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TV Programm für rbb Brandenburg am 23.09.2026

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Tagesschau 20:00

Tagesschau

Nachrichten

Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.

Danach

rbb24 spezial 20:15

rbb24 spezial: Olympia adé! Berlin schmeißt hin!

Zeitgeschehen

Streets of Berlin 20:25

Streets of Berlin: Die Schönhauser Allee

Stadtbild

Nur wenige Straßen in Berlin sind so bekannt, beliebt und belebt wie die Schönhauser Allee: Einkaufsstraße, Fressmeile, Kulturhotspot und Partylocation. Die Schönhauser ist angesagt, ein Ort zum Shoppen und fürs Nachtleben. Eine Straße, die eigentlich nie zur Ruhe kommt. Beständig lärmend fließt der Verkehr: Fahrräder, Autos, Straßenbahnen - und oben donnert die Untergrundbahn. Die Bahnhöfe "Eberswalder Straße" und "Schönhauser Allee" kennt nahezu jeder Tourist, kennt jede Nachteule. Drei Kilometer Prenzlauer Berg, drei Kilometer pulsierendes Leben. Wir begegnen im Film u.a. Lillemor Mallau, Eventmanagerin, Aktivistin und Networkerin. Sie verbindet Geschäftsleute, Kulturschaffende und Anwohner und versucht Projekte anzuschieben, die die Schönhauser noch schöner machen. Der Musiker und Kulturmanager Sören Birke kommt Ende der 80er in den Prenzlauer Berg und besetzt eine Wohnung in der Schönhauser Allee. Seit über zwei Jahrzehnten managt er das "Kesselhaus" in der Kulturbrauerei. Svetlana Müller, geboren in St. Petersburg, ist Vorsitzende der "PANDA Platforma", einem Verein für politische Diskussion und kulturellem Austausch für viele Menschen mit Osteuropa-Bezug. Sie und ihr Team organisieren Ausstellungen, Kunstevents, Theateraufführungen, Lesungen und Konzerte.

Streets of Berlin 21:10

Streets of Berlin: Die Potsdamer Straße

Stadtbild

Die Potsdamer Straße, das sind mehr als zwei Kilometer Berlin: vom Potsdamer Platz in Mitte bis zum Kleistpark in Schöneberg. Die "Potse", wie sie ihre Bewohnerinnen und Bewohner liebevoll nennen, ist nicht nur eine vielbefahrene Innenstadtmagistrale. Sie lebt mit großer Selbstverständlichkeit die Widersprüche und Diversität Berlins: Schäbiges und Chic, Ost und West, Trends und Tradition. Der Potsdamer Platz als urbaner Knotenpunkt, das Kulturforum mit Philharmonie und Neuer Nationalgalerie, die schicke Galerienmeile samt Edelboutiquen, der Straßenstrich Ecke Kurfürstenstraße und ab Höhe Bülowstraße das Miteinander von Döner-Imbissen und feministischen Projekten. Der Film trifft Menschen dort, wo sie leben, in ihrem Alltag: Die bekannte Drag-Queen Margot Schlönzke ist hier aufgewachsen, kennt die Straße noch als Sackgasse an der Berliner Mauer und beobachtet nun seit Jahren fasziniert ihre Veränderungen bzw. ihre Beharrlichkeit, einfach eine Straße mit viel Verkehr und Toleranz zu bleiben. Jonathan Kartenberg, Betreiber des Sterne-Restaurants "Irma la Douce", erzählt, wie sehr er bei der Eröffnung in der Potsdamer Straße die gewachsene Nachbarschaft unterschätzte und wie glücklich er ist, endlich angekommen zu sein. Direkt am Pallasseum wohnt Gunter Kluth, der sich leidenschaftlich einem immateriellen Weltkulturerbe widmet: dem Papiertheater. Und permanent mit seinen Gefühlen für die Straße kämpft. Studentin Anna Raab lebt auch hier und entdeckt fasziniert die literarische Tradition und Gegenwart der Potsdamer; Marie-Christine Molitor von Mühlfeld gewährt Einblicke in die Galerieszene, und der ehemalige Boxer Izzet Mafratoglu öffnet die Türen seines Boxstudios - für sein Engagement hat er das Bundesverdienstkreuz bekommen.

