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Der Fernsehturm ist das Wahrzeichen Berlins - der Höhepunkt der Skyline, von überall zu sehen. Mit seinen 368 Metern ist er nicht nur das höchste Bauwerk Deutschlands, sondern auch ein Symbol für den Wandel der Stadt. Als der Fernsehturm am 3. Oktober 1969 - nach nur 4 Jahren Planungs- und Bauzeit - eröffnet wird, repräsentiert den sozialistischen Osten, den Fortschritt, den Aufbruch. Mit seiner Eröffnung wird auch das Farbfernsehen in der DDR eingeführt. Das ist ursprünglich auch der Grund seines Baus: eine Anlage zum Senden des DDR-Fernsehens. Doch schon seine Planung ist eine Geschichte von Kompetenzwirrwarr und politischer Spannungen. So sollte der Fernsehturm ursprünglich gar nicht in der Mitte Berlins stehen. Zunächst wird eine Anlage in den Müggelbergen geplant und zum Flughindernis. Nach dem Mauerbau wird der Fernsehturm zum Prestigeprojekt einer neuen, sozialistischen Mitte Berlins. Dabei ist er im Grunde ein Schwarzbau und ein Millionengrab. Das Gelände, auf dem der Fernsehturm steht, war einst eines der vier historischen Stadtteile Berlins. Für seinen Bau werden die Reste davon vernichtet. Nur die Marienkirche und das Panoramahaus bleiben erhalten. Doch der Fernsehturm ist auch eine Erfolgsgeschichte. In Rekordzeit erbaut, die Stahlkugel ein optisches und technisches Highlight mit 360 Grad Blick. Von Anfang an ist er ein Besuchermagnet und Verkaufsschlager in den Souvenirläden. In den 1980ern ist er Treffpunkt der Breakdancer und Skateboardfahrer. Aber auch heimlicher Ausguck der Stasi. Noch heute ist er der höchste Arbeitsplatz Deutschlands - sein drehbares Restaurant wird von Sternekoch Tim Raue geleitet. Neben historischen Aufnahmen, Zeitzeugenberichten und Experteninterviews blickt der Film von Peter Scholl hinter die Kulissen des Turms, unbekannte Orte in seinem Inneren und zeigt atemberaubende Aufnahmen aus schwindelerregender Höhe.
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Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin ist das Land unter Druck, die Bevölkerung verunsichert, die Stimmung vielerorts mies. Wo entsteht der Frust? Was muss sich ändern? Können die Landtagswahlen zu einem Wendepunkt für unsere Demokratie werden? Mit einem mobilen Studio sind Jan. N. Lorenzen, Emma Mack und David Holland durch den Osten Deutschlands gezogen und haben mit 50 Menschen gesprochen - darunter Prominente wie Franziska van Almsick, Claus Weselsky und Martin Brambach, aber auch Bürgermeisterinnen und Landräte, Unternehmer und Bauern, Schulleiterinnen und Klinikchefs, Engagierte in Bürgerinitiativen und einfache Wähler. Sie alle äußern sich zur aktuellen politischen Situation. Sie erzählen von ihren Erfahrungen mit Ämtern und Behörden, mit überbordender Bürokratie, mangelnder Transparenz bei politischen Entscheidungen, unklaren Strukturen und sich überschneidenden Zuständigkeiten. Alle engagieren sich, setzen sich ein - für ihre Kommune, ihren Ort, ihre Gemeinde. Doch ihr Engagement wird oft ausgebremst - und zum Teil sogar unmöglich gemacht, "weil wir uns in einem Dickicht an Vorschriften nicht mehr zurechtfinden", sagt Ariane Berger, Hauptgeschäftsführerin des Landkreistages Sachsen-Anhalt, "weil Bürgerbeteiligungen im System nicht verankert und nicht gewünscht sind", findet Sören Benn, ehemaliger Bezirksbürgermeister von Berlin-Pankow, "weil es keine Kultur des Vertrauens gibt", meint Mandy Schumacher, Bürgermeisterin von Gardelegen, "weil immer von Demokratie gesprochen wird und von kommunaler Selbstverwaltung. Und dann merkt dann plötzlich, wie machtlos man ist." sagt Jörg Neumann, der Bürgermeister von Dabel, "weil dieses Land politisch auf dem Kopf steht", glaubt der ehemalige Landrat von Mittelsachsen, Dirk Neubauer. Doch es gibt Hoffnung. Einige Lösungsansätze liegen auf der Hand: mehr Transparenz und Kommunikation zwischen Politik, Verwaltung und den Menschen vor Ort, Bürgerbeteiligungen stärken, überbordende Bürokratie abbauen. Was wir brauchen, so fordern es viele der für diesen Film interviewten Personen, ist eine neue Kultur des Vertrauens, eine Rückverlagerung von Entscheidungen auf die Kommune als Herzkammer der Demokratie. Der Schauspieler Martin Brambach aus Dresden bringt es so auf den Punkt: "Vielleicht steht am Ende dieses Prozesses ja die Erneuerung unserer Demokratie".
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Ihre Bildwelten von "Triumph des Willens" und "Olympia" stehen für perfekt inszenierten Körperkult, für die Feier des Überlegenen und Siegreichen. Und zugleich auch für das, was diese Bilder nicht erzählen: die Verachtung des Unvollkommenen, des vermeintlich Kranken und Schwachen, der Überlegenheit der einen über die anderen. Die Ästhetik ihrer Bilder ist präsenter denn je - und damit auch ihre Botschaft? Der Film geht dieser Frage anhand der Dokumente aus Riefenstahls Nachlass nach - privaten Filmen und Fotos, aufgenommenen Telefonaten mit engen Wegbegleitern, persönlichen Briefen. Bild für Bild, Facette für Facette legt er Fragmente ihrer Biografie frei und setzt sie in einen erweiterten Kontext von Geschichte und Gegenwart. Mit den Bildern aus "Triumph des Willens" beschreibt sie sich selbst: Organisierte Kraft und Größe, Demonstration des kontrollierten Körpers, auf Sieg getrimmt. Ihre strikte Leugnung, die Wechselwirkung ihrer Kunst mit dem Terror des Regimes nach dem Krieg anzuerkennen, ist mehr als nur eine abgewehrte Schuld: In persönlichen Dokumenten trauert sie ihren "gemordeten Idealen" nach. Damit steht sie für viele, die in Briefen und aufgenommenen Telefonaten ihres Nachlasses von einer ordnenden Hand träumen, die endlich mit dem "Scheißstaat" aufräumt. Dann würde auch ihr Werk eine Renaissance erfahren, in ein, zwei Generationen sei es so weit. - Was, wenn sie recht behalten? Der Dokumentarfilm von Andres Veiel dechiffriert die Mechanismen der Manipulation - und erzählt von der Lebenslangen Leugnung und Lüge der Leni Riefenstahl.