04:15
Bereits seit dem Jahr 1985 informieren die Moderatoren über das Neueste aus der Hansestadt. Dabei werden sowohl politische und sportliche als auch kulturelle Themen berücksichtigt.
04:45
Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft - das journalistische Magazin für Bremen, Bremerhaven und Unterweser-Raum.
05:15
Deutschrap war Anfang der 1990er-Jahre kaum auf der Welt und hauptsächlich eine Sache mehr oder weniger harter Jungs, als eine junge Frau den Bros in der Szene diese legendäre Liedzeile fett ins Gesicht drückte: "Hier kommt die Schwester". Sabrina Setlurs Song ist hart, direkt, selbstbewusst gereimt und heute immer noch wow anzuhören und gerade auch deshalb wichtig, weil sie den nachfolgenden Hip-Hopperinnen mit ihrem eigenen Erfolg fortan den Weg ebnete. Von der Musik indes ist sie inzwischen ein bisschen weg, hin und wieder jedoch sieht man sie als Schauspielerin im Fernsehen. Im Herbst kommt Sabrina Setlur mit dem Film "Identitti" in die Kinos. Darin ist sie in einer der tragenden Rollen zu sehen. Worum es genau geht, wird sie auf dem Roten Sofa verraten.
06:00
Lena Haeberlein hat dem Plastikmüll den Kampf angesagt. Mit Freiwilligen sammelt die Landschaftsökologin Müll am Strand. Zum Ende der Aktion liegt ein riesiger Berg Plastikmüll mit Unrat vor ihnen, vor allem Einwegflaschen und Plastiktüten. Lena fährt auch mit dem THW auf den Fluss Ryck, der durch Greifswald fließt, und fischt dort den Plastikmüll aus dem Wasser. Häufig schwimmt der auch direkt an der Uferkante. Angler lassen dort oft achtlos ihren Müll liegen, der anschließend ins Wasser gespült wird. Als Taucher dann auch noch aus dem Hafenbecken einen Haufen Plastikmüll und Schrott vom schlammigen Boden hervorholen, ist die Landschaftsökologin entsetzt. Denn Plastik löst sich nicht vollständig im Wasser auf, sondern zerfällt über Jahrhunderte in kleine Mikroplastikteile, die von Fischen gefressen werden. Auf einer Exkursion nach Helgoland zeigt ihr der Umweltwissenschaftler Elmar Ballstaedt verschiedene Nester von Seevögeln, die allesamt aus Plastikmüll gebaut wurden. Eine Todesfalle für die Meeresvögel. Jedes Jahr findet der Wissenschaftler erdrosselte Basstölpel und Trottellummen darin. Lena hat sich zum Ziel gesetzt, die Plastikflut an der Wurzel zu bekämpfen. Nur so kann sich langfristig etwas ändern, meint sie. Deshalb besucht sie Supermärkte und versucht dort, mit Kundinnen und Kunden über die Plastikproblematik ins Gespräch zu kommen. Solange die meisten Waren aber in Plastik verpackt sind, werde die Flut an Kunststoff jedoch nicht abnehmen.
