19:30
Die Sendung wird zusätzlich im HbbTV in Gebärdensprache ausgestrahlt.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:25
Wo herrscht Jubel, wo herrscht Katerstimmung? Im Wahlkampf lagen die Parteien dicht beieinander, doch wer hat am Wahltag die Nase vorn? rbb-Reporterinnen und Reporter berichten live von den Wahlpartys der Parteien und sprechen dort mit der Basis. Mit aktiven und ehemaligen Politikerinnen und Politikern analysiert Volker Wieprecht die Ergebnisse und lotet aus, wer mit wem künftig die Hauptstadt regieren könnte. Wo es Gemeinsamkeiten und Gegensätze bei den Parteien gibt, ordnet der Berliner Politikwissenschaftler Thorsten Faas ein.
21:45
Je später der Abend, desto konkreter die Ergebnisse: In den späten Nachrichten des rbb kann es schon erste Endergebnisse für die einzelnen Wahlkreise des Abgeordnetenhauses geben. Am Berliner Wahlabend verlängert der rbb diese Sendung auf eine halbe Stunde - und bietet u.a. die neueste Hochrechnung sowie Reaktionen auf den Wahlpartys.
22:15
Das Rote Rathaus - ein mächtiger Klotz in Berlins historischer Mitte zwischen Alexanderplatz und Schlossplatz, die Machtzentrale der Stadt, heute Sitz der Senatskanzlei. Hier wird die Landespolitik geplant und gesteuert. Gleichzeitig gehört das Rote Rathaus zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins mit 100.000 Besucherinnen und Besuchern jedes Jahr. Staatspräsidenten und Schauspieler, Könige und Königinnen sind die große Treppe in der Empfangshalle hinaufgestiegen. Das "Goldene Buch" füllen Namen wie Nelson Mandela, Bill Clinton und Queen Elisabeth II. Am 11. Juni 1861 wurde im Beisein von König Wilhelm I. der Grundstein gelegt. Der neu erwachte Bürgerstolz verlangte einen Prachtbau, der sich vom nahe gelegenen Stadtschloss der Hohenzollern abheben sollte. So entstand das Gebäude aus rotbraunen Backsteinen im Stil der Neo-Renaissance und einem Turm, der mit 94 Meter Höhe sogar die Kuppel des Stadtschlosses überragte: die neue Stadtkrone Berlins. 1869 zogen die ersten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Am 6. Januar 1870 tagte hier zum ersten Mal die Stadtverordnetenversammlung. 1920, vor hundert Jahren, beschloss die Stadtverordnetenversammlung mit nur 16 Stimmen Mehrheit das Gesetz für die "Neue Stadtgemeinde Berlin". Es vereinigt das alte Berlin mit Charlottenburg, Wilmersdorf, Neukölln, Spandau, Köpenick, Lichtenberg, Reinickendorf und Pankow, mit 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirken. Damit wurde Berlin mit nun 3,8 Millionen Einwohnern flächenmäßig die zweitgrößte Stadt der Welt nach Los Angeles und nach New York und die drittbevölkerungsreichste Stadt nach London. Plötzlich war Berlin eine Weltstadt. 40 Jahre war das Rote Rathaus die Machtzentrale der Ostberliner Stadtregierung, bis es im Herbst 1989 ins Zentrum der politischen Veränderungen geriet. Tausende Menschen versammelten sich vor dem Gebäude und forderten Reformen. Walter Momper und Tino Schwierzina, die beiden Oberhäupter der noch geteilten Stadt, leiteten am 12. Juni 1990 die erste gemeinsame Sitzung von Senat West und Magistrat Ost. Es galt, eine Stadt im Taumel - mit zwei Verfassungen, Parlamenten, Verwaltungen, zwei Berliner Bären, mit 12 West- und 11 Ost-Bezirken - wieder zu vereinen. Im Dezember 1990 fanden die ersten Gesamtberliner Wahlen seit 44 Jahren statt. Eberhard Diepgen wurde der erste Regierende Bürgermeister des wiedervereinigten Berlins. Und zog vom Schöneberger Rathaus in die Mitte von Berlin. Seitdem ist das Rote Rathaus wieder die Machtzentrale von ganz Berlin.
23:00
Die Kantstraße im Westen Berlins ist bekannt für ihre vielfältige asiatische Küche. Ob chinesisch, japanisch, thailändisch, kantonesisch, vietnamesisch - auf mehreren hundert Metern findet sich eine riesige Auswahl asiatischer Restaurants und Imbisse. Aber nicht nur: Hier treffen Traditionsorte wie das Theater des Westens oder das Kant-Kino auf eine lange gewachsene Kneipenkultur. Die Paris Bar, das Schwarze Café oder der Zwiebelfisch erzählen Geschichten einer lebendigen Szene. Vom Breitscheidplatz bis zum Charlottenburger Amtsgericht ist die Kantstraße auf ihren 2,5 Kilometern ein Mikrokosmos der Großstadt. Marie Philipp hat lange in der Kantstraße gewohnt. Neben dem Kant-Kino. Dort arbeitet die ausgebildete Schauspielerin heute als Eventmanagerin und organisiert jeden Montag die beliebte Sneak Preview. Eine Überraschungsvorstellung, bei der das Publikum vorher nicht weiß, welcher Film gezeigt wird. Das Kant-Kino ist eines der ältesten Kinos der Stadt. 1912 wurde es als "Kant-Lichtspiele" eröffnet. Einen genauso traditionsreichen Laden haben Vianney Lancres und Jannis Lucian Groh wiederbelebt: Die Parfümerie Harry Lehmann. "Parfüm nach Gewicht" hieß früher der Werbeslogan. Heute werden die selbst kreierten Düfte nicht mehr abgewogen, sondern in Millilitern abgefüllt. Wenn die Nacht kommt, ändert sich der Rhythmus der Kantstraße: Für Antonia Henkemeier geht dann das Leben erst richtig los - sie ist im Nebenjob Kellnerin im Schwarzen Café, einer Institution in der Kantstraße.
23:30
In der letzten Sondersendung des Wahltages werden gemeinsam mit der rbb-Wahlexpertin Gabriele von Moltke die wichtigsten Ergebnisse der 78 Berliner Wahlkreise analysiert. Außerdem liegen dann genauere Zahlen zu den Bezirksversammlungen vor: Ändern sich irgendwo die Machtverhältnisse, gibt es Wechsel bei den Bezirksbürgermeistern? Der Berliner Politikwissenschaftler Thorsten Faas ordnet die Ergebnisse im Gespräch ein.