04:25
Wenn sich die Cottbusser Kinosäle verdunkeln, beginnt eines der wichtigsten Festivals für osteuropäisches Filme und rbbKultur ist zum Auftakt dabei. Aus dem Staatstheater Cottbus meldet sich Filmexperte Knut Elstermann mitten aus dem Festivaltrubel. Er spricht mit Filmschaffenden, stellt die ersten Werke vor und fängt die Stimmung des Eröffnungsabends ein. Das Festival zeigt Filme aus Mittel- und Osteuropa. In diesem Jahr richtet es mit einem "Close Up" den Blick besonders auf Lettland. Schon der Eröffnungsfilm "Escape Net" erzählt ein historisches Sportdrama aus der Zeit der sowjetischen Besatzung des Landes in den 50er Jahren.
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Berliner Nächte können nicht nur wild und lang sein, sondern auch ruhig und beinahe romantisch. Die nächtlichen Impressionen zeigen die Hauptstadt von einer ganz neuen Seite.
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Antenne Brandenburg und mehr
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Der 17-jährige Niko Wittmann ist ein ehrgeiziger Sportler. Beim täglichen Lauftraining bricht er plötzlich zusammen. Mit einem Unterarmbruch kommt Niko in die Sachsenklinik, wo Professor Simoni die Behandlung übernimmt. Doch während der OP kommt es zu unerwarteten Herzrhythmusstörungen. Der Eingriff muss abgebrochen werden. Auf der Suche nach einer medizinischen Erklärung hat Simoni schnell einen Verdacht. Niko könnte unter Bulimie leiden. Die auffällig schlechten Laborwerte scheinen dies zu bestätigen. Nikos Mutter Bettina findet den Verdacht absurd und beschuldigt Professor Simoni, eine voreilige Diagnose getroffen zu haben. Auch Niko selbst streitet vehement ab, unter einer Essstörung zu leiden. Ohne die Ursache für seinen schlechten Zustand gefunden zu haben, kann jedoch nicht operiert werden. Zudem steht Niko vor der Aufnahmeprüfung an der Sport-Universität. Marie Stein ist wieder glücklich mit Steffen liiert, wovon ihr Vater Martin jedoch wenig begeistert ist. Er trägt Steffen nach, dass er Marie vor einiger Zeit verlassen und sich stattdessen auf die oberflächliche Janina eingelassen hatte. Auch wenn Marie und Steffen das mittlerweile geklärt haben, hat Martin große Bedenken. Diese werden noch bestätigt, als er und Otto bei einem Barbesuch Steffen und seine angebliche Ex-Freundin Janina sehen. Nun brennen bei Martin die Sicherungen durch.
09:45
Die angehende Staatsanwältin Anna Schöning wird von ihrer Schwester Kristina in die Sachsenklinik begleitet. Anna leidet seit geraumer Zeit unter Magenproblemen, welche sie auf den Stress durch ihr Staatsexamen schiebt. Während Anna sehr zielstrebig ihrer Karriere entgegen geht, hat Kristina weder Job noch Ausbildung. So unterschiedlich die Schwestern sind, so sehr mögen und ergänzen sie sich auch. Um Anna zu schonen, verheimlicht Kristina ihre erheblichen Mietschulden. Anna aber kennt ihre kleine Schwester gut genug, um zu merken, dass etwas nicht stimmt. Helfen kann Anna in diesem Fall jedoch nicht, noch dazu verschlechtert sich ihr Gesundheitszustand zusehends. Dr. Philipp Brentano vermutet einen Zwerchfellriss, durch den sich Annas Magen in die Brusthöhle geschoben hat. Während Anna weitere Untersuchungen über sich ergehen lassen muss, sucht Kristina eine Lösung, um ihre Schulden zu bezahlen. Doch damit setzt sie die Karriere ihrer Schwester aufs Spiel. Otto Stein wird von der Kundenberaterin einer Seniorenresidenz angesprochen und zu einem Wohlfühltag mit Charlotte eingeladen. Als Otto zu Hause davon erzählt, findet diese die Idee zunächst völlig absurd. Schließlich lässt sie sich doch dazu überreden und kann sich zu Ottos Entsetzen sogar für die Seniorenresidenz begeistern.