06:30
Türkisblaues Wasser, klare Sicht, exotische Fische und angenehme Wassertemperaturen, all das bietet die Ostsee zwar für Taucherinnen und Taucher nicht. Doch trotz des Mangels an offensichtlichen Reizen ist es umso spannender, mit den Menschen abzutauchen, die in dieser Reportage begleitet werden. Sie haben ganz unterschiedliche Beweggründe. Und jeder zeigt auf seine Art, wie überraschend vielfältig Tauchgänge in der Ostsee sein können. Die Firma Unterwasserkrause von Axel Mutzeck hat sich auf Reparaturen unter Wasser spezialisiert. Die Berufstaucher setzen unter anderem Spundwände an Fährterminals instand, bringen Häfen auf Vordermann und sanieren Stahlpfähle der Molen an den Marinestützpunkten Eckernförde und Kiel. Sie schweißen, betonieren und bohren hier in Tiefen bis zu zehn Metern. Dazu sind die Unterwasserarbeiter mit Spezialwerkzeug ausgestattet und über eine hoch technisierte Ausrüstung immer eng mit ihren Kollegen an Land verbunden. Auf umfangreiches Equipment verzichtet der Kieler Stephan bei seinen Tauchgängen komplett. Der Anfang 40-Jährige braucht nur einen klaren Kopf und einen langen Atem. Er ist Apnoetaucher und schafft es vor allem durch mentale Vorbereitung und Atemübungen, mit nur einem Atemzug minutenlang unter Wasser zu bleiben. Bisher hat der Sportwissenschaftler das sogenannte Freitauchen nur im Mittelmeer praktiziert. Jetzt will er es das erste Mal in der Ostsee tun. Das kalte Wasser schreckt ihn nicht ab, im Gegenteil. Für ihn ist der Tauchgang ohne Atemgerät, den man nie alleine durchführen darf, immer die pure Entspannung. Dass das aber nur mit der richtigen Vorbereitung und Technik funktioniert, wird deutlich, wenn Tauchlehrer Stephan zwei Neulinge ins Apnoetauchen einführt. Zu deren Sicherheit passiert das vorerst im übersichtlichen Gewässer eines Schwimmbades. Als nebenberuflicher Atemcoach kann Stephan dabei genau erklären, was in Körper und Kopf beim Apnoetauchen abgeht. Wer noch komplett unerfahren, aber neugierig auf einen Tauchgang ist, ist bei Tauchlehrer Thorsten Peuster in besten Händen. In seiner Tauchbasis direkt in der Eckernförder Bucht lernen Anfänger*innen während eines Schnuppertauchkurses die Grundlagen kennen. Erst in der Theorie und dann in der Ostsee. Dabei geht der erfahrene Tauchprofi auf eventuelle Ängste seiner Schülerinnen und Schüler ein, nimmt aber auch allzu forschen Anfängern durch klare Ansagen schnell den Wind aus den Segeln. In seinem Tauchrevier kennt Thorsten "fast jeden Fisch beim Namen". Denn auch seine Freizeit verbringt er meistens unter Wasser. Mit Tauchkollege Philipp und einer Unterwasserkamera geht Thorsten regelmäßig auf Fotosafari. Und das am liebsten nachts.
07:00
* Brennnesselstaub - Was kommt denn da für Staub aus den Brennnesseln? Das fragt sich Anna-Lena bei ihrem Picknick im Grünen. Schon bald entdeckt sie: Der geheimnisvolle Staub spielt eine wichtige Rolle bei der Vermehrung von Brennnesseln. Bei den männlichen Brennnessel-Pflanzen öffnen sich die Knospen irgendwann, um den Staub zu versprühen. Und weil sich nicht vorhersagen lässt, wann das passiert, hat sich das Maus-Team auf die Lauer gelegt - in der Hoffnung, diesen Moment mit besonderen Zeitlupen-Aufnahmen einzufangen * Weißt du, wie der Sommer riecht? Ja, wie riecht denn eigentlich der Sommer? In dem bekannten Kinderlied gibt es die Antwort darauf: "Nach Birnen und nach Nelken, nach Äpfeln und Vergissmeinnicht, die in der Sonne welken…" und nach vielem, vielem mehr. * Puffreis - Wie wird Puffreis hergestellt? In einer Fabrik schaut sich Armin den Weg vom unverarbeiteten Reiskorn bis hin zur fertigen Reiswaffel an. Was in den Maschinen mit den Reiskörnern passiert, zeigt Armin zuhause anhand eines Versuchs: Dabei erklärt er, warum das Puffen der Reiskörner etwas mit Luftdruck zu tun hat. * Shaun das Schaf: Da ist noch was - Der Farmer verdonnert Bitzer zum Fensterputzen und fährt in die Stadt. Shaun lässt seinen Freund nicht im Stich. Er motiviert die Schafherde zu helfen und bald ist eine lustige Schwammschlacht im Gange. Die Scheiben blinken schon in der Sonne, da schalten sich die Schweine ein.
07:30
Alle Beiträge sind mit Gebärdenbegleitung und Untertitel versehen. Sendeformat und Themenwahl orientieren sich außerdem an den Bedürfnissen hörgeschädigter Zuschauer.
