18:45
Die Rolle ihres Lebens? Viele im Fernsehpublikum würden bei Adele Neuhauser sofort auf die ewig grantelnde Majorin Bibi Fellner aus dem Wiener "Tatort" tippen. Allerdings ist die österreichische Schauspielerin spätestens seit den Neunzigern immer wieder in Filmen oder Fernsehserien zu sehen. Die Tatort-Rolle hat ihrer Karriere jedoch einen großen Schub gegeben. Ende 2026 soll jedoch Schluss mit dem Ermitteln sein. Adele Neuhauser dankt nach 15 Jahren im Dienst ab. Die Wienerin macht aber längst nicht Schluss mit der Schauspielerei: Aktuell ist sie im Film "Makellos - Eine kurze Welle des Glücks" zu sehen, in dem es um die Untiefen einer Ehe geht. Und im Mai läuft im Ersten der Krimi-Zweiteiler "Mama ist die Best(i)e", in dem sie nach zehn Jahren Haft zurückkehrt, um den Mord an ihrem Mann aufzuklären.
19:30
Das mehrfach ausgezeichnete Format berichtet seit 1980 über aktuelle Geschehnisse in der Hansestadt Bremen. Dabei werden sowohl politische und sportliche, als auch kulturelle Themen berücksichtigt.
20:00
Die Nachrichten der ARD
20:15
ist mehr als nur eine Insel in der Ostsee! Ein Blick auf die Karte macht deutlich, besteht aus einer Vielzahl von Halbinseln und Inseln und vielen unendlich lang erscheinenden weißen Stränden. Heike Götz durchstreift mit seinen berühmten Kaiserbädern und erkundet die weniger berühmten Teile der Insel, wie den Gnitz oder auch den Lieper Winkel. Gleich jenseits des Strandes erhebt sich bei Koserow der Streckelsberg. Der Küstenwald lädt zum Waldbaden ein - mit fachkundiger Anleitung. Der Naturhafen Krummin ist Ausgangspunkt für Segeltouren an Bord eines historischen Zeesbootes auf dem Achterwasser. Und dort liegt mittendrin die private Vogelschutzinsel Görmitz, besiedelt von Weiderindern und unglaublich vielen vom Aussterben bedrohten Wiesenbrütern, selten gewordenen Mufflons und Seeadlern. Die Inselbloggerin Marika zeigt Heike Götz Geheimtipps: einsame Plätze an der Küste, schön gelegene Imbiss-Möglichkeiten … Orte, die schön, aber eher unbekannt sind. In der Nähe der Stadt lassen sich im DDR-Museum Dargen Zeitreisen in die jüngste Geschichte unternehmen und überraschende Relikte entdecken. Die er Inselmühle baut im großen Stil Aprikosen, Haskap-und Aroniabeeren oder auch Senfsaaten und Lein an und hält eine Herde Wasserbüffel. In Zinnowitz betreibt die Vorpommersche Landesbühne eine Theaterakademie, veranstaltet die Vineta-Festspiele und lädt am Strand von Heringsdorf regelmäßig zu Aufführungen in ein Theaterzelt ein, dem Chapeau Rouge. Im Lieper Winkel dokumentiert Heike Götz die wachsende Pflanzenvielfalt auf Ökowiesen und trifft dort einen Sternekoch, der seit Jahren schon ausschließlich fangfrischen Fisch in seiner "Bauernstube" serviert.
21:45
In der seit 1961 ausgestrahlten Sendung dreht sich alles um Sport. Berichtet wird über die Fußballspiele der Woche sowie über weitere Begegnungen aus verschiedenen Disziplinen. Regelmäßig wird das Tor des Monats gewählt.
22:10
Fünf Quizbegeisterte aus dem Norden treten bei Laura Karasek in der "NDR Quizshow" im Wettstreit um die "Leuchte des Nordens" gegeneinander an. Sie alle sind davon überzeugt, sich im Norden und im eigenen Bundesland sehr gut auszukennen. Doch wer wird es am Ende der Sendung geschafft haben, den Pokal in den Händen zu halten? Am Start sind: Nina Stöver, die in ihrer Studienzeit nebenberuflich Golfplätze gemäht hat, Jens-Uwe Bohnhoff, Rentner auf Tour, Carsten Weiland, leidenschaftlicher Angler, Catrin Bohacek, kennt Wismar wie ihre Westentasche, und Jan Hendrik Landgraf, der virtuell im Flugzeug um die Welt fliegt.
23:10
Allzu oft bietet die deutsche Politik Steilvorlagen für Hohn und Kritik. Die Sendung betrachtet aktuelle Ereignisse in einem satirischen Licht und lässt dabei oft kein gutes Haar an unseren Volksvertretern.