10:30
Der Ableger der Serie "In aller Freundschaft" dreht sich um den Alltag im Erfurter Johannes-Thal-Klinikum. Die Beziehungen zwischen den Ärzten stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Schicksale der Patienten.
11:15
Seit seine langjährige Partnerin den Frankfurter Zoo in Richtung Frankreich verlassen hat, ist Löwe Kashi einsam. Eine neue Partnerin ist ihm aber schon versprochen. Zarina aus dem englischen Zoo in Paignton soll nach Frankfurt kommen. Für die Löwin und den Pfleger ist der Transport eine echte Herausforderung. Große Freude gibt es bei den Bewohnern der Afrika-Savanne im Opel-Zoo in Kronberg. Das Gnu-Weibchen Joana hat in der Nacht Nachwuchs bekommen. Nun müssen Pfleger und Tierärzte das Kleine untersuchen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn Gnus sind kräftige Tiere.
12:05
12:55
Neues für Verbraucher
13:40
Ein Obdachloser wird tot im Innenhafen gefunden. Carsten Heinrich von der Kripo tut den Fall schnell als Selbstmord ab und überlässt der "WaPo" die Identifizierung des Opfers. Auf der Wache wartet Marcel Bautz bereits ungeduldig: Er vermisst seinen besten Freund - der sich als der tote Obdachlose herausstellt. Bautz ist sich sicher, dass Hacki, den er nur unter diesem Namen kennt, umgebracht wurde und auch die Verletzungen des Toten deuten darauf hin. Aber wer hätte ein Motiv? Ist es der Obdachlose Watzke, der Hackis Uhr gestohlen haben soll, oder doch Junkie Keule, mit dem es früher schon Streit gegeben hat? Die Kollegen der "WaPo" machen sich auf die Suche und entdecken Hackis Uhr. Dadurch können sie seine wahre Identität aufdecken und machen seine Schwester ausfindig. Doch die hatte jahrelang keinen Kontakt mehr zu ihrem Bruder und kann sich einen möglichen Mord überhaupt nicht erklären. Die Ermittlungen führen in alle Richtungen, doch Hackis Tod bleibt weiterhin rätselhaft. Plötzlich stößt die "WaPo" auf die Tatwaffe und damit auch auf die Spur des Verbrechers. Können sie den Fall erfolgreich aufklären?
14:30
Der Leipziger Staranwalt Florian Faber vertritt zahlungskräftige Immobilienfirmen, die kleine Leute mit fragwürdigen Finanzierungsmodellen über den Tisch ziehen. Skrupel kennt der arrogante, erfolgsverwöhnte Junggeselle nicht, der auf großem Fuß lebt, inklusive Designerwohnung und Segeljacht. Wie hohl und monoton sein Leben ist, wird dem einst sympathischen und fantasievollen Juristen erst klar, als er schuldlos in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt wird und nur knapp dem Tod entgeht. Florian Faber besucht die Witwe Elke Linde, deren Mann Thomas von dem fahrerflüchtigen Unfallgegner tödlich verletzt wurde. Dabei erfährt er, dass die zweifache Mutter ihr Haus durch Zwangsversteigerung zu verlieren droht. Schuld daran ist die Immobilienfirma "Argens Wohnfinanz", die Florian eigentlich vertreten soll. Beherzt wechselt er die Seiten und übernimmt Elkes Mandat. Seine stromlinienförmigen Kanzleipartner Rigas und Braun schäumen vor Wut. Gemeinsam mit der attraktiven Journalistin Sarah Pohl kommt Florian den zwielichtigen Machenschaften der Immobilienmafia auf die Spur. Sarah ist beeindruckt von seinem Sinneswandel und verliebt sich bis über beide Ohren in ihn. Doch als Florian überraschend in den Verdacht der Bestechlichkeit gerät, beginnt sie, an den edlen Motiven des "weißen Ritters" zu zweifeln.
