19:30
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Berlin ist voller Naturspektakel und wilder Nachbarn. Über 200 Wildtierarten gibt es in der Stadt. Tendenz steigend. Ob Biber, Fledermaus oder Nachtigall: Die wilden Berliner haben sich längst in den vielfältigen ökologischen Nischen der Stadt eingerichtet. Und wie beim Menschen ist es mit tierischen Nachbarn so eine Sache: Die einen werden Freunde fürs Leben. Die anderen sieht man so gut wie nie. Einige können ziemlich lästig werden. Andrea Badouin ist Gartenmeisterin im Schlosspark Charlottenburg, wo seit Jahren eine Biberfamilie lebt. Die Nager bringen regelmäßig Bäume zum Umfallen im historischen Gartendenkmal. Trotzdem muss sich Andrea Badouin mit ihrer Chalottenburger Biberfamilie arrangieren, denn die Nager stehen unter Artenschutz. Inzwischen hat die passionierte Landschaftsgärtnerin ihre eigenen Tricks entwickelt, um die Pflanzen und Bäume im Schlosspark bestmöglich zu schützen. Und dem Biber trotzdem seinen Lebensraum zu lassen. In keiner anderen europäischen Großstadt leben so viel Fledermäuse wie in Berlin. Das Leibnitz Institut für Zoo- und Wildtierforschung hat sich zur Aufgabe gemacht, noch mehr über das Verhalten der fliegenden Säugetiere zu erfahren. Und setzt dabei auf Bürgerwissenschaftler:innen wie Benjamin Haak und Eva Paulischkis, die sich die Nacht um die Ohren schlagen, um Fledermausgeräusche aufzuzeichnen. Die wilden, unaufgeräumten Ecken der Stadt machen Berlin zum perfekten Lebensraum für die reviertreue Nachtigall. Um die 3000 Exemplare leben in der Hauptstadt. Inzwischen hat die Berliner Nachtigall sogar eine internationale Fangemeinde. Deshalb bietet Biologin Kim Mortega seit neuestem Social Media Exkursionen zu Berliner Nachtigall-Hotspots an. In Zusammenarbeit mit dem Museum für Naturkunde Berlin. Diesmal kommt der Live-Stream aus dem Volkspark Friedrichshain.
21:00
Berlin ist voller Naturspektakel und wilder Nachbarn. Über 200 Wildtierarten gibt es in der Stadt. Tendenz steigend. Ob Hornisse, Amerikanischer Sumpfkrebs oder Wildkaninchen: Die wilden Berliner haben sich längst in den vielfältigen ökologischen Nischen der Stadt eingerichtet. Und wie beim Menschen ist es mit tierischen Nachbarn so eine Sache: Die einen werden Freunde fürs Leben. Die anderen sieht man so gut wie nie. Einige können ziemlich lästig werden. Melanie von Orlow hat eine Leidenschaft für Hornissen. Damit stößt sie selten auf Gegenliebe. Die Berliner Insektenexpertin ist im gesamten Stadtgebiet im Einsatz, wenn es Ärger gibt im Zusammenleben von Hornisse und Mensch. Oft hilft Melanie von Orlows Vermittlungsgeschick. Manchmal muss die Biologin aber auch den Umzug ganzer Hornissenstaaten organisieren. Dann wird es kompliziert. Wie diesmal in einer Grundschule in Reinickendorf. Im Schatten von Reichstag und Regierungsviertel sind seit mehreren Generationen die Berliner Wildkaninchen zuhause. Sie ziehen ihre Jungen in unterirdischen Höhlensystemen auf. Manchmal auch unter Bürocontainern zwischen Blech und Elektrokabeln. Mit den menschlichen Hauptstädtern gibt es selten Probleme. Dafür mit dem Fuchs. Kaum ein Wildtier hat sich dem Großstadtleben so gut arrangiert wie der Rotfuchs in Berlin. Der Große Tiergarten hat eine artenreiche Wasserwelt zu bieten. Seit einigen Jahren ist auch der Amerikanische Sumpfkrebs dabei. Das exotische Scherentier jagt auf dem Grund des Sees und ist ein perfekt ausgestatteter Allesfresser. Damit bringt er das Ökosystem der Stadtgewässer so bedrohlich durcheinander, dass der Berliner Senat einen Riegel vor die Beutezüge schieben will. Klaus Hidde hat seit 2018 als einziger Fischer die Lizenz zum Fangen der Schalentiere. An Abnehmern mangelt es nicht. Der Amerikanische Sumpfkrebs aus dem Berliner Gewässer ist als regionale Bioware inzwischen heißt begehrt in der Spitzengastronomie und Foodszene der Hauptstadt.