08:00
Plattdeutsch eine Bühne bieten Was es ihr bedeutet, auf Plattdeutsch Theater zu spielen? Das ist für Anja Berger in einem Wort zusammenzufassen: Heimat. Sie ist eine der vielen Ehrenamtlichen, die sich an der Niederdeutschen Bühne Flensburg engagieren. Sie alle sind hier unverzichtbar. Zwar bekommt die NDB Zuschüsse von der Stadt Flensburg, doch die wurden gerade stark gekürzt. Zurzeit wird ein Klassiker aus den 1970er-Jahren einstudiert: "Kinner Kinner" von Irmgard Wempner. Gastregisseurin Sandra Keck ist selbst Profischauspielerin am Ohnsorg-Theater in Hamburg. Dass die plattdeutsche Sprache im Theater präsent ist, sei wichtig, sagt sie. Den Muttersprachlern müsse man eine Plattform bieten und auch jungen Leute zeigen: Kommt ins Plattdeutsche Theater, auch wenn ihr vielleicht nicht jedes Wort versteht. Eine alte Weltsprache Im Alltag hat keiner der Studierenden im Seminar von Robert Langhanke bisher viel Platt gesprochen. Einige lernen es wie eine Fremdsprache neu. "Meine Großeltern haben immer Platt gesprochen, aber nicht mit mir", erzählt Lene Kramp. Jetzt durch das Studium habe sich das geändert. Das Studienfach steht an der Europa-Universität Flensburg jedem offen, nicht nur Germanistik-Studierenden, auch wenn sie die größte Gruppe stellen. Wer Plattdeutsch spricht, kann übrigens skandinavische Sprachen meist leichter lesen, sagt Dozent Robert Langhanke. Denn in der Hansezeit hat Platt dort viele Spuren hinterlassen. "Man sagt ja auch: Platt ist eine alte Weltsprache. Da ist was dran." Æ Sproch - aber keine eigene Sprache Sønderjysk war im Mittelalter die Umgangssprache im Landesteil Schleswig bis nach Eckernförde. Ausgenommen Nordfriesland, da wurde Friesisch gesprochen. Heute wird es in verschiedenen Varianten noch im Süden Dänemarks gesprochen. Auch Moderator Anders Køpke Christensen spricht es mit Begeisterung, wann immer sich die Gelegenheit bietet. Die Sprecher nennen Sønderjysk æ sproch: die Sprache. Aber: Sønderjysk gilt "nur" als Dialekt des Dänischen, hat daher nicht denselben Schutzstatus wie Plattdeutsch. Um den Erhalt kämpfen Engagierte in Vereinen und privat. Zum Beispiel ist gerade eine VM i Synnejysk (Weltmeisterschaft im Südjütländischen) auf die Beine gestellt worden, bei der es neben Sprache auch um Geschichte und Kultur geht. Jugendliche und Erwachsene stellen sich dem Wettbewerb, das Finale ist im Oktober in Apenrade. Eine Großmutter namens Frank Bylderup-Bov ist eine Gemeinde mit knapp 1300 Einwohnern acht Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Sønderjysk ist hier noch Alltagssprache. Sogar die meisten Kinder an der Schule können es, erzählen Jeppe und Noah, während sie auf ihren Mofas sitzen. Zwischen Hochdänisch und Sønderjysk zu wechseln ist für die beiden ganz natürlich. Frank Petersen, bei dem sie das Schrauben an den Mofas gelernt haben, fühlt sich hingegen komisch, wenn er Hochdänisch spricht. "Ich muss dann mehr nachdenken, was ich sage." Das muss er nicht, wenn er in die Rolle von Bestemoe Frank (Großmutter Frank) schlüpft und seine Videos auf Sønderjysk aufnimmt. Was als Spaß begann, hat ihm schon 35.000 Follower auf TikTok gebracht. "Ich habe Bekannte oben in Aalborg, die klopfen jetzt schon Sprüche auf Sønderjysk", erzählt er nicht ohne Stolz.