16:00
mit Sport
16:15
Niklas und Elias haben es nicht leicht mit Eric und Carola Moltke. Eric kommt zum Ärger seiner Mutter auf den letzten Drücker zu einer Routinebehandlung ins JTK. Doch zu dieser kommt es nicht, denn Eric bricht noch vor dem Klinikum zusammen. Seine Mutter ist außer sich vor Sorge, denn sie hat bereits einen Sohn verloren. Auf Eric will Carola daher ganz besonders aufpassen. Doch darüber hat sie wichtige Impfauffrischungen vergessen und erleidet einen Wundstarrkrampf. Die Ärzte setzen eine Notoperation an, doch die Nacht wird für Carola kritisch. Können die Ärzte klären, was hinter Erics Zusammenbruch steckt? Wird Eric endlich ehrlich zu seiner Mutter sein können? Theresa ist überaus gut gelaunt, denn ihre 1.000 Operation steht an! Doch dann erfährt sie, dass der besondere Eingriff verschoben wurde und sie eine Routineüberwachung für den Herzpatienten David Krause übernehmen soll. Die erste Enttäuschung wird nur noch von eben jenem Patienten übertroffen. Sie muss an seiner statt auf der Kinderstation vorlesen! Darauf hat Theresa überhaupt keine Lust. Als bei David plötzlich unerklärliche Herzbeschwerden auftauchen, nimmt die Sache eine unerwartete Wendung, die Theresa überrascht. Unter den Oberärztinnen Dr. Sherbaz und Dr. Ruhland ist die Stimmung nach dem falschen Verdacht noch immer eisig. Ben macht die Situation noch schlimmer, als er zwischen den beiden Frauen vermitteln will.
17:05
Bei den Mohrenmakis im Tierpark ist in diesem Jahr wieder ein Jungtier zur Welt gekommen! Lemuren-Frau Uta und ihr Mann Brutus sind damit zum zweiten Mal Eltern eines Jungen geworden. In Deutschland sind die beiden momentan das einzige Mohrenmaki-Pärchen im zuchtfähigen Alter! Kurator Dr. Pauly ist deshalb besonders stolz über den kleinen Max. Mutter Uta kümmert sich liebevoll um ihren zweiten Sohn, der dem Begriff "Klammeraffe" momentan noch alle Ehre macht. Namensvetter des Mohrenmaki-Jungen - Flusspferd-Kind Max - ist da schon etwas selbstständiger. Der zwei Monate alte Bulle aus dem Zoo versucht sich bereits an fester Nahrung. Mutter Kathi lässt ihren Sprössling dennoch keine Minute aus den Augen... Unter genauer Beobachtung steht heute auch die Orang-Utan-Gruppe um Enche, Mücke, Satu und Djasinga. Eine Doktorandin der Freien Universität Berlin will wissen, ob die Menschenaffen im Falle von knappen Rationen ihr Futter miteinander teilen. Ein spannendes Experiment, bei dem es vor allem für Orang-Utan-Oberhaupt Enche um die Melone geht... Stress untereinander wäre auch bei den verschiedenen Lemuren-Arten vorprogrammiert, wenn man sie gleichzeitig auf die Außenanlage lassen würde. Auf der Vari-Insel im Tierpark herrscht deshalb ständiger Schichtwechsel. Am Vormittag darf die kleine Rotbauchmaki-Familie um Vater Mogli, Mutter Rita und Tochter Shari an die frische Luft. Am Nachmittag erkunden dann die drei Neu-Berliner um Halsbandmaki Tonic das Terrain. Anschluss an die Gruppe sucht auch noch eine kleine Antilopen-Dame, die vor wenigen Wochen aus Holland in den Berliner Zoo gezogen ist. Die Dikdik-Frau mit den halben Ohren soll in Sachen Nachwuchs frisches Blut in die bestehende Antilopen-Herde bringen. Auf die Sprünge geholfen wird auch den Quallen im Aquarium. Alle paar Wochen werden hier künstliche Befruchtungen durchgeführt. Kurator Rainer Kaiser hat damit vor 25 Jahren begonnen. Mittlerweile betreibt das Berliner Zoo-Aquarium die größte Quallen-Zucht Europas.