21:45
mit Sport
22:00
Mord und Leichen gab es für sie bisher nur in der "realen" Welt. Doch nun führt sie ein Fall mitten in virtuelle, nahezu exotische Welten, in denen vor allem Frauen eine Hauptrolle spielen. So etwa die kürzlich verstorbene Evita Vogt, die in sozialen Netzwerken als Momfluencerin "Magic Mom" bekannt ist. Eine sympathische junge Mutter, die zu ihren vermeintlichen Fehlern steht und Tipps und Tricks für andere Mütter parat hat. Doch nun wurde sie erhängt aufgefunden. Kommissar Frank Thiel und Professor Karl Friedrich Boerne entern in ihrem neuesten Fall unbekanntes Terrain: Die sozialen Medien sind bisher an ihnen weitestgehend vorbei gegangen, einen Mordfall und eine Leiche gibt ist es bei ihnen nur in der Realität. Doch jetzt führt ein Fall sie mitten in virtuelle, ja für die beiden Männer geradezu exotische Welten, in denen vor allem Frauen eine Hauptrolle spielen. So hat die frisch verstorbene Evita Vogt mit ihren selbstironischen Videos eine riesige Fangemeinde. Als "MagicMom" zählt sie zu den erfolgreichsten sogenannten Momfluencerinnen: eine sympathische junge Mutter, die zu ihren vermeintlichen Fehlern steht und Tipps und Tricks für andere Mütter parat hat. Doch nun wird sie in ihrem luxuriösen Zuhause erhängt aufgefunden. Alles deutet darauf hin - doch hat Evita Vogt sich wirklich das Leben genommen? Eine echte Herausforderung für Professor Boerne und seine Assistentin Silke Haller; Fremdeinwirkung kann Prof. Boerne zunächst nicht zweifelsfrei ausschließen. Evitas Mann Moritz ist schockiert und mag das alles nicht glauben: Weder Selbstmord noch Mord ergeben für ihn Sinn. Die Ermittlungen von Kommissar Thiel zeigen schnell, dass "MagicMom" unter denen, die ihr im Netz folgten, auch zahlreiche sogenannte Hater:innen hatte. Hass und verletzende Kommentare gab es auch von anderen Influencerinnen wie Sabine Hertweck aka "BusyBine". Und dass Evita Vogt und ihre Nachbarin Thekla Cooper kein gutes Verhältnis hatten, ist auch kein Geheimnis ...
23:30
Sergeant Foster, Gesundheitsinspektor im amerikanischen Hauptquartier des NATO-Kommandos in Vicenza, wird erstochen aus einem venezianischen Kanal gefischt. In seinen Taschen findet die Polizei ein Päckchen Kokain. Alles deutet auf einen Raubmord hin, doch Commissario Brunetti ist misstrauisch. Fosters Vorgesetzte Dr. Terry Peters weiß offenbar mehr. Aber bevor sie ihre Informationen an Brunetti weitergeben kann, wird auch sie ermordet. Vor ihrem Tod konnte sie allerdings Unterlagen an den Commissario schicken, die auf einen Giftmüllskandal hindeuten. Brunetti will dem Fall nachgehen, muss sich jedoch einmal mehr den Launen seines Vorgesetzten Patta beugen, der sich bei dem einflussreichen Geschäftsmann Signore Viscardis einschmeicheln will. Aus Viscardis' Palazzo wurden einige wertvolle Gemälde gestohlen, weshalb Patta natürlich gleich seinen besten Mann für diesen Routinefall abkommandiert. Brunetti ist kurz davor zu explodieren, als er bemerkt, dass mit dem ehrenwerten Viscardis etwas nicht stimmt. Hat Viscardis womöglich den Gemäldediebstahl inszeniert, um Brunetti von wichtigeren Dingen abzulenken? Ausgerechnet von seinem Schwiegervater Conte Falier, ein Mann aus dem alten venezianischen Adel, der auch mit Viscardis Geschäfte macht, erhält der Commissario brisante Informationen: Viscardis ist der Kopf der Giftmüll-Mafia, deren Verbindungen bis in die Regierung reichen. Es wäre ratsam, in diesem Fall nicht weiter zu ermitteln.