21:00
In einem grünen Klassenzimmer lernen Schüler in Gröningen mitten in der Natur. Nicht nur die Landschaften der Bode sind für Bootstouristen und Wanderer beeindruckend. Auch die Tierwelt: Eisvögel, Bachstelzen, Fledermäuse - viele sind mit etwas Glück hier und da zu beobachten. "Die Bode ist ein ganz besonderer Fluss, der seinen Charakter immer wieder ändert", sagt Volker Lüderitz von der Fachhochschule Magdeburg/Stendal. Der Umweltforscher hat die Bode zu seinem Lieblingsprojekt gemacht: Der Fluss soll für Fische wieder besser passierbar werden. Auch andere Tiere sollen sich rund um die Bode wieder heimisch fühlen: Im Nationalpark Harz werden gerade seltene Wasseramseln angesiedelt. Hier beobachtet Ranger Dirk Gronowski, wie Veränderungen in Fluss und Wald sich auf die Tierwelt auswirken. Weiter flussabwärts ist Heimo Reilein mit der Bode eng verbunden: Er ist Gewässerwart aus Dedeleben. Und als Angler setzt er sich auch für Fischartenschutz ein - gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Bode-Lachs. Sie will im Fluss gern den Lachs ansiedeln: Die Bode habe die Voraussetzungen, damit ein deutschlandweites Vorzeigeprojekt zu werden, schwärmt Reilein. Doch auch Umweltprobleme plagen den Fluss: In Staßfurt gab es in den letzten Jahren mehrmals Fischsterben - Naturschützer vermuten die Industrie als Verursacher. Wo die Bode ihren Lauf beendet und in die Saale mündet, liegt Nienburg. Die alte Schifferstadt hatte einst drei Zementwerke. Auch der Baustoff für den Berliner Fernsehturm kam von dort. Nur noch ein Werk ist übrig. Dennoch hat die Kleinstadt kaum Wohnungsleerstand, zieht im Gegenteil junge Leute an. Die Bode - ein "Rivermovie", das mit Menschen links und rechts des Flusses diesen Teil des Ostens entdeckt.
21:45
mit Sport
22:00
In "Nuhr im Ersten" seziert Dieter Nuhr messerscharf politische Unzulänglichkeiten, thematische Abseitigkeiten und den verlässlichen Irrwitz des Alltags. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus Kabarett und Comedy geschieht dies auf gewohnt anspruchsvoll-bissige, unterhaltsame und vor allem witzige Art und Weise. Denn Humor ist, nicht nur, aber vor allem in Krisenzeiten ein wichtiger Begleiter. Und die gibt es in letzter Zeit zuhauf.
22:45
Wie schafft man es, mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin nicht über seinen Rücktritt zu reden? Ganz einfach: Man zeichnet im Juli 2014 eine Show auf, als weder Herr Krömer noch Herr Wowereit von dieser Absicht wussten. Aber Krömer hat beim Regierenden nachgehakt. Weitere Themen der Sendung, die nicht angeschnitten werden: der Flughafen BER, die Nachfolge Angela Merkels, Jugendalkoholismus und Eisbärenweibchen. Definitive Themen sind aber Autoren im Dschungelcamp und Komiker in Pullundern. Live und in Farbe und in Form von Krömers weiteren Gästen Olaf Schubert und Micky Beisenherz. Am Ende schafft die Band Juli musikalisch Frieden.
23:15
Die Sendung mit der Kunst und der Wissenschaft Mitten in Kreuzberg, zwischen Farben, Pinseln und digitalen Skizzen, treffen sich in Zukunft einmal im Monat Berliner Künstler:innen, Wissenschaftler:innen und Publikum zum Gespräch - im Atelier des Künstlers Roman Lipski. Was treibt die Kunst heute an? Und welche Schnittstellen gibt es dabei zur Wissenschaft? Diesen Fragen geht das neue radio3-Format vom Rundfunk rbb auf den Grund.