jährige Leo aus Koblenz ist Mitorganisator eines bundesweiten Schülerstreiks gegen den Wehrdienst. Friedenserhalt durch Gewaltlosigkeit oder Sicherheit durch militärische Aufrüstung - das wird intensiv und kontrovers unter Jugendlichen, aber auch in den Kirchen diskutiert, ausgelöst auch durch die neue Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sowohl die evangelische wie auch die katholische Kirche orientieren sich seitdem offiziell an der Realpolitik und sehen den Einsatz von Gewalt unter bestimmten Voraussetzungen als legitim an. Für den Koblenzer Schüler Leo ist damit der friedensorientierte "Kompass der Kirche" verloren gegangen. Auch der Zehdenicker Pfarrer und Pazifist Andreas Domke steht der Neuausrichtung seiner evangelischen Kirche skeptisch gegenüber. Er sagt: "Alte Menschen finden es gerade wieder ziemlich sexy, wenn junge Leute Armeeuniformen anziehen ... Sie meinen, es wäre doch total stark, wenn die Jugend von heute ihr Leben für die Heimat geben würde." Der Militärpfarrer Ciprian Matefy betreut in Rheinland-Pfalz Soldaten. Darunter auch einen jungen Christen, der sich aufgrund seiner Werte und religiösen Überzeugung gerade für den Wehrdienst entschieden hat. Die neue Friedensdenkschrift sieht Matefy als "notwendige Anpassung an die Wirklichkeit" und bemerkt, dass sich Soldatinnen und Soldaten dadurch in ihrer Gewissensentscheidung besser wahrgenommen fühlen.

Stammheim - Zeit des Terrors 22:30

Stammheim - Zeit des Terrors

TV-Dokudrama

Er war eine der aufwändigsten juristischen Aufarbeitungen der Bundesrepublik und hielt die Welt in Atem: Der Stammheim-Prozess gegen die Führung der ersten Generation der RAF, der im Mai 1975 begann. Mit 40.000 Beweismitteln, fast 1.000 geladenen Zeugen, 80 Sachverständigen, 14.000 Seiten Wortprotokoll, 50.000 Blatt Prozessakten und Gesamtkosten in Höhe von 20 Millionen DM war er ein Gerichtsverfahren der Superlative. Durch den Prozess wurde Stammheim auch zum identitätsstiftenden Ort der RAF. Das Dokudrama rekonstruiert die Lebenswelt der vier RAF-Häftlinge im siebten Stock der JVA Stammheim und zeigt das Geschehen auf der öffentlichen Bühne im benachbarten Gerichtssaal. Im Mittelpunkt des Dokudramas steht auch die Perspektive von Horst Bubeck, der als Vollzugsbeamter im Zellentrakt den intensivsten Kontakt zu den Inhaftierten hatte. Die szenischen Teile des Dokudramas, die am Originalschauplatz im siebten Stock der JVA Stammheim gedreht wurden, stützen sich auf Protokolle, Kassiber und die Erinnerungen damals handelnder Personen.