23:55
Es ist eine andere Erzählung über den FC St. Pauli. Heute steht der Verein für Antifaschismus, Toleranz und gesellschaftliches Engagement im deutschen Fußball. Doch hinter dem Image des rebellischen Kiezklubs verbirgt sich eine komplexe Geschichte mit dunklen Kapiteln. Der Verein hat sich seit den 1980er-Jahren zu einem der bekanntesten Fußballklubs weltweit entwickelt, nicht wegen sportlicher Glanzleistungen, sondern wegen seiner einzigartigen Fankultur und eines politischen Selbstverständnisses, das weit über den Hamburger Kiez hinaus strahlt. Der Kiezklub und seine Widersprüche Diese neue Story wagt den unbequemen Blick in die Vergangenheit des Vereins. Die Aufarbeitung der eigenen Geschichte - eine Arbeit, die vor allem das Museum des FC St. Pauli seit einigen Jahren aktiv vorantreibt. Während der jüdische Spieler Selig Cahn 1942 mit einem der ersten Transporte nach Auschwitz deportiert und dort in der Gaskammer ermordet wird, erhält ein ehemaliger Spieler und hochrangiger Vereinsfunktionär trotz düsterer NS-Vergangenheit die goldene Ehrennadel des Klubs. Erst 2010 wird sie ihm posthum aberkannt. Zwei Schicksale, ein Verein. Warum hat der FC St. Pauli sein "braunes Erbe" so lange nicht aufgearbeitet? Reichsadlerflagge und Rassismus am Millerntor Fan und Zeitzeuge Nazim Evren erlebt Anfang der 1990er-Jahre eine entscheidende Wende mit: Ein türkischer Freund wird bei einem Heimspiel im Stadion zusammengeschlagen. Ein rassistischer Übergriff - und das zu einer Zeit, in der am Millerntor schon die Totenkopf-Flagge weht. "Die Ausländerfeindlichkeit im Stadion war überraschend und unerwartet", erzählt Evren. Darauf folgt etwas, das den Verein bis heute prägt. Erstmals werden Fans aktiv - sie vertreiben Neonazis und Altnazis von den Rängen. Die Metamorphose des Vereins beginnt. Bis Ende der 1990er-Jahre spielt die Mannschaft am Millerntor, das den Namen Wilhelm-Koch-Stadion trägt. Dann kommt heraus: Der Namensgeber war NSDAP-Mitglied. Ein Naziname für den antifaschistischen Verein? Eine Tatsache, die der Aktivist Ronny Galczynski nicht akzeptieren kann. Er engagiert sich für die Aufarbeitung der Vereinsgeschichte und reicht 1998 den Antrag für die Umbenennung des Stadions ein. "Ich bin persönlich angegangen worden: 'Leute wie Sie brauchen wir nicht im Verein' und: 'Wären wir mehr Alte gewesen, hätten wir Sie heute rausgeschrien'", erinnert sich Galczynski an die Mitgliederversammlung damals. Zwischen Totenkopf-Flagge und Hakenkreuz: das Porträt eines Vereins im Widerstreit mit sich selbst Was ist der FC St. Pauli wirklich? Und wofür steht er? Ein Verein ist mehr als Sport und Stadionbesuch. Er stiftet Identität und trägt damit auch gesellschaftliche Verantwortung. In Zeiten, in denen Rechtsextremismus und Antisemitismus wieder an Sichtbarkeit gewinnen, stellen die Filmemacherinnen unbequeme Fragen: Wie geht ein Verein mit seinem "braunen Erbe" um? Und wie kann ein Fußballklub dieses Erbe nutzen, damit sich die Geschichte nicht wiederholt? "Wir müssen daran erinnern, wo uns Faschismus und Rechtsextremismus hinführen und auch, wie selektiv das Gedächtnis der Menschen ist. Gerade beim FC St. Pauli, wo es nicht nur um Sport geht, sondern auch darum, Dinge zu verändern", sagt Christopher Radke vom FC St. Pauli-Museum. Die Vergangenheit des FC St. Pauli ist kein abgeschlossenes Kapitel - sie ist ein lebendiger Teil der Vereinsidentität, mit dem gerungen wird. Die bildstarke Dokumentation lässt jene zu Wort kommen, die die Umbrüche damals eingeleitet haben und die komplexe Geschichte des FC St. Pauli heute aufarbeiten. Der Film folgt den Spuren der Geschichte im Stadion, in den Archiven bis an Orte des Holocausts und erzählt die tragische Biografie des Stürmers Selig Cahn nach - so entsteht das vielschichtige Bild eines Klubs, der gelernt hat, seine eigene Geschichte zu hinterfragen.