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TV Programm für Radio Bremen am 02.11.2026

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NDR Info 21:45

NDR Info

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Die Nachrichten für den Norden: NDR Info liefert Nachrichten im Fernsehen, im Radio, im Web und als App. Mehr Nachrichten ab NDR Text Seite 112 und im Internet: www.ndr.de/info

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NDR Story 22:00

NDR Story: Deutschland, deine Beamten: Zeit für Reformen?

Reportage

Eine spannende Reportage über einen Unternehmer, der auf der ganzen Welt nach Arbeitskräften für seinen Ferien- und Freizeitpark sucht. Der Mangel an Arbeitskräften ist für den Ferien- und Freizeitpark Weissenhäuser Strand an der Ostsee zur Existenzfrage geworden: Es gibt so gut wie keine Bewerberinnen und Bewerber auf die offenen Stellen. Geschäftsführer David Depenau geht deshalb einen ungewöhnlichen Weg: Mehrmals im Jahr fliegt er in Länder außerhalb der EU, um Arbeitskräfte anzuwerben. Doch obwohl die Politik weiß, dass es ohne ausländische Fachkräfte nicht geht, stoßen David Depenau und seine Kolleginnen aus der Personalabteilung auf hohe bürokratische Hürden. Die NDR Reporterinnen Laura Borchardt und Julia Saldenholz haben Depenau und sein Team über mehrere Monate bei der schwierigen Suche nach Arbeitskräften begleitet. 14 Stunden Flug liegen hinter ihm, als David Depenau im Juni 2023 in Antananarivo landet. In der Hauptstadt des afrikanischen Inselstaates Madagaskar will er Azubis für sein Unternehmen an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins anwerben. Madagaskar ist eines der ärmsten Länder der Welt, es gibt dort viele junge Menschen und kaum Jobs. In Deutschland ist die Situation genau andersherum: Die Bundesagentur für Arbeit meldete Ende 2022 fast zwei Millionen offene Stellen, so viele wie noch nie. David Depenau kann selbst seine Ausbildungsstellen nicht mehr mit inländischen Bewerberinnen und Bewerbern besetzen. In Antananarivo trifft er auf junge Menschen, die viel investieren, um in Deutschland eine Ausbildung machen zu können. In der Sprachschule von Angelique Steffeck lernen sie Deutsch. Dafür zahlen sie monatlich etwa 50 Euro, das ist ein Monatslohn in Madagaskar. Die Hoffnung: eine Ausbildung in Deutschland. David Depenau wird sechs von ihnen einen Vertrag geben. Wer aus einem Nicht-EU-Land zum Arbeiten nach Deutschland kommen möchte, muss eine Vielzahl von Kriterien erfüllen und unterschiedliche Nachweise für ein Visum erbringen. Christine Hartmann, zuständig fürs Personal am Weissenhäuser Strand, ist täglich damit beschäftigt, einen Weg durch den Dschungel unterschiedlicher Verfahren und Regelwerke zu finden. Immer wieder trifft sie auf überlastete und überforderte Mitarbeitende in den Behörden. Die Konsequenz: Die Verfahren ziehen sich in die Länge, Bewerberinnen und Bewerber springen ab. Dabei braucht ihr Unternehmen wie so viele Betriebe in Deutschland dringend Arbeitskräfte aus dem Ausland. So würde das Hotel im Wellnessbereich gerne eine Thai-Massage anbieten. Und wer könnte das besser als thailändische Masseurinnen und Masseure, ausgebildet an einer anerkannten Universität in Bangkok? Christine Hartmann versucht seit einem Jahr zwei von ihnen nach Deutschland zu holen. Es ist ihr nicht gelungen, auch weil die Anerkennung des Universitätsabschlusses so kompliziert ist. Auch die Anwerbung eines indischen Kochs und einer Kenianerin, die das Unternehmen gerne einstellen würden, stockt. Die Politik nehme das Thema trotz gegenteiliger Beteuerungen nicht ernst genug, kritisiert David Depenau. Er fordert, dass die Politiker die Türen weiter aufmachen sollen. Das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das der Deutsche Bundestag im Sommer 2023 beschlossen hat, gehe nicht weit genug. Die sechs angehenden Azubis aus Madagaskar bekommen immerhin ein Visum für Deutschland und beginnen ihre Ausbildung im Ferien- und Freizeitpark Weissenhäuser Strand. Es ist der erste kalte Winter für sie, die erste lange Trennung von ihren Familien und der Start in ein neues Leben.