08:30
* Arnis: ankommen, staunen, eintauchen! In der kleinsten Stadt Deutschlands leben gerade einmal rund 260 Menschen, dafür gibt es hier mehr Schiffe als Einwohner. Und Freiheit scheint zum guten Ton zu gehören. Yared Dibaba steuert Arnis an, gelegen auf einer Halbinsel an der Schlei, Deutschlands längstem Ostseearm. Eine Stadt, klein an Fläche, groß an Geschichte, Stolz und Originalen. Er entdeckt Arnis vom Wasser aus und taucht ein in eine Welt, die von Seefahrt, Handwerk und Gemeinschaft geprägt ist. Gleich zu Beginn trifft er auf echte Arniser, die ihm erklären, warum man hier tatsächlich Stadtrecht hat - und warum man sich trotzdem ein bisschen fühlt wie im Zoo. * Metall, Motoren und echte Leidenschaft Yared besucht Niklas, genannt "Nickel", einen leidenschaftlichen Metallbauer und Motorradschrauber, dessen Werkstatt nach Öl, Eisen und Freiheit riecht. Zwischen handgefertigten Harleys und schwerem Gerät wird schnell klar: Hier steckt echtes Handwerk und Herzblut drin. * Kurs auf Freiheit: Segeln mit dem Bootsbaumeister Weiter geht es zu Jan Brügge, einem jungen Bootsbaumeister und Werftgründer. Gemeinsam gehen er und Yared an Bord einer eigens entwickelten Segeljacht und stechen in See. Auf dem Törn spricht Jan über seinen Weg zur eigenen Werft, Teamarbeit und das Gefühl von Freiheit, wenn man den Hafen hinter sich lässt und nur noch Wind, Wasser und Schieflage zählen. * Einer, der auf Arnis aufpasst Damit Arnis so sauber, gepflegt und einladend bleibt, sorgt Sebastian "Basti" Buchhold, der Gemeindearbeiter der Stadt, täglich im Hintergrund für Ordnung. Mit ruhiger Selbstverständlichkeit kümmert er sich darum, dass Wege, Grünflächen und Straßen in Schuss bleiben ... und dass Arnis vom Hundekot befreit wird. Ein Job, der vielleicht unspektakulär klingt, für das Zusammenleben in einer so kleinen Stadt aber unverzichtbar ist. Yared begleitet Basti bei seiner Arbeit und erfährt, wie viel Verantwortung und Nähe zu den Menschen dazugehört, wenn man in einem Ort arbeitet, in dem sich wirklich jeder kennt.
09:00
30 Minuten regionale Informationen und Hintergründe: Worüber spricht das Land - was bewegt die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern? Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern ab NDR Text Seite 160 und im Internet: www.ndr.de/mv
09:30
Bereits seit dem Jahr 1985 informieren die Moderatoren über das Neueste aus der Hansestadt. Dabei werden sowohl politische und sportliche als auch kulturelle Themen berücksichtigt.
10:00
Ob Politik oder Wirtschaft, Umwelt oder Kultur, jeden Abend von 19.30 bis 20.00 Uhr erfahren Sie, was sich am Tage in der Region zwischen Nord- und Ostsee ereignet hat. Mehr Nachrichten aus Schleswig-Holstein ab NDR Text Seite 140 und im Internet: www.ndr.de/sh
10:30
Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft - das journalistische Magazin für Bremen, Bremerhaven und Unterweser-Raum.
11:00
Wir sind stets nah dran an den niedersächsischen Themen und Menschen. Uns interessiert, was Sie aufregt und bewegt. Mehr Nachrichten aus Niedersachsen ab NDR Text Seite 120 und im Internet: www.ndr.de/niedersachsen
11:30
Premiere auf dem Putenhof von Landwirtin Christine Bremer in Kölau: Die drei Wochen alten Putenküken dürfen zum ersten Mal ins Freie. Doch der Ausflug ist nicht so einfach. Die kleinen Puten passen noch mühelos durch den Zaun, zurückfinden sie dann oft nicht mehr. Damit keines der Tiere verloren geht, hat Christine Bremer vorsorglich einen zweiten Zaun aufgebaut. Trotzdem nutzen einige der neugierigen Küken jede noch so kleine Lücke und büxen aus. Für die Landwirtin beginnt damit eine geduldige Sammelaktion, denn am Ende sollen natürlich alle kleinen Ausreißer wieder sicher zurück in ihren geschützten Bereich. Sorge auf Hof Hahnenkamp in Nordfriesland: Landwirt Jörg Schulz ist mit der diesjährigen Ernte alles andere als zufrieden. Tausende Gänse haben in den vergangenen Monaten große Teile der Marschwiesen abgefressen. Übrig geblieben ist jetzt nur noch ein spärlicher Rest. Auf den zu bewirtschaftenden Marschflächen versucht Jörg Schulz nun, das verbliebene Gras noch als Silage zu retten. Ob die Ernte am Ende ausreicht, ist allerdings ungewiss. Auf dem Sophienhof in Neustrelitz gibt es gleich doppelten Nachwuchs: Mit Elias Reich startet ein neuer Auszubildender auf dem Biohof. Und er bringt gleich jemanden mit. Das vier Monate alte Kalb Schnirbo soll künftig ebenfalls hier leben. Damit zieht erstmals eine reine Milchkuh auf den Hof. Sie soll den Grundstein für eine neue, muttergebundene Milchviehherde legen. Vorerst muss Schnirbo jedoch getrennt von den anderen Tieren bleiben: Das Kalb stammt aus einem konventionellen Betrieb und darf deshalb zunächst nicht gemeinsam mit den Biotieren gehalten werden. Im Harzer Vorland steht auf dem Hof von Landwirt Steffen Thudt ein Weidenwechsel an. Bevor die Rinder auf die neue Fläche ziehen können, muss die frische Weide eingezäunt werden. Die Aufgaben sind schnell verteilt: Vater Achim fährt den Trecker, Steffen übernimmt die schweißtreibende Laufarbeit und setzt die Zaunpfähle. Schon seit Steffens Kindheit arbeiten Vater und Sohn Hand in Hand. Heute haben sich die Rollen verändert: Steffen führt den Betrieb und Achim unterstützt ihn, wo immer er gebraucht wird.
