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TV Programm für rbb Berlin am 01.04.2026

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Der Grunewald - Ein Jahr unter Bäumen 20:15

Der Grunewald - Ein Jahr unter Bäumen

Natur und Umwelt

Jedes Jahr besuchen den Grunewald Millionen Menschen. Damit der beliebte Berliner Erholungswald auch kommenden Generationen Freude bereitet, kümmern sich Förster rund ums Jahr um seine Pflege. So wie die Natur ändert sich auch die Arbeit der Revierförster im Laufe der Jahreszeiten. Da werden Bäume gepflanzt und gefällt, neue Sitzbänke aufgestellt und die spätblühende Traubenkirsche - eine schöne, aber schädliche Pflanze - bekämpft. Doch als mitten im Sommer 2022 Explosionen den Sprengplatz der Polizei erschüttern und der Wald brennt, geht es erstmal nur noch darum, den Grunewald zu retten. In wunderschönen Bildern zeigt der Film den Grunewald zu allen vier Jahreszeiten, aber auch was sich sonst noch alles unter den Waldbäumen abspielt. Naturschützer sorgen dafür, dass Erdkröten nicht überfahren oder von Waschbären und Dachsen gefressen werden. Ehrenamtliche Helfer säubern den im Wald gelegenen "Selbstmörderfriedhof". Neben Selbstmördern sind hier Förster begraben - sowie die Popsängerin Nico. Die Reiterstaffel der Polizei übt für ihre Großstadteinsätze. Wir begleiten einen Förster und seinen Jagdhund-Welpen. Mit einem Gänsebraten-Verdauungslauf lassen Läufer das Jahr ausklingen. Egal, ob Pilzsammler im Herbst, Angler am Schlachtensee oder Musikstudenten, die mitten im Wald proben - alle kommen in Berlins grünem Wohnzimmer auf ihre Kosten. Durch den gesamten Film ziehen sich außerdem historische Aufnahmen aus dem Fernseharchiv, die zeigen, was früher im Grunewald so alles geschehen ist: die Alliierten übten hier Kriegsspiele, Motorradrennen fanden rund um den Teufelssee statt, im Herbst ritt die vornehme Berliner Gesellschaft zur Fuchsjagd und am Teufelsberg fanden Skispringen statt.

Danach

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Nachrichten

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Orte des Miteinanders 22:00

Orte des Miteinanders: Auf der Suche nach Verständigung

Reportage

Spaltung, Empörung, Aufregung. Viele reden - kaum jemand hört noch zu. Wir haben es uns bequem gemacht in unseren Filterblasen, zusammen mit ähnlich Denkenden. Es fällt uns schwer, Menschen mit anderen Meinungen zu zuhören, zu akzeptieren und im besten Fall wertschätzend miteinander zu diskutieren. Die Gründe dafür sind vielfältig. Umso wichtiger ist es, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen. Doch wie soll das gehen? Und vor allem wo? Die rbb-Reporterin Leonie Schwarzer ist in Berlin unterwegs und entdeckt verschiedene Orte, an denen Menschen ihre Komfortzonen verlassen, sich zuhören und miteinander reden. Zum Beispiel im Workshop "demoSlam", einem innovativen Dialogformat aus Charlottenburg, bei dem sich Menschen mit unterschiedlichen Meinungen vor Publikum austauschen. Hier gibt es keine Gewinner - oft aber gegenseitiges Verständnis und Respekt. Auch im Prenzlauer Berg werden "Orte des Miteinanders" mehr denn je geschätzt. Im Kultur- und Kiez-Treffpunkt "La Boheme" kommen seit zwanzig Jahren Nachbarn und Fremde, Alte und Junge, Kulturinteressierte und Kaffeeliebhaber zusammen, um gemeinsam Zeit zu verbringen, sich auszutauschen. Ein Wohnzimmer für Viele, das heute nicht mehr selbstverständlich scheint, da es um seine Existenz ringen muss. Offen für alle ist auch der Chor "Die Weltberliner", in Treptow-Köpenick. Regelmäßig treffen sich hier Menschen aus verschiedenen Lebenswelten, um gemeinsam zu singen und miteinander zu diskutieren. Egal ob Supermarktmitarbeiter, Ärztin, Studierende oder Rentner - Musik verbindet, schafft Nähe und Austausch. Eine Berliner Spurensuche nach dem Miteinander in unruhigen Zeiten.

Songs of Gastarbeiter - Liebe, D-Mark und Tod 22:30

Songs of Gastarbeiter - Liebe, D-Mark und Tod: Liebe, D-Mark und Tod

Dokumentarfilm

Seit jeher wurde die Migration nach Deutschland musikalisch begleitet. Arbeiterwohnheime und Teehäuser waren die ersten improvisierten Bühnen für gesellschaftskritische Musiker:innen. Diese sangen und komponierten Lieder, die ihre Lebensumstände in der Ferne widerspiegelten - mal melancholische, mal fröhlich sarkastische Melodien und Texte über Aufbruch und Abenteuerlust, aber auch über die krude fremde Arbeitswelt und Abweisung durch die Gastgeber, Entwurzelung und Heimat. Zeit und Entfernung schufen ein Bild der Türkei aus Erinnerungen und Sehnsüchten. Fern ihrer Heimat entwickelten die Migrant:innen in Deutschland eine eigene Musikkultur mit großen Unterschieden zum Musikleben in der Türkei. Zwar wurden diese Songs auf Hochzeiten, religiösen Veranstaltungen oder in Gesangsvereinen über Jahrzehnte leidenschaftlich und laut gesungen, doch wurden sie von der deutschen Kulturindustrie überhört. Mit dem Aufkommen von Satellitenfernsehen und Musikkassetten, später auch CDs, wurde die Isolation beendet. Die kulturellen Bedürfnisse der Einwanderer wurden nun ab Mitte der 1990er Jahre vom türkischen Markt gestillt, die beiden isolierten Musikszenen kreuzten sich und es entstanden unzählige Hybride. Und heute: Mit der Erfolgsgeschichte des Hip-Hop kam der Durchbruch für die zweite und dritte Generation von Musiker:innen, die ihre eigenen Lebenswirklichkeiten diesmal auf den großen Bühnen ihrer Heimat Deutschland behandelten.