20:45
Brücken bröckeln, Bahnstrecken werden gesperrt, Straßen und Leitungen müssen dringend saniert werden: Berlin und Brandenburg stehen vor einem historischen Kraftakt. Jahrzehntelang wurde zu wenig investiert. Jetzt soll mit Milliarden aus dem Sondervermögen die Infrastruktur fit für die Zukunft gemacht werden. Kritiker warnen vor Planungschaos, Dauerbaustellen und falschen Prioritäten. Was bedeutet das konkret für eine Region und die Menschen, die schon jetzt unter Staus, Baustellen und Bahnausfällen leidet? Wie viel Baustelle verträgt die Region? Wird jetzt endlich repariert, was zu lange vernachlässigt wurde oder droht ein jahrelanger Ausnahmezustand? Moderator Volker Wieprecht diskutiert mit Verantwortlichen und Experten, wie eine Balance zwischen notwendiger Sanierung und einem Alltag, der weiterhin funktionieren muss, gelingen kann.
21:30
Streets of Berlin erzählt von den Straßen der Stadt und den Menschen, die in ihnen wohnen, leben und lieben. Es sind Alltagsbeobachtungen, persönliche Geschichten und der Blick auf die Veränderungen der Straßen in den vergangenen Jahrzehnten. Eine Hommage an Stadt und die Menschen, die sie ausmachen und prägen. Ein manchmal auch nostalgischer Streifzug durch die Straßen der Großstadt.
21:45
22:15
Seit dem 6. Mai 2025 lenkt Wolfram Weimer als Staatsminister und Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien die kulturellen Geschicke Deutschlands. Als Verleger aus dem konservativen Spektrum war bereits seine Berufung umstritten. Nach über einem Jahr im Amt ist es nun auch seine tatsächliche Arbeit. Auch wenn er einen Rekordetat für die Kultur 2026 aushandeln konnte und mit der Investitionspflicht für Streamingdienste den Filmstandort Deutschland stärkt, die Kontroversen um den Ludwig-Erhard-Gipfel, die inzwischen verhinderte Absetzung von Berlinale-Chefin Tricia Tuttle und der Ausschluss von drei linken Buchhandlungen vom Deutschen Buchhandlungspreis hängen wie dunkle Wolken über dem achten Stock des Bundeskanzleramts. Aber in einem seiner außergewöhnlichsten Jobs - dem des Börsenreporters - hat er gelernt, dann die Nerven zu behalten, wenn andere sie verlieren, wie er selbst mal bekräftigte. In "Thadeusz lang & breit" spricht Jörg Thadeusz mit Wolfram Weimer über seine Definition des Kulturbegriffs und ob der Grundsatz Friedrich Schillers, mit dem er einst antrat und wonach die Kunst eine Tochter der Freiheit ist, heute noch für ihn gilt.
23:10
"Die BRAVO war das analoge Instagram". Die BRAVO prägte über Jahrzehnte Millionen von Jugendlichen in Deutschland - mit Stars auf dem Titel, Postern an der Wand und sexueller Aufklärung von "Dr. Sommer". Die dreiteilige ARD-Doku-Serie "BRAVO - Headlines, Hypes und Herzschmerz" ist ab 23. Mai in der ARD Mediathek zu sehen und beleuchtet die Geschichte eines Massenphänomens - lange bevor Social Media aufkam. Die Doku-Serie zeigt, wie BRAVO Stars erschuf und wie sie Idole ebenso schnell verschleißen konnte. Der frühere BRAVO-Chefredakteur Alex Gernandt schildert eine Medienwelt, in der jede Ausgabe Karrieren beeinflussen konnte. Jutta Stiehler berichtet über ihre Zeit bei der Kult-Rubrik "Dr. Sommer", die für Aufklärung stand, aber zunehmend die Grenze zum Voyeurismus verschob. Gleichzeitig wurden die Foto-Love-Storys expliziter und die Kritik an Inszenierungen und Rollenbildern wuchs. Die Doku-Serie zeigt auch, wie BRAVO vom wöchentlichen Leitmedium einer ganzen Generation - mit 1,5 Millionen verkauften Heften pro Woche in 1991 - zu einer von vielen Marken im Netz schrumpfte. Die Mechanismen, die das Magazin ausmachten - Selbstinszenierung, Fantum, Gemeinschaft - leben heute im digitalen Raum weiter.
23:45
"Die BRAVO war das analoge Instagram". Die BRAVO prägte über Jahrzehnte Millionen von Jugendlichen in Deutschland - mit Stars auf dem Titel, Postern an der Wand und sexueller Aufklärung von "Dr. Sommer". Die dreiteilige ARD-Doku-Serie "BRAVO - Headlines, Hypes und Herzschmerz" ist ab 23. Mai in der ARD Mediathek zu sehen und beleuchtet die Geschichte eines Massenphänomens - lange bevor Social Media aufkam. Die Doku-Serie zeigt, wie BRAVO Stars erschuf und wie sie Idole ebenso schnell verschleißen konnte. Der frühere BRAVO-Chefredakteur Alex Gernandt schildert eine Medienwelt, in der jede Ausgabe Karrieren beeinflussen konnte. Jutta Stiehler berichtet über ihre Zeit bei der Kult-Rubrik "Dr. Sommer", die für Aufklärung stand, aber zunehmend die Grenze zum Voyeurismus verschob. Gleichzeitig wurden die Foto-Love-Storys expliziter und die Kritik an Inszenierungen und Rollenbildern wuchs. Die Doku-Serie zeigt auch, wie BRAVO vom wöchentlichen Leitmedium einer ganzen Generation - mit 1,5 Millionen verkauften Heften pro Woche in 1991 - zu einer von vielen Marken im Netz schrumpfte. Die Mechanismen, die das Magazin ausmachten - Selbstinszenierung, Fantum, Gemeinschaft - leben heute im digitalen Raum weiter.