20:00
Die Nachrichten der ARD
20:15
Wo immer sie auftauchen: Orcas sind die Herrscher der Meere. Sie sind hochintelligente Jäger, die planvoll und gezielt - nach menschlichen Maßstäben: gnadenlos - vorgehen. Die zugleich in engen Familienverbänden leben, zärtlich und empfindsam sind, die sich zu gemeinsamen Aktionen absprechen. Orcas entwickeln, das ist kaum zu glauben, tatsächlich Mode: Der Hut der Saison ist aus Seetang. Und ganz offenbar empfinden sie Trauer und Lebensfreude. Die Schwertwale faszinieren und berühren die Menschen wie kaum ein anderes Tier. Doch seitdem Orca-Schulen vor Gibraltar Boote angreifen, fragen sich viele: Bedrohen sie die Menschen oder wollen sie nur spielen? In der aufwendig produzierten Naturdokumentation geht der Meeresbiologe und Tierfilmer Dr. Florian Graner dem Geheimnis der Orcas auf den Grund. Was macht diese schwarz-weißen Giganten so erfolgreich? Der renommierte Unterwasserkameramann Graner lebt an der US-amerikanischen Pazifikküste und befasst sich seit vielen Jahren mit den Schwertwalen dieser Region, die besonders gut erforscht sind. Hier, im Grenzgebiet zwischen den USA und Kanada, gelingen ihm spektakuläre Aufnahmen über und unter Wasser, die intime, teils nie zuvor gefilmte Einblicke in das Familienleben der Orcas ermöglichen: Mütter bringen ihrem Nachwuchs das Jagen bei. Sie verabreden sich über weite Distanzen zu Treffen. Sie arrangieren die Paarung ihres Nachwuchses. Sie flirten und kommunizieren, schmusen und teilen ihren Fang. Mit angepassten Jagdstrategien haben Orcas ihre Beutezüge perfektioniert und rund zwei Drittel der Erdoberfläche erobert, mehr als die Menschen. Graner folgt den Meeressäugern rund um den Globus. Er zeigt, wie sie Heringsschwärme in Norwegens Fjorden zusammentreiben, Grauwalkälber in Monterey (Kalifornien) jagen und "fliegende" Rochen im Golf von Kalifornien verfolgen. In Patagonien beobachtet er, wie Schwertwale sogar Robben am Strand erbeuten. Orcas stehen unangefochten an der Spitze der Nahrungskette - dank ihrer Kraft und Intelligenz.
21:00
Rudi und Petra leben in Wacken in Schleswig-Hostein - Rudis Heimat. Petra hingegen ist auf Rügen geboren und aufgewachsen, und dort zieht es sie nun auch wieder hin! Zumindest für diesen Urlaub. Die ersten 20 Jahre ihres Lebens hat Petra auf Rügen verbracht, seitdem plagt sie das Heimweh nach der "schönsten Insel Deutschlands", wie sie sie nennt. Bei Familienbesuchen blieb bis jetzt nur wenig Zeit für einen richtigen Urlaub in der alten Heimat. Das soll dieses Mal anders werden. Petra möchte ihrem Rudi Orte ihrer Kindheit zeigen und mit ihm zusammen Neues entdecken. Ihre Reise startet in Schaprode im Westen der Insel, direkt am sogenannten "Bodden", einem flachen Küstengewässer. Im Sonnenuntergang fahren sie mit dem Segelboot raus und genießen die einzigartige Stimmung. Petra darf sogar das Steuer übernehmen - eine ganz neue Erfahrung am vertrauten Ort! Ein Abstecher nach Hiddensee begeistert auch Rudi mit dem einzigartigen Weitblick vom Leuchtturm Dornbusch. Im Norden von Rügen, Nonnevitz, war Petra noch nie. Und die Gegend überrascht beide direkt: Wunderschöne Natur, endloser Sandstrand, Urlaubsfeeling pur. Und auf dem idyllischen Campingplatz mitten im Wald gehen sie der Frage nach: Wer ist eigentlich Luigi, der dem Platz seinen Namen gibt? Kontrastprogramm in Sassnitz, an der Ostküste: Hier stehen sie mitten im Stadthafen. Das ist zwar eher ein Parkplatz, aber morgens begrüßen sie die Möwen und das Treiben direkt am Kai. Außerdem startet von hier aus das Ausflugsschiff, mit dem sie sich DAS Wahrzeichen von Rügen nähern: Den Kreidefelsen. Für Petra ein emotionaler Ausflug. Die Kreidefelsen sind für Rüganer der Inbegriff von Heimat. Von Sassnitz aus warten noch die alten Seebäder Binz und Sellin auf die beiden, doch dann kommt alles ganz anders und sie müssen ihre Pläne kurzfristig ändern. Doch schon jetzt ist für die beiden klar: Sie haben Rügen noch einmal neu kennengelernt und kommen natürlich wieder.
