21:00
So schnell stört niemand Rechtsanwalt Robert Liebling in seinem Büroschlaf. Doch diesmal ist Eile geboten und Liebling schwingt sich auf seine Honda. Eine junge Frau, Karola Kurz, kündigt in einem Brief ihren Freitod an und regelt darin ihren Nachlass bis hin zu Lieblings Anwaltshonorar. In der Wohnung findet der Anwalt die junge Frau am Boden liegend und ruft den Notarzt. Noch ist es nicht zu spät, sie kommt ins Krankenhaus. Bei seinen Nachforschungen im Wohnhaus der Frau erfährt Liebling, dass der kürzlich verstorbene Hausbesitzer eine Affäre mit seiner attraktiven Mieterin hatte. Die Witwe, die längst hinter das Geheimnis ihres Mannes gekommen war, kennt keinen Pardon und hatte die sofortige Kündigung ausgesprochen. Als Liebling seine Mandantin im Krankenhaus besucht, muss er feststellen, dass Karola Kurz ein dunkles Geheimnis und überhaupt keinen Lebensmut mehr hat. Liebling gibt den Fall ab und hat kurz darauf ein schlechtes Gewissen. So kann dieses Mandat doch nicht enden.
21:45
mit Sport
22:00
Vor zehn Jahren, am 21. Oktober 2016, verstarb Schauspieler und Sänger Manfred Krug. In dem Film "Ich wollte echt sein" blickt das rbb Fernsehen auf das Leben des Künstlers zurück. Der Film entstand im Jahr 2014. Das rbb Fernsehen begleitete Manfred Krug bei den Aufnahmen zu seinem letzten Studioalbum "Auserwählt". Gemeinsam mit Jazzsängerin Uschi Brüning spielte er neue Songs ein, darunter Evergreens wie "Somewhere Over The Rainbow" und "All Of Me". Das 45-minütige Porträt zeichnet das Leben von Manfred Krug nach. Bis zuletzt blieb Manne, wie alle ihn nannten, seinem Geheimnis treu: Er war in all seinen Rollen das, was er selbst ist. "Ich wollte echt sein", nannte er das. Prominente wie Annekathrin Bürger, Charles Brauer und Wolf Biermann erinnern sich in dem Film an Manfred Krug als Freund, Künstler und Kollege. Das facettenreiche Porträt eines Mannes, dessen Leben eng mit der Geschichte dieses Landes verwoben war.
22:45
Das rbb Fernsehen sendet den Italowestern "Kugeln tragen keine Unterschrift" zu Ehren von Klaus Kinski. Der legendäre wie umstrittene Schauspieler, dessen wichtigste Filme in der Zusammenarbeit mit Regisseur Werner Herzog entstanden - "Nosferatu - Phantom der Nacht" (1978), "Woyzeck" (1979) oder "Fitzcarraldo" (1981) - und allesamt zu Kultwerken der Filmgeschichte avancierten, wäre am 18. Oktober dieses Jahres 100 Jahre alt geworden. Luke Barrett kommt mitten in der Wüste zu sich. Über ihm kreisen die Geier, neben ihm liegt die Leiche eines Mannes, den er nicht kennt. Luke hat einen Streifschuss am Kopf abbekommen und kann sich an nichts erinnern - nur dass er im Bürgerkrieg gekämpft hat und nach langer Zeit wieder heimkehren will. Als er in seiner Heimatstadt ankommt, wird er bereits erwartet. Ein Unbekannter, der Luke aber bestens zu kennen scheint, überreicht ihm 1.000 Dollar für einen abgesprochenen Mordauftrag. Luke soll einen gewissen Viktor erschießen - seinen eigenen Bruder. Doch Luke rettet dem Bruder das Leben und tötet stattdessen den Auftraggeber. Erst nach und nach dämmert Luke, dass seine Entscheidung womöglich falsch war. Viktor erweist sich als skrupelloser Grundstücksspekulant. Systematisch bringt er das Land der umliegenden Farmer in seinen Besitz, um es mit Flüchtlingen aus Mexiko zu bewirtschaften, die für einen Hungerlohn schuften. Derweil ist Luke sich noch immer nicht über seine Identität im Klaren. Von einer Saloon-Dame erfährt er schließlich, dass er verheiratet war. Während seiner langen Abwesenheit wurde seine schwangere Frau ermordet von einem gewissen Dingus - was so viel bedeutet wie "Bastard". Doch niemand scheint diesen Dingus zu kennen. Im Haus seiner blinden Mutter, die nach dem Tod ihres Mannes den Verstand verloren hat, findet Luke ein altes Familienfoto, auf dem auch sein Bruder abgebildet ist. Plötzlich kehrt die Erinnerung zurück.