17:53
Jan und Henry: Das Monster vorm Kühlschrank
18:00
mit rbb24, Sport und Wetter
19:27
Wie ist die Wetterlage in Berlin und Brandenburg in den nächsten Tagen? Das Magazin informiert mit professionell gestalteten Wetterkarten über alle Trends.
19:30
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Wie fühlt es sich an, im eigenen Land nicht mehr sicher zu sein? Seit dem Überfall der Hamas am 7. Oktober 2023 hat sich die Stimmung für viele Jüdinnen und Juden in Deutschland verschärft. Antisemitische Beleidigungen, Bedrohungen und Übergriffe häufen sich. Jüdinnen und Juden werden auf der Straße beschimpft, an Hochschulen ausgegrenzt und wegen jüdischer Symbole angegriffen. Der Antisemitismus kommt aus unterschiedlichen Milieus - von Rechtsextremen über islamistische und antiisraelische Strömungen bis in linksextreme Lager. In Berlin wird aktuell besonders darüber gestritten, wo legitime Israelkritik endet und Antisemitismus beginnt und ob der Vorwurf politisch instrumentalisiert wird. rbb-Reporter Marcel Trocoli Castro begleitet Jüdinnen und Juden, die sich die Frage stellen, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Zum Beispiel Levi Salomon, der seit Jahrzehnten antisemitische Entwicklungen auf Berlins Straßen dokumentiert. Inzwischen wird der Journalist selbst zur Zielscheibe. Trotz Anfeindungen und Übergriffen setzt er seine Arbeit fort, obwohl er an seiner Zukunft in Deutschland zweifelt. Jael Keck ist jüdische Studentin und politisch links. An ihrer Universität erlebt sie Ausgrenzung und verliert Freundschaften - trotz ihrer Kritik an der israelischen Regierung und ihrer Solidarität mit den Menschen in Gaza. An der TU wird sie nach eigenen Angaben als "Scheiß Zio" und "Genozidleugnerin" beschimpft. Rabbiner Andreas Nachama setzt trotz wachsender gesellschaftlicher Spannungen auf den interreligiösen Dialog. Doch angesichts mangelnder Solidarität mit den israelischen Opfern fragt er sich, wie Brücken zwischen den Religionen bestehen bleiben können. Ron Dekel und Tim Kurockin vertreten die Interessen junger Jüdinnen und Juden in der Studierendenunion Deutschland. Trotz persönlicher Bedrohungen engagieren sie sich öffentlich und kämpfen für eine Zukunft, in der sie sich nicht verstecken müssen. Der Lehrer Mehmet Can erlebt, wie der Nahostkonflikt den Schulalltag verändert. Seit fast 20 Jahren versucht er, Vorurteile abzubauen, Jugendliche zu erreichen und einen offenen Umgang mit schwierigen Fragen zu ermöglichen. Die Reportage erzählt von Angst und Ausgrenzung, aber auch von Mut und Zusammenhalt. Sie fragt, was sich verändern muss, damit jüdisches Leben in Deutschland wieder selbstverständlich und sicher sein kann.
20:45
Seit dem Überfall der Terrororganisation Hamas auf Israel vor 3 Jahren ist die Zahl antisemitischer Vorfälle in Berlin und Brandenburg gestiegen und sie bleibt auf hohem Niveau. Antisemitismus gab und gibt es auch unabhängig von diesem Angriff. Die Hintergründe sind vielfältig: islamistisch, rechts- oder linksextremistisch und auch jenseits dieser Einordnungen. Wir wollen darüber reden: Wie können Jüdinnen und Juden sicher leben? Welchen Bedrohungen sind sie ausgesetzt? Was ist legitime Kritik und wo fängt Antisemitismus an? Wir wollen konstruktiv darüber sprechen, wer was gegen Bedrohungen und Anfeindungen tun kann. Was läuft schon gut und was muss besser werden? Wie können verschiedene Perspektiven wahr- und ernstgenommen werden?