rbb24 BRANDENBURG 21:55

rbb24 BRANDENBURG

Regionalmagazin

Zweite Chance für Marco A. - Vom Täter zum Helfer 22:25

Zweite Chance für Marco A. - Vom Täter zum Helfer

Menschen

Marco (54) weiß, wie schwer die Resozialisierung nach mehrjähriger Haft sein kann. Er kennt die Einsamkeit, die Selbstzweifel und die ständige Versuchung, wieder anzuknüpfen an kriminelle Strukturen. Der Sohn eines bolivianischen Bauingenieurs und einer Berliner Friseurmeisterin lernt früh, Probleme mit den Fäusten zu regeln, statt mit Worten. Später kommen Drogen dazu, erst als Konsument, dann als Dealer. Marco kennt keine Grenzen, er verkauft im Tonnenbereich und baut ein internationales Netzwerk auf. Dann kommt er in Haft. Nach seiner Entlassung im Jahr 2010 kämpft er sich zurück ins Leben, macht sich als Industriekletterer selbstständig. 2020 wird seine Tochter geboren und Marco fasst einen radikalen Entschluss: Er will seine dunkle Vergangenheit nicht mehr einfach nur wegschieben, sondern er möchte sich ihr stellen. Er möchte sie in etwas Positives verwandeln. Marco ist überzeugt davon, dass er andere Ex-Straftäter gut erreichen kann. Weil er ihre Sprache spricht und weil er ihnen auf Augenhöhe begegnen kann. Er will ihnen helfen, einen Weg aus der Kriminalitätsspirale zu finden. Seine Botschaft lautet: "Es gibt immer eine zweite Chance im Leben und es liegt an dir, sie zu ergreifen. Du alleine bestimmst, wer du morgen sein wirst". Tatsächlich wurde dieses Konzept namens "Credible Messenger", in den USA entwickelt: Ex-Häftlinge leisten dort erfolgreich Resozialisierungsarbeit. Aber ist Deutschland ebenfalls bereit für einen solchen Schritt? Die hohen Rückfallquoten hierzulande sind bekannt. Marco hat eine Ausbildung zum Life Coach abgeschlossen und bietet seine ehrenamtliche Unterstützung allen Haftanstalten in Berlin und Brandenburg an. Hier erhält er zunächst anerkennende Worte, dann folgen Absagen: Offenbar stehen Bürokratie und "unzureichende Kapazitäten" seinem Vorhaben im Weg. Doch Marco gibt nicht auf. Er macht sich selbst auf die Suche nach Ex-Häftlingen, die seine Begleitung als Life-Coach wünschen. Gleichzeitig ringt er mit seinen eigenen Dämonen: Depressionen suchen ihn heim, sein Aggressionspotential ist nach wie vor hoch. Ausgleich findet er vor allem im Umgang mit seiner Tochter, aber auch beim Motorradfahren, beim Kampfsport und im Gespräch mit Steve, einem langjährigen Wegbegleiter und Priester einer Freien Kirche in Berlin. Der Film begleitet Marco auf dieser inneren und äußeren Reise, bis hin zu seinem allerersten Coaching. Marco kann nun endlich einen jungen Mann unterstützen, mit dem ihn vieles verbindet: Die Erfahrung von Gewalt, Inhaftierung und Einsamkeit, aber auch die große Sehnsucht nach einem friedlichen und selbstbestimmten Leben