NDR Kultur - Das Journal 22:45

NDR Kultur - Das Journal

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Werkstatt neben Wohnzimmer: Dokumentation über ein ungewöhnliches Bauprojekt Handwerk mitten in einem neuen Wohnviertel: kann das gut gehen? Vor sieben Jahren startete in Hamburg ein städtebauliches Zukunftsprojekt. Nach langem Kampf um einen Platz in der Stadt bezogen Hamburger Handwerker eine alte Industriehalle in Hamburg-Ottensen. Inzwischen sind rundherum 880 Wohnungen entstanden: Werkstattlärm trifft auf Wohnalltag, alte Handwerkstradition auf neue Nachbarschaft. Regisseurin Katrin Spranger hat die Menschen vor Ort besucht: Wie gut vertragen sich junge Familien und laute Maschinen, Lieferverkehr und Spielstraße? Wie sind die Handwerker in ihren neuen Betrieben mitten in der Großstadt angekommen? Kann dieses Projekt ein Modell sein für ähnliche Quartiere auch in anderen Städten? Die Dokumentation "die nordstory - Werkstatt neben Wohnzimmer" wird am 6. November um 20.15 Uhr im NDR Fernsehen gezeigt und ist in der ARD Mediathek zu sehen. Ein persönliches Buch über Trauer: "Die Woche danach" von Helga Schubert Wie lebt man weiter, wenn der Mensch, den man 60 Jahre lang geliebt und mehr als zehn Jahre lang gepflegt hat, stirbt? In ihrem neuen Buch "Die Woche danach" beschreibt Helga Schubert die Tage nach dem Tod ihres Lebensmenschen, des Malers und Psychologen Johannes Helm. Es ist eine widersprüchliche Zeit, denn neben Trauer und Verlust verspürt Helga Schubert auch ein Gefühl neuer Freiheit und Selbstbestimmtheit. Und so erzählt sie in ihrem Buch nicht nur vom Abschied, sondern auch davon, wie sie in dieser "anderen Welt" weiterlebt und arbeitet. Ein Besuch bei der 86-jährigen Autorin und Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin in ihrem Haus in Mecklenburg. Mit dem Dackel ins Museum: Die Kunsthalle Bremen zeigt Ausstellung für und über Dackel Ob Wackeldackel auf der Hutablage oder das geringelte Olympia-Maskottchen namens Waldi: Dackel gehören seit Langem zu den Lieblingshunden der Deutschen. Drahthaar, Rauhhaar, Langhaar, die süßen Kurzbeiner sind Kult. Dass Dackel auch Künstler*innen inspirieren, zeigt jetzt erstmals eine umfassende Ausstellung in der Kunsthalle Bremen: "Der Dackel. Eine Ikone geht Gassi". Und an ausgewählten Tagen dürfen auch Dackel mit ins Museum! Die Ausstellung verfolgt die Spuren des Dackels von seinen Anfängen als Jagdhund zum städtischen Begleiter bis hin zum Szenehund. Pablo Picasso besaß einen Atelierdackel namens Lump. Max Liebermann, Otto Dix, Andy Warhol oder David Hockney waren Dackelfans und machten diese Hunderasse zum Motiv. 120 historische und aktuelle Werke sind in der Bremer Schau zu sehen: Gemälde, Fotos, Videos und Installationen. "NDR Kultur - Das Journal" hat die Ausstellung besucht - mit einem Dackel! Poetisches Kinodrama: der Spielfilm "Geister" von Fatih Akin Es ist eine ungewöhnliche und tragische Liebesgeschichte: Der Spielfilm "Geister" handelt von Faris und Farasha, die sich auf einer Abiparty auf dem Hamburger Fernsehturm unsterblich ineinander verlieben. Doch ein dramatischer Autounfall reißt die 20-jährige Farasha in derselben Nacht aus dem Leben. Am Steuer saß Faris, der sich an nichts erinnern kann. Er versinkt in tiefe Traurigkeit, fühlt sich schuldig, kämpft mit Selbstmordgedanken. Doch die verstorbene Farasha kommt jede Nacht zu ihm zurück, jedoch nur in seinen Träumen und nur für 40 Nächte. Aus der zarten Begegnung entwickelt sich eine leidenschaftliche Romanze, in der Realität und Fantasie zunehmend verschwimmen. "NDR Kultur - Das Journal" hat mit Regisseur Fatih Akin über Liebe, Tod und Verlust gesprochen. "Geister" kommt am 5. November ins Kino. Von der U-Bahn auf die große Bühne: die Band Il Civetto in Norddeutschland Von Guerilla-Gigs in U-Bahnhöfen über angesagte Techno-Clubs bis auf die großen Festivalbühnen: Die Berliner Band Il Civetto hat einen langen Weg hinter sich. Für ihr neues Album "Träume aus Lava" haben die Musiker sich nach Marokko zurückgezogen und darüber nachgedacht, was ihnen wichtig ist. Dabei sind viele Feelgood-Popsongs entstanden, die ihre Hoffnungen und Träume angesichts des Zustands der Welt zum Ausdruck bringen sollen. Pop gegen Panik. Jetzt ist Il Civetto live in Norddeutschland zu erleben: am 3. November in Hannover und am 5. November in Hamburg.

Lieber Thomas 23:15

Lieber Thomas

Biografie

Die DDR ist noch jung, aber Thomas Brasch passt schon nicht mehr rein. Es ist vor allem sein Vater Horst, der als Parteifunktionär den neuen deutschen Staat mit aufbauen will. Doch Thomas, der älteste Sohn, will lieber Schriftsteller werden. Thomas ist ein Träumer, ein Besessener und ein Rebell. Schon sein erstes Stück wird verboten, und bald fliegt er auch von der Filmhochschule. Als 1968 die sowjetischen Panzer durch Prag rollen, protestiert Brasch mit seiner Freundin Sanda und anderen Studenten mit einer Flugblattaktion in den Straßen Berlins - und rennt vor die Wand. Sein eigener Vater verrät ihn, und Thomas Brasch kommt ins Gefängnis. Auf Bewährung entlassen, arbeitet Brasch in einer Fabrik und schreibt über die Liebe, die Revolte und den Tod. Aber mit einem wie ihm kann man in der DDR nichts anfangen. Er verliebt sich in die frisch mit einem anderen verheiratete Katharina Thalbach und schreibt ihr ein Theaterstück auf den Leib. Ohne Aussicht, seine Werke dem ostdeutschen Publikum zugänglich machen zu können, verlässt Thomas die Heimat - zusammen mit Katarina, die er letztendlich für sich gewinnen konnte. Im Westen wird er anfangs bejubelt, dreht mehrere Kinofilme, wird zweimal nach Cannes eingeladen. Thalbach kann sich vor Engagements kaum retten. Ein neues Leben - geprägt von Geld, Partys und Drogen. Doch Brasch will seine Kunst nicht als Ware verkauft sehen. Auch nach dem Mauerfall, zurück in Ostberlin, ist er weit davon entfernt, Ruhe zu geben.