21:45
Die Nachrichten für den Norden: NDR Info liefert Nachrichten im Fernsehen, im Radio, im Web und als App. Mehr Nachrichten ab NDR Text Seite 112 und im Internet: www.ndr.de/info
22:00
Der in den USA für einen Doppelmord verurteilte Jens Söring kämpft mit Hilfe der Medien um seine Freiheit und sein öffentliches Ansehen. Mehr als 33 Jahre saß Jens Söring, Sohn eines deutschen Konsulatsmitarbeiters, in Großbritannien und den USA im Gefängnis. Verurteilt für den brutalen Doppelmord an den Eltern seiner damaligen Freundin Elizabeth Haysom. Zunächst hatte Söring den Mord gestanden, vor Gericht beteuert er später seine Unschuld. Er sieht sich als Justizopfer und kämpft mit Hilfe von Unterstützern in Medien und Politik um seine Freiheit und sein öffentliches Ansehen. 2019 kehrt Jens Söring zurück nach Deutschland. Frei - auf Bewährung. Sein Fall fasziniert, und so erzählt er seine Version der Geschichte in zahllosen Talkshows, Artikeln und auf den eigenen Social Media Kanälen, meist unwidersprochen. Doch wer seine Geschichte kritisch hinterfragt, läuft gegen eine Mauer aus Schweigen.
22:15
Der Sturz vom Pferd ist für Susanne ein Weckruf, ebenso wie das klärende Gespräch mit Luisa. Susanne findet langsam zu alter Stärke zurück. Sie entschließt sich, sich dem Leben zu öffnen und auf Mike Redmann zuzugehen. Auch Susannes Eltern bemerken nach anfänglicher Sorge, dass ihre Tochter nach dem dramatischen Sturz wieder zu sich selbst findet. Nach dem Unfall braucht Susanne dringend Unterstützung bei der Versorgung des Pferdes Caramel. Ihre Kollegin Dr. Elif Sahin eilt ihr sofort zur Hilfe. Doch eine Fehldiagnose bei einem anderen Tier belastet die Cheftierärztin massiv. Susanne stärkt Elif den Rücken und ist wiederum für sie da. Beide nähern sich bei einem Billardspiel privat an. Doch als Susanne plötzlich mitbekommt, dass Elif Medikamente nimmt, wird sie nachdenklich - hat Jasper Winter doch recht mit seinem Verdacht? Luisa spricht sich endlich mit ihrer Mutter aus und beide kommen sich wieder näher. Luisa entscheidet sich, das Praktikum im Zoo wieder aufzunehmen. Mike Redmann ist niedergeschlagen. Es kommt zu einem Streit mit seiner Tochter Luca. Die macht ihm unmissverständlich klar, dass sie es nicht noch einmal zulassen wird, dass ihn eine Frau verletzt.
23:05
Eine junge Frau aus Goslar beschuldigt ihre Mutter und ihren Stiefvater des jahrelangen sexuellen Missbrauchs: mit grauenvollen Details zu Gruppenvergewaltigungen, Folter und einem Mordplan. Die Eltern werden zu hohen Haftstrafen verurteilt, die Mutter sogar mit anschließender Sicherungsverwahrung. Wenige Jahre zuvor hatten Josephine und ihre Mutter mit ihren Partnern noch eine Doppelhochzeit gefeiert, es soll Josephines Idee gewesen sein. Jetzt war sie die Zeugin der Anklage, gegen ihre Eltern. Die Justiz glaubte Josephine, die Medien glaubten ihr. Auch ihren damaligen Ehemann beschuldigte sie der Vergewaltigung. Doch dann kommen Zweifel auf: Was, wenn Josephine R. gar kein Opfer ist? Die Ermittler der Kriminalpolizei hatten schon sehr früh festgestellt: Allein die Chatverläufe von Josephine R. passen rein zeitlich nicht mit ihren Anschuldigungen zusammen. Sie befürchteten, die Eltern würden zu Unrecht in Untersuchungshaft sitzen. In der neuen ARD Crime Time-Staffel "Der Fall Josephine R." spricht ein damals leitender Kripobeamter über seine Arbeit und über seine Zweifel. Doch die zuständige Staatsanwaltschaft blieb bei ihrem Kurs. Das Landgericht Braunschweig hat sich in seinem Urteil wesentlich auf die Anschuldigungen von Josephine R. gestützt. Später kritisieren Bundesrichter, es sei gar nicht geprüft worden, ob Josephine R. überhaupt aussagetüchtig gewesen sei. Erik Westermann, Kriminalreporter der "Braunschweiger Zeitung", hat die Verhandlungen intensiv begleitet - und mit seinen Berichten auch ein Bild in der Öffentlichkeit erzeugt. Es sollte der Fall seines Lebens werden. Er berichtet über seine Suche nach der Wahrheit, auch in Gesprächen mit Josephine R. selbst. Die Eltern von Josephine erzählen in der dreiteiligen ARD Crime Time-Serie erstmals exklusiv vor einer Kamera von plötzlichen Verhaftungen und von 684 Tagen in Haft. Über eine traumatische Zeit, in der ihnen kaum jemand geglaubt hat. Josephines damaliger Ehemann Enrico spricht in der Doku-Serie über seine Jugendliebe - und darüber, dass frühmorgens die Polizei seine Wohnung durchsuchte: Verdacht auf sexuellen Missbrauch und Vergewaltigung. "Der Fall Josephine R." berührt die Urängste eines jeden: der eigenen Freiheit beraubt zu werden und sich ohnmächtig gegenüber der Macht des Staates zu fühlen. Zu spüren, wie es ist, wenn einem niemand mehr hilft oder helfen kann.
23:35
Eine junge Frau aus Goslar beschuldigt ihre Mutter und ihren Stiefvater des jahrelangen sexuellen Missbrauchs: mit grauenvollen Details zu Gruppenvergewaltigungen, Folter und einem Mordplan. Die Eltern werden zu hohen Haftstrafen verurteilt, die Mutter sogar mit anschließender Sicherungsverwahrung. Wenige Jahre zuvor hatten Josephine und ihre Mutter mit ihren Partnern noch eine Doppelhochzeit gefeiert, es soll Josephines Idee gewesen sein. Jetzt war sie die Zeugin der Anklage, gegen ihre Eltern. Die Justiz glaubte Josephine, die Medien glaubten ihr. Auch ihren damaligen Ehemann beschuldigte sie der Vergewaltigung. Doch dann kommen Zweifel auf: Was, wenn Josephine R. gar kein Opfer ist? Die Ermittler der Kriminalpolizei hatten schon sehr früh festgestellt: Allein die Chatverläufe von Josephine R. passen rein zeitlich nicht mit ihren Anschuldigungen zusammen. Sie befürchteten, die Eltern würden zu Unrecht in Untersuchungshaft sitzen. In der neuen ARD Crime Time-Staffel "Der Fall Josephine R." spricht ein damals leitender Kripobeamter über seine Arbeit und über seine Zweifel. Doch die zuständige Staatsanwaltschaft blieb bei ihrem Kurs. Das Landgericht Braunschweig hat sich in seinem Urteil wesentlich auf die Anschuldigungen von Josephine R. gestützt. Später kritisieren Bundesrichter, es sei gar nicht geprüft worden, ob Josephine R. überhaupt aussagetüchtig gewesen sei. Erik Westermann, Kriminalreporter der "Braunschweiger Zeitung", hat die Verhandlungen intensiv begleitet - und mit seinen Berichten auch ein Bild in der Öffentlichkeit erzeugt. Es sollte der Fall seines Lebens werden. Er berichtet über seine Suche nach der Wahrheit, auch in Gesprächen mit Josephine R. selbst. Die Eltern von Josephine erzählen in der dreiteiligen ARD Crime Time-Serie erstmals exklusiv vor einer Kamera von plötzlichen Verhaftungen und von 684 Tagen in Haft. Über eine traumatische Zeit, in der ihnen kaum jemand geglaubt hat. Josephines damaliger Ehemann Enrico spricht in der Doku-Serie über seine Jugendliebe - und darüber, dass frühmorgens die Polizei seine Wohnung durchsuchte: Verdacht auf sexuellen Missbrauch und Vergewaltigung. "Der Fall Josephine R." berührt die Urängste eines jeden: der eigenen Freiheit beraubt zu werden und sich ohnmächtig gegenüber der Macht des Staates zu fühlen. Zu spüren, wie es ist, wenn einem niemand mehr hilft oder helfen kann.