Ungewollt schwanger in Deutschland - Der Paragraf und ich 22:55

Ungewollt schwanger in Deutschland - Der Paragraf und ich

Dokumentation

Deutschland im Jahr 2022. Junge Frauen kämpfen gegen den § 218 und für das Recht auf eine gute medizinische Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen. Denn die ist hierzulande wieder zu einem Problem geworden. Es sind die Enkelinnen jener "Hexen", die bereits vor über 50 Jahren auf Deutschlands Straßen mit Wut, Witz und Vehemenz für den legalen Schwangerschaftsabbruch in Deutschland gekämpft haben. Doch statt Plakaten, Flugblättern und Sprechchören findet der Protest heute - genau wie bei #Metoo - überwiegend in den sozialen Medien statt: #MyBodymyChoice und #wegmit218 heißt es wütend auf Instagram, Twitter und TikTok. Der Film "Ungewollt schwanger in Deutschland - Der Paragraf und ich" porträtiert eine Gruppe von Frauen, die im Verlauf ihres Lebens mit der Frage des Schwangerschaftsabbruchs konfrontiert wurden: als Ärztin, Aktivistin, Mutter oder kinderlose Frau, in Ost und West, in der Stadt und auf dem Land. Karin Bergdoll ist eine von ihnen: In den 60er Jahren überlebt sie mit Deutschland im Jahr 2022. Junge Frauen kämpfen gegen den § 218 und für das Recht auf eine gute medizinische Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen. Denn die ist hierzulande wieder zu einem Problem geworden. Es sind die Enkelinnen jener "Hexen", die bereits vor über 50 Jahren auf Deutschlands Straßen mit Wut, Witz und Vehemenz für den legalen Schwangerschaftsabbruch in Deutschland gekämpft haben. Doch statt Plakaten, Flugblättern und Sprechchören findet der Protest heute - genau wie bei #Metoo - überwiegend in den sozialen Medien statt: #MyBodymyChoice und #wegmit218 heißt es wütend auf Instagram, Twitter und TikTok. Der Film "Ungewollt schwanger in Deutschland - Der Paragraf und ich" porträtiert eine Gruppe von Frauen, die im Verlauf ihres Lebens mit der Frage des Schwangerschaftsabbruchs konfrontiert wurden: als Ärztin, Aktivistin, Mutter oder kinderlose Frau, in Ost und West, in der Stadt und auf dem Land. Karin Bergdoll ist eine von ihnen: In den 60er Jahren überlebt sie mit knapper Not einen illegalen Abbruch. Ohne Zugang zu Verhütungsmitteln, mit der gesetzlichen Pflicht zum ehelichen Beischlaf, werden Frauen damals schwanger, ob sie es wollen oder nicht. Die Not treibt die Frauen zu Ärzten, die sich den Abbruch teuer bezahlen lassen, oder zu Kurpfuschern und Engelmacherinnen: Tausende Frauen sterben damals jedes Jahr an den Folgen. Die Wut darüber treibt Anfang der 70er Jahre die Frauen zu Hunderttausenden auf die Straße: sie fordern "Weg mit dem §218". Eine Losung, hinter der sich die Frauenbewegung in ihrem Kampf nach Gleichberechtigung versammelt. Dass ein Schwangerschaftsabbruch, besonders in den ländlichen Gebieten, heute wieder zu einem Problem geworden ist, merkt die junge Berliner Ärztin Alicia Baier schon in ihrem Studium. Es ist der am häufigsten durchgeführte gynäkologische Eingriff, der aber im Studium nicht gelehrt wird. Und jeden Monat schließt eine weitere Praxis, in der Abbrüche vorgenommen werden - ohne Nachfolge. Denn die Abtreibungsgegner:innen sind nicht nur in den USA auf dem Vormarsch. Die Wut darüber lässt sie zu einer der führenden jungen Aktivist:innen werden, um Rückschritte zu verhindern. Dabei wurde in Ost- und Westdeutschland schon dreimal die Fristenlösung beschlossen - 1972 in der DDR, 1974 in der BRD und 1992 im wiedervereinigten Deutschland. Aber immer wieder wurde den deutschen Frauen das Recht auf den legalen, selbstbestimmten Abbruch genommen oder verweigert. Besonders hart traf es die Frauen der ehemaligen DDR nach der Wende, denen nach der parlamentarischen Mehrheit das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes nach über 20 Jahren das Recht wieder aberkannte - in dem es die Rechte des ungeborenen Lebens über die Rechte der Frauen stellte. "Wo sind wir gelandet? In der Vergangenheit!" konstatiert Heike Walter empört. Der Film erzählt die Geschichte des Kampfes für die Abschaffung des § 218 aus der Perspektive von Frauen. Nicht alle Geschichten münden in einen Abbruch, nicht alle Abbrüche sind gut verarbeitet, für keine von ihnen war die Entscheidung ein Spaziergang. Alle Frauen sagen, dass es ihre selbstbestimmte Entscheidung sein muss. Vor 50 Jahren wurde in der BRD die Indikationslösung eingeführt, der internationale Safe Abortion Day (28.9.) besteht seit 15 Jahren.