12:00
Das außergewöhnliche Geschichtsformat erzählt aus der Perspektive von Amateurfilmern, was in den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg die Menschen im Norden geprägt hat: Super-8. 162 Filmrollen von 14 Amateurfilmern sind die Basis für eine emotionale und filmische Reise zu den norddeutschen Wurzeln. Mit viel Humor erzählt, entsteht in drei Teilen "Unsere Geschichte. Der Norden auf Super-8" eine einzigartige filmische Reise in die jüngste Vergangenheit. Eine Kindheit geprägt von Verzicht, Enge, aber auch unbändiger Lebensfreude wird dadurch wieder lebendig. Eine Zeit, in der das Kinderzimmer der Dorfplatz war und ganz selbstverständlich neben Kühen im Teich gebadet wurde. Als kurze Hosen getragen wurden und die Mutter noch die Haare schnitt. Das Super-8-Filmmaterial zeigt große Heimatverbundenheit. Dörfer, deren Bewohnerinnen und Bewohner und die Feste sind fester Bestandteil vieler Aufnahmen und geben einmalige und berührende Einblicke ins Alltagsleben der Menschen in Norddeutschland. Zeitzeugen aus Ostfriesland erinnern sich an die Armut in den 1950er-Jahren und wie sie bei der Tante in der Stadt stundenlang eine Wand anstarrten. Aus dieser Wand kam Wasser heraus. In Ostfriesland, dem damaligen "Armenhaus des Nordens", musste das Wasser noch aus dem Brunnen geholt werden. Dafür kam wenigstens Fleisch und Gemüse auf den Tisch. Der Schweinestall war oft Teil des Hauses und Gemüse wuchs in jedem Garten. Ob Schwein, Schaf oder Kaninchen, Tiere sorgten für Wärme und Kleidung. Hobbyfilmer drehten alles, was ihnen vor die Linse kam. Selbst bei der Arbeit war die Kamera oft dabei. So dokumentierten sie auch den Wandel in der Arbeitswelt, die veränderte Rolle der Frau und die ersten Aufbrüche in die Ferne: mit dem VW-Käfer. In Mecklenburg-Vorpommern war glücklich, wer aufs Wasser durfte. Ob mit selbst gebautem Segelboot, Surfbrett oder Faltboot, der Horizont war weit und lud zum Träumen ein. Konflikte mit der Volkspolizei gehörten dazu und wurden auf norddeutsche Art gelöst.
12:45
Für Landwirtin Franziska Bennecke aus Kissenbrück geht es im Jahr 2023 um einiges. Eigentlich wollte sie längst mit der Ernte ihres Weizens angefangen haben, doch die andauernden Regenfälle machen das unmöglich. Die Qualität ihres Weizens sinkt. Sie hofft, dass sie ihren wertvollen Brotweizen noch an die Mühle verkaufen kann. Franziska Bennecke hat den Hof in der Nähe von Wolfenbüttel von ihren Eltern übernommen und sich damit, anders als ihre beiden Schwestern, für den Beruf als Landwirtin entschieden. Zusammen mit ihrem Kompagnon muss sie dafür sorgen, dass alle Felder der Maschinengemeinschaft abgeerntet werden, insgesamt 1100 Hektar. Noch ist es zu nass, der Weizen geht so nicht durch den Mähdrescher. Sobald der wochenlange Regen endet, muss es möglichst schnell gehen. Deshalb haben sie in diesem Jahr einen zusätzlichen Mähdrescher bestellt. Den Großteil der Ernte möchte Franziska an die Okermühle liefern, die u.a. das Mehl für den original Leibniz Butterkeks herstellt. Bei der Abnahme wird getestet: Ist die Qualität des Weizens noch gut genug, um als Brotweizen angenommen zu werden? Oder hat das Getreide durch den Regen so viel an Qualität verloren, dass Franziska ihn nur noch als Futterweizen verkaufen kann? Mehr als 2,8 Millionen Tonnen Weizen werden jedes Jahr auf den Feldern Niedersachsens geerntet, gut 13 Prozent der bundesweiten Weizenernte. Der Landkreis Wolfenbüttel gehört zu Niedersachsens Bördegürtel, der sich südlich der A2 von Hameln über Hildesheim bis Magdeburg spannt und mit seinen fruchtbaren Böden prädestiniert für den Weizenanbau ist. Wie Franziska Bennecke bangen in diesem Sommer Landwirtinnen und Landwirte in ganz Norddeutschland um ihre Ernte. Die vierteilige "Die Nordreportage"-Serie "Trecker, Typen, Erntezeit" zeigt die Arbeit von Landwirtinnen und Landwirten, einer Lohnunternehmerin, einem Landmaschinenmonteur und der Polizei im Erntejahr 2023, in dem nicht nur Mengen und Marktpreise, sondern auch das Wetter verrücktspielen.
13:15
Es gibt Tage im Sommer, da geht es auf der norddeutschen Küstenautobahn A1 höchstens noch im Schritttempo voran. Dann zieht es wieder Tausende an ihre Lieblingsbucht: die Lübecker Bucht. Statt der üblichen Nummern stehen auf der Rückseite ihrer Strandkörbe drei Buchstaben: "INA". Ihr Vorname ist ihr Markenzeichen. Ina Kurz will in Erinnerung bleiben, damit die Leute sich vielleicht auch bei norddeutschem Schietwetter einen Korb gönnen. Am Strandabschnitt 52 in Niendorf regiert nur sie, hart, aber herzlich. Wer die Regeln beachtet und ihr nicht dumm kommt, kriegt schon mal ein Stück von ihrem selbst gebackenen Kuchen ab. Wer in Neustadt tief tauchen will, muss erstmal nach oben. Der Turm der Marine ist 42 Meter hoch und mit 1,25 Millionen Litern Wasser gefüllt. Niklas Hingst ist Ausbilder hier, er trainiert mit seinen Schülern für Notsituationen, die auf See passieren können. Zum Beispiel unter Wasser aus einer U-Boot-Luke aussteigen und wegen des Druckausgleichs langsam an die Oberfläche tauchen, ohne Pressluft. Ziegen ahoi! heißt es im Sommer im Naturschutzgebiet Dummersdorfer Ufer. Eine Spezialfähre bringt eine Herde dieser "Landschaftspfleger" von Travemünde zur Insel Buchhorst im Dassower See. Die Tiere sollen dort die Pflanzen wieder kurz "mähen", damit Brutvögel bessere Bedingungen vorfinden. Matthias Braun ist der einzige Naturschützer mit entsprechendem Bootspatent im Verein. Doch auf der Ziegenfähre fehlt es ihm an Praxis. So droht aus der Herde eine Horde zu werden. In einiger Entfernung zu den Badestränden kreuzt das Forschungsschiff "Alkor". Jens Greinert und seine Crew vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung suchen im Auftrag der Bundesregierung den Meeresgrund nach Weltkriegsmunition ab und kartografieren die Fundstellen. Allein in der Lübecker Bucht wurden ursprünglich 50.000 Tonnen an giftiger Altlast vermutet. Seit Wissenschaftler wie Greinert jedoch hochmoderne Tauchroboter und Ortungsgeräte einsetzen, finden sie immer mehr Bomben.
14:00
In der Sportsendung widmet man sich vor allem Live-Spielen aus lokalen Ligen oder sportlichen Höhepunkten der norddeutschen Bundesländer.
16:00
Die Rose wird auch als die Königin der Blumen bezeichnet. Es gibt etwa 250 Rosenarten und davon 1000 Züchtungen in fast allen Farben. Im Garten eines Blumenliebhabers darf eine Rose auf keinen Fall fehlen. Aber die Königin ist auch eine Diva. Wenn sie nicht ideale Bedingungen hat, bekommt man mit einer Rose häufig Probleme. Pilzkrankheiten wie Mehltau oder Rosenrost setzen ihr zu oder sie wird von Blattläusen oder anderen Schädlingen geplagt. Peter Rasch erklärt, welche Mittelchen es gibt, um die wertvollen Blumen zu schützen und welche anderen Pflanzen im Beet ihr gut tun. Wie sieht der ideale Standort aus, welche Arten gibt es, wie pflanzt man eine Rose richtig und woher kommen die Schönheiten eigentlich?
16:30
In den mehr als 200 Häfen in Norddeutschland kümmern sich Hafenmeisterinnen oder Hafenmeister um die vielen privaten Boote, die auf Nordsee und Ostsee und den Gewässern im Binnenland unterwegs sind. Jeden Tag passiert etwas Unerwartetes, mal kleine und mittlere Katastrophen, der Schnack mit Dauerliegern und Dauernörglern salzt die Suppe und dazu hält das Wetter immer wieder Überraschungen parat. Der Job eines Hafemeisters erfordert keine Ausbildung. Viele sind freiwillig nach dem Berufsleben oder aus Spaß Hafenmeister geworden. Männer oder Frauen als Festmacher, die andere Typen mit ihren Booten festmachen. Die dreiteilige Miniserie besucht in jeder Folge vier Häfen und ihre Hafenmeister*innen. Hilka Hannover ist schon im hohen Alter und begeistert als Hafenmeisterin mit ihrem Witz die Menschen im Yachtclub Wangerland in Horumersiel. Eckhardt von Loh dreht in Hitzacker eine Brücke, statt sie hochzufahren. In Sassnitz teilen sich der Hafenkapitän Ronald Damp und der Hafenmeister Heino Müller Segelboote und Schnellfähren auf. Und an der Schlei in Arnis/Grödersby lässt Hans-Joachim Jensch eine "Moorhexe" mit schwerem Gerät zu Wasser.
17:15
Norddeich ist mehr als nur ein gewöhnlicher Küstenort: Es ist das Tor zu den Ostfriesischen Inseln. Jedes Jahr starten mehr als zwei Millionen Feriengäste und Insulaner von hier aus nach Norderney und Juist. Doch bevor die Fähren ablegen können, heißt es im Hafen ordentlich ranklotzen. Wer sorgt dafür, dass bei der Abfertigung alles reibungslos läuft? Und wie kommt auch großes Gepäck oder sperriges Frachtgut auf die Inseln? Moderatorin Kathrin Kampmann will es herausfinden. Sie hilft der Fährcrew bei der Abwicklung am Anleger, begleitet einen Schiffsmechaniker auf einer neuen Elektrofähre und lässt sich zeigen, wie die Logistik für die Wäsche von Hotels und Ferienwohnungen funktioniert. Ordentlich Muckis oder norddeutsche Gelassenheit: Was ist wichtiger, damit andere entspannt Urlaub machen können?
18:00
18:45
Seit dem 22. Januar 2008 trägt ein Asteroid, der zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter um die Sonne kreist, ehrenhalber ihren Namen - verwunderlich ist das nicht. Denn die österreichische Astronomin und Astrophysikerin Lisa Kaltenegger hat sich um die Erforschung des Weltraums längst hochverdient gemacht. Ihr Interesse gilt den Exoplaneten, die außerhalb unseres Sonnensystems, Lichtjahre von der Erde entfernt, ferne Sterne umkreisen. Besonders im Blick hat die Wissenschaftlerin, die in den USA und in Deutschland arbeitet, deren Atmosphäre: Darin können Hinweise stecken, ob auf diesen fernen Planeten Leben wie auf der Erde möglich wäre. Das führt direkt zur großen Frage: Gibt es nun Außerirdische oder nicht? Mit Lisa Kaltenegger klären wir das.
19:30
Das bewegt Bremen, Bremerhaven und das Umland - das Regionalmagazin greift das auf, worüber die Menschen in der Region sprechen. Hier gibt es politische Diskussionen, Berichte über gesellschaftliche Ereignisse, Reportagen aus dem Leben, kritische Interviews, Kultur und Musik. Auch der Sport kommt nicht zu kurz. Von Montag bis Freitag immer mit der Wochenserie. buten un binnen informiert und unterhält zum Feierabend.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Stella Martin (Adele Neuhauser) ist Kult in der Beauty-Branche, die Produkte ihrer "Faltenfrei"-Linie sind heiß begehrt. Doch angesichts ihres Dauererfolgs mutierte Stella zur zynischen, kritikresistenten Alphafrau, die unbarmherzig in ihrem Reich herrscht und ihre Familie auf einen Nebenschauplatz verbannt hat. Doch nun scheint Stellas Zenit überschritten. Ihre neuesten Produkte verursachen ein kapitales Minus, und das Alter hat allmählich auch bei ihr Spuren hinterlassen. Aber das Schlimmste: Ehemann Georg (Thomas Limpinsel) soll ein Verhältnis mit einer wesentlich Jüngeren haben. Geschockt läuft Stella über die Straße, kollidiert mit einem Radler und erleidet eine Gehirnerschütterung. Einziger Ausweg aus ihrem Dilemma: eine Schönheits-OP mit Komplett-Restaurierung. Doch da Stella verschweigt, dass sie noch unter Schmerzmitteln steht, wirkt die Narkose nicht und Stella fällt auch noch vom OP-Tisch. Ein Sturz, der ihr Leben völlig auf den Kopf stellt: Plötzlich kann sie hören, was andere Menschen über sie denken. Und das ist alles andere als schmeichelhaft. Stella ist empört, aber auch entsetzt. Und sie beginnt, etwas zu tun, was sie längst verlernt hat: anderen Menschen zuhören, Empathie entwickeln, Abbitte leisten. Sogar bei ihren Töchtern Fiona (Henriette Richter-Röhl) und Johanna (Olga von Luckwald) - zur größten Überraschung aller.
21:45
Vor über 40 Jahren hat Josef im Streit sein Heimatdorf verlassen. Heute kehrt Josefa (Adele Neuhauser) dorthin zurück. Vieles ist geschehen in dieser Zeit. Josefa trug früher den Namen Josef (Riccardo Campione). Auf dem Hof der verstorbenen Eltern wird sie mit voller Wucht mit ihren Erinnerungen konfrontiert: Da ist Petra (Eva Mattes), die einmal ihre Ehefrau war, als sie noch Josef hieß. Da ist Blume (Ulrich Noethen), Josefs bester Freund von damals. Vieles, das damals nicht gesagt wurde, verlangt nun Gehör. Kränkungen und Missverständnisse brechen auf, wie nie verheilte Narben. Aber nicht nur Josefa hat in ihrer damaligen Verzweiflung Fehler begangen, auch Petra trägt eine Last mit sich. Trost findet Josefa in ihrer guten Freundin Antonia (Hayal Kaya).
23:15
Die junge Karriereanwältin Rebecka Martinsson (Ida Engvoll) kehrt zu einer Beerdigung in ihren nordschwedischen Heimatort Kurravaara zurück. Dort nimmt die Gemeinde Abschied von der engagierten Pfarrerin Mildred, die bei einem Sturz ums Leben kam und in der Kirche gefunden wurde. Als Rebecka in Mildreds Nachlass einen Ordner mit Drohbriefen findet, kommen ihr Zweifel an dem Unfalltod. Sie schafft es, die Kommissarin Mella (Eva Melander) zu überzeugen, den bereits abgeschlossenen Routinefall gegen den Willen ihres Vorgesetzten Carl von Post (Samuel Fröler) genauer zu untersuchen. Wie sich zeigt, hatte die Ermordete nicht nur ihre Geheimnisse, sondern auch einige Feinde. Ins Visier geraten ein gewalttätiger Ehemann, dessen Frau bei der Pfarrerin Zuflucht gesucht hatte, und örtliche Jäger, mit denen sie wegen eines Streits um kirchliche Grundstücke im Clinch lag. Obwohl in Stockholm lukrative Fälle und ihr Freund Måns Wenngren (Niklas Engdahl) warten, kann Rebecka einfach nicht loslassen. Dass die Anwältin auf Heimaturlaub eigene Nachforschungen anstellt, stößt bei der Polizei auf wenig Gegenliebe. Rebecka ist Mildred, die für sie einst nach dem Tod ihrer Eltern wie eine Ziehmutter war, etwas schuldig.