21:45
22:15
Dass Hans Rosenthal, der beliebte Fernseh-Moderator, mal Bauer werden wollte, um Nazi-Deutschland zu entkommen, wissen wohl die wenigsten. Auch sein Sohn, Gert Rosenthal, weiß von diesem dramatischen Lebensabschnitt seines Vaters wenig. Für ihn umso mehr ein Grund auf den Spuren des Vaters nach fast Vergessenem zu forschen. Seine erste Station: eine Ausstellung in Neuendorf, ehemalige Hachschara-Einrichtung, in der jüdische Jugendliche in Landwirtschaft und Handwerk ausgebildet wurden, um nach Palästina zu gehen. Hier war auch sein Vater gewesen! Nie hatte er davon erzählt, höchstens auf Familienfesten hörte der Sohn Erinnerungsfetzen, die mehr Rätsel aufgaben als aufklärten. Gert, der jüngere Bruder des Vaters, dessen Namen er trägt, war deportiert worden, während der Vater untertauchen konnte. Nun beginnt eine spannende, aber auch mühsame Spurensuche, entlang der Lebensstationen des Vaters in der Nazi-Zeit. Sie führt zu Zeitzeugen, Archiven, verfallenen Häusern und Ruinen. Gert Rosenthal erinnert sich, "immer wenn meine Schwester oder ich unseren Vater etwas zur Nazi-Zeit fragten, wechselte er nach zwei Sätzen das Thema, es schien mir, als wollte er uns vor diesen schrecklichen Geschichten verschonen." Jetzt hofft der Sohn, dass durch die filmische Spurensuche ein wenig Licht in das Dunkel seiner Familiengeschichte gebracht werden kann.
22:45
Erich Fried war einer der meistgelesenen deutschsprachigen Lyriker - bekannt für seine Liebesgedichte, aber auch für sein politisches Engagement und seinen unermüdlichen Drang zur Verständigung. 1938 floh er als junger Mann vor den Nationalsozialisten aus Wien. Später suchte er immer wieder das Gespräch mit Menschen an den entgegengesetzten Rändern des politischen Spektrums. Er setzte sich mit den Protagonisten der RAF auseinander und pflegte eine Freundschaft mit dem Neonazi Michael Kühnen. Auch seine Haltung zu Israel war von Widersprüchen geprägt. Der Film nähert sich diesem widersprüchlichen Menschen aus der Perspektive seines Sohnes Klaus Fried. Er blickt zurück auf eine Kindheit in einem Londoner Haus, das einer "German Embassy of the left" glich. Idealisten, politische Aktivisten, Terroristen und Hippies gingen dort ein und aus. Für viele Besucher war Erich Fried eine Art Guru; für seine eigenen Kinder blieb er dagegen oft schwer erreichbar. Dabei war er nicht nur der gefeierte Dichter und politische Unruhestifter. Er war auch Spielzeugmacher und Insektenretter, ein begabter Reparateur und leidenschaftlicher Sammler, der Gegenstände aus Müllcontainern rettete, weil ihr Leben in seinen Augen noch nicht zu Ende war. Sein bewegtes Privatleben mit drei Ehen und mindestens sechs Kindern bildet ein weiteres Spannungsfeld zwischen öffentlicher Wirkung und familiärer Nähe. Klaus Fried macht sich auf den Weg, seinen Vater neu zu entdecken. In Gesprächen mit Geschwistern, Freunden und Zeitgenossen nähert er sich einem Mann, der scheinbar allen gehörte und sich dennoch seiner eigenen Familie entzog. "Friendly Fire" wird so nicht nur zum Porträt eines politischen Dichters, sondern auch zur persönlichen Auseinandersetzung eines Sohnes mit seinem Vater. Ein Film über Empathie und Widerspruch, über die Kraft und die Grenzen von Verständigung - und über den Versuch, sich einen Menschen zurückzuholen, den man mit der ganzen Welt